Mein Schatten in der Nacht
Ich irre ziellos durch die kalten Straßen. Um mich herum liegt die Dunkelheit wie ein schwerer Vorhang, und die Nachtluft beißt mir frostig in die Haut. Bekleidet bin ich nur mit einem leichten, seidenen Sommerkleid, das kaum Schutz bietet, und einem dünnen Mantel, den ich fest um mich geschlungen habe. In meiner Brust brennt eine glühende Wut, ich könnte schreien, einfach alles herauslassen, was mich gerade zerreißt.
Keine Ahnung, wohin mich meine Füße tragen. Ich laufe einfach, getrieben von dem Sturm in meinem Kopf.
Plötzlich stehst du da. Wie aus dem Nichts tauchst du auf, bist du mir doch gefolgt, wie eine Gestalt im Schatten der Nacht, anziehend, gefährlich und mit einem Blick, der mich augenblicklich auszieht.
Unsere Blicke treffen sich, und in diesem Bruchteil einer Sekunde sch