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Veröffentlicht von Manuelmagiera am 27.07.2026

Hörig Teil 14

180 mal gelesen 0 Kommentare 8 - 10 Min. Lesezeit
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Emilia öffnete selbst. Sie zeigte auf den Gast, der bereits ohne Kleider, mit einer Maske über dem Kopf gezogen und gefesselten Händen, in einem engen Käfig hockte. Ich holte ein Hundehalsband und eine Leine.
Gehorsam ließ er sich alles anlegen. Die Leine reichte ich Emilia, die ihren „Hund“ nun durch die Räumlichkeiten führte, die dieser auf allen vieren kriechend erleben durfte. Wieder folgte eine interessante Begegnung mit den Geheimnissen des Spiels von Domination und Unterwerfung. Es machte mir Spaß, als Zofe die Befehle meiner Herrin auszuführen und ich ertappte mich bei dem Gedanken, wie es wäre, wenn ich selbst der dominante Part wäre.

Ich sah mich aber nicht in der weiblichen Rolle. Vor meinem geistigen Auge lief ein Film ab. Ich war ein Mann, wurde Master genannt und erzog einen anderen Mann zum Gehorsam. Dabei dachte ich an die Zeit, als ich selbst noch in der Ausbildung war und meinem Master gehorchen lernte und von ihm mit einzelnen BDSM Spielen vertraut gemacht wurde. Mein Master kannte keine Gnade. Ich war durch eine harte Schule gegangen, die ich nun an meinen Zögling weiter gab.

„Isabelle! Zofe! Hast du gehört, was ich eben sagte?“

Eine barsche strenge Stimme riss mich aus meinem Traum. Oh, Emilia, ich hatte nicht aufgepasst! Ob es gewollt war, oder nicht. Meine Herrin zeigte sich sehr ungehalten. Der Sklave musste in seinen Käfig zurück, während sie mich mit der Peitsche in der Hand zum Strafbock führte. Ich lernte meine Lektion bei ihr schnell. Die Session endete danach wie immer, der Gast durfte sich mit mir amüsieren, was er auch tat, allerdings nur mit mäßigem Erfolg. Die Behandlung durch seine Herrin hatte ihn wohl zu viel Kraft gekostet. Er steckte mir ein üppiges Trinkgeld zu.

Emilia sagte nichts. Als wir wieder in der Bar ankamen, bestellte sie zwei Drinks, küsste mich zärtlich auf den Mund und prostete mir zu. Anscheinend war meine Unachtsamkeit gut bei ihr angekommen. Sie ahnte ja auch nicht, woran ich gedacht hatte.

Tom und Uwe waren unterwegs. Ich sollte mich umziehen und draußen auf dem Hof arbeiten, was ich wenig später auch tat, nachdem ich ein paar nette Worte mit Charlene gewechselt hatte. Um halb 11 Uhr traf ich eine liebe Bekannte, die zum Rauchen herauskam. Es war Shiva. Wir umarmten uns liebevoll. Ich sprudelte gleich meine Termine bei Frau Dr. Andresen heraus und schwärmte von ihr. Shiva zog mich in eine Ecke, in der wir ungestört reden konnten.

„Hast du schon Schritte unternommen, deinen Geschlechtswechsel nach außen zu leben?“, fragte sie mich.
„Ich habe mir ein paar Sachen bestellt um männlich zu erscheinen und mir die Brust wegbinden zu können. Ich will mich mit Tom an unserer alten Stelle im Wald treffen und mich ihm als Stricher präsentieren. Ich bin gespannt, wie er darauf reagiert.“
Sie zog an ihrer Zigarette und sah mir in die Augen.

„Was machst du, wenn er zwar mitspielt, aber nur dieses eine Mal und dir sagt, dass er nicht mehr mit dir zusammen leben kann, wenn du weiter gehst? Wenn du eines Tages Hormone nimmst, bekommst du nach zwei ******** innerhalb von 6 Wochen einen irreversiblen Stimmbruch. Du kannst dann noch alles stoppen, musst aber mit der Veränderung leben. Wenn du die Hormone weiter nimmst, musst du die Eierstöcke entfernen lassen und bist zeitlebens auf künstliche Hormongabe angewiesen. Dein Körper wird sich drastisch verändern. Du wirst deinen Personenstand und deinen Vornamen wechseln müssen. Und vielleicht auch deinen Wohnort. Und dein Tom lässt sich scheiden, weil er nicht mit einem Mann zusammenleben will und kann.

Was werden deine Eltern sagen? Was deine Kollegen und dein Arbeitgeber. Es gibt für dich viel zu klären und zu bedenken. Und was ist mit Kindern? Willst du dich fortpflanzen? Dann solltest du noch ohne männliche Hormone mit deinem weiblichen Körper eine Schwangerschaft anstreben. Du kannst auch deine Eizellen einfrieren lassen. Willst du mit einer Frau oder mit einem Mann zusammen leben? Sei froh, dass du Frau Andresen hast. Sie hat Erfahrung und wird dir so manchen Zahn ziehen und dich in die Realität zurückholen.“

„Danke Shiva, das meiste davon habe ich schon selbst herausgefunden. Ich will erstmal sehen, ob ich als Mann leben kann und will. Man nannte das früher Alltagstest. Ich werde Tom in männlicher Aufmachung treffen, mit meinen Kollegen habe ich schon einige Gespräche geführt, die aber nicht mich selbst betrafen, sondern eine imaginäre Freundin. Meine Eltern machen mir Kummer. Sie werden aus allen Wolken fallen, vor allem meine Mutter. Sie wohnen ja bei uns und müssen sich den Reaktionen der Familie und der Nachbarn stellen. Tom ist im Augenblick meine wichtigste Bezugsperson, mein Fels in der Brandung. Aber wenn der Fels auseinanderspringt, weiß ich nicht, wie es mit mir weiter gehen soll.“ Ich musste tief durchatmen. Ein älterer Mann war an unsere Bank herangetreten.

