Erotische Geschichten

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4,7 von 5 Sternen
Es war früher Nachmittag, als ich das Rollo meines Fensters hochzog. Über Nacht war es Herbst geworden und nun wehten die ersten bunten Blätter wie zum Spiel vereint vor dem Fenster vorbei. Es hatte die Nacht geregnet und die Wolkendecke wirkte dicht und trübe, sodass sie dem Ganzen eine traurige Stimmung verlieh. Ich hatte die Nacht wie immer gearbeitet, dadurch fing für mich der Tag später an. Mein Job fraß mich auf, aber es war im Moment die einzige Möglichkeit mein Leben zu bestreiten. Egal wie dreckig und runtergekommen dieser Laden auch sein mochte, es gab nach Arbeitsende immer das Geld auf die Hand. Das Trinkgeld konnte sich auch sehen lassen, denn je betrunkener die Gäste waren, umso spendabler wurden sie. Also warum beschwerte ich mich. Ich seufzte und schaute wieder aus dem Fenster. Dieser Tag war wie dafür gemacht im Bett zu bleiben.

Meine Gedanken schweiften zur letzten Nacht zurück. Da war dieser junge Mann, der so gar nicht in das Lokal passte. Eigentlich bestand die Klientel aus etwas älteren und auch nicht so gepflegten Bürgern unseres Kaffs. Er saß plötzlich an einem Tisch, der mir zugeteilt war. Seit er dort saß klebte mein Blick förmlich an ihm und ich war wie hypnotisiert. Ich hatte lange nicht mehr so einen gutaussehenden und gepflegten Mann in dieser Gegend gesehen. Er war so Mitte dreißig und von großer, sportlicher Statur. Seine dunklen, fast schwarzen Haare umspielten weich sein markantes Gesicht und fielen ihm bis auf die Schultern. Normalerweise mochte ich keine Männer mit langen Haaren, aber bei ihm sah es einfach toll aus. Es wirkte dadurch verrucht und geheimnisvoll. Was besonders herausstach waren seine blauen Augen. Sie waren tief wie das Meer und genauso geheimnisvoll und zogen mich magisch an. Nun war ich bestimmt nicht der Typ Frau auf den er stand. Ich war halt Durchschnitt. Mit meinen knapp eins sechzig, mit hohen Schuhen geschummelte eins siebzig und den zu schmalen Hüften, sowie den zu kleinen Titten wirkte ich eher wie ein Knabe und nicht wie ein Rasse-Weib. Das einzige auf das ich wirklich stolz war, waren meine langen roten Haare und meine grünen Augen. Manchmal war die Natur gnädig. Wenn mir mal einer von den männlichen Gästen auf mein Hinterteil klatschte, dann lag es entweder an dem zu kurzen Rock, der zur Arbeitsuniform gehörte, oder daran das er betrunken war. Meistens lag es dann doch eher an dem Letzteren. Was Weiblichkeit betraf, war ich wohl ein hoffnungsloser Fall. Ich riss mich aus meiner Lethargie und machte mich wieder an die Arbeit. Ich ging tapfer auf seinen Tisch zu um seine Bestellung aufzunehmen.

>>Guten Abend und herzlich Willkommen im "Hasters", was kann ich für dich tun?"<< Er antwortete nicht, sondern starrte mich einfach nur an. Diese tiefblauen, geheimnisvollen Augen hingen an mir wie klebriger Honig an einem Messer. Ich merkte, wie sich wallende Hitze in mir breit machte. Sie kroch durch meine Adern und breitete sich in alle Richtungen aus. Mir stieg die Röte ins Gesicht. Na toll!
Plötzlich lächelte er mich an.

>>Wenn du mich so fragst, wie wäre es mit etwas Sex? <<

Wenn es möglich ist, dass ein Mensch der schon rot angelaufen ist, noch roter werden kann, dann hatte ich wohl in diesem Moment den Rekord der Rekorde gebrochen. Ich musste hart schlucken, bevor ich wieder sprechen konnte.

