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Veröffentlicht von Manuelmagiera am 17.03.2026

Hörig Teil 8

3261 mal gelesen 0 Kommentare 31 - 37 Min. Lesezeit
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Die Einführung in die Geschichte steht unten unter Anmerkung zur Geschichte

Ich schlief traumlos bis Samstagmittag. Die Sonne schien und einige ihrer zarten Strahlen, die sich den Weg durch das Fenster gebahnt hatten, kitzelten sanft an meiner Nase. Als ich die Augen aufschlug, hörte ich Verkehrslärm und drehte mich automatisch zu meinem Mann um. Sein Bett war leer. Die Erinnerung an den gestrigen Abend und die lange Nacht nahm Besitz von mir. Ambivalente Gefühle stifteten einiges an Verwirrung. Ich war gestern zum ersten Mal in meinem Leben auf den Strich gegangen. Ich hatte mit fremden Männern für Geld geschlafen. Beim Gedanken daran konnte ich ein leichtes Frösteln nicht verhindern. Es hatte mir aber auch Spaß gemacht.

Zum ersten Mal durfte ich einen Höhepunkt während des Sexes mit einer Frau erleben. Es war Emilia gewesen, die mir diesen schönen Moment bescherte. Die Überraschung war groß, als ich von ihrem Vorleben als Domina erfuhr. Wohlig spüre ich noch immer ihre Schläge auf meinem Po und wünsche mir nichts sehnlicher, als ihr erneut gehorchen zu dürfen. Nun, heute Abend werde ich sicher auf meine Kosten kommen. Die Vorstellung ein Zofenkostüm zu tragen, sie mit Herrin ansprechen zu müssen und mit ihrem Gast auf ihren Befehl hin zu schlafen, löste augenblicklich Wollust in mir aus.

„Guten Morgen, ich bringe dir dein Frühstück.“ Tom stellte ein Tablett mit Leckereien auf den Tisch.
„Schatz, wie komme ich zu dieser Ehre? Du bist ja süß!“
Ich stand auf, ging schnell zur Toilette und wusch mir die Hände. Er schenkte mir Kaffee ein. Es war alles auf dem Tablett, was zu einem ausgiebigen Frühstück gehörte, wobei, als ich auf die Uhr blickte, war es bereits Mittag und nicht mehr die traditionelle Frühstückszeit.

„Ich bin stolz auf dich, mein Liebling. Du hast gestern sehr gut verdient. Ich hätte nicht gedacht, dass du tatsächlich anschaffst. Ich musste mich erst einmal daran gewöhnen, dass meine Frau mit anderen Männern schläft. Es widerspricht doch etwas meinem Verständnis von Ehe. Aber gut, man muss mit der Zeit gehen und Toleranz kann nicht schaden.“

Er saß auf dem Bett und starrte gierig auf meinen Busen. Das durchsichtige Negligé verbarg nichts. Es war das Gefühl von Macht, welches mir mein verhasster weiblicher Körper Männern gegenüber verlieh. Tom war heiß und ich konnte ihn befriedigen. Allerdings nur dann, wenn ich es wollte.
„Gib mir einen Augenblick Zeit zum Essen, ja. Dann hole ich ihn dir runter. Ich sehe deinen lüsternen Blick.“

Er lächelte, nahm einige Scheine aus seinem Portemonnaie und zählte sie ab. Seine Hand strich sanft über meinen Oberschenkel, verweilte eine Weile dort und mit dem Zeigefinger hob er den String an, um mit der anderen Hand das Geld darunter zu schieben. Er bezahlte seine Hure. Mir wurde meine neue Stellung schlagartig wieder bewusst. In Toms Augen war ich keine ehrbare Frau mehr. Damit musste ich zurechtkommen und ich hoffte, er würde diese Tatsache nie gegen mich verwenden. Unsere Ausflüge in die Elbmetropole mussten für alle Zeit unser Geheimnis bleiben. Nach dem Frühstück stellte ich das Tablett auf den Tisch, führte seine Hände an meine Brust und ließ ihn über mich steigen. Er bekam was er wollte und sank danach zufrieden auf die Matratze.
„Ich ziehe mich gleich arbeitsfertig an und dann gehen wir durch die Sexshops. Ein paar neue Dessous müssen leider sein. Ich habe nicht viel an Arbeitskleidung.“ Er nickte und schloss die Augen.

Die sündigste Meile der Welt glich tagsüber einem Einkaufsparadies. Neben kleinen Kneipen und Kiosken hatten sich große Geschäfte eingerichtet, in denen es alles zu kaufen gab, was eine Hure zu ihrem Broterwerb benötigte. Tom folgte mir interessiert und kaufte selbst das eine und andere Teil. Wir sahen uns an und fragten uns, wo der Preis herkam. Das meiste besaß kaum Stoff. Um 15 Uhr waren wir mit Uwe verabredet. Wir schlenderten zu Fuß zum Lokal. Zwei Frauen standen davor und machten sich routinemäßig an Tom heran. Er ließ sich anheizen, um im entscheidenden Moment zu lächeln und abzulehnen.

„Wir treffen Uwe nachher. Ich bin Isabelle, die Neue. Und dieser stattliche Kerl ist mein Mann Tom. Er wird euch sicher nicht bezahlen, wenn ihm sein Leben lieb ist. Ich gehe ja nicht anschaffen, damit er mein sauer verdientes Geld bei Kolleginnen lässt“, witzelte ich.
„Das haben wir uns schon gedacht. In deinem Aufzug läuft hier keine normale Frau herum. Ich bin Jackie und dieses kleine blonde Luder heißt Molly. Es können immer nur zwei vor der Tür arbeiten. Wir dürfen die Grenze zu den Nachbarläden nicht überschreiten.“ Ich lachte.
„Davon habe ich gehört. Ich werde sicher auch bald hier stehen. Gestern war ich in der Bar und im Wellnessbereich. Es hat mir gut gefallen, denn dort arbeitet man warm und trocken. Der Whirlpool ist toll, die Freier sind sauber und stinken nicht.“
„So, ihr zwei Süßen, wir wollen reingehen. Ich kann ein Bier vertragen. Gibst du deinem Mann etwas zu trinken aus, Schatz?“

