Frau Doktor Müller
Wie vom Donner gerührt stand ich in der halbgeöffneten Tür des leicht abgedunkelten Stationszimmers, starrte wie gebannt auf das Schauspiel, das sich mir bot. Eigentlich wollte ich nur nach einer Flasche Wasser fragen, aber in diesem Augenblick waren mir mein Durst, mein trockener Hals vollkommen egal. Jetzt nur nirgends anstoßen, kein Geräusch machen, jeglichen verräterischen Husten oder Niesanfall verhindern, nicht einmal atmen dürfte ich, obwohl mein Puls raste, als käme ich gerade von meiner 20km-Trainingsstrecke zurück.
Frau Dr. Müller, unsere mehr als attraktive Stationsärztin lag mit weit geöffneten Schenkeln, den weißen Kittel aufgeknöpft, auf dem Tisch, vor ihr kniete mit heruntergelassener Hose, das Gesicht tief zwischen ihren langen, schlanken Beinen vergraben, Michael, der St