Erotische Geschichten

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Warum eigentlich Rene? - Teil 5

5 von 5 Sternen
Mama ging natürlich wie jeden Morgen wieder ins Bad. Rene sah mich an und lachte: „Na warte, du Biest! Verlogen bis zum Gehtnichtmehr! Boah, wenn die das herauskriegt … Gar nicht auszudenken!“ Doch ich setzte dem Ganzen noch die Krone auf und sagte keck: „Du hast mich auf dem Küchentisch gef*ckt! Du bist schuld!“ Das passte ihm gar nicht. Er ging gleich dagegen an und meinte: „Moment mal, du wolltest das. Du hast mich provoziert!“ Da musste ich doch grinsen. Mama schrie noch mal aus dem Bad: „Schluss jetzt mit euch!“
Rene stand auf und wollte in sein Zimmer gehen. Das konnte doch wohl nicht angehen. „Hast du nicht irgendetwas vergessen?“ Rene drehte sich um und sah mich an. „Was willst du, Lexi?“ Ich tippte mit dem Zeigefinger auf meine Lippen. Rene zischte: „Was? Jetzt und hier? Bist du von allen guten Geistern verlassen? Wenn Karin das mitbekommt!“

Doch Mama hatte das Wasser in der Dusche schon an. Ich tippte noch einmal auf meine Lippen. Da rollte er doch tatsächlich mit den Augen. „Ach? Bekomme ich jetzt noch nicht einmal mehr einen Kuss?“, beschwerte ich mich. Rene kam auf mich zu und setzte plump einen Schmatzer auf meinen Mund. Flegel! Wenn, dann richtig! Ich legte meinen Arm um seinen Hals und zog ihn an mich heran. Dann berührten sich unsere Lippen noch einmal, und wenn ich einen Kuss meinte, dann musste ich mich beeilen, dass er den Kopf nicht wegzog.
Also öffnete ich meine Lippen und schob ihm meine Zunge in den Mund. Er wollte los und verabschiedete sich. „Lexi, du bist unglaublich!“, sagte er und ging zur Tür. „Ach, und viel Spaß! Heute ist doch dein Abschlusstag in der Schule, oder?“
Ich lächelte. Er hatte daran gedacht, wie süß! Selbst ich hatte das ganz vergessen. Es gab ja Zeugnisse. Naja, und es gab ein Verabschiedungstreffen im Konferenzraum der Schule. Ich musste mich noch anziehen. Ein schwarzes Kleid, eine schwarze Nylonstrumpfhose, Pumps …
Man kann es sich vorstellen. Als ich vorm Spiegel stand, dachte ich: Lexi, jetzt brauchst du nur noch den passenden Typen. Schade, der war ja gerade gegangen. Aber Mama war noch da. Als sie mich so sah, sagte sie: „Oh, Scheiße! Das habe ich ja total vergessen! Mäuschen bist du sehr böse, wenn du da alleine hingehst?“

Böse? Scheiße, ich war sauer! Aber ich zog nur eine Flunsch und seufzte: „Ist okay, ich weiß du musst arbeiten!“ Aber wenigstens bekam ich mal einen Kuss auf die Wange. Sie sah mich von oben bis unten an. „Oh man, ich sehe jetzt ja erst, was für eine hübsche junge Dame auf einem Mal vor mir steht! Sag mal, was hältst du denn davon, wenn wir das heute Abend ein bisschen feiern? So mit Thomas und Rene?“ Doch da musste ich meiner Mutter auch einen Korb geben. Das passte ganz gut, denn ich war wirklich sauer und enttäuscht, dass sie sich nicht freigenommen hatte. Ich setzte meinen coolsten Blick auf und sagte etwas hochnäsig: „Oh sorry, das geht nicht. Ich habe nämlich eine Verabredung!“ Ja, da fiel meiner Mutter doch mal die Kauleiste aus dem Gesicht. Sie wollte natürlich wissen, mit wem und wohin.