Tom schob mich in die Kneipe und steuerte direkt auf den Tresen zu. Dort stand nicht Clarissa, sondern ein anderes Mädchen.
„Hallo, ich bin Isabelle. Wir warten auf den Chef. Und mein Mann möchte ein Bier, er ist ganz ausgedörrt, der Arme“, sagte ich freundlich.
„Julia, angenehm. Soll ich es auf deine Rechnung schreiben?“
„Das kannst du. Es wird sicher nicht bei dem einen bleiben, wie ich meinen Göttergatten kenne. Ich armes Mädchen werde nachher hart arbeiten müssen, um seine Zeche bezahlen zu können.“
Während wir am Bartresen saßen und plauderten, erschien Uwe, locker in Sweatshirt und Jeans. Er stellte seine Sporttasche auf den Boden, bestellte ein Bier und gab mir einen Kuss.
„Hallo, habt ihr gut geschlafen? Ich komme grad aus dem Sportstudio. Da könntest du nächstes Mal auch mitkommen, Tom. Die meisten Jungs treffen sich am Nachmittag dort.“ Die zwei gaben sich fünf. Tom schien nicht abgeneigt.

„Keine schlechte Idee, ich bringe mir nächstes Wochenende etwas zum Anziehen mit. Ich will nachher das Blue Eye besuchen und mir die Stripteasemädchen ansehen.“
„Da komme ich mit, muss allerdings noch einiges im Büro mit Emilia klären. Isabelle, wenn du ausgetrunken hast, gehe runter in euren Ankleideraum. Jenny wird dir helfen, dich hübsch zu machen und dir den Vorstellungsbereich erklären. Die Freier melden sich hinten an, gehen dann in einen besonderen Raum, den wir individuell gestalten. Die Mädchen treten der Reihe nacheinander ein und stellen sich ihnen vor. So kann der Gast seine Favoritin wählen.“

Ich nickte, gab mein Glas nach dem herrlich erfrischenden Fruchtcoctail Julia zurück und machte mich auf den Weg nach unten. Die Gänge glichen einem kleinen Labyrinth, aber ich hatte bereits gestern Abend versucht, mir das meiste zu merken. Ich trat ohne anzuklopfen in den Schmink-und Umkleideraum ein. Ein chaotisches Durcheinander erwartete mich. An den Schminktischen saßen etliche Frauen, einige duschten im Waschraum oder saßen rauchend in der angrenzenden Pantryküche. Es roch nach süßlichem Deo, allen möglichen Parfümsorten, Haarspray und zuweilen schlich sich auch ein leichter Schweißgeruch in meine Nase.

Eine hübsche junge Frau in Netzstrümpfen, dunkelroten Higheels und gleichfarbigem String Tanga kam auf mich zu. Starke Brüste quollen aus einem enggeschnittenen Bustier hervor. Ihre schwarzen Haare hingen locker über ihren Schultern.
„Bist du Isabelle? Ich bin Jenny und so etwas wie die Mutter der Nation, hier unten. Wann immer du fragen hast, ich bin da.“
„Ja, die bin ich. Uwe hat mich runtergeschickt. Ich soll den Vorstellungsbereich kennenlernen.“
Ich spürte die abschätzenden Blicke der anderen Frauen. Aber sie lächelten, wandten sich schnell wieder ihrer Schönheitspflege zu.

„Die Kolleginnen triffst du nach und nach. Sie wechseln häufig. Einige arbeiten auch nur halbtags. Um 16 Uhr müssen wir anfangen, dich für Emilias Session fertig zu machen. Sie hat mir schon das passende Zofen Outfit für dich gegeben. Komm, wir gehen dort in die Ecke. Der Schminktisch ist frei. Du kannst dich kurz umziehen und eine Vorstellungsrunde mitmachen. Falls dich ein Freier will, schaffst du das locker. Sie zahlen entweder für eine halbe Stunde oder eine Ganze. Das Bezahlen findet vorne an der Kasse statt. Der Gast wählt sich das Mädchen aus und du gehst mit ihm in eines der freien Zimmer.
Schafft er es nicht in der bezahlten Zeit, darf er es an einem anderen Tag noch einmal versuchen. Du musst selbst entscheiden, ob es einen Sinn hat, noch länger an ihm zu arbeiten. Das ist kein Drama. Er kann wiederkommen und erhält, wenn du eine Meldung an der Kasse hinterlegt hast, ein paar Bonusminuten beim nächsten Versuch. Zieh deine Straßenkleidung aus. Wir tragen hier nur luftige und durchsichtige Sachen. Ich komme gleich wieder.“

Ich tat, was sie sagte. In wenigen Minuten hatte ich mich meines Röckchens und meiner Sexy Außenkleidung entledigt. Eine rosafarbene durchsichtige Bluse hing locker an mir herunter, die Brust war sichtbar und ein schmaler in der Mitte offener Tanga zierte meine Scham und zeigte mehr, als er verhüllen konnte. Ich setzte mir eine blonde halblange Perücke auf und schminkte mich sorgfältig.
„Mädchen, Aufstellung nehmen. Ein Gast möchte euch sehen“, rief eine weibliche Stimme aus dem Lautsprecher. Jenny nahm mich an die Hand. Ich sollte mich als letzte anstellen. Sie erklärte mir, dass wir nacheinander ins Nebenzimmer gehen, uns vor dem Gast herumdrehen und ein paar Worte über uns sagen. Name, Vorlieben und Nogos. Aufgeregt wartete ich auf meinen Auftritt. Dann schob mich Jenny in einen leicht abgedunkelten Raum.

