Ein Sommertagstraum
Roberts erster, noch etwas unklarer Blick war auf den Wecker gefallen, der neben seinem Kopf auf der Seite lag. Es war 5:56 Uhr.
Dass er irgendwann an einem jungen Morgen in einem fremden Bett aufwachte geschah nicht zum ersten Mal. Er war frei genug, um sich diese Spontaneität genehmigen zu können. Und auch gestern hatte er keinen Gedanken daran verschwendet gehabt, diese Freiheit aufzugeben.
Der Abend zuvor war auf eine typische Art verlaufen, bis dann, von einem Moment zum anderen, nahezu alles eine völlig neue Entwicklung genommen hatte. Die kleine, beinahe zierliche Frau, deren gleichmäßig ruhiger Atem ihm nun sacht die Wange streichelte, hatte auf eine Art, die er noch immer nicht ganz erklären konnte, eine geheimnisvolle Anziehungskraft auf ihn ausgeübt.
Diese Faszination hiel