Komischerweise nahm Rene mich ja nicht ernst. Der konnte ja nicht ahnen, dass er mich in dem Fummel am Abend mitschleppen sollte. Hoffentlich würde es ihm gefallen. Mama habe ich einen Scheiß erzählt, das interessierte sie doch sowieso nicht wirklich. Also ging ich allein in die Schule, um das Ergebnis meiner jahrelangen Ackerei entgegen zu nehmen.
Es gab belegte Brötchen und natürlich Sekt. Zudem gab es Zeugnisse und ein paar Tränen. Ich weinte aber nicht, es waren andere Mädchen, die meinten, dass ab dem Tag alles anders werden würde. Sie vermissten da schon ihre Freundinnen? Hä? Das kann man doch selbst regeln, mit wem man sich traf. Was ich cool fand, unsere Klassenschönste, Maja Arndt, gab sich recht cool an dem Tag. Wahrscheinlich war sie so froh, wie ich, dass die Schule vorbei war. Zu Maja muss man sagen, dass sie wirklich geil aussah. Das sagten auch alle Mädchen. Sie hatte dunkelblonde lange Haare und stahlblaue Augen. Zudem hatte sie ein zuckersüßes Lächeln. Alle Jungs standen auf sie. Und, dass ließ sie an dem Tag alle spüren.

Sie kreuzte mit hellen Jeans, Stiefeln und einer tollen schneeweißen Bluse mit großem Ausschnitt auf. Als ich sie sah, wollte ich erst sagen: „Man, dir fallen ja gleich die Titten da raus!“ Doch ich biss mir auf die Lippen und begrüßte sie mit Küsschen auf die Wange. Statt meiner Nettigkeit, die ich ihr an den Kopf werfen wollte, bekam ich ein „sexy Kleid“ als Kompliment von ihr. Das war auch ganz schön.
Vielleicht hätte ich meine Einstellung zu Maja schon ein paar Jahre vorher ändern sollen? Wer weiß, vielleicht wären wir ja noch Freundinnen geworden. Auf jeden Fall war ihre Bluse der Hammer. Es war ja nicht zu übersehen, dass sie eine tolle Brust hatte, groß, rund und super Dekolleté. Anstatt sich den süßesten Jungen aus der Klasse zu schnappen, setzte sie sich später auf den Schoss von Arne, einem sehr netten, aber unscheinbaren Jungen. Er war so mehr Durchschnitt, aber man musste sagen, dass er sich gut mir Maja verstand. Mir tat Arne richtig leid, denn Maja setzte sich ganz auf seinen Schoss, und wenn er nicht einen Steifen in der Hose hatte, weiß ich auch nicht. Er hatte seine Arme um sie gelegt.
Sie flirteten heftig miteinander. Was daraus wurde, bekam ich nicht mehr mit. Nach dem dritten Glas Sekt ging ich. Ich kam zu Hause an und legte meine Sachen weg und zog die Pumps aus. Dann setzte ich mich aufs Sofa und knipste den Fernseher an.

Nach „Reich und schön“ kam Rene nach Hause. Ich rannte schnell in den Flur, denn noch waren Mama und Thomas nicht da. Schnell holte ich mir einen Kuss und stolzierte wieder ins Wohnzimmer. Er gab mir einen Klaps auf den Arsch, woraufhin ich mich zu ihm umdrehte und lachte: „Mach das noch mal, dann knall ich dir eine!“ Doch Rene lachte. „Sieht sexy aus. Da könnte man auf ganz andere Gedanken kommen!“ War ja klar, er dachte eben ständig an diese ganz anderen Gedanken. Und wenn ich ehrlich war, ich auch, zumindest in der Zeit. „Wenn du mich haben willst, wirst du mich heute mitnehmen!“, sagte ich. Da fiel auch ihm die Kinnlade runter. „Was? In dem Fummel?“ Ich nickte und sagte ganz neckisch: „Nein, natürlich nicht. Ich ziehe andere Schuhe an!“ Da war er sprachlos, verneinte aber auch nicht.
Irgendwann kam dann Thomas, der mich drückte und ebenfalls froh war, dass ich meinen Abschluss in der Tasche hatte. Mama kam kurz nach ihm. Sie hatte zur Feier des Tages Pizza ausgegeben. Wir bestellten bei einem Service, das war eher selten der Fall.
So zog sich der Nachmittag hin, und als ich meine Chucks anzog und mir meine Jeansjacke griff, sahen mich alle blöd an. Mama wollte wissen: „Wer ist denn nun deine heimliche Verabredung?“ Ich sah Rene an und fragte ganz lieb: „Kommst du nun, oder muss ich dich raus tragen?“ Rene grinste und stand auf. Er holte seine Jacke aus dem Zimmer und stand dann neben mir im Flur. Ich griff seine Hand und zog ihn hinter mir her. „Hä?“, sagte Mama. „Du bist ihre Verabredung?“ Rene nickte und lachte: „Natürlich, was habt ihr denn gedacht? Wir gehen ins Juz. Ich muss dann auch. Da wird jemand ungeduldig!“ Ich zog ihn vor die Tür und rief „Au Revoir“ in die Wohnung, bevor Rene die Tür zu zog. Hand in Hand gingen wir die Treppen runter, und unten bevor wir aus der Tür gingen, drehte ich mich herum und gab ihm einen Kuss auf den Mund.