Eine Rundumtapete aus dem antiken Rom gab mir zusammen mit der Innenausstattung, die an einen römischen Marktplatz erinnerte, tatsächlich das Gefühl, gleich auf Cäsar persönlich zu treffen.
Der Gast saß auf einer Art steinernem Thron und trug wirklich eine Toga. Ich verneigte mich demütig, wie es sich wohl für die damalige Zeit gehörte.
„Mein Name ist Isabelle, Herr, ich bin Sklavin aus Haithabu. Ich bin es gewohnt, Herren, wie dich, zu bedienen und zu verwöhnen. Es gibt nichts, was du nicht von mir verlangen kannst. Wenn du mit mir nicht zufrieden warst, darfst du mich bestrafen.“

Mit einem angedeuteten Kniefall verließ ich die kuriose Szene und ging schmunzelnd wieder zu Jenny und den anderen Mädchen zurück. Drei Minuten später hatte ich meine erste Vorstellungsrunde gewonnen und musste mich Claudius Titus, wie er sich nannte, hingeben. Er nahm dankend das Glas Wein, das ich ihm kniend überreichte, wies mich an, mir auch ein Glas einzuschenken und kam relativ schnell zur Sache. Als ich ihn zur Tür brachte, steckte er mir 100 Euro unter den String. Ein braves ‘ Danke schön, Herr‘, beendete unser Rendezvous.
Jenny kam zu mir.

„Du brauchst nicht sauber zu machen, das macht eines von den Mädchen gleich. Ziehe schnell das Zofen Kostüm an. Wir dürfen Emilia nicht warten lassen.“
Ich gehorchte und blickte einen Moment später mit bebenden Brüsten und starkem Verlangen nach Sex auf mein Spiegelbild. Die Frau, die mir entgegensah war schön, wunderschön. Voller Stolz machte ich mich nach kurzer Rücksprache mit Jenny zu Emilia auf und klopfte an ihre Bürotür. Es war schon einiges los auf dem Flur. Ich nickte einigen Mädchen, die ich bereits kannte zu, während sie sich an ihre Freier geschmiegt auf die Zimmertüren zu bewegten und dahinter verschwanden.

„Guten Abend, Herrin. Ich bin fertig. Jenny sagte, ich sollte jetzt zu dir gehen.“
Emilia überraschte mich in einem engen schwarzen Lederkleid, dessen Dekolleté ihre großen starken Brüste betonte. Ihre Füße steckten in Knöchellangen Stiefeletten. Sie sah atemberaubend aus. Ich wusste, dass ich mich in meine Chefin verliebt hatte. Lesbische Gefühle waren neu für mich. Ich hatte mich ja immer mehr als Mann gesehen und mir in der Jugend deshalb jegliche Gedanken an eine Frau verboten, eben, weil ich keine Lesbe war und wusste, dass die Außenwelt mich aufgrund meines weiblichen Körpers als solche ansehen würde.
Emilias angestrengte Miene erhellte sich, als sie aufsah.

„Das kann sich sehen lassen, Isabelle, du wirst mir als Zofe gehorchen und tun, was ich dir sage. Ich erwarte die Anrede ‚Herrin‘ von dir und in Gegenwart meines Sklaven strikte Unterwürfigkeit. Wenn er sich seinen beschränkten Möglichkeiten entsprechend ordentlich verhält, darf er dich besteigen. Du wirst ihm in dem Fall absolute Sklavin und Dienerin sein und tun, was er verlangt. Sollte er dir am Schluss der zweistündigen Session ein Geldgeschenk machen, darfst du dieses behalten. Alles Weitere erkläre ich dir im Studio.“
Sie schaltete ihren Computer aus und zog sich einen langen schwarzen Pelzmantel an. Ich folgte ihr. Auf der Straße trafen wir auf Molly, die vor der Tür anschaffte. Sie verneigte sich vor Emilia.

„Herrin, du siehst wunderschön aus. Ich wünsche dir einen schönen Abend.“ Sie sah mich aus dem Augenwinkel schmunzelnd an. Ich hielt meinen Kopf demütig gesenkt und ging hinter Emilia her. Wir überquerten die schmale Straße, auf der es vor Huren und ihren potenziellen Freiern wimmelte. Auch normale Besucherrinnen schauten sich neugierig um und schienen das Geschehen vor ihnen mit allen Sinnen aufzusaugen. Es wurde geduldet, dass auch Frauen unter den Gästen durch die Straße schlenderten. Die meisten von ihnen wurden von den Türstehern in die Clubs gelockt, um ihr Geld dort zu lassen. Nur die Herbertstraße war für die „ehrbaren“ Damen nach wie vor tabu. Manchmal wagte es eine Frau, meist als Mann verkleidet, dort durch zu laufen. Sie durfte sich nicht erwischen lassen, sonst gab es auch heute noch die einst berüchtigten Pieschpottattacken.

Auf der anderen Straßenseite saßen zwei Frauen in schwarzer Lederkleidung vor einem Hauseingang. Sie grüßten meine Herrin, nahmen von mir keine Notiz. Wir traten in den dunklen Hausflur ein. Emilia schloss eine Tür auf, mit der Aufschrift Studio, Madame Jaqueline.
„Sie ist meine Nachfolgerin. Das Studio habe ich aus dem Nichts aufgebaut!“, erzählte Emilia und ergänzte: „Vorsicht, Stufe, nach oben.“ Wir stiegen eine schmale Wendeltreppe hoch, alles war schwarz, die Tapete, die Stufen. Nur eine kleine Laterne am Treppenaufsatz spendete etwas Licht und zauberte eine geheimnisvolle schaurige Atmosphäre in den engen Flur. Ich hatte nichts zu befürchten, im Gegensatz zu den Freiern, die diese Treppe emporstiegen in der sicheren Gewissheit, gleich einer harten und unerbittlichen Herrin gegenüberzustehen, die sie für das geringste Fehlverhalten unnachgiebig bestrafen würde. Ich stellte mir vor, mit welch gemischten Gefühlen die Kunden diesen Aufgang wahrnehmen müssen.

Am oberen Treppenaufsatz öffnete Emilia eine weitere Tür, die in einen dunkelrot gestrichenen Raum führte. Bilder von Dominas und ihren Sklaven in demütigenden Posen hingen an den Wänden. Ein kleiner Glastisch und zwei schwarze Ledersessel befanden sich darin. Zwei weitere Durchgänge führten in andere Zimmer. Sie zeigte mir einen Waschraum mit Dusche und daneben einen Raum mit Schränken. Hier sollten sich die Sklaven ausziehen. Eine kleine Teeküche ging von einem anderen Zimmer ab. Eine Streckbank, Käfige und Strafböcke standen in den verschiedenen Räumen. An den Wänden hingen Peitschen, Ketten und Gegenstände wie Knebel und Fesseln. Ein Arztzimmer mit einem Gynäkologischen Stuhl und ein Kinderzimmer mit einem überdimensionalen Babybett, einem großen Wickeltisch und einem Laufgitter komplettierten das Studio.

