Besuch beim Doktor
Ich begehrte den Doktor schon seit dem ersten Mal, dass ich ihn gesehen hatte. Seine Manieren waren stets so tadellos, sein Auftreten so voller höflicher Zurückhaltung, dass ich von dem Gedanken nicht mehr loskommen konnte, herauszufinden, was sich unter dieser Fassade verbarg. Ich wollte seine Leidenschaft entfesseln, dabei sein, wie er die Kontrolle verlor, wollte ihn stöhnen hören, sehen, wie er sich ganz der Begierde hingab.
Nicht nur sein Auftreten, sondern auch sein Äußeres war von Makellosigkeit geprägt. Sein lockiges dunkles Haar war stets mit Hilfe von Haarwachs in ordentliche Wellen gebändigt, sein schönes Gesicht hatte ich niemals unrasiert erlebt. Nicht nur einmal hatte ich mir vorgestellt, wie herrlich sein markantes Kinn und seine Wangenknochen von einem leichten Dreitag