Phil und Florian begegnet zu sein, meinen schwulen Freunden, war tatsächlich der Beginn einer wunderbaren Freundschaft plus. Wobei ihre Katze Miracle - kurz Miri - ohne es zu wissen ihre Samtpfoten im Spiel gehabt hatte. Wir drei Freunde sahen uns manchmal alle paar Wochen, manchmal alle paar Monate und probierten allerlei Queeres, Lustvolles aus.
Auch meinen asiatischen Freund aus dem Schwabenland, Bao Nam, traf ich mal öfter, mal seltener, je nachdem wann er in der Stadt war. Er war der schöne Mann, der an jenem strahlenden Märztag vor inzwischen zehn Jahren im Fluß getanzt hatte und mit dem ich ins Wasser gefallen war – mit lustvollen Folgen.
Ich hatte jetzt drei wundervolle Freunde in der Stadt und das eine oder andere Abenteuer außerdem – ich war vollkommen zufrieden.
Die Zeit verging, und mein vierzigster Geburtstag nahte. Da wollte ich etwas Besonderes machen: Ich plante, vier Männer zu meinem Geburtstag einzuladen und mich von ihnen verwöhnen zu lassen. Vier Männer – nur für mich!!
Florian und Phil waren sofort von der Idee begeistert, und Bao Nam war für diese Theaterspielzeit in der Stadt und fand meinen Plan ebenfalls schön. Nur – wo bekamen wir den vierten Mann her? Phil und Florian fiel niemand ein. „Er sollte schon ein Hetero-Mann sein, Feli, oder wie siehst du das?“ fragten sie. „Ja, sollte er schon“, antwortete ich. „Aber ihr kennt niemanden, oder?“ - „Nein, keinen, der für so eine Geburtstagsfeier offen wäre. Aber vielleicht weiß Bao Nam jemanden.“
Wusste er. „Ich kenne jemanden aus meinem Ensemble, dem die Rolle des geheimnisvollen Unbekannten bestimmt gefällt“, meinte er. „Und du möchtest nichts über ihn wissen, oder?“ - „Nichts. Aber am Schluss würde ich ihn gerne kennenlernen.“
Wir drei beschlossen, meinen Geburtstag bei Florian und Phil zu feiern. Sie hatten den meisten Platz und die schönste Wohnung. Nur an welchem Tag wollten wir feiern? Bao Nam und sein Kollege arbeiteten am Theater und hatten Montags bis Dienstags Nachmittag frei. Leider kein Wochenende! „Kein Problem,“ meinte Florian. „Phil und ich sind sowieso im Home Office. Wir hören einfach Montags früher auf und fangen Dienstags später an!“ Und ich würde mir sowieso frei nehmen.
Mein Geburtstag fiel ohnehin auf einen Montag, also alles klar: Montag 8. Januar 17 Uhr. Miri würde den Abend und die Nacht eine Etage höher bei einer guten Freundin des schwulen Paares verbringen und kein Chaos bei uns anrichten.
Alkohol würde es nicht geben, denn wir hatten lieber einen klaren Kopf bei Abenteuern. Florian wollte anstatt Sekt zur Begrüßung seine fantastische Zitronenlimo machen – mit Zuckersirup, frisch gepresstem Zitronensaft, Mineralwasser und einem frischen Zweig Minze.
Safer Sex mit Kondom war ohnehin selbstverständlich.
Der große Tag begann mit Wind und kaltem Dauerregen. Januar eben.
Ich zog über mein kurzes schwarzes Stretchkleid zwar nichts drunter, aber warme Hosen, Wollsocken und einen Pullover drüber. Ein buntes Hüfttuch steckte ich noch schnell in die Tasche.
Bao Nam kam mich kurz vor 17 Uhr abholen. Wir mussten uns sehr zusammen nehmen, um nicht gemeinsam in mein Bett zu fallen. Aber wir schafften es, uns und einander nicht wieder auszuziehen und gingen mit Regenschirm und mit einem verschwörerischen Grinsen im Gesicht den kurzen Weg bis zu Phil und Florian.
Phil öffnete die Tür. Nur mit einem Tuch um die Hüften, nackten Füßen und einem breiten Lächeln im Gesicht. Aus der Küche hörte ich das Geräusch der Zitruspresse – Florian bereitete den Begrüßungsdrink. „Schnell, rein mit euch, bevor ich erfriere“, lachte Phil, „und entblättert euch mal direkt.“ Bao Nam und ich flitzen schnell ins Bad, Klamotten aus und Hüfttücher an!
„Hiergebleiben!“ rief Phil. „Du bekommst soforrrrt die Augen verbunden, Feli!“
So geschah es.
Dann führte mich jemand – Bao Nam oder Phil – ich konnte jetzt schon nicht mehr sicher sagen wer wer war - ins Zimmer und ließ mich irgendwo dort stehen. Ich fühlte mich wie vor langer Zeit vor der Weihnachtsbescherung und hielt mir die Hand vor den Mund, um nicht laut los zu kichern.
An der Haustür klingelte es. Der geheimnisvolle Unbekannte! Ich hörte leises Gemurmel und Männergelächter aus dem Flur, und dann hörte ich sie ins Zimmer kommen. Jemand nahm meinen Arm und drückte mir ein kühles Glas in die Hand.
Nach etwas mehr Gekicher stimmten sie ein Geburtstagsständchen an: „Wie schön, dass du geboren bist….“ Wie lieb von ihnen! Ich war ganz gerührt. Als das Lied zu Ende war, hörte ich Florian sagen: „Liebste Feli, wir Vier wünschen dir einen wundervollen Geburtstag und viel Glück und Freude und reichlich Abenteuer in deinem neuen Lebensjahr!“ Dann stießen Sie alle feierlich mit mir an - und von nun an würde kein weiteres Wort mehr gesprochen werden.
Jemand sammelte die Gläser ein, und da stand ich nun mitten im Zimmer. Sie machten es spannend und ließen mich eine oder zwei lange Minuten dort stehen, ohne das etwas geschah. Aber sie waren dort, ich hörte sie atmen und spürte ihre Anwesenheit.