<<Toller Scherz, kann ich sonst noch etwas für sie tun? <<

Er lächelte jetzt noch breiter als zuvor und dadurch bildeten sich auf beiden Seiten seines Mundes diese antörnenden Grübchen, die fast jede Frau so sexy findet. Super!

>>Das war kein Scherz! Ich möchte Sex mit dir.<<

>>Ich bin nicht käuflich!<<

Jetzt wurde ich langsam aber wirklich ärgerlich. Wenn ich eines gar nicht leiden kann, dann ist es, wenn man mich verarscht.

>>Ich wollte den Sex auch nicht kaufen, ich wollte ihn von dir geschenkt bekommen!<<

Ich war so perplex, dass meine Gehirnwindungen Knoten bildeten. Das einzige was meinen Mund verließ war ein gestottertes: >>Warum?<<

>>Weil mein Schwanz gesagt hat, dass er mit dieser tollen Frau Sex haben will. Und wenn er das sagt, dann ist das so.<<

Ich ließ mich auf dem Stuhl neben ihm nieder. Die Gefahr, dass mir die Beine wegsackten, war zu groß. Meine Knie zitterten wie wild und mein Gehirn war auch noch nicht wieder das Alte. Er nahm diese Situation zum Anlass um mir eine Hand auf mein Bein zu legen. Ich schaute ihn mit aufgerissenen Augen an.

>>Er steht wie eine Eins und das tut er nur, wenn er wirklich jemanden will.<<

Automatisch wanderten meine Augen zu seinem Schritt. Mein Gott, dort war eine Beule, die jeder Beschreibung trotzte. Ich hatte schon lange keinen Sex mehr - zu lange und ich merkte, wie sich bei diesem Anblick Feuchtigkeit zwischen meinen Schenkeln ausbreitete. Ein Schauer durchlief meinen Körper. Er sah mich immer noch mit diesem tollen Lächeln an.
Seine Hand streichelte ganz langsam meinen Oberschenkel in Richtung Höschen.

>>Ich kann fühlen, dass du es auch willst. Du bist ganz feucht.<<

Verdammt woher wusste er das? Man konnte es doch nicht sehen. In diesem Moment streiften seine Finger meine Liebeshöhle. Ich zuckte zusammen und lief förmlich aus. Wir mussten hier sofort raus, sonst würde ich mich hier auf dem Tisch von ihm nehmen lassen. Mir war mittlerweile so warm, dass ich glaubte in der Wüste zu sein. Ich legte den Kuli und Block auf den Tisch und ergriff seine Hand, die immer noch meinen Oberschenkel streichelte. Ich stand abrupt auf.

>>Komm!<<

Ich nahm seine Hand und zog ihn eilig in Richtung Hinterausgang. Gut das es heute nicht so voll war und genug Bedienungen da waren. Es würde also nicht auffallen, wenn ich mal kurz fehlte. Worauf ließ ich mich da nur ein? Das war gar nicht meine Art. Normal ging das Spiel doch anders. Erst mal ein paar Dates außerhalb, dann mal einen gemütlichen Abend vor dem Fernseher und etwas Knutschen, vielleicht noch etwas zaghaftes Gefummel. Ein paar Tage oder Wochen später dann den ersten heißen Sex. Ich kenne diesen Mann überhaupt nicht und bin gerade mit ihm auf dem Weg in den Hinterhof um mit ihm zu bumsen. Was hatte er nur, dass ich mich darauf einließ und warum wollte ich ihn so sehr? Ja, ich wollte ihn – jetzt, sofort und tief in mir drin. Wir erreichten die Tür zum Hof. Ich stieß sie auf und ging hektisch Richtung Hecke, die die Sitzecke für Angestellte abtrennte. Als wir hinter der Hecke und aus dem Blickfeld von zufälligen Zuschauern waren, blieb ich atemlos stehen. Nun stand ich da und drehte mich zu diesem Mann um. Er kam näher und streifte mir mit seiner Hand eine rote Haarsträhne, die sich in mein Gesicht geschoben hatte, hinter mein Ohr. Er stand so nah, dass ich seine Erektion an meinem Bauch spüren konnte. Sie war hart und groß und ich musste sie einfach anfassen. Meine Hand glitt zum Reißverschluss seiner Jeans. Plötzlich hielt er sie fest.