„Und wofür war der jetzt?“, fragte er. Ich griff fester in seine Hand und lachte: „Paare küssen sich, mein Schatz, auch ohne bestimmten Grund! Einfach nur aus Liebe, aber das lernst du noch!“ Während ich es kaum erwarten konnte, und immer einen Schritt vor ihm war, und er mir hinter her dackelte, wollte er diskutieren. „Hä, Moment! Paare? … Lexi, bist du betrunken?“ Am Juz hörte er glücklicherweise auf, zu quatschen. Er sah seine Kumpels. „Wenn du mich hier küsst, verhaue ich dich!“, zischte er. Ich flüsterte leise: „Solange du nicht vergisst, wer an deine Seite gehört, wird dir nichts passieren!“ Dann begrüßten wir alle Bekannten und Freunde und mischten uns unter die Anwesenden ...

Das Juz selbst war ein altes Schulgebäude, dass nach dem Neubau und er Umsiedlung der Grund- und Hauptschule in den Trakt nicht mehr gebraucht wurde. Anstelle der Schule wurden die Räumlichkeiten an regionale Vereinsgruppen vergeben. Unter anderem tummelten sich dort zum einen die Jugendrotkreuzgruppen, das waren schon mal drei, und es gab eine Spielothek, die nachmittags geöffnet war. Der Cafébetrieb vom Ortsjugendverein war vom Nachmittag bis in den Abend geöffnet. Das Gebäude war alt mit einer Fahrradrampe zur Tür. Unten lagen Café, Spielothek und die Toiletten. Im oberen Stockwerk gab es die Gruppenräume und einen großen Raum, den Saal, der für Partys, Veranstaltungen und Tagungen genutzt wurde. Unter anderem waren dort auch der Jugendrotkreuzraum, das Büro vom roten Kreuz und das Büro vom Ortsjugendverein.
Im Café gab es Sofaecken, die links auf einem Podest standen, einen Tresen samt Küchenzeile, einen Discoraum und dahinter einen Billardraum. Die beiden Räume ließen sich durch Faltwände abtrennen. Auf dem Flur langen Flur zur Spielothek stand ein Kickertisch. Damals fand ich die Spielothek ganz nett, aber die hatte nur noch an zwei Tagen in der Woche geöffnet. Durch den Cafébetrieb und den Discoraum wurde auch das Publikum zwischen 16 und 20 Jahren angesprochen. Disco war ein Mal im Monat. Für die Jüngeren gab es vorher die Teeniedisco.

