Mylady of the Night
Mylady of the Night
Ich traf sie, als ich eines Abends nach Hause eilte. Es war halb Elf, leise fluchend beschleunigte ich meine Schritte, denn es war verflucht kalt. Ich beobachtete die kleinen Dampfwölkchen, die sich aus meinem Atem bildeten und dachte einen flüchtigen Moment daran, wie schön eine Tasse heißer Tee wäre. Meine Gedanken mussten schon in mein warmes, kuscheliges Bett vorausgeeilt sein, denn um ein Haar wäre ich über die Gestalt gestolpert, die mit verbissenem Gesichtsausdruck vor mir im Schnee kniete und irgendwas aufsammelte.
Sie sah mich für eine Sekunde an, als hätte sie mich ebenfalls nicht bemerkt. Nach einem kurzen Moment fuhr sie damit fort, die Zettel und Bücher aufzusammeln, die sich aus einer offensichtlich gerissenen Plastiktüte in den weißen Schnee ergossen