„Gehe in die Küche und koche mir einen Tee. Etwas Gebäck ist in der Dose auf dem kleinen Schrank“, befahl meine Herrin. Ich gehorchte willig. Als der Tisch gedeckt war, rief ich sie.
Ich hatte mir kein Gedeck hingestellt, wohlweislich ahnend, dass sie ja nur von sich gesprochen hatte und sollte Recht behalten.
„Du kannst dir ein Glas Wasser aus der Leitung nehmen, wenn du Durst hast. Und dann komm zu mir und knie dich vor mich.“ Ich tat gehorsam, was sie wollte. Sie streckte mir ihre Stiefeletten vors Gesicht. Demütig und hingebungsvoll begann ich ihre Schuhe sauber zu lecken. Sie blätterte derweil in einem Sexkatalog. Es klingelte an der Tür.

„Gehe, und lass den Gast herein. Er soll dir das vereinbarte Geld geben und sich im Ankleideraum ausziehen. Gib ihm eine von den Sklavenhosen. Dann hängst du ihm eine Kette an die Brustwarzen. Er muss Schmerzen spüren. Lege ihm eines der Halsbänder um und hake einen Führstrick ein. Bringe ihn zu mir. Er soll auf allen Vieren kriechen.“
„Ja, Herrin!“
Vor der Tür stand ein junger Mann, in einem dunklen Anzug, ein beige farbiges Hemd mit Rot gemusterter Krawatte. Er machte einen verschüchterten Eindruck. Lächelnd bat ich ihn herein.
„Ich bin Isabelle, die Zofe der Herrin. Folge mir.“
Wir gingen ins Ankleidezimmer. Er wusste, was von ihm verlangt wurde, zog sich aus und nahm gehorsam die Sklavenhose, die ich ihm reichte, in Empfang. Ich legte ihm ein Lederhalsband um und hakte die Hundeleine ein.
„Darf ich eine Maske tragen, Mistress? “ Ich überlegte. Davon hatte Emilia nichts gesagt. Obendrein fiel mir das Geld ein.

„Hast du den vereinbarten Lohn für die Herrin dabei?“ Er zog sofort fahrig eine Brieftasche aus dem Jackett, das bereits im Schrank hing und schob mir einen gefüllten Briefumschlag zu. Ich gab ihm im Gegenzug eine der schwarzen Ledermasken, die nur die Augen und die Nase, sowie den Mund offen ließen.
„Endgültig wird die Herrin entscheiden, was du tragen darfst!“

Mit strengem Blick nahm ich die Leine in die Hand und wies ihn an, sich auf den Boden zu hocken. Er kroch auf allen Vieren in den Arbeitsraum Emilias, die lässig mit übergeschlagenen Beinen in einem roten Plüschsessel saß und uns musterte, während sie mit ihrer schwarzen Peitsche spielte.
Den Kopf demütig gesenkt erzählte ich ihr, dass der Sklave mich gebeten hätte, ihm eine Maske zu geben und überreichte ihr einen goldenen Teller mit dem Couvert.
„Das ist gut. Sklave, komm her und lecke meine Stiefel blitzblank.“

Es folgten zwei interessante Stunden, in denen ich einiges über Demütigung und Erniedrigung lernte, die korrekte Handhabung einer Peitsche ausprobieren durfte und begeistert meine Rolle spielte. Am Ende gestattete die Herrin dem Sklaven, Sex mit mir zu haben. Gehorsam folgte ich ihm in ein Zimmer, in dem ein großes Bett stand. Ich war es bereits gewohnt, dabei die Fäden in der Hand zu behalten und den Ablauf meiner Session selbst zu bestimmen. Im Umgang mit meinem schüchternen Sklaven erlebte ich nun eine böse Überraschung. Kaum dass er, der gedemütigt und auf Knien bittend und bettelnd von meiner Herrin geschlagen und getreten worden war, seine Freigabe bekommen hatte, wechselte er sein Verhalten.

Ich wurde auf die schwarze Latexmatratze gezogen und auf dem Rücken liegend mit den Händen an die Gitterstäbe des Bettes gekettet. Er nahm mich, ohne einen Gedanken an mein Wohlergehen zu verschwenden. Es war der erste Sex dieses ereignisreichen Wochenendes, der mir etwas zu heftig ausfiel. Ich dachte daran, Emilia zu rufen, die mir für den Notfall ein Codewort gegeben hatte, verwarf den Gedanken jedoch, weil er sehr schnell kam. Die harte Behandlung seiner Herrin hatte Erregung in ihm ausgelöst, so dass er mich nicht mehr lange genießen konnte. Schnaufend stieg er von mir ab, verließ mich ohne ein Wort zu sagen um ins Bad zu gehen und sich im Nebenzimmer anzuziehen. Emilia befreite mich. Ich sollte aufräumen und das Kondom entsorgen.

Die Zeit als Zofe war lustig gewesen, der Sex als Sklavin gewöhnungsbedürftig. Als er sich von Emilia situationsgerecht verabschiedete steckte er mir einige Hunderteuroscheine unter den Tanga. Ich war um 400 Euro reicher geworden. Emilia hatte 2ooo Euro erhalten, wie sie auf dem Heimweg erklärte. Ich durfte mich an der Bar erholen. Es war erst knapp halb zehn Uhr.

Julia hatte ihren Dienst beendet. Clarissa stand hinter der Theke und machte mir einen leckeren Fruchtcoctail mit Sekt und einem Schuss Wodka zurecht.
Während ich die Gäste und die Mädchen beobachtete, trat eine junge Frau zu uns. Sie war größer als die anderen, muskulöser und sah im Gesicht viel herber und kantiger aus. Mit markanter Stimme, die mich augenblicklich an Travestiekünstler erinnerte, bestellte sie zwei Bier. Clarissa lächelte.

