Ein Abend zu dritt
Tanja sieht mich sinnierend an. Sie streicht eine blonde Strähne zurück, dann nippt sie an ihrer Kaffeetasse. Ich spüre ihre Nervosität, und ihr Verhalten bestätigt meinen Eindruck.
„Was hast du, Tanja?“, frage ich direkt. Das wirkt immer, wenn meine Freundin an einem Problem kaut und nicht weiß, wie sie anfangen soll. Ihre graublauen Augen bewegen sich unruhig. Sie atmet tief ein.
„Du wirst mich für verrückt halten. Ich weiß auch gar nicht, wie ich es dir sagen soll, Manuela.“
„Fang einfach an“, ermuntere ich sie. „Für verrückt halte ich dich sowieso.“
Tanja lächelt. Sie hat ein hübsches, schmales Gesicht, ausdrucksvolle Augen, eine schmale Nase und volle Lippen. Die Dauerwelle macht aus Tanjas blondem Haar eine wilde Mähne, die Tanjas Temperament am besten widerspiegelt. Unte