Das Obligatorische
Das Obligatorische
Es war wohl im vorletzten Jahr meiner Gymnasialzeit, daß mich meine Eltern
im Winter in die Tanzschule schickten. Nach den Stunden brachten die
Kavaliere uns Mädchen mit der U-Bahn nach Hause, nach den letzten beiden
Stunden ein netter Junge namens Rolf. Weiter kamen wir nicht, nicht einmal
zu einem Abschiedsküßchen.
In der folgenden zweimonatigen Pause verloren wir uns aus den Augen, aber
wie groß war unsere Freude, als wir uns im Frühjahr im
Fortgeschrittenenkurs wiederfanden. Nach der ersten Tanzstunde brachte
mich natürlich wieder Rolf nach Hause. In der U-Bahn sah er mich verliebt
an, und ich erwiderte seine Blicke mit einem Lächeln. Zu reden trauten wir
uns in der Bahn kaum, schon gar nicht Liebesworte, denn uns gegenüber saß
ein älteres Paar, das u