„Hallo, Shiva, darf ich dir unsere Neue vorstellen? Das ist Isabelle, sie kommt nur an den Wochenenden, wie du.“ Shiva drehte sich zu mir und gab mir die Hand.
„Sehr erfreut und herzlich willkommen in unserem Club der gefragten Herzen.“
„Danke, ich freue mich auch. Gerade eben durfte ich die Herrin zu einer ihrer Sklavenausbildungen begleiten. Ich muss mich erst mal an der Bar davon erholen.“
Clarissa stellte das Bier auf den Tisch.
„Shiva und ihre Freundin Nana sind Gogo Tänzerinnen. Sie arbeiten dort auf der Tanzfläche an der Stange und haben nachher um 23 Uhr ihren ersten Auftritt Sie kommen nur samstags und sorgen dafür, dass das Haus abends voll wird.“
„Wir machen uns gerade fertig. Komm doch mit nach hinten. Dann quatschen wir etwas.“
Ich sah Clarissa an. „Kein Problem, Uwe ist nicht da und es sind genug Mädchen am Arbeiten. Eine halbe Stunde kannst du dir ruhig Pause nehmen. Ich weiß ja, wo du bist, falls jemand nach dir fragt.“

Dankbar lächelte ich sie an und verschwand mit Shiva im Aufenthaltsraum. Sie hatte etwas Faszinierendes, irgendwie auch Geheimnisvolles an sich, das ich unbedingt ergründen wollte. Meine transidentischen Gefühle waren zurückgekehrt, als ich sie sprechen hörte. Durfte ich sie einfach nach ihrem Geschlecht fragen, oder war das mehr als unhöflich? Shiva schob mich in ein weiteres Ankleidezimmer. Eine Person saß dort am Schminktisch. Unschwer war zu erkennen, dass dies äußerlich keine Frau war.
„Hallo, Nana, Isabelle ist neu, wir wollen etwas von Frau zu Frau tratschen.“ Nana trug eine Art Strumpf über dem Kopf, damit sie ihre Perücke besser darüber ziehen konnte.
„Hey, freut mich dich kennen zu lernen, Herzchen. Hast du unseren Boss und die Herrin schon bedient?“ Auch ihre Stimme hörte sich sehr dunkel an.
„Ja, ich komme gerade von einer Session aus dem Dominastudio. Es war interessant und lustig. Nur der Sex mit dem Kunden hätte etwas zärtlicher ausfallen können. Clarissa sagt, ihr seid Tänzerinnen?“
Shiva hatte sich ebenfalls an den Schminktisch gesetzt.

„Wir sind anders als du, aber das hast du ja sicher schon bemerkt. Was bei dir so selbstverständlich ist, müssen wir uns schwer erarbeiten. Wir sind beide noch nicht operiert.“
„So unterschiedlich sind wir gar nicht. Ich träume seit meinem dritten Lebensjahr davon ein Junge sein zu dürfen. Ich bin in meinem Geschlechtskörper nicht glücklich. Als ich anfing mit meinem Mann Hure und Freier zu spielen, kam ich erstmals richtig aus mir heraus. Mein Mann und Uwe kennen sich schon lange. Ich bin das erste Mal an diesem Wochenende auf dem Strich. Ich habe noch nie jemandem zuhause von meinen Gefühlen und Wünschen erzählt. Nur einmal, habe ich es meiner Mutter gesagt. Sie meinte, ich solle heiraten und Kinder bekommen, dann würden meine dummen Gedanken von selbst verschwinden. Bis jetzt hat sich da nichts getan. Der Drang als Mann leben zu wollen, ist eher noch stärker geworden.“
Die beiden hörten mich geduldig an.

„Warst du schon bei einer Psychologin?“, fragte Shiva. Ich verneinte. Sie nahm ihre Tasche und zog eine Karte aus einem Seitenfach heraus.
„Das sind Anschrift und Telefonnummer von Frau Dr. Asmuss, sie ist Ärztin mit Zusatzausbildung Psychotherapie. Sie hat sich auf die Begleitung von Transidenten in beide Richtungen, also Frau zu Mann und Mann zur Frau spezialisiert. Mit ihr kannst du über alles sprechen. Du musst deinen eigenen Weg finden und sie unterstützt dich dabei. Wenn du wie Nana und ich genuin TS bist, wird dir über kurz oder lang der Gedanke kommen, dein Geschlecht medizinisch und rechtlich ändern zu lassen. Das allein ist schon sehr aufwändig, es können dann zusätzlich Probleme mit dem Partner oder Mobbing am Arbeitsplatz auftreten. Das ist bei euch Männern meist etwas leichter als bei uns.“

Ich hatte bisher nur davon geträumt, wie es wäre, wenn ich als Junge hätte aufwachsen dürfen. Vom Alter her wäre ich heute natürlich ein Mann. Was würden meine Eltern zu einem Geschlechtswechsel sagen und wie würde es Tom aufnehmen? Gewiss, er war tolerant im sexuellen Bereich, aber wenn ich tatsächlich als Mann leben wollte? Ich hatte das Gefühl, als ob etwas meine Kehle abschnürte, heiße und kalte Schauer schüttelten meinen Körper durch. Die Realität verschwamm kurzzeitig vor meinen Augen. Neugierde und Wagemut auf den Sprung in ein neues Leben, aber auch Angst vor der Reaktion meiner Familie vermischten sich und krochen zu meinem Nacken hoch um sich wie ein Henkerstrang darum zu legen.

„Isabelle, bitte in die Teeküche kommen und für die Vorstellungsrunde zurechtmachen.“
„Oh, da musst du gehen. Nana und ich müssen uns weiter schminken und anziehen. Wir sehen uns nachher an der Tanzfläche. Hier ist meine Telefonnummer. Du kannst mich jederzeit privat anrufen, wenn du willst.“ Shiva gab mir ihre Visitenkarte. „Danke, ihr beiden. Das werde ich bestimmt.“

Als ich mich zur Tür herumdrehte fühlte ich wie eine Monsterwelle über meinem Kopf zusammenschlug. Mein Herz schlug so wild, als wenn es jeden Augenblick zerspringen wollte. Was hatte ich in den letzten beiden Tagen erlebt! Ich hatte mein verhasstes weibliches Geschlecht damit bestraft, dass ich mich in eine Hure verwandelte! Und es machte mir Spaß, meinen Körper, der nicht zu mir gehörte, zu prostituieren. Die letzten 30 Jahre lebte ich in seinem Gefängnis. Ich heiratete aufs Land in eine biedere Umgebung hinein, hatte einen der Gesellschaft angepassten Beruf gelernt, tat, was Gesetz und Ordnung von mir als anständige Bürgerin verlangten und war meinen Eltern stets eine brave und folgsame Tochter gewesen.