>>Nicht so eilig du kleines Luder!<<

Er griff nach meiner Taille und drehte mich abrupt um, so dass ich mit dem Rücken zu ihm stand. Seine Hände wanderten langsam zu meinen Brüsten. Er fing an sie zu streicheln. Dann öffnete er meine Bluse und streifte den BH so zur Seite, dass meine Brüste zur Mitte unbedeckt waren. Mit den Fingern spielte er an den Brustwarzen, er drehte und knetete sie. Ich konnte nicht anders und musste Stöhnen. Er strich mein Haar mit einer Hand zur Seite und seine Lippen fingen an meinen Nacken zu liebkosen. Meine Nippel waren inzwischen so hart, das sie weh taten. Ich merkte, wie seine Erektion steif und hart an meinem Hintern drückte. Er rieb sie an mir. Das machte mich noch geiler und das Verlangen ihn zu spüren wurde immer größer.

>>Dreh dich um<< Er hauchte diese Worte förmlich in meinen Nacken. Als ich mich zu ihm drehte wurde mir schwindelig und ich musst mich anstrengen nicht umzufallen. Er schaute in meine Augen, nahm dabei meine Hand und führte sie zu seiner Hose. Nein nicht zu seiner Hose, sondern zu seinem Schwanz, der auf wundersamer Weise nun stramm und schwer in meiner Hand lag. Ich umfasste ihn und ging langsam vor ihm in die Knie. Mein Gott, schaut euch nur diesen Liebesknüppel an. So etwas hatte ich bis jetzt noch nicht gesehen. Mein Mund näherte sich ihm und meine Zunge fing an ihn zu umspielen. Langsam und genüsslich ließ ich meine Zunge über seinen Schwanz gleiten. An der Spitze umspielte ich sachte mit der Zungenspitze seine Mitte um dann langsam wieder nach unten zu seinen Eiern zu wandern. Ich umschloss sie mit dem Mund und saugte daran. Nun war es an ihm zu stöhnen. Meine Finger umschloss seine Erektion an der Wurzel, dabei glitt mein Mund langsam über seine Gesamtheit. Ich nahm ihn ganz in mir auf und bewegte langsam und mit etwas Druck meine Lippen auf und ab. Ich saugte förmlich an seinem Liebesstab. Und er schmeckte einfach traumhaft. Ich wurde schneller und drängender. Dabei spielte meine Hand mit seinen inzwischen harten Eiern. Ich sah zu ihm hoch. Er genoss es sichtlich.

>>Jetzt bist du dran<< stöhnte er und fasste mich unter die Arme um mir auf die Beine zu helfen. Ich stand auf und er drückte mich auf einen der Stühle, die hinter mir standen. Er ging in die Knie und drückte meine Schenkel mit leichter Gewalt auseinander. Seine Hände streichelten über die Innenseiten meiner Beine hoch bis zum Slip. Ich war inzwischen so nass, dass das Höschen triefte. Seine Hände streiften meinen Kitzler und ich warf den Kopf in den Nacken.

>>Jaaaaaaaaaaa<< war meine Antwort darauf. "Mehr, viel mehr!", waren meine Gedanken.

Als er mein Höschen zur Seite schob leuchteten seine Augen wie Kristalle vor Verlangen. Sein Kopf näherte sich langsam meiner Spalte. Seine raue Zunge berührte sie erst ganz sanft, dann immer wilder. Er rieb mit der Zungenspitze über meinen Kitzler und ich empfand eine innerliche Explosion. Als er einen seiner Finger in meine heiße Spalte gleiten ließ, war kein Halten mehr. Ich schrie vor Lust.

