Treppenhaus
Man stelle sich Nachkriegsdeutschland vor, kurz nach dem Krieg. Die meisten jungen Männer gefallen oder verwundet – körperlich, sodass sie den Rest ihres Lebens Schmerzen oder Behinderungen ertragen mussten, oder seelisch, durch das, was sie erlitten oder getan hatten. Wie mein Vater. Ohne eine halbe Flasche Fusel konnte er nicht einschlafen, und selbst dann wachte er oft schreiend aus Angst oder seelischem Schmerz auf. Das Wort „posttraumatische Belastungsstörung“ existierte noch nicht, geschweige denn eine Behandlung dafür.
Die Wohnsituation war schlecht. Nicht alle Häuser einen kompletten Satz Wände, manche nicht einmal ein Dach. Viele Flüchtlinge kamen in den Westen. Man musste mit dem zurechtkommen, was verfügbar war.
Stell dir einen jungen Burschen vor, der gerade begann zu versteh