Dann nahm jemand mein Hüfttuch weg, und plötzlich legten sich zwei Hände auf meine Schultern. Leicht wie Schmetterlingsflügel. Und blieben dort liegen. Dann strichen sie aufreizend langsam meinen Rücken abwärts. Und an den Flanken wieder nach oben. Das Spiel wiederholten sie einige Male, und plötzlich fühlte ich zwei weitere Hände, die sich ganz oben auf meine Brust legten. Die streichelnden Hände am Rücken fuhren mit ihrer zärtlichen Massage fort, und die beiden Hände vorn glitten ein bisschen tiefer und begannen langsame Kreise um meine Brüste zu ziehen.
Das war schön, aber allmählich wünschte ich mir, ich würde mich mal etwas fester angefasst werden. Als hätte das jemand gehört, legten sich zwei Hände mit festem Griff auf meine Pobacken. Der Rückenstreichler machte Platz für den Pobackenmasseur und die Schmetterlingsflügel flogen davon.
Die neuen Hände waren größer und fester. Und sie waren sehr warm. Während meine Brüste vorn zart gestreichelt wurden, knetete hinten jemand kraftvoll meine Kehrseite. Ich fand es sehr aufregend, eine so zarte und eine so kraftvolle Berührung zugleich an verschiedenen Stellen zu spüren.
Das ging eine genussvolle Weile so, dann wurden plötzlich alle vier Hände fort genommen und sofort fühlte ich zwei neue: Ein Beinmasseur widmete sich kraftvoll meinen Beinmuskeln. Ich genoss es, so gründlich durchgeknetet zu werden. Schließlich verschwanden gleichzeitig und wie auf Kommando auch diese Hände von meinem Körper und verpassten mir damit einen kleinen, prickelnden Schreck. Doch nach einigen Atemzügen legten sich alle sechs – es gar nicht so einfach, zu erspüren wie viele es waren – wieder auf mich und bleiben ruhig und still einige Atemzüge lang liegen.
Dann verschwanden die Hände eine nach der anderen, und ich hörte jemanden leise herein kommen, im Raum umher gehen und mit den anderen flüstern. Ein süßer, feiner Duft nach Rosen breitete sich aus und wurde allmählich stärker. Dort, wo ich den schon viel und lustvoll genutzten, großen Futon vermutete, war anscheinend etwas im Gange.
Plötzlich – wieder ein kleiner, prickelnder Schreck - fassten mich zwei Männer an je einem Ellenbogen und führten mich einige Schritte in Richtung vermuteter Futon. Ohne Vorwarnung fühlte ich mich hochgehoben und gleich wieder rücklings auf den Futon gelegt – auf eine kühle, duftende Schicht von Rosenblättern! Wunderschön! Sie hatten mich tatsächlich auf Rosen gebettet! Was waren sie für wundervolle Freunde!
Vor Rührung kamen mir tatsächlich ein oder zwei Tränen, und jemand beugte sich über mich und leckte sie ab. Mir wurde ganz warm und weich ums Herz! Und nun spürte ich überall auf meinem Körper Küsse: Zarte und feste, Streicheleinheiten von mehreren Zungen und kleine, vorsichtige Bisse, die nicht schmerzten, sondern mich erregten und nach mehr verlangen ließen.
Einer begann meinen Kitzler zu küssen und zu lecken. Kurz bevor ich vor Begeisterung fast abhob, wurden meine Beine gespreizt der Zungenkünstler legte sich dazwischen. Meine Lustgrotte hatte sich schon von selbst geöffnet. Langsam und aufreizend wurden die Innenseiten meiner Lustlippen abgeschleckt, und ich hätte vor Begeisterung glatt das Bewusstsein verloren, wenn so etwas möglich wäre. Ist es aber zum Glück nicht!
Eine Zungenspitze glitt in mich hinein. Ich blieb bei Bewusstsein, kam dem Abheben aber ziemlich nah. Er kam ganz schön weit rein, und das brachte mich in Gipfelregionen, die ich mindestens auf dem Mont Blanc verorten würde, wenn nicht gar auf dem Mount Everest. Die Lawine, die diese Mundakrobatik auslöste, übertraf denn auch so ziemlich alles, was ich bisher erlebt hatte. Und das war nicht wenig gewesen!
Ich weiß nicht, wie lange ich so dort lag und in den Echos der Gipfelregionen schwebte. Alle waren jetzt still, und acht Hände lagen auf mir. Nach einer Weile hoben sie sich fort, und ich setzte mich auf. Mein Gespür für Bewegungen um mich herum war jetzt sehr geschärft, und ich fühlte, wie sich drei Männer auf den Futon um mich herum setzten. Den Vierten hörte ich auf leisen Sohlen aus der Tür gehen.
Erstaunlich, wie schnell sich andere Sinne schärfen, wenn ein Sinn ausfällt. Ich hörte den, der hinaus gegangen war, in der Küche klappern und roch einen feinen Duft nach Obst, als er wieder herein kam. Jemand berührte meine Wange mit einem kalten Glas und ich griff danach. Sogar das leise Prickeln von Luftbläschen im Getränk konnte ich wahrnehmen. Dann nippte ich davon, und meine Zunge schmeckte Sprudelwasser und Melonensaft. Fein! Ich war ganz schön durstig geworden und trank in einem Zug mein Glas leer.
Es wurde mir abgenommen, und nachdem meine Wohltäter ebenfalls hörbar ausgetrunken hatten, setzte sich einer von ihnen mit dem Rücken gegen meinen Rücken. Das fand ich erst etwas seltsam – was sollte das denn jetzt werden? - Aber sehr bald begriff ich, wie schön diese lebende Rückenlehne war und wozu sie gebraucht wurde. Während ich mich an die atmende, lebendige Stütze hinter mir anlehnte, wedelte mir vorn jemand mit einer Erdbeere – eindeutig eine frische, reife Erdbeere, das konnte ich riechen – unter der Nase herum. Er rieb mir damit über die Lippen, ließ mich erspüren, dass ich den Mund öffnen sollte, und schob mir die kleine Frucht auf die Zunge. Sie schmeckte köstlich. Wo er die wohl aufgetrieben hatte, eine vollreife Erdbeere im Januar! Sicherlich hatte er dafür sämtliche Feinkostgeschäfte der Stadt abgeklappert!