Rene und ich liefen ins Café und sahen uns um. Ein paar aus der Schule waren da. Wir setzten uns in eine der Sofaecken und sahen uns die Leute an. Es war noch relativ leer.
Ich fing gerade an, mich mit Rene zu unterhalten. „Sieht wirklich geil aus, dein Outfit!“, lächelte er mich an, als unser Augenkontakt gestört wurde. Wir drehten uns zum dreieckigen Tisch vor uns und ein blondes Mädel mit zusammen geflochtenem Haar und blauen Augen sah uns an. Sie zwinkerte Rene an und warf mir einen giftigen Blick zu. „Ach? Du auch hier?“, sagte sie mit zuckersüßer Stimme zu meinem Stiefbruder. Da hätte ich ausrasten können, doch ich riss mich zusammen und sah mir Madame „Freundlich“ genauer an. Sie hatte eine gute Figur, aber die hatte ich auch. Ihr Body steckte in einem kurzen hellen Kleid, das fast aussah, wie ein Tennisdress. Ihre hellen Beine steckten mit weißen Socken in hellen Turnschuhen. „Ach? Melanie? Seit wann treibst du dich denn hier herum?“, wollte Rene wissen. Er kannte die Schnepfe auch noch? Das musste ich genau wissen.
„Willst du etwas trinken?“, fragte Melanie und rollte mit ihren blauen Augen, dass mir fast schwindelig wurde. Rene hatte zumindest Anstand und stellte mich vor. „Melanie, meine Schwester Lexi kennst du?“ Melanie sah mich an und lächelte auf einem Mal. Ob sie sich das mit Krampf ins Gesicht presste? Auf jeden Fall hatte sie ein knallrotes Gesicht. „Also, wenn du unbedingt etwas ausgeben willst, wir nehmen zwei Cola?“, sagte Rene und sah mich fragend an. „Spezi!“, sagte ich und starrte Melanie in ihre blauen Augen. Die wusste gar nicht, wo sie hinsehen sollte. „Ähm, ja. Spezi und Cola!“, sagte Rene. Das passte ihr gar nicht. Doch sie drehte sich um und wackelte zum Tresen.

Ich schob meinen Mund an Rene sein Ohr und flüsterte: „Wer ist das denn?“ Rene sah mich an und flüsterte zurück: „Klassenkameradin. Ist ganz nett, oder?“ Nett?? Ich beugte mich noch mal zu ihm und flüsterte: „Ich könnte dich ja mal küssen, vielleicht ist sie dann noch netter?“ Dann griff ich um seinen Body in seine Innentasche der Jeansjacke. Ich fischte mit den Fingern die Zigarettenschachtel heraus und das Feuerzeug. „Untersteh´ dich!“, lachte er.
Dann sah er mich an und fragte, was das werden sollte. „Ich gehe nur Mal für kleine Mädchen. Oder hast du es so nötig, dass du mitkommen musst?“ Meine Augen mussten Bände gesprochen haben. Als ich aufstehen wollte, kam Melanie mit den Erfrischungsgetränken angewackelt. Hatte ich mir das nur eingebildet, oder wackelte sie wirklich mit dem Arsch?
Ein freundliches „Danke“ konnte ich mir gerade noch aus den Lippen pressen. Melanie sah mich an und sagte: „Rene´s Schwester! Und ich dachte schon … Also, wenn du Lust hast auf eine Runde Billard?“ Bevor ich antworten konnte, sagte Rene: „Natürlich hat sie Bock!“ Wie kam er dazu, für mich zu antworten? Melanie sah Rene an und meinte: „Und mit dir will ich nachher noch sprechen! Also lauf nicht weg!“ Da tat sie es schon wieder, sie zwinkerte mit den großen Augen, drehte sich dann um und sagte: „Dann gehe ich wohl mal aufbauen, was?“ Ich nickte und sagte: „Ja, ist gut. Ich muss mal kurz aufs Klo!“ Dann verschwand ich durch die Tür im Flur zur Mädchentoilette.

Anstatt mich auf eine der Toiletten zu setzen, öffnete ich das große Fenster und setzte mich auf die Fensterbank. Mit einem Bein angewinkelt und einem aus dem Fenster hängend, zündete ich mir cool eine Zigarette an. Die Tür zur Toilette war ja zu. Unter mir war der Kellereingang und auf dem Parkplatz sah ich die Kumpels von Rene. Sie warfen mit Dosen umher und nach ein paar Minuten klopfte es an der Klotür. Rene steckte seinen Kopf durch die Tür und sah mich dort am Rauchen.
„Na hast du Sehnsucht nach mir? Ist ja unglaublich! Komm rein, oder willst du, dass der Qualm durchs ganze Haus zieht?“ Er kam und schlenderte auf mich zu. „Ach, da bleiben meine ganzen Zigaretten ab!“, lachte er. In der Hand hielt er eine Dose Jim Beam-Cola. Die hatte er wohl aus dem Kofferraum seiner Kollegen, denn es war noch nicht sieben Uhr und es gab noch kein Bier. Hartgas schenkten sie eh nicht aus. Ich drehte mich herum und stellte meine Füße auf die Heizung unter dem Fensterbrett. Dann stand Rene vor mir und ich ließ die Beine nach unten hängen.