Die Welt fing an sich zu drehen und die Realität verschwamm immer mehr. Ich spürte plötzlich Wasser auf meiner Haut. Es hatte angefangen zu Regnen. Aber das alles war jetzt egal, denn hier passierte etwas Wundervolles, Einzigartiges und Wildes. Ich genoss jede Bewegung seiner Zunge und seines Fingers und drängte mich ihm immer mehr entgegen. Wenn es einen Himmel auf Erden gab, dann war es dieser Moment. Alles um mich herum war in diesem Augenblick unwirklich wie in einem Traum.

Ich schrie auf, als mich ein Orgasmus eines solchen Ausmaßes überkam, das ich kurz vorm zerreißen stand.

Er zog mich ruckartig zu sich hoch und ließ mir keine Zeit mich zu erholen oder es zu genießen. Seine Hand glitt zwischen meine Beine und umfasste meine nasse Stelle.

>>Bück dich für mich<<, seine Stimme wirkte rau und atemlos.

Ich drehte ihm meinen Hintern zu und ließ meine Hände auf dem Stuhl nieder, auf dem ich zuvor gesessen hatte. Er ergriff beide Seiten meiner Hüfte und drängte sich an mich. Sein Schwanz suchte begierig den Weg in mein feuchtes Inneres und fand es schneller als ich denken konnte. Dann stieß er tief in mich hinein. Eine Woge der Erfüllung umspülte mich in diesem Moment wie die Gicht das Ufer. Meine Haut prickelte vor Lust und das Wasser vom Regen rann in kleinen Bächen an meinem Körper herab. Die nassen Haare klebten mir wie Spinnweben im Gesicht, so dass sie mir die Sicht nahmen. Doch all das war nun weit weg und unreal. Ich war wie in einer Trance gefangen. Die Welt um mich herum löste sich auf, wie Nebelschwaden in der Sonne. Seine Stöße wurden fordernder. Immer tiefer und härter rammte er mir seinen harten Schwanz in meine ausgehungerte Spalte. Er griff nach meinen Brüsten und spielte mit ihnen, während er ganz in mich eintauchte. Mein Körper bäumte sich auf, als mich erneut ein Orgasmus traf wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Es war das Größte und Erfüllteste, was ich bis dahin erlebt hatte. Oh mein Gott, dieser Mann brachte mich an den Rand des Wahnsinns. Er begrub gerade alle Erfahrungen, die ich jemals mit Sex gemacht hatte. Ganz tief lagen sie nun unter der Erde und würden nie wieder auferstehen.

Er blieb ganz ruhig und bewegte sich nicht mehr. Er wollte, dass ich diesen Augenblick voll auskostete. Als mein Atem wieder ruhiger wurde und er sich sicher war, das mein Orgasmus verebbt war, zog er seinen Liebestab langsam bis zur Spitze heraus und stieß wieder zu. Erst sanft und dann noch etwas heftiger als zuvor. Seine Gier nach Erlösung drückte mich tiefer in den Stuhl, so dass meine Wange gegen die Rückenlehne gedrückt wurde. Meine Lust steigerte sich wieder ins unermessliche, obwohl ich das nicht für möglich gehalten hatte. Ich schwamm mit ihm auf einem See der Lust und musste darauf achten nicht unterzugehen. Ich paddelte um mein Leben. Als er sich in mir ergoss, schwanden mir die Sinne und ich schrie vor Lust auf. Erneut hatte er mich zu einem Orgasmus getrieben, der in andere Dimensionen führte. Dieses Mal kamen wir zusammen zum Höhepunkt. Er ließ sich erschöpft und entspannt auf meinem Rücken nieder. Sein Atem ging ruckartig und ich spürte durch meine nasse Bluse seine Wärme auf der Haut.

Ich weiß nicht wie lange wir so verharrten, aber mittlerweile hatte es aufgehört zu regnen. Er löste sich von mir und half mir hoch. Ich drehte mich zu ihm um und schaute verlegen in seine blauen Augen. Sie funkelten immer noch wie feurige Kristalle. Ein Lächeln umspielte seine Mundwinkel. Als es breiter wurde sah man wieder diese tollen Grübchen.