In nur einer Nacht änderte sich mein Leben und aus mir war eine verruchte liederliche Dirne geworden, die von meinen Nachbarn mit Sicherheit mit Schimpf und Schande aus dem Dorf gejagt worden wäre. Dass mein konservativer biederer Ehemann mich dabei unterstützte, mit meinem Körper Geld zu verdienen und dies auch noch einsteckte, hätte sie nicht sonderlich interessiert. Aber dass sich eine Landfrau getraute, in die tiefsten Abgründe menschlicher Begierden und Sümpfe abartigen Verlangens hinabzusteigen und auch noch Spaß und Erregung dabei empfand, dass hätten sie mir in heuchlerischer Weise übel genommen.

Ich durfte im Sündenpfuhl der Hölle das erste Mal so viele Orgasmen erleben, wie zu Hause in einem Jahr nicht. In den Augen meiner Nachbarinnen hatte ich Dinge getan, die sie sich im Kopfkino nicht einmal in ihren kühnsten Träumen gestatteten auszuleben. Sie mussten mich wie eine Hexe behandeln und auf den Scheiterhaufen bringen! Ich stellte mir das Bedauern ihrer Männer vor, die sicher bei meinem Mann den einen oder anderen Gefallen einfordern würden, um danach mit trauriger Miene das Feuer zu entzünden. Und nun öffnete mir die Bekanntschaft zu zwei transsexuellen Frauen die Tür in ein Leben, das ich mir immer gewünscht hatte.

Einige Minuten später stand ich im Vorstellungsraum. Es war ein anderes Bühnenbild als das des alten Roms. Die Fototapete zeigte den Eiffelturm und eine Revue mit tanzenden Mädchen aus dem Moulin Rouge. Anscheinend konnten sie die Wände verschieben, so dass die Freier sich in immer neuen Posen Mädchen nach ihren Wünschen aussuchen durften.

Ich trug ein kurzes schwarzes Lederröckchen, ein rotes Oberteil, das meinen Busen betonte und war in meiner schwarzen Perücke eine schlechte Kopie der berühmten Sängerin, die als Spatz von Paris bezeichnet wurde. Sie wäre sicher entsetzt, wenn sie mich sehen könnte. Der Freier sprach Französisch, allerdings hatte er wohl in der Schule die meiste Zeit gefehlt. Es hörte sich grausam an. Ich antwortete ihm jedenfalls ziemlich perfekt. Mir war schnell wieder eingefallen, was ich in fünf Jahren Schulfranzösisch gelernt hatte. Eigentlich hätte ich seine Favoritin sein müssen. Doch er zog ein anderes Mädchen vor, das noch weniger wusste als er. Lara, die an der Kasse saß und die ehrenvolle Aufgabe hatte, die gewünschte Dame zu rufen, sah mich entgeistert an.

„Du warst zu gut, Isabelle! Die Männer sind alle gleich. Sie können es nicht ab, wenn eine Frau klüger ist als sie selbst.“ Ich nickte schmunzelnd und verzog mich wieder in den Aufenthaltsraum.
Es war ok, dass ich nicht genommen wurde, so hatte ich etwas Zeit um über Shiva und Nana nachzudenken. Und natürlich über mich selbst. Sollte ich Tom von ihnen erzählen? Die Antwort kam postwendend aus meinem Inneren: Nein!

Ich würde mir einen Termin bei der Psychologin holen und ihn so legen, dass ich am Freitag Überstunden abfeiern konnte und vor meinem Nebenjob als Hure meine erste Sitzung bei ihr hatte. Tom konnte sich auch frei nehmen und mit seinem Sportzeug ins Studio gehen. Ich würde ihm sagen, dass ich wegen einiger Kindheitsprobleme eine Ärztin aufsuchen wollte. Er stand ohnehin mit meiner Mutter auf dem Kriegsfuß und würde sich nichts weiter dabei denken. Später müssten wir sehen, ob ich meine Therapie auf den frühen Freitagabend legen konnte um danach ab 18 Uhr bei Uwe meinen Dienst aufzunehmen. Mehr plante ich jetzt nicht.

„Isabelle, kommst du bitte an die Bar“, rief Clarissa in die Sprechanlage. Ich zog meine Lippen noch einmal nach und warf einen abschätzenden Blick auf die Person, die mir im Spiegel entgegen sah. Ein paar Minuten später trat ich an die Theke. Ein Glas Sekt stand dort bereit.
„Der junge Mann hier sucht eine nette Unterhaltung. Vielleicht leistest du ihm Gesellschaft?“ Ich drehte mich um und blickte in zwei tiefblaue Augen, die an eine Lagune in der Karibik erinnerten. Augenblicklich fühlte ich die heißen Sonnenstrahlen auf meiner Haut, die mich einluden, ins kühle Nass zu springen um meine Sinne wieder herunter zu kühlen.

„Ich bin Isabelle, wenn du magst will ich gerne für dich da sein. Vielen Dank für den Sekt. Erzähl mir von dir“, sagte ich und prostete ihm zu. Er lächelte amüsiert.
„Ich heiße Tobias und komme aus Köln, habe für meinen Chef ein Geschäft abgeschlossen. Morgen Nachmittag fahre ich mit dem Zug zurück. Mein Chef meinte, ich sollte die erfolgreichen Verhandlungen heute Abend feiern und mich im Amüsierviertel verwöhnen lassen. Erst wollte ich nicht. Ich bin seit zwei Jahren recht glücklich verheiratet. Das sagte ich ihm auch. Er schalt mich. Das wäre er ebenso, aber schon zehn Jahre und er hätte seine Ehe nur solange gut geführt, weil er auf seinen Geschäftsreisen nichts hat anbrennen lassen. Ich sollte mir eine Bar suchen, ein Mädel auf seine Kosten nehmen und mich austoben. Andernfalls könnte ich mir Montag meine Papiere holen!“ Er lachte.