Er sah mich an und nahm mit seinen Fingern die fast aufgerauchte Zigarette aus meinen Lippen, zog dran und warf die Kippe aus dem Fenster. Meinen Rauch pustete ich ihm ins Gesicht und sagte dann: „Was will die blonde Schnepfe von dir? Gehst du mit ihr, oder was?“
Rene pustete seinen Rauch in meine Haare und grinste: „Wieso? Bist du eifersüchtig?“ Dabei legte er seine Hände um meine Hüften und ich legte meine Hände um seinen Hals. Ganz langsam legte ich meine Beine um seinen Body und kreuzte die Füße, um meine Beine zu halten. „Na, was glaubst du?“, hauchte ich ihm ins Gesicht. „Keine Angst!“, sagte ich und kam näher an seine Lippen. Ganz dicht vor seinem Gesicht sagte ich: „Du gehörst sowieso mir!“ Ich konnte seinen Atem auf meinen Lippen spüren.
„Küss mich!“, zischte er. Ich gab ihm einen innigen Kuss und nahm die gerade geöffnete Dose Beam-Cola, die neben mir stand. Dann ließ entließ ich ihn aus meinen Beinen und fragte: „Schmeckt das?“ Ich setzte die Dose an und exte sie.

Ich gab ihm die leere Dose in die Hand und ließ mich von der Fensterbank gleiten. Ich schlenderte an ihm vorbei zur Tür und meinte: „Komm, Bruderherz! Lass uns Spaß haben!“ Er warf die Dose in den Mülleimer und sagte: „Lexi?“ Ich drehte mich an der Tür zu ihm um und grinste ihn an. „Lass Melanie in Ruhe okay? Mit der läuft nichts. Und bitte keine Küsse in der Öffentlichkeit, okay? Das gibt nur böses Blut!“
Ich grinste immer noch. „Schon klar! Ich muss jetzt Billard spielen. Und wenn du noch einmal für mich antwortest, mache ich mit dir Schluss!“ Rene lachte. „Lexi! Du siehst wirklich geil aus!“ Ich ging aus der Tür und gesellte mich mit meiner Spezi in den Billardraum. Ich sah, dass Melanie mit Queue bewaffnet am Tisch stand. Das Dreieck lag noch um die Kugeln. Ich griff in die Kugeln und baute für Neunerball auf. Melanies Kommentar: „Hä?“ Ich gab mich cool. „Neunerball! Der Reihe nach. Wer die am Schluss die Neun versenkt, hat gewonnen ... um eine Flasche Warsteiner aus dem Café!“ Ich warf ihr die Weiße zu, die sie gerade noch so fangen konnte.

„Ähm. Ich trinke doch gar kein Bier! Aber wenn du mir ein paar Tipps bezüglich Rene geben könntest. Du bist ja seine Schwester, du kennst ihn besser!“ Ich sah sie mit einem Pokerface an und sagte: „Eine Flasche Bier und du trinkst, Schätzchen! Den Rest erzähl´ ich dir nebenbei! Also, hau rein!“
Melanie musste drauf eingehen, wenn sie etwas über Rene wissen wollte. Das war ein gefundenes Fressen für mich. Melanie holzte auf die Kugeln, wie eine Bewegungslegasthenikerin. Aber die Kugeln lagen gut. Ich versenkte die Eins. Rene war derweil wieder draußen am Auto und holte sich wohl Nachschub. „Erstens, Mel! Er mag nicht, wenn man zickig ist! Man muss sich schon ein bisschen fügen!“ Mel sah mich an, wie ein kaputtes Auto. Sie versuchte die Zwei einzulochen, aber Fehlstoß. Ich versenkte sie vorm Loch liegende Kugel und huschte an ihr vorbei, um die Drei anzusteuern. Nebenbei zischte ich: „Er mag nasse gierige Küsse!“ Die Drei war drin und auch die Vier. Melanie sah schon, dass das Spiel für sie verloren ging.