>>Und, hatte mein Schwanz recht? << Seine Stimme schien von weit entfernt zu mir zu dringen. Ich brauchte eine gewisse Zeit um das Gesagte wahrzunehmen. So als wenn sich eine Wolkenwand um meinen Kopf gebildet hätte.

>>Ja hatte er! << gab ich zur Antwort während ich dabei war mir den BH wieder über die Brüste zu ziehen. Ich hatte gerade den besten Sex in meinem Leben und das einzige was mich jetzt interessierte, waren meine Brüste. Mir war es plötzlich peinlich so entblößt vor einem Mann zu stehen, den ich gerade erst kannte. Ich schaute auf meine Armbanduhr und erschrak. Ich fing hektisch an die Knöpfe meiner Bluse zu schließen. Oje, es waren zwei Stunden vergangen. Wie sollte ich das meinem Chef erklären. Am besten ich log, dass sich die Balken bogen. Mir würde bestimmt etwas einfallen.

>>Hat es dir nicht gefallen? <<Er schaute mich fragend an.

>>Doch, sehr sogar. Es war das Beste was ich je erlebt habe. Nur…<<, ich wusste nicht, wie ich hier wieder raus kam ohne mich wie ein billiges Flittchen zu fühlen. Das schlechte Gewissen machte sich in mir breit.

Er ergriff meine Hand und zog mich näher zu sich heran. Dann gab er mir einen Kuss. Als er sich wieder von mir löste lächelte er.

>>Mach dir keine Gedanken um das, was gerade geschehen ist. Niemand wird dich vermisst haben. << Er schaute mir tief in die Augen.

>>Das glaube ich nicht, es sind zwei Stunden vergangen seit wir aus das Hasters verlassen haben. Mein Chef wird mir die Hölle heiß machen und ich werde Schwierigkeiten haben es ihm zu erklären. << Mir war in diesem Moment wirklich nicht gut. Mein Magen krümmte sich zu einer Kugel zusammen. Ich brauchte diesen verdammten Job. Was hatte ich mir nur dabei gedacht?

>>Es wird alles gut gehen, du wirst sehen. Glaub mir einfach und mache dir keine Sorgen. <<

>>Na du hast gut reden! << Jetzt machte sich wirklich Verzweiflung bei mir breit. Ich hatte gerade wundervollen Sex mit einem Mann, von dem ich nicht mal den Namen kannte. Fühlte mich wie eine Schlampe und musste Angst um meinen Job haben und er sagte mir, dass alles gut werden würde. Na der hatte wirklich Nerven! Ich wäre froh gewesen, wenn ich ihm glauben könnte.

>>Ich muss jetzt wieder reingehen. Es tut mir echt leid! << Ich drehte mich auf den Absätzen um und wollte gehen.

>>Tut es dir wirklich leid, dass wir Sex hatten? << Er sagte dieses mit einem traurigen Unterton in der Stimme.
Er hielt mich am Arm fest und zog mich wieder zu sich.

>>Ja und nein! <<

Seine Augen durchbohrten mich förmlich bei dieser Antwort.

>>Ja, weil ich vielleicht meinen Job dadurch verliere und mir vorkomme als ob ich billig wäre. Und nein, weil es einfach nur toll war und ich so etwas noch nie zuvor erlebt habe. << Ich schaute aus Verlegenheit auf die Schuhspitzen meiner Pumps. Er griff mit der Hand unter mein Kinn und hob meinen Kopf in die Höhe, so dass er mir wieder in die Augen sehen konnte.

>>Vertraue mir einfach. Gehe jetzt wieder rein. Alles wird so sein wie es war, als du mit mir zusammen den Laden verlassen hast << Er sagte das mit einem Brustton der Überzeugung, dass ich ihm fast glauben musste.

>>Ich werde hier bleiben. Aber ich verspreche dir, dass wir uns wiedersehen werden. Deine Sehnsucht muss nur groß genug sein. << Er gab mich frei und entfernte sich einige Schritte rückwärts von mir. Toll, ich hatte mich auf einen Psychopathen eingelassen. Oder war ich diejenige, die nicht ganz sauber tickte?