Ich wusste seine Mühe zu schätzen und grunzte wohlig. Zur Belohnung bekam ich noch mehr Obst, einer nach dem anderen fütterte mich mit Erd- und Himbeeren, teils aus der Hand, teils mit seiner Zunge in meinen Mund geschoben. Ich schwebte mindestens auf Wolke 19.
Ein echter Knaller waren die Weintrauben, die mir am Schluss der Fütterung verabreicht wurden. Den „Knaller“ kann man wörtlich nehmen, und das brachte mich so zum Lachen, dass ich mich beinahe verschluckt hätte. Meine lebende Rückenstütze wurde ausgewechselt, der bisherige Rückenstützer kam nach vorn ganz nah vor mein Gesicht und ließ eine pralle Weintraube zwischen seinen Zähnen platzen. Ganz bestimmt mit offenem Mund, sonst wäre die Traube nicht so laut geplatzt. Dann schob er sie zwischen meine Zähne und ich ließ sie beinahe wieder aus dem Mund fallen, so musste ich lachen.
Als ich mich wieder beruhigt hatte, mimte er zum Spaß den Beleidigten, verpasste mir eine zart angedeutete Backpfeife und schob mir „zur Strafe“ eine geplatzte Traube nach der anderen zwischen die Zähne, bis ich den ganzen Mund voll Trauben und Traubensaft hatte. Ich aß brav alles auf.
Als ich das geschafft hatte, drückten mich vier Hände sanft auf den Rücken, vier andere Hände machten sich meinen Beinen zu schaffen und spielten noch ein bisschen Theater mit mir, indem sie taten, als lägen die Beine nie richtig und müssten ein paar Mal anders positioniert werden, bis sie so lagen, wie sie sollten.
Endlich lagen ich und meine Beine wohl richtig. Ich bekam als erstes eine mehrhändige Massage meiner ganzen Vorderseite vom Kopf bis zu den Zehen. Mein Bauch wurde dabei sehr ausführlich und liebevoll behandelt, bekam eine Menge spaßige Küsse und Bisse verabreicht, und es wurde mit theatralischem Brummen und Knurren, Reiben und Drücken angedeutet, dass ich mich wohl ziemlich voll gefuttert hatte.
Dann aber wurde es feierlich.
Alle Hände zogen sich zurück und es wurde still. Nur leises Atmen war noch im Raum, kein anderes Geräusch. Spannung baute sich auf. Ich hörte ein schwaches Knistern neben mir, und jemand drückte mir etwas in die Hand: Klein, flach, und glatt. Ich befühlte es mit beiden Händen: Es war ein verpacktes Kondom. Das sollte ich jetzt wohl auspacken, zögerte aber noch.
Da drückte sich ein großer, heißer Schwanz gegen meine Hand: Eine Aufforderung zur Beeilung. Erst wollte ich aber mehr wissen, deshalb befühlte ich ihn vorsichtig mit den Fingerspitzen, nahm ihn in meine andere Hand und ließ sie an ihm tastend und vorsichtig auf und ab gleiten. Das gefiel ihm, und er wuchs noch ein Stück weiter.
Aber wem auch immer er gehörte, er wollte jetzt sein Kondom haben. Also
streifte ich es ihm über und legte mich auf den Rücken. Der Mann hob meine Beine an, bis sie rechts und links neben meinen Ohren in die Höhe ragten, kniete sich hin und hob meinen Po auf seine Oberschenkel.
Zuerst erfreute er die Umgebung meines Tores der Lust mit dem Finger, nicht mit seinem Luststab. Er zog langsame Kreise und Spiralen und schickte den Finger auf Erkundungsreise in das Innere meiner Grotte. Ich schnurrte wie eine Katze und wurde nicht nur feucht, sondern klatschnass. Der Finger verabschiedete sich und der Penis übernahm die weiteren Aktivitäten. Auch er hielt sich lange am Eingang auf, drang nur mit der Spitze ein winziges Stück ein und verharrte dort. Dort ist meine empflindlichste und lustvollste Stelle. Ich liebe es, wenn dort lange angehalten wird, abwechselnd mit kleinen, kurzen Stößen. Irgendwann war ich derart gierig, dass ich mein Becken anhob und seinen Penis geradezu in mich hinein saugte.
Mein Wohltäter antworte darauf mit einem tiefen und heftigen Stoß. Und noch einem. Und noch viele weiteren. Ich presste meine Hände auf seinen Po, legte meine Beine auf seine Schultern und presste ihn so tief in mich hinein wie irgend möglich. „Und jetzt beweg dich nicht,“ dachte ich. „Bleib so, dann…“ - Ja, dann kam ich. In gewaltigen Wellen und mit einem lauten und wundervoll ungehörigen Lustschrei.
Mein Wohltäter blieb ohne sich zu bewegen in mir, dann zog er sich ein Stückchen zurück und stieß wieder zu. Und wieder. Und wieder. Und dann kam er. Mit einem Lustschrei, der mindestens so unanständig war wie meiner vorhin.
Wir blieben noch eine Weile miteinander verstöpselt. Kamen allmählich wieder zu Atem. Und zurück auf den Planeten Erde. Sehr langsam zog sich der Mann zurück. Nahm meine Beine von seinen Schultern und legte sie wieder flach hin. Er gab mir einen zarten Kuss auf den Mund – mit geschlossenen Lippen - und dann spürte ich, wie er aufstand und ein paar Schritte zur Seite ging.