„Rene braucht seine Freiheit. Er mag es nicht, wenn man ihm hinterher telefoniert und ständig wie eine Klette an ihm hängt!“, sagte ich und versenkte Nummer Fünf, Sechs und Sieben. Die Acht ging an Melanie, was für schlechtes Omen. Aber sie versagte an der Neun.
„Und wenn es zur Sache geht, bevor du etwas falsch machst, lass ihn lieber machen. Er hasst es, ungalant begrapscht zu werden. Am besten legst du dich gleich nackt ins Bett, dann machst du nichts verkehrt. Und Süße? Nicht Stöhnen, nicht Schreien, okay?“ Melanie hörte zu und nickte. Die Neun war drin und ich hatte verloren. Ich warf ihr den Queue zu und sagte cool: „Hat Spaß gemacht. Wir sehen uns um sieben Uhr am Tresen!“ Melanie war baff und meinte: „Lexi? Ich finde dich richtig cool. Vielleicht spielen wir öfter mal eine Runde?“ F*ck dich, Schnecke, dachte ich und ging wortlos in den Flur. Ich musste langsam mal gucken, wo Rene steckte. War ja klar, er stand mit seinen Kumpels am Kicker. Ich stolzierte an den Kickertisch und sagte: „Rene? Kann ich dich mal sprechen?“
Ich sah die Jungs an und die machten sich gleich vom Acker. „Danke Jungs, dauert nur zwei Minuten!“ Ich setzte mich auf die Kante vom Kicker und wartete, bis die Tür zum Café zu war. Dann zog ich Rene an seinem Hemd zu mir. Ich sah ihn an und sagte: „Los! Küss mich!“
Er gab mir einen sanften Kuss und fragte: „War dein Spiel nicht so gut?“ Ich sah ihn giftig an. „Rene, wenn du die anfasst, kenne ich dich nicht mehr! Die ist so doof, wie ein Stück Weißbrot!“ Aber er hätte sie sowieso nicht angepackt, denn als er mich küsste, schob er seine Hand unter meinen Busen und flüsterte: „Warte ab! Heute Nacht gehörst du mir!“ Na, das war je wenigstens mal eine Anmache. Grund genug sich auf den Abend zu freuen, der ja schon langsam begann. Zwischenzeitlich tauchte noch ein Bekannter von Rene auf. Er zischte ihm ins Ohr und ging zum Tresen. Ich hatte derweil mein Bier von Melanie bekommen. „Und danke noch, Lexi!“, sagte sie. „Ach, Lexi! Bevor ich es vergesse. Das eben war Mark. Der will dich näher kennenlernen.

Er hat mich gebeten, ein gutes Wort bei dir einzulegen! Sei so lieb und sprich wenigstens mit ihm, ja?“ Was? Das konnte ich kaum glauben, doch Mark war schneller vom Tresen, als mir lieb war. Ich war sauer. „Und wegen heute Abend, Bruderherz! Warte nicht auf mich!“ Ich ging mit Mark nach draußen. Er war nett, aber nicht mein Typ.
Mark hatte eine Brille und kurze rotblonde Haare. Er ging gar nicht, auch wenn er nett war. Er gab mir ein Bier und dazwischen Cola aus, dass es nur so in meinem Bauch grummelte. Nachdem ich ihm mit, „wir können ja Freunde sein“, vertröstete, ging ich nach Hause ...
  • Geschrieben von AlexaNight
  • Veröffentlicht am 15.05.2012
  • Gelesen: 6655 mal
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Kommentare

  • MichaL15.05.2012 23:46

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    Hey, offensichtlich bin ich der erste Leser (Angezeigt wird "Gelesen: 1 mal"). Dann kann ich ja zumindest beweisen, dass die fünf Sterne von mir sind!

    Auch die Geschichte meiner "Entjungferung" war ein Mehrteiler. Vielleicht gefällt sie Dir ja ebenfalls? Über einen Kommentar von Dir würde ich mich sehr freuen!

  • Mone18.05.2012 18:36

    Profilbild von Mone

    Hallo Alexa,
    wirklich gut geschrieben, wäre schön wenn es da noch ne Fortsetzung gäbe, sowas wie ein Happy End

    LG Mone

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