>>OK, dann gehe ich jetzt und tue so, als wenn nie etwas gewesen wäre. Ja? << Verrückten sollte man nie wiedersprechen, das lernt man irgendwann.

>>Ja! <<

>>Und ich werde dich wiedersehen? <<

>>Ja, wenn du mich brauchst. <<

Ich drehte mich um und ging Richtung Hintereingang zurück zum Hasters, dabei drehte ich mich nicht mehr um. Öffnete die Tür und trat in eine gewohnte Dunstwolke aus Zigarettenqualm und Biergeruch. Gerade als ich die Tür hinter mir ins Schloss fallen hörte, kam Sandy, eine Arbeitskollegin mir entgegen.

>>Hi Sunny, jetzt bin ich aber mit einer Zigarettenpause dran. Übernimm bitte mal fünf Minuten meine Kundschaft. Um deine Tische habe ich mich die letzten fünf Minuten auch gekümmert! <<

Ich schaute sie mit großen Augen an.

>>Was? << Ich kreischte diese Frage förmlich. Sie schaute mich mit schräg gelegtem Kopf an, so als wenn ich nicht ganz normal wäre.

>>Für dich noch einmal ganz langsam zum mitschreiben. Bitte übernimm meine Tische für fünf Minuten, während ich eine Zigarette rauchen gehe. Als du rauchen warst, habe ich deine Tische auch gemacht. <<

Ich stand da und merkte, dass mein Mund offen stand.

>> OK, mach ich dann. <<

Sandy drückte sich an mir vorbei um in den Hinterhof zu gelangen. Als sie weg war, lehnte ich mich mit dem Rücken an die Wand. Jetzt verstand ich gar nichts mehr. Aus lauter Verzweiflung heraus schaute ich noch einmal auf meine Armbanduhr und erschrak. Oh mein Gott, meine Uhr musste stehen geblieben sein. Sie zeigte mir an, dass es 10.00 Uhr war. Aber als ich draußen war und dort geschaut hatte war es 12.00 Uhr gewesen. Das war doch nicht möglich. Ich war wirklich kurz vorm verrückt werden. Die Zeit läuft doch nicht rückwärts. Was war mit mir geschehen, hatte ich mir das alles nur eingebildet, hatte ich einen Blackout? Nein, das konnte nicht sein. Ich schmeckte und roch ihn noch an mir, ich konnte ihn sogar noch fühlen. Ich war völlig verrückt, ja so musste es sein. Ich schüttelte meinen Kopf um wieder klar denken zu können. Stieß mich von der Wand ab und ging ins Lokal. Alles war so wie immer, nichts hatte sich in der Zwischenzeit verändert. Nichts, nicht mal die Kundschaft hatte gewechselt, alle waren noch da wo sie waren, als ich gegangen war. Ich musste das alles geträumt haben. Das war alles nicht Real gewesen. Ich ging zu dem Tisch an dem der junge Mann gesessen hatte, der Platz war leer. Auf dem Tisch lagen mein Kuli und der Block. Ich zuckte innerlich zusammen. Sandy kam um die Ecke auf mich zu und legte mir eine Hand auf die Schulter.

>>Mensch Sunny, ich wünschte mir echt mal einen netten, gutaussehenden Mann in diesem Laden, dann würde die Arbeit viel mehr Spaß machen. Aber die einzigen Kerle die hier abhängen, sind entweder total blau oder zu alt. << Sie lächelte mich verschmitzt an und ging zum nächsten Tisch um eine Bestellung aufzunehmen. Ich schaute ihr verdutzt nach.

>>Hi Lady, kann ich noch ein Bier haben? << rief mir ein älterer Herr am Nebentisch zu.

>> Ja sicher, es kommt sofort. << Ich sputete mich um ihm sein Bier zu holen und verdrängte jeden Gedanken an das was gewesen war. Um 3.00 Uhr hatte ich Feierabend und fuhr nach Hause, legte mich ins Bett und schlief so gut wie nie zuvor. Es war ein Traumloser Schlaf.