Ich war noch nicht ganz wieder bei mir. Mein Herz raste, mir war abwechselnd heiß und kalt, und was ich mir jetzt dringend wünschte, war eine Verschnaufpause. Welche Kunst beherrschen alte Freunde, die einander bis ins Innerste kennen? Sie spüren, was man braucht. Und das geben sie einem. So geschah es. Eine große, warme Hand legte sich auf meine Herzgegend und blieb dort. Die Hand war angenehm schwer. Ruhe ging von ihr aus. Und mein Herz hörte auf zu rasen, fand zu seinem normalen Rhythmus zurück. Die Hand blieb wo sie war, und ein großer, warmer Körper schmiegte sich an mich. Weiter nichts, für lange Minuten.
Ich spürte die Anwesenheit meiner anderen Freunde in der Nähe, hörte sie atmen und sich leise bewegen, und ich fühlte mich geborgen und geliebt.
Das Spiel war noch nicht zu Ende. Die Hand hob sich fort, der feste, lange Körper des Mannes blieb an mich geschmiegt. Offenbar bekam die Hand jetzt Unterstützung von der anderen Hand, und etwas wurde knisternd ausgepackt. Das Kondom, dachte ich. Aber war ich schon bereit für die nächste Spielrunde?
Wenn ich es noch nicht war, so wurde ich es bald. Der Mann war so einfühlsam, seine Berührungen so fein und tastend, ganz das Gegenteil von dem wilden Ritt vorhin. Er drehte sich auf den Rücken und zog mich auf sich, er glitt wie von selbst in mich hinein, und seine sanften Bewegungen sagten mir, dass ich nichts tun musste, nur geschehen lassen, und der Ausgleich zwischen Zartheit und Kraft geschah von ganz allein.
Unser Akt dauerte lange, und schließlich erreichten wir den Punkt höchster Lust in einem sanften Fließen, in langen, langsam verebbenden Wellen, und unsere Körper blieben vereint, bis sein Penis von selbst aus mir heraus glitt.
Ich weiß nicht, wie lange ich so dagelegen habe, vielleicht bin ich sogar ein bisschen eingeschlafen. Denn auf einmal war es sehr kuschelig auf dem Futon, ich fühlte alle Vier bei mir liegen und jeder berührte mich still. Eine Hand lag da, eine andere dort, ein Bein von wem auch immer lag über einem Bein von mir, und jemand hatte seine Nase in meinen Nacken gedrückt. Nach einer ganzen Weile stand der erste auf, dann noch einer, dann der dritte und schließlich der vierte. Jemand nahm meine Hände und zog mich hoch, einer drückte mir ein Tuch in die Hand, und ich band es folgsam um meine Hüften.
Es war noch kein Wort gesprochen worden, und die Augenbinde hatte ich immer noch an. Dann brach Phils Stimme die Stille: „Jetzt, verehrte Dame, hoch geschätzte Herren, Trrrrommelwirbelll! Die Spannung steigt! Feli wird nun endlich ihre Augenbinde los! Uuuuund Tusch!!!“ rief er, zog mir mit einem Ruck die Augenbinde über die Ohren und warf sie schwungvoll zur Seite.
Und da standen sie alle nebeneinander und grinsten wie die Honigkuchenpferde: Phil. Florian. Bao Nam. Und der geheimnisvolle Unbekannte: Blond, bartlos, um die Vierzig, mit sympathischen Geheimratsecken und strahlend blauen Augen.
Ich mochte ihn sofort!
„Ich bin Flavio“, stellte er sich vor. „Ein Freund und Kollege von Bao.“ Ich machte einen Schritt auf ihn zu und breitete die Arme aus. Er tat das gleiche und wir fielen uns lachend in die Arme. „Vielen, vielen Dank, Flavio“, sagte ich. „Du warst ein großartiger geheimnisvoller Unbekannter! Und ihr alle“, fügte ich hinzu, wart großartige Impresarios und Mitspieler!“
Ich bedankte mich der Reihe nach bei jedem mit einer festen, herzlichen Umarmung.
Und verdrückte dabei in kleines Tränchen der Rührung.
„Nun übertreibt mal nicht mit der Sentimentalität“, rief uns Florian zur Ordnung. Gegen zu viel Rührseligkeit hilft bekanntlich ein gutes Essen!“ - „Florian ist ein wahres Genie in der Küche“, erklärte Phil. „Lasst uns nun anderen Genüssen frönen, damit unsere Zungen, Hände und Schwänze – und dein bezauberndes M*schen, liebe Feli - nicht heißlaufen!“
Florian war schon in die Küche geflitzt und kam mit einem üppig beladenen Teewagen zurück, voll köstlichem Fingerfood, duftendem Brot, Käse und Obst. Wir setzten uns auf das gelbe Sofa und zwei Sessel und griffen ordentlich zu.
Nach dem Essen waren wir müde. „Bettzeit“, verkündete Phil. „Ihr drei könnt auf dem Futon schlafen, und wir“ - er grinste von einem Ohr bis zum anderen und schaute dabei Florian an, der ebenfalls anfing zu grinsen, „wir gehen jetzt in unser privates Schlafzimmer und tun dort das, was schwule Jungs miteinander tun, wenn kein neugieriges Mädchen zuguckt!“ Mit diesen Worten klatschte er Florian auf den Po, und die beiden verschwanden eilig in Richtung Flur.
Und wir drei warfen die Hüfttücher von uns, legten uns nackt auf den Futon und kuschelten noch ein bisschen, bevor wir einschliefen.
Am nächsten Morgen wurde ich von kitzelnden Barthaaren an der Nase geweckt. Ich öffnete die Augen und schaute in Miris kleines, schwarzes Katzengesicht mit den langen Tasthaaren. Wir kuschelten noch eine Weile unschuldig mit ihr herum, sie wollte auch ihre Streicheleinheiten haben. Dann standen wir auf, und nach einem langen, gemütlichen Frühstück mit Florians phantastischen Omeletts und starkem Kaffee hatte der Alltag uns wieder.