„Gib mir ganz schnell einen Kuss, mein Liebling. Ich will nicht schuld sein, wenn du übermorgen arbeitslos bist. Wir haben hinten eine wunderschöne Wellneslandschaft, mit Whirlpool und Zimmern mit ganz breiten Betten. Du solltest tun, was dein Boss verlangt. Mein Boss verlangt dasselbe von mir. Wir sind also zwei brave Arbeitnehmer.“
Ich legte meine Hand an seine Brust und streichelte ihn zärtlich.
„Whirlpool klingt gut, dann sage ich meiner Frau, ich war im Schwimmbad und habe hinterher im Saunaruheraum des Hotels relaxt.“

Männer waren tatsächlich alle gleich. Wenn er seine Frau nicht betrügen wollte, wäre er doch gar nicht in die Bar gekommen. Dass wir ein Bordell waren, stand vor der Tür in großen bunten Lettern dran. Ich schmunzelte und warf Clarissa einen entsprechenden Blick zu. Sie gab mir den Zimmerschlüssel. „Möchtet ihr noch eine Flasche Sekt mitnehmen?“
Tobias legte den Arm um mich. „Was möchtest du, Schatz?“ Ich nickte und bestellte noch eine Flasche Orangensaft dazu. Tobias bezahlte als der Korb fertig gepackt vor uns stand.
„Komm, wir wollen keine Zeit verlieren. Du sagst deinem Chef, dass du das netteste und schönste Mädchen Hamburgs gehabt hast und gibst ihm meine Visitenkarte. Dann kann er mich auch mal buchen, wenn er hier zu tun hat. Und wenn ihr beide kommt, finden wir eine nette Kollegin. Notfalls regle ich euch zwei auch allein. Alles ist möglich. Nichts muss!“

Ich zog meinen Freier nach hinten in meine Lieblingsräume. Wir duschten zusammen und tranken Sekt im Whirlpool. Er war ein charmanter Erzähler und als es zur Sache ging, war mir klar, dass er das Spiel nicht zum ersten Mal mitmachte. Er kannte sich aus. Ich hoffte, dass seine Frau mit allen Wassern gewaschen war und es verstand ihm ein schlechtes Gewissen einzureden- zu ihrem Vorteil natürlich. Ich bestärkte ihn darin, seiner Frau etwas Hübsches zu kaufen- ein Juwelier auf dem Kiez hatte auch sonntags geöffnet. Mein argloser Tobias lächelte und zeigte mir auf seinem Handy das goldene Armband, welches er bereits in wohlweislicher Voraussicht heute Morgen erstanden hatte. Schuft, dachte ich und freute mich für sie. Das Teil kam nicht aus der Wundertüte und besaß einige Karat. Ich hatte ihr nichts weggenommen. Tobias war Anfang dreißig und stand voll im Saft, den er dringend loswerden musste. Wir hatten schönen heftigen Sex miteinander und ich muss gestehen, mein Orgasmus war nicht gespielt. Er merkte es. Als wir uns verabschiedeten, gab er mir dreihundert Euro extra.
„Es war schön mit dir, Baby. Ich komme nächsten Monat wieder und werde meinem Boss von dir erzählen.“
„Tu das, mein Schatz und pass auf dich auf. Vergiss nicht, deiner Frau das hübsche Armband zu schenken. Sie hat es sich redlich verdient.“

Als ich meinen Korb an die Bar zurückbrachte, tanzten Nana und Shiva auf den beiden Tischen. Viele Männer standen johlend und grölend um sie herum und steckten ihnen Geldscheine unter die Slips. Ob sie wussten, dass die beiden Damen dieselben Schniedel darunter trugen, wie sie selbst? Ich fing an mein Hurenleben zu lieben. Clarissa stellte mir einen Früchtecocktail auf die Theke. Genüsslich fing ich an am Strohhalm zu saugen, ließ meine Blicke über die Gäste schweifen und suchte nach prallen Beulen in ihren Hosen. Ein dunkelblonder schlanker Bursche in Jeans und kurzem gelben Hemd stand vis a vis an einem der Stützpfeiler und ließ sich von Nanas sexy Tanzkünsten verzaubern. Ich tat, als wäre ich nicht interessiert, zeigte diskret meinen Busen und benetzte meine Lippen mit der Zunge. Er sah zu mir hinüber. Lächelnd zog ich an meinem Strohhalm, wandte meine Augen einen Bruchteil ihm zu und wartete. Der Flirtversuch wirkte. Ich setzte mich auf den Barhocker, ließ mein rechtes Bein lang auf dem Boden stehen. Dabei konnte ich nicht das leichte Spreizen des anderen verhindern. Er starrte auf den String, der wenig verhüllte aber sehr viel preisgab.

Als die beiden Mädchen ihren Auftritt unterbrachen und an mir vorbeiliefen, drückte ich Shiva.
„Toll gemacht. So möchte ich auch tanzen können, es ist sicher jahrelanges Training nötig“, rief ich.
„Ach, das kommt darauf an, ob du Talent hast. Wir bringen es dir gerne bei. Nach Geschäftsschluss versuchen es die anderen Mädchen auch oft. Warte bis morgen früh“, meinte sie und lief in den Ankleideraum. Während des Gesprächs hatte sich mein Lover der Bar langsam genähert.

„Clarissa, Süße, gib mir noch ein Bier und dann sag mir, wer das entzückende Mädchen ist.“
Er zeigte auf mich.
„Sie heißt Isabelle, ist die Neue und sie kennt ihr Handwerk. Ich denke nicht, dass Uwe sie gehen lässt.“
Überrascht horchte ich auf. Wer war der süße Boy? Ich hatte einen Verdacht.
„Hallo, schöner Mann, warum fragst du mich nicht selbst? Bist du so schüchtern?“

Clarissa antwortete für ihn.
„Er heißt Sven, genannt der Schöne. Und er ist Barbesitzer wie Uwe. Das besondere Wort für Männer wie die beiden, lassen wir mal weg. Ihm gehört die La Luna Bar am Ende der Straße.“ Sie wandte sich mit dem Bier Sven zu. Er sah tatsächlich sehr gut aus. Die Arme muskulös und in der engen schwarzen Hose schien sich etwas zu bewegen und immer praller zu werden.