Jetzt steh ich hier an meinem Fenster und schaue hinaus in das trübe Wetter und denke an gestern Nacht. Ob ich ihn jemals wiedersehen werde? Ich sehne mich nach seiner Wildheit und Gier und will das Erlebte wieder und wieder haben. Ja, ich will es wieder! Ich brauchte es. Ich wünsche er wäre hier.

Es klingelt an meiner Haustür!
  • Geschrieben von Zoranja
  • Veröffentlicht am 29.11.2018
  • Gelesen: 78645 mal

Anmerkungen vom Autor

Die Namen, Personen und Plätze in dieser Geschichte sind frei erfunden. Die ganze Geschichte ist reine Fantasie und hat keinen Bezug auf eine reale Begebenheit.

Kommentare

  • mister-knister18.07.2010 01:54

    Echt gut!
    Die Stimmung immer weiter gesteigert, so was liest man gern.
    Bitte mehr davon

  • Zoranja19.07.2010 08:51

    Vielen Dank für Ihre positive Kritik!
    Ich freue mich sehr darüber, dass Ihnen meine Geschichte gefallen hat.

  • waldjunge31.07.2010 00:44

    Waoh,

    solche wunderbar umschriebene Handlungen lassen Anghörige beider Geschlechter träumen.

    Weiter so!

  • Zoranja01.08.2010 11:14

    Vielen Dank!
    So etwas hört man gerne und macht Mut weiter zu schreiben. ;o)

  • Zoranja14.08.2010 10:03

    Huhu an die Redaktion,
    ich hätte da mal eine Frage zu dem Wort, was Ihr zensiert habt.
    Warum wurde es zensiert?
    Dieses Wort ist weder pornografischer, jugendgefährdender, extremistischer, rassistischer oder gewaltverherrlichender Natur. Es ist im Duden verzeichnet und nach Kluge und de Gruyter stammt es aus dem 19. Jahrhundert aus der Soldatensprache. Die Bedeutung steht für: jemandem zu seinem eigenen Vorteil beziehungsweise zur allgemeinen Belustigung eine Unwahrheit erzählen, sich über jemanden lustig machen. Und wird in folgenden Sprachen verwand: Arabisch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Italienisch, Niederländisch, Polnisch, Portugiesisch, Russisch, Spanisch. Auch vertreten als Dialektausdruck in: Alemannisch, Bayerisch, Niederdeutsch, Ostmitteldeutsch.

  • 17.08.2010 15:21

     

    Hallo Zoranja,

    erst einmal vielen Dank für die Geschichte, sie gefällt mir persönlich sehr gut.
    Wir haben den entsprechenden Begriff wieder "freigegeben". Leider ist es nicht so einfach, die harmlosen Wörter von den Kraftausdrücken zu trennen, aber wir sind bemüht die Fehlerquote so gering wie möglich zu halten.

    Viel Spaß weiterhin beim Schreiben,
    Dein ORION Geschichten-Team

  • Zoranja19.08.2010 09:05

    Hallo Orion Geschichten- Team,
    vielen Dank für die Revision!
    Liebe Grüße,
    Zoranja

  • Alex08.02.2011 19:02

    Einfach Klasse!

  • MichaL27.02.2011 02:18

    Profilbild von MichaL

    Eine wirklich tolle Geschichte, die echt unter die Haut geht!

    Gruß, Michael

  • Mirja20.09.2011 12:20

    sehr schön

  • ruby116901.11.2011 16:59

    mein absoluter favorit! Super Geschichte!

    Gruß, ruby

  • Mirijam21.06.2014 19:30

    Was ist denn dieser Karlos für ein kranker Typ?

  • Sonnenblume16.12.2018 23:30

    Profilbild von Sonnenblume

    Erst jetzt entdeckt, für gut befunden und Sternchen und Herzchen geworfen... Vielen Dank für diese tolle Geschichte

  • Der_Leser18.12.2018 23:59

    Erotische Literatur vom Feinsten!
    Davon lese ich gerne mehr.

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