Als Bao Nam und ich Hand in Hand auf die Straße hinaus traten, sahen wir, dass das winterliche Licht einen ganz besonderen Glanz bekommen hatte.
Auch meinen asiatischen Freund aus dem Schwabenland, Bao Nam, traf ich mal öfter, mal seltener, je nachdem wann er in der Stadt war. Er war der schöne Mann, der an jenem strahlenden Märztag vor inzwischen zehn Jahren im Fluß getanzt hatte und mit dem ich ins Wasser gefallen war – mit lustvollen Folgen.
Ich hatte jetzt drei wundervolle Freunde in der Stadt und das eine oder andere Abenteuer außerdem – ich war vollkommen zufrieden.
Die Zeit verging, und mein vierzigster Geburtstag nahte. Da wollte ich etwas Besonderes machen: Ich plante, vier Männer zu meinem Geburtstag einzuladen und mich von ihnen verwöhnen zu lassen. Vier Männer – nur für mich!!
Florian und Phil waren sofort von der Idee begeistert, und Bao Nam war für diese Theaterspielzeit in der Stadt und fand meinen Plan ebenfalls schön. Nur – wo bekamen wir den vierten Mann her? Phil und Florian fiel niemand ein. „Er sollte schon ein Hetero-Mann sein, Feli, oder wie siehst du das?“ fragten sie. „Ja, sollte er schon“, antwortete ich. „Aber ihr kennt niemanden, oder?“ - „Nein, keinen, der für so eine Geburtstagsfeier offen wäre. Aber vielleicht weiß Bao Nam jemanden.“
Wusste er. „Ich kenne jemanden aus meinem Ensemble, dem die Rolle des geheimnisvollen Unbekannten bestimmt gefällt“, meinte er. „Und du möchtest nichts über ihn wissen, oder?“ - „Nichts. Aber am Schluss würde ich ihn gerne kennenlernen.“
Wir drei beschlossen, meinen Geburtstag bei Florian und Phil zu feiern. Sie hatten den meisten Platz und die schönste Wohnung. Nur an welchem Tag wollten wir feiern? Bao Nam und sein Kollege arbeiteten am Theater und hatten Montags bis Dienstags Nachmittag frei. Leider kein Wochenende! „Kein Problem,“ meinte Florian. „Phil und ich sind sowieso im Home Office. Wir hören einfach Montags früher auf und fangen Dienstags später an!“ Und ich würde mir sowieso frei nehmen.
Mein Geburtstag fiel ohnehin auf einen Montag, also alles klar: Montag 8. Januar 17 Uhr. Miri würde den Abend und die Nacht eine Etage höher bei einer guten Freundin des schwulen Paares verbringen und kein Chaos bei uns anrichten.
Alkohol würde es nicht geben, denn wir hatten lieber einen klaren Kopf bei Abenteuern. Florian wollte anstatt Sekt zur Begrüßung seine fantastische Zitronenlimo machen – mit Zuckersirup, frisch gepresstem Zitronensaft, Mineralwasser und einem frischen Zweig Minze.
Safer Sex mit Kondom war ohnehin selbstverständlich.
Der große Tag begann mit Wind und kaltem Dauerregen. Januar eben.
Ich zog über mein kurzes schwarzes Stretchkleid zwar nichts drunter, aber warme Hosen, Wollsocken und einen Pullover drüber. Ein buntes Hüfttuch steckte ich noch schnell in die Tasche.
Bao Nam kam mich kurz vor 17 Uhr abholen. Wir mussten uns sehr zusammen nehmen, um nicht gemeinsam in mein Bett zu fallen. Aber wir schafften es, uns und einander nicht wieder auszuziehen und gingen mit Regenschirm und mit einem verschwörerischen Grinsen im Gesicht den kurzen Weg bis zu Phil und Florian.
Phil öffnete die Tür. Nur mit einem Tuch um die Hüften, nackten Füßen und einem breiten Lächeln im Gesicht. Aus der Küche hörte ich das Geräusch der Zitruspresse – Florian bereitete den Begrüßungsdrink. „Schnell, rein mit euch, bevor ich erfriere“, lachte Phil, „und entblättert euch mal direkt.“ Bao Nam und ich flitzen schnell ins Bad, Klamotten aus und Hüfttücher an!
„Hiergebleiben!“ rief Phil. „Du bekommst soforrrrt die Augen verbunden, Feli!“
So geschah es.
Dann führte mich jemand – Bao Nam oder Phil – ich konnte jetzt schon nicht mehr sicher sagen wer wer war - ins Zimmer und ließ mich irgendwo dort stehen. Ich fühlte mich wie vor langer Zeit vor der Weihnachtsbescherung und hielt mir die Hand vor den Mund, um nicht laut los zu kichern.
An der Haustür klingelte es. Der geheimnisvolle Unbekannte! Ich hörte leises Gemurmel und Männergelächter aus dem Flur, und dann hörte ich sie ins Zimmer kommen. Jemand nahm meinen Arm und drückte mir ein kühles Glas in die Hand.
Nach etwas mehr Gekicher stimmten sie ein Geburtstagsständchen an: „Wie schön, dass du geboren bist….“ Wie lieb von ihnen! Ich war ganz gerührt. Als das Lied zu Ende war, hörte ich Florian sagen: „Liebste Feli, wir Vier wünschen dir einen wundervollen Geburtstag und viel Glück und Freude und reichlich Abenteuer in deinem neuen Lebensjahr!“ Dann stießen Sie alle feierlich mit mir an - und von nun an würde kein weiteres Wort mehr gesprochen werden.
Jemand sammelte die Gläser ein, und da stand ich nun mitten im Zimmer. Sie machten es spannend und ließen mich eine oder zwei lange Minuten dort stehen, ohne das etwas geschah. Aber sie waren dort, ich hörte sie atmen und spürte ihre Anwesenheit.
