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Morgentau

5 von 5 Sternen
Morgentau
Nebelschwaden hängen wie ein Geflecht aus Zuckerwatte hauchzart über dem Tennsee. Die ersten Sonnenstrahlen kämpfen sich mit ihrer unaufhaltsam zunehmenden Energie zwischen den Bäumen hindurch. Ihr Licht spiegelt sich rötlich im Morgentau, der den Schilfgürtel am Ufer mit seinen feuchten Perlen benetzt. Längst haben die Spitzen des Karwendelgebirges den neuen Tag begrüßt, während unten im Tal noch immer die kühle Frische der Nacht dominiert.
Mein Atem geht flach und gleichmäßig. Mit jedem Zug hebt er Deine Hand, die sanft auf meiner Bauchdecke ruht. Es ist die erste gemeinsame Urlaubsnacht in unserem neuen Wohnmobil und Du hast Dich an mich geschmiegt. Obgleich ich noch halb schlafe, spüren die bereits hellwachen Sensoren meiner Haut, dass Du nackt bist. Genauso nackt wie ich, denn ich schlafe immer nackt. Aber Du? Sonst schläfst Du selbst im Sommer nie ohne Nachthemd.
Die Wahrnehmung Deiner Nacktheit infiltriert meinen Traum, lässt mich langsam zum mir kommen und Dich mit erwachendem Bewusstsein spüren. Deine Nähe elektrisiert meine Gefühlswelt, zwingt mich beinahe, in Deine wundervollen blauen Augen zu blicken und Dir einen guten Morgen zu wünschen. Aber ich lasse Dich nicht merken, dass Deine Berührung mich erweckt hat, stelle mich weiter schlafend.
Mit unendlicher Zärtlichkeit zeichnet Deine Fingerspitze Buchstaben auf meine Bauchdecke. Unbemerkt von Dir lächle ich in mich hinein, während ich die einzelnen Buchstaben zu Worten zusammenfüge. Worte, die wir uns schon so oft gesagt und jedes Mal ernst gemeint haben. Es fällt mir schwer, mein Lächeln nicht auf meinen Lippen erscheinen zu lassen. Still und passiv möchte ich den Augenblick genießen, möchte ich Dich im Glauben lassen, dass allein Du bereits wach bist.
Wie üblich, beendest Du Deine gestreichelten Worte mit einem Ausrufezeichen. Dein Finger tut dies, indem er an meiner Linea Alba herabgleitet, bis zum Ansatz der kurzgeschorenen Lockenpracht, die meine Männlichkeit umgibt. Den Punkt des Ausrufezeichens setzt Du etwas tiefer, genau auf jenen Teil meines Körpers, der von allen Deine Berührung am meisten genießt und sich auch diesmal von ihr zu voller Größe erwecken lässt.
Wie einen Ring formt sich Deine Hand um den Emporkömmling, der sich Dir größer werdend entgegen drängt, während Deine Finger langsam an ihm auf und ab gleiten. Nur mühsam gelingt es mir, mich nicht zu bewegen, zumal Deine Finger inzwischen das empfindliche Bändchen an mir entdeckt haben, dessen Berührung mir fast die Sinne raubt. Dich mein Begehren nicht spüren zu lassen, verlangt mir alle Selbstbeherrschung ab.
Langsam richtest Du Dich neben mir auf, ziehst die dünne Baumwolldecke an meinem Körper herab, bis ich Dir völlig entblößt ausgeliefert bin. Steil ragt mein Objekt Deiner Begierde empor, als Du Dich über mich schwingst. Durch meine geschlossenen Augenlider nehme ich Dich wahr, denn der morgendliche Schimmer, der mein Gesicht soeben noch durch das Dachfenster traf, ist plötzlich verschwunden. Kaum, dass sich Dein Schatten über mich legt, spüre ich, wie die Matratze zu meinen beiden Seiten unter dem Druck Deiner Schenkel nachgibt.
Auf allen Vieren kauerst Du nun über mir. Nein, eigentlich nur auf dreien von ihnen, denn eine Deiner Hände verwöhnt mich noch immer an meiner empfindsamsten Stelle. Ob Du mich wohl durchschaut hast? Oder glaubst Du tatsächlich, ich schliefe noch immer? Inständig hoffe ich, dass es Letzteres sein möge, denn ich will mich Dir ausliefern, will spüren, was Du mit mir anstellst, während Du mich schlafend, ja willenlos wähnst.