„Isabelle kommt nur am Wochenende mit ihrem Mann her. Er ist mit Uwe unterwegs, der ihm die anderen Jungs vorstellen will. Wahrscheinlich sind sie gerade in deinem Laden. Aber du kannst warten. Sie werden sicher bald wieder hier sein. Isabelle, schaust du dich bitte nach den Gästen um? Sven lässt kein Geld hier und bezahlt die Mädchen nicht. Ob er sich mit dir amüsieren darf, entscheidet Uwe, oder du kassierst deinen Lohn.“

Ich schmunzelte. Die Situation war ganz nach meinem Geschmack. Ich hatte den schönen Sven an der Angel und durfte ihn ganz offiziell zappeln lassen. Es war ein tolles Gefühl von Macht über einen Mann, der Sklave seines kleinen Freundes war. Ich spürte Svens Blicke, als ich mich ins Getümmel stürzte. Das Ansprechen der Besucher machte mir nichts aus. Im Gegenteil. Meine Augen suchten sich gezielt ein Opfer aus und ich wurde sofort fündig. Er war Mitte dreißig. Brav folgte er mir aufs Zimmer. Ein kurzes Vorspiel, Aufstöhnen und ich konnte mein Geld nach unten bringen. Das Spiel wiederholte sich noch ein paarmal. Ich arbeitete inzwischen routinemäßig und nahezu professionell. Um halb drei war ich wieder bei Clarissa und bat sie um einen Cocktail.

Neben Sven standen Uwe und Tom. Uwe zog mich zu sich heran.
„Hier, Sven, das ist meine neueste Errungenschaft. Sie ist Toms Mädchen. Emilia schwärmte schon von ihr. Sie hat in zwei Tagen so viel gelernt, wie andere im ganzen Jahr.“
„Wir hatten bereits das Vergnügen. Sie hat mich erst heiß gemacht und als Clarissa meine Identität aufdeckte, war ich abgemeldet. Oder ich muss bezahlen. Das wollte ich eigentlich nicht. Ich denke, die Biere gehen bei meinem besten Freund und Kumpel aufs Haus. Ich revanchier mich nächstes Wochenende bei euch. Dann dürft ihr euch meine Mädels ansehen. Bist du mir nicht noch etwas schuldig, Uwe? Ach, wie war das noch? Sie kommt ja auch zu mir, um meinen Laden kennen zu lernen. Hatten wir bei neuen Mädchen nicht etwas über das Einreiten abgemacht?“

„Junge, wenn du solange brauchst, bis du kommst, wie du redest, dann sitzen wir noch die ganze Nacht hier. Isabelle, du hast gehört, nächste Woche bringen wir dich rüber zu Sven. Den Verdienst bekommt dann er, für eine Nacht. Wenn er dir gefällt, nimm ihn dir jetzt mit.“
Ich wollte erst antworten, dass ich mir das nicht zweimal sagen lassen würde, hielt mich jedoch im letzten Moment zurück. Die Jungs waren ziemlich eingebildet und spielten sich als Machos auf. Das konnte ich nicht stehen lassen.
„Erst einmal trinke ich gemütlich aus. Das Teil in seiner Hose ist wieder etwas zurückgefallen. Ich hoffe, du machst mir nicht zu viel Arbeit, mein selbsternannter Schöner. Du weißt doch: Hochmut kommt vor den Fall.“

Liebevoll legte ich meine Hand auf seinen Hosenlatz und streichelte sanft darüber. Clarissa nahm lächelnd mein Glas. „Sekt gibt es heute nicht aufs Haus.“ Sven grinste und legte ihr einen hundert Euroschein auf den Tresen. Sie gab ihm die Flasche. Tom, der gefasst an der Bar saß, bekam noch schnell einen Kuss von mir. Dann verschwand ich mit meinem Lover im Labyrinth des Hauses. Etwas anblasen und der schöne Sven wurde zum rasenden Sven. Wir waren beide hinterher sehr zufrieden.

Um fünf Uhr tranken wir unseren Absacker in der Bar. Ich wollte mittags nach dem Aufstehen zum Hafen fahren und ein Stück spazieren gehen, bevor es wieder nach Hause ging. Tom und Uwe waren einverstanden und verabredeten sich für Freitag, nächste Woche um fünf Uhr am Abend. Dann würde es für mich wieder heißen, zwei Tage und zwei Nächte das Leben einer Hure auf St. Pauli zu führen.
Ich dachte während der Heimfahrt an die Ärztin und wollte mir sobald wie möglich einen Termin bei ihr holen.
Veröffentlicht von Manuelmagiera am 17.03.2026
Anmerkungen vom Autor

Einführung in die Fortsetzungsreihe über ein vermeintlich biederes Ehepaar vom Lande, das mit Blümchensex nichts am Hut hat.

Gitte ist dreißig und Beamtin, sie hat seit frühester Kindheit das Gefühl im falschen Geschlecht geboren worden zu sein. Aber das bleibt ihr Geheimnis, bis…
Sie beginnt mit ihrem Mann Tom zuhause das Spiel Hure und Freier. Das reicht ihnen aber nicht. Toms Freund Uwe betreibt in Hamburg ein Bordell. Aufgeregt und doch mit gemischten Gefühlen fahren die beiden nach St. Pauli. Aus Gitte wird innerhalb von drei Tagen die Hure Isabelle.

Das erste Mal ihrer Herrin Emilia als Zofe im Dominastudio zu dienen, gefällt ihr ebenso, wie im Wellnesstempel des Bordells anzuschaffen. Die Bekanntschaft mit zwei Mann zu Frau transidentischen Frauen bringt Isabelle in eine Identitätskrise und löst das unstillbare Verlangen aus, ihr Leben komplett zu ändern.

Ende des letzten Kapitels (Teil 7, Seite 5 herunterscrollen): Isabelle hat ihre erste Nacht im Bordellbetrieb erfolgreich hinter sich gebracht. Sie lässt sich auch von ihrem Mann Tom nicht unterbuttern.

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