Clarissa III
Ich war nervös, als ich vor ihrer Tür stand. Nervös und heiß. Seit dieser Begegnung auf der Massageliege verging kaum eine Stunde, in der ich nicht an Clarissa und Leo dachte – an ihre Körper, ihre Hände, ihre Münder, an das Gefühl, zwischen ihnen zu sein, gehalten, begehrt, verwöhnt. Und nun hatte sie mich eingeladen. In ihre Wohnung. Privat. Ohne jede professionelle Distanz.
Als sie öffnete, fiel alle Nervosität von mir ab.
Sie trug nichts außer einem locker geknoteten Seidenmorgenmantel, der bei jeder Bewegung über ihre Hüften rutschte. Ihre Haare lagen offen über den Schultern, ihr Blick war weich und wach zugleich. Sinnlich. Erwartungsvoll.
„Du bist da“, sagte sie leise, trat einen Schritt näher, schloss die Tür – und küsste mich. Ihre Lippen waren warm, weich, verführerisch.