Dann nahm jemand mein Hüfttuch weg, und plötzlich legten sich zwei Hände auf meine Schultern. Leicht wie Schmetterlingsflügel. Und blieben dort liegen. Dann strichen sie aufreizend langsam meinen Rücken abwärts. Und an den Flanken wieder nach oben. Das Spiel wiederholten sie einige Male, und plötzlich fühlte ich zwei weitere Hände, die sich ganz oben auf meine Brust legten. Die streichelnden Hände am Rücken fuhren mit ihrer zärtlichen Massage fort, und die beiden Hände vorn glitten ein bisschen tiefer und begannen langsame Kreise um meine Brüste zu ziehen.
Das war schön, aber allmählich wünschte ich mir, ich würde mich mal etwas fester angefasst werden. Als hätte das jemand gehört, legten sich zwei Hände mit festem Griff auf meine Pobacken. Der Rückenstreichler machte Platz für den Pobackenmasseur und die Schmetterlingsflügel flogen davon.
Die neuen Hände waren größer und fester. Und sie waren sehr warm. Während meine Brüste vorn zart gestreichelt wurden, knetete hinten jemand kraftvoll meine Kehrseite. Ich fand es sehr aufregend, eine so zarte und eine so kraftvolle Berührung zugleich an verschiedenen Stellen zu spüren.
Das ging eine genussvolle Weile so, dann wurden plötzlich alle vier Hände fort genommen und sofort fühlte ich zwei neue: Ein Beinmasseur widmete sich kraftvoll meinen Beinmuskeln. Ich genoss es, so gründlich durchgeknetet zu werden. Schließlich verschwanden gleichzeitig und wie auf Kommando auch diese Hände von meinem Körper und verpassten mir damit einen kleinen, prickelnden Schreck. Doch nach einigen Atemzügen legten sich alle sechs – es gar nicht so einfach, zu erspüren wie viele es waren – wieder auf mich und bleiben ruhig und still einige Atemzüge lang liegen.
Dann verschwanden die Hände eine nach der anderen, und ich hörte jemanden leise herein kommen, im Raum umher gehen und mit den anderen flüstern. Ein süßer, feiner Duft nach Rosen breitete sich aus und wurde allmählich stärker. Dort, wo ich den schon viel und lustvoll genutzten, großen Futon vermutete, war anscheinend etwas im Gange.
Plötzlich – wieder ein kleiner, prickelnder Schreck - fassten mich zwei Männer an je einem Ellenbogen und führten mich einige Schritte in Richtung vermuteter Futon. Ohne Vorwarnung fühlte ich mich hochgehoben und gleich wieder rücklings auf den Futon gelegt – auf eine kühle, duftende Schicht von Rosenblättern! Wunderschön! Sie hatten mich tatsächlich auf Rosen gebettet! Was waren sie für wundervolle Freunde!
Vor Rührung kamen mir tatsächlich ein oder zwei Tränen, und jemand beugte sich über mich und leckte sie ab. Mir wurde ganz warm und weich ums Herz! Und nun spürte ich überall auf meinem Körper Küsse: Zarte und feste, Streicheleinheiten von mehreren Zungen und kleine, vorsichtige Bisse, die nicht schmerzten, sondern mich erregten und nach mehr verlangen ließen.
Einer begann meinen Kitzler zu küssen und zu lecken. Kurz bevor ich vor Begeisterung fast abhob, wurden meine Beine gespreizt der Zungenkünstler legte sich dazwischen. Meine Lustgrotte hatte sich schon von selbst geöffnet. Langsam und aufreizend wurden die Innenseiten meiner Lustlippen abgeschleckt, und ich hätte vor Begeisterung glatt das Bewusstsein verloren, wenn so etwas möglich wäre. Ist es aber zum Glück nicht!
Eine Zungenspitze glitt in mich hinein. Ich blieb bei Bewusstsein, kam dem Abheben aber ziemlich nah. Er kam ganz schön weit rein, und das brachte mich in Gipfelregionen, die ich mindestens auf dem Mont Blanc verorten würde, wenn nicht gar auf dem Mount Everest. Die Lawine, die diese Mundakrobatik auslöste, übertraf denn auch so ziemlich alles, was ich bisher erlebt hatte. Und das war nicht wenig gewesen!
Ich weiß nicht, wie lange ich so dort lag und in den Echos der Gipfelregionen schwebte. Alle waren jetzt still, und acht Hände lagen auf mir. Nach einer Weile hoben sie sich fort, und ich setzte mich auf. Mein Gespür für Bewegungen um mich herum war jetzt sehr geschärft, und ich fühlte, wie sich drei Männer auf den Futon um mich herum setzten. Den Vierten hörte ich auf leisen Sohlen aus der Tür gehen.
Erstaunlich, wie schnell sich andere Sinne schärfen, wenn ein Sinn ausfällt. Ich hörte den, der hinaus gegangen war, in der Küche klappern und roch einen feinen Duft nach Obst, als er wieder herein kam. Jemand berührte meine Wange mit einem kalten Glas und ich griff danach. Sogar das leise Prickeln von Luftbläschen im Getränk konnte ich wahrnehmen. Dann nippte ich davon, und meine Zunge schmeckte Sprudelwasser und Melonensaft. Fein! Ich war ganz schön durstig geworden und trank in einem Zug mein Glas leer.
Es wurde mir abgenommen, und nachdem meine Wohltäter ebenfalls hörbar ausgetrunken hatten, setzte sich einer von ihnen mit dem Rücken gegen meinen Rücken. Das fand ich erst etwas seltsam – was sollte das denn jetzt werden? - Aber sehr bald begriff ich, wie schön diese lebende Rückenlehne war und wozu sie gebraucht wurde. Während ich mich an die atmende, lebendige Stütze hinter mir anlehnte, wedelte mir vorn jemand mit einer Erdbeere – eindeutig eine frische, reife Erdbeere, das konnte ich riechen – unter der Nase herum. Er rieb mir damit über die Lippen, ließ mich erspüren, dass ich den Mund öffnen sollte, und schob mir die kleine Frucht auf die Zunge. Sie schmeckte köstlich. Wo er die wohl aufgetrieben hatte, eine vollreife Erdbeere im Januar! Sicherlich hatte er dafür sämtliche Feinkostgeschäfte der Stadt abgeklappert!
