Abendsturm
Mit wachsendem Unbehagen hob Marja den Blick - geradewegs in die blauesten Augen, denen sie je begegnet war. Stahlblau. Kein Wunder, dass sie sich beobachtet gefühlt hatte!
Diese Augen blickten heiß und kalt zugleich. Intensiv. Sehr intensiv. Direkt in ihre Augen. Marja schluckte. Im Gesicht des Fremden rührte sich kein Muskel. Eine kleine Ewigkeit hielt er ihren Blick gefangen. Hielt er Marja gefangen. Die Wirklichkeit schien ausgeblendet. Nur sie Beide.
Dann setzten Marjas Gedanken wieder ein und sie hatte das Gefühl, dieser Blick wollte bis in die Tiefen ihres Wesens vordringen. Unwillig zog sie die Brauen zusammen, was ein amüsiertes Lächels über das Gesicht des Fremden huschen ließ. Doch sein Blick hatte sich verändert, hatte an Härte, an Intensität zugenommen. Etwas Drohendes lag j