Lautlos senkt sich Deine Venus über mich und nimmt mich widerstandslos in sich auf. Deine Wärme und Feuchtigkeit halten mich fest umschlungen, als wollten sie mich sich einverleiben. Regungslos verharrst Du auf mir und lässt mich die sanften Kontraktionen Deines Unterleibes spüren, mit denen Du Dich an mir festzuhalten suchst.
Eine gefühlte Ewigkeit scheinst Du so auf mir zu sitzen, unsere Körpermitten wie zu einem innigen Kuss vereinigt. Meine ganze Wahrnehmung ist nun auf jenen Teil von mir konzentriert, dem Du den Zutritt zu Deinem Heiligtum gewährt hast, um Dich mit Deiner Weichheit an seiner Härte zu erfreuen.
Leider kann ich das Lächeln nicht sehen, welches Deine Lippen umspielt, während Du mich langsam wieder aus Dir herausgleiten lässt, nur um mich sofort wieder in Deiner Tiefe aufzufangen. Mit kaum zu überbietender Langsamkeit wiederholst Du nun diese Bewegung immer und immer wieder. Deine ganze Konzentration scheinst Du darauf zu verwenden, mich nur ja nicht zu wecken, um diesen Moment der Vereinigung möglichst lange auszudehnen.
Nie zuvor habe ich mich in Dir ähnlich intensiv empfunden, wie in eben diesem Moment. Meine Sensorik ist derart präsent, dass ich selbst Deinen Pulsschlag in Deiner Tiefe fühlen kann, während Du mich eines ums andere Mal in Dir aufnimmst.
Jedes Zeitgefühl verloren, vermag ich nicht mehr zu beurteilen, wie lange Du mich schon auf diese unbeschreiblich intensive Weise Deine Liebe hast spüren lassen. Allein Dein Atem verrät mir die subtile Metamorphose, die sich in der Tiefe Deines Schoßes anzubahnen beginnt.
Du bemühst Dich, mir Dein Stöhnen zu verbergen aber Deine Lust ist stärker als Deine Selbstkontrolle. Immer wieder gelingt es mir, Fragmente Deiner zauberhaften Stimme zu erhaschen, die Deiner Kehle lustverzerrt entweichen. Oh wie gern würde ich mich jetzt bereits in Dir verströmen, denn der Klang Deiner Erregung ist für mich das stärkste Aphrodisiakum.
Nicht mehr lange muss ich warten, bis ich endlich spüre, wie Du Dich um mich herum konvulsivisch verengst, wie Du mich mit Deinem Muskelschlauch in pulsierenden Wellen liebevoll umklammerst, mich regelrecht zu melken beginnst. Jetzt, ja jetzt kann ich endlich loslassen und Dir mein fruchtbares Protein schenken, welches in nicht enden wollenden Eruptionen Deinen Muttermund benetzt.
Erschöpft aber glücklich lässt Du Dich auf mich herab sinken, bis ich schließlich Dein ganzes, viel zu geringes Gewicht auf meiner Brust spüre. Deine Lockenpracht kitzelt mich an meiner Nase. Dein süßes Ohrläppchen ist meinen Lippen so nah, dass ich, ohne mich bewegen zu müssen, hineinbeißen könnte.
„Ich liebe Dich auch“ flüstere ich leise, ehe ich in einen glückseligen Dämmerschlaf verfalle.
  • Geschrieben von MichaL
  • Veröffentlicht am 10.06.2021
  • Gelesen: 1611 mal
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Kommentare

  • Mone11.06.2021 10:25

    Perfekt, hocherotisch, wohldoiserte Worte die Lust entfachen und mich einhüllen in eine Woge von Glückseeligkeit.Ich hätte gerne mehr als die erlaubten 5 Sterne vergeben.
    Fühle dich umarmt
    Mone

  • LuckyBen (nicht registriert) 12.06.2021 08:32

    Wow, MichaL,

    was für eine Liebeserklärung, geschmückt mit wunderbaren Worten, die einen mit in euer Wohnmobil nehmen und zuschauen lassen.

    Ich würde die fünf Sterne vergeben, bin nunmehr aber als Leser unterwegs.

    LG
    Lucky

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