Ich wusste seine Mühe zu schätzen und grunzte wohlig. Zur Belohnung bekam ich noch mehr Obst, einer nach dem anderen fütterte mich mit Erd- und Himbeeren, teils aus der Hand, teils mit seiner Zunge in meinen Mund geschoben. Ich schwebte mindestens auf Wolke 19.
Ein echter Knaller waren die Weintrauben, die mir am Schluss der Fütterung verabreicht wurden. Den „Knaller“ kann man wörtlich nehmen, und das brachte mich so zum Lachen, dass ich mich beinahe verschluckt hätte. Meine lebende Rückenstütze wurde ausgewechselt, der bisherige Rückenstützer kam nach vorn ganz nah vor mein Gesicht und ließ eine pralle Weintraube zwischen seinen Zähnen platzen. Ganz bestimmt mit offenem Mund, sonst wäre die Traube nicht so laut geplatzt. Dann schob er sie zwischen meine Zähne und ich ließ sie beinahe wieder aus dem Mund fallen, so musste ich lachen.
Als ich mich wieder beruhigt hatte, mimte er zum Spaß den Beleidigten, verpasste mir eine zart angedeutete Backpfeife und schob mir „zur Strafe“ eine geplatzte Traube nach der anderen zwischen die Zähne, bis ich den ganzen Mund voll Trauben und Traubensaft hatte. Ich aß brav alles auf.
Als ich das geschafft hatte, drückten mich vier Hände sanft auf den Rücken, vier andere Hände machten sich meinen Beinen zu schaffen und spielten noch ein bisschen Theater mit mir, indem sie taten, als lägen die Beine nie richtig und müssten ein paar Mal anders positioniert werden, bis sie so lagen, wie sie sollten.
Endlich lagen ich und meine Beine wohl richtig. Ich bekam als erstes eine mehrhändige Massage meiner ganzen Vorderseite vom Kopf bis zu den Zehen. Mein Bauch wurde dabei sehr ausführlich und liebevoll behandelt, bekam eine Menge spaßige Küsse und Bisse verabreicht, und es wurde mit theatralischem Brummen und Knurren, Reiben und Drücken angedeutet, dass ich mich wohl ziemlich voll gefuttert hatte.
Dann aber wurde es feierlich.
Alle Hände zogen sich zurück und es wurde still. Nur leises Atmen war noch im Raum, kein anderes Geräusch. Spannung baute sich auf. Ich hörte ein schwaches Knistern neben mir, und jemand drückte mir etwas in die Hand: Klein, flach, und glatt. Ich befühlte es mit beiden Händen: Es war ein verpacktes Kondom. Das sollte ich jetzt wohl auspacken, zögerte aber noch.
Da drückte sich ein großer, heißer Schwanz gegen meine Hand: Eine Aufforderung zur Beeilung. Erst wollte ich aber mehr wissen, deshalb befühlte ich ihn vorsichtig mit den Fingerspitzen, nahm ihn in meine andere Hand und ließ sie an ihm tastend und vorsichtig auf und ab gleiten. Das gefiel ihm, und er wuchs noch ein Stück weiter.
Aber wem auch immer er gehörte, er wollte jetzt sein Kondom haben. Also
streifte ich es ihm über und legte mich auf den Rücken. Der Mann hob meine Beine an, bis sie rechts und links neben meinen Ohren in die Höhe ragten, kniete sich hin und hob meinen Po auf seine Oberschenkel.
Zuerst erfreute er die Umgebung meines Tores der Lust mit dem Finger, nicht mit seinem Luststab. Er zog langsame Kreise und Spiralen und schickte den Finger auf Erkundungsreise in das Innere meiner Grotte. Ich schnurrte wie eine Katze und wurde nicht nur feucht, sondern klatschnass. Der Finger verabschiedete sich und der Penis übernahm die weiteren Aktivitäten. Auch er hielt sich lange am Eingang auf, drang nur mit der Spitze ein winziges Stück ein und verharrte dort. Dort ist meine empflindlichste und lustvollste Stelle. Ich liebe es, wenn dort lange angehalten wird, abwechselnd mit kleinen, kurzen Stößen. Irgendwann war ich derart gierig, dass ich mein Becken anhob und seinen Penis geradezu in mich hinein saugte.
Mein Wohltäter antworte darauf mit einem tiefen und heftigen Stoß. Und noch einem. Und noch viele weiteren. Ich presste meine Hände auf seinen Po, legte meine Beine auf seine Schultern und presste ihn so tief in mich hinein wie irgend möglich. „Und jetzt beweg dich nicht,“ dachte ich. „Bleib so, dann…“ - Ja, dann kam ich. In gewaltigen Wellen und mit einem lauten und wundervoll ungehörigen Lustschrei.
Mein Wohltäter blieb ohne sich zu bewegen in mir, dann zog er sich ein Stückchen zurück und stieß wieder zu. Und wieder. Und wieder. Und dann kam er. Mit einem Lustschrei, der mindestens so unanständig war wie meiner vorhin.
Wir blieben noch eine Weile miteinander verstöpselt. Kamen allmählich wieder zu Atem. Und zurück auf den Planeten Erde. Sehr langsam zog sich der Mann zurück. Nahm meine Beine von seinen Schultern und legte sie wieder flach hin. Er gab mir einen zarten Kuss auf den Mund – mit geschlossenen Lippen - und dann spürte ich, wie er aufstand und ein paar Schritte zur Seite ging.
Ich war noch nicht ganz wieder bei mir. Mein Herz raste, mir war abwechselnd heiß und kalt, und was ich mir jetzt dringend wünschte, war eine Verschnaufpause. Welche Kunst beherrschen alte Freunde, die einander bis ins Innerste kennen? Sie spüren, was man braucht. Und das geben sie einem. So geschah es. Eine große, warme Hand legte sich auf meine Herzgegend und blieb dort. Die Hand war angenehm schwer. Ruhe ging von ihr aus. Und mein Herz hörte auf zu rasen, fand zu seinem normalen Rhythmus zurück. Die Hand blieb wo sie war, und ein großer, warmer Körper schmiegte sich an mich. Weiter nichts, für lange Minuten.
Ich spürte die Anwesenheit meiner anderen Freunde in der Nähe, hörte sie atmen und sich leise bewegen, und ich fühlte mich geborgen und geliebt.
Das Spiel war noch nicht zu Ende. Die Hand hob sich fort, der feste, lange Körper des Mannes blieb an mich geschmiegt. Offenbar bekam die Hand jetzt Unterstützung von der anderen Hand, und etwas wurde knisternd ausgepackt. Das Kondom, dachte ich. Aber war ich schon bereit für die nächste Spielrunde?
Wenn ich es noch nicht war, so wurde ich es bald. Der Mann war so einfühlsam, seine Berührungen so fein und tastend, ganz das Gegenteil von dem wilden Ritt vorhin. Er drehte sich auf den Rücken und zog mich auf sich, er glitt wie von selbst in mich hinein, und seine sanften Bewegungen sagten mir, dass ich nichts tun musste, nur geschehen lassen, und der Ausgleich zwischen Zartheit und Kraft geschah von ganz allein.
Unser Akt dauerte lange, und schließlich erreichten wir den Punkt höchster Lust in einem sanften Fließen, in langen, langsam verebbenden Wellen, und unsere Körper blieben vereint, bis sein Penis von selbst aus mir heraus glitt.
Ich weiß nicht, wie lange ich so dagelegen habe, vielleicht bin ich sogar ein bisschen eingeschlafen. Denn auf einmal war es sehr kuschelig auf dem Futon, ich fühlte alle Vier bei mir liegen und jeder berührte mich still. Eine Hand lag da, eine andere dort, ein Bein von wem auch immer lag über einem Bein von mir, und jemand hatte seine Nase in meinen Nacken gedrückt. Nach einer ganzen Weile stand der erste auf, dann noch einer, dann der dritte und schließlich der vierte. Jemand nahm meine Hände und zog mich hoch, einer drückte mir ein Tuch in die Hand, und ich band es folgsam um meine Hüften.
Es war noch kein Wort gesprochen worden, und die Augenbinde hatte ich immer noch an. Dann brach Phils Stimme die Stille: „Jetzt, verehrte Dame, hoch geschätzte Herren, Trrrrommelwirbelll! Die Spannung steigt! Feli wird nun endlich ihre Augenbinde los! Uuuuund Tusch!!!“ rief er, zog mir mit einem Ruck die Augenbinde über die Ohren und warf sie schwungvoll zur Seite.
Und da standen sie alle nebeneinander und grinsten wie die Honigkuchenpferde: Phil. Florian. Bao Nam. Und der geheimnisvolle Unbekannte: Blond, bartlos, um die Vierzig, mit sympathischen Geheimratsecken und strahlend blauen Augen.
Ich mochte ihn sofort!
„Ich bin Flavio“, stellte er sich vor. „Ein Freund und Kollege von Bao.“ Ich machte einen Schritt auf ihn zu und breitete die Arme aus. Er tat das gleiche und wir fielen uns lachend in die Arme. „Vielen, vielen Dank, Flavio“, sagte ich. „Du warst ein großartiger geheimnisvoller Unbekannter! Und ihr alle“, fügte ich hinzu, wart großartige Impresarios und Mitspieler!“
Ich bedankte mich der Reihe nach bei jedem mit einer festen, herzlichen Umarmung.
Und verdrückte dabei in kleines Tränchen der Rührung.
„Nun übertreibt mal nicht mit der Sentimentalität“, rief uns Florian zur Ordnung. Gegen zu viel Rührseligkeit hilft bekanntlich ein gutes Essen!“ - „Florian ist ein wahres Genie in der Küche“, erklärte Phil. „Lasst uns nun anderen Genüssen frönen, damit unsere Zungen, Hände und Schwänze – und dein bezauberndes M*schen, liebe Feli - nicht heißlaufen!“
Florian war schon in die Küche geflitzt und kam mit einem üppig beladenen Teewagen zurück, voll köstlichem Fingerfood, duftendem Brot, Käse und Obst. Wir setzten uns auf das gelbe Sofa und zwei Sessel und griffen ordentlich zu.
Nach dem Essen waren wir müde. „Bettzeit“, verkündete Phil. „Ihr drei könnt auf dem Futon schlafen, und wir“ - er grinste von einem Ohr bis zum anderen und schaute dabei Florian an, der ebenfalls anfing zu grinsen, „wir gehen jetzt in unser privates Schlafzimmer und tun dort das, was schwule Jungs miteinander tun, wenn kein neugieriges Mädchen zuguckt!“ Mit diesen Worten klatschte er Florian auf den Po, und die beiden verschwanden eilig in Richtung Flur.
Und wir drei warfen die Hüfttücher von uns, legten uns nackt auf den Futon und kuschelten noch ein bisschen, bevor wir einschliefen.
Am nächsten Morgen wurde ich von kitzelnden Barthaaren an der Nase geweckt. Ich öffnete die Augen und schaute in Miris kleines, schwarzes Katzengesicht mit den langen Tasthaaren. Wir kuschelten noch eine Weile unschuldig mit ihr herum, sie wollte auch ihre Streicheleinheiten haben. Dann standen wir auf, und nach einem langen, gemütlichen Frühstück mit Florians phantastischen Omeletts und starkem Kaffee hatte der Alltag uns wieder.
Als Bao Nam und ich Hand in Hand auf die Straße hinaus traten, sahen wir, dass das winterliche Licht einen ganz besonderen Glanz bekommen hatte.
Kommentare
Noch keine Kommentare vorhanden
Schreiben Sie einen Kommentar
Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.
Sie haben noch kein Konto?
Dann registrieren Sie sich hier!