„Hallo, ihr beiden. Darf ich mich zu euch setzen?“ Ich sah auf und wurde sofort wieder professionell. Shiva küsste mich und drückte ihre Zigarette aus.
„Tschüss, ihr zwei, ich muss mich für meinen Auftritt ankleiden. Viel Spaß.“
Ich legte ihm die Hand aufs Knie und streichelte mit der anderen sein Kinn.
„Möchtest du mit mir in eines der Zimmer gehen oder wollen wir erst noch an der Bar etwas trinken?“ Er entschied sich fürs Zimmer, nachdem ich ihm den Preis genannt hatte. Alles andere lief ab, wie es sein sollte.
Ich arbeitete bis vier Uhr morgens durch und hatte einiges verdient.

Uwe kam an die Bar, brachte meinen angeheiterten Tom mit und verabschiedete uns wie immer mit einem Cocktail. Für morgen früh war nichts geplant. Das war mir nur recht, denn ich hatte mir von den Mädchen die Anschriften von in Frage kommenden Friseuren geben lassen. So würde ich den folgenden Vormittag nutzen um mir die Haare schneiden zu lassen.

Tom schlief noch als ich am Samstagmorgen um halb 9 Uhr aufstand. Ich frühstückte allein und ging dann zum Friseur. Ein kurzer Besuch im Sex Shop schloss sich an. Ich erstand noch eine zweite Perücke aus Kunsthaar, die meiner Haarfarbe ähnelte, dazu jede Menge Utensilien für mein neues Leben in männlicher Rolle. Auf dem Weg zurück kam ich an einer Homosexuellenbar vorbei. Froh gelaunt überlegte ich mir, Tom dorthin mitzunehmen.

Zwei männliche Personen standen davor. Den einen hatte ich schon gesehen. Er grüßte mich. Ich überlegte, woher ich ihn kannte und fragte ihn danach. Seine hohe Stimme irritierte. Er machte einen sonderbaren Eindruck, sah erwachsen aus und doch wieder nicht.
„Wir haben uns gestern Abend gesehen, als du von Frau Andresen aus der Tür kamst. Ich heiße Daniel.“
„Isabelle, ja, das stimmt. Darf ich dich etwas fragen?“ Er nickte.
„Bist du auch Trans?“
„Wieso auch? Du bist doch eine Cis-Frau, oder nicht? Gehst du auf den Strich?“
Gut, ich hatte ihn offen angesprochen und auch er nahm kein Blatt vor den Mund.
„Ich arbeite am Wochenende als Hure, das ist richtig. Aber ich bin Frau zu Mann Trans und stehe noch ganz am Anfang. Ich habe mir gerade die Haare schneiden lassen und nun will ich mich meinem Mann demnächst männlich präsentieren. Ich hoffe sehr, dass er mitspielt.“

Sein Kumpel antwortete für ihn.
„Wenn er schwul ist und es zulassen kann, spielt er sicher mit. Aber ob er dir auf deinem Weg folgt und bei dir bleibt, ist nicht sicher. Er muss sich dann ja als schwul outen. Wo wohnt ihr, was macht ihr beruflich?“

„Das ist unser Problem, wir leben auf dem Land, meine Eltern wohnen auch mit im Haus. Da ist alles sehr konservativ und ich denke, meine Mutter bekommt erst einmal eine Krise. Tom ist Tischlermeister. Ob seine Kollegen damit umgehen können, weiß ich nicht. Ich bin Beamtin. Meine Kollegen haben zwar Toleranz signalisiert, aber ich hatte auch nicht von mir, sondern von einer Freundin gesprochen. Vielleicht müssen wir umziehen und woanders neu anfangen. Meine Eltern könnten das Haus weiter bewohnen und unten könnten wir eine Ferienwohnung vermieten. Dann hätten wir auch immer eine Möglichkeit zum Übernachten.“
Daniel zog sein Handy aus der Jackentasche.

„Gib mir mal deine Telefonnummer, du kannst mich jederzeit anrufen. Wir haben eine Selbsthilfegruppe hier in Hamburg. Da findest du Unterstützung und Informationen.“
Gute Idee, fand ich. Wir tauschten die Nummern aus. Als ich auf die Uhr sah, erschrak ich. Es war schon 13 Uhr durch. Tom wird mich vermissen und ich sollte mich auch bei Uwe im Lokal melden.
„War schön euch kennenzulernen, wir hören voneinander. Ich muss los!“
So schnell ich konnte ging ich zum Hotel zurück. Tom saß im Foyer und blickte auf, als ich vor ihm stand.

„Wie siehst du denn aus?“
„Gefalle ich dir?“
„Hm.“
„Was heißt Hm?“
„Du setzt schon eine Perücke auf, oder? Das ist ein Männerhaarschnitt. Was soll Uwe von dir denken?“
„Natürlich trage ich zur Arbeit eine Perücke. Ich gehe ja auch als Frau anschaffen. Das ist mein neuer privater Look. Ich dachte, es macht dir nichts aus!“
Er zog mich auf seinen Schoß und gab mir einen Kuss.

„Dann ist es dir also ernst, mit dem Geschlecht? Ich muss mich erst daran gewöhnen. Du siehst so verändert aus. Und wenn du erst Hosen und T-Shirts trägst und die Brust nicht mehr zu sehen ist, bist du für mich ein ganz anderer Mensch. Deine Mutter bekommt einen Herzanfall!“
Ich erwiderte seinen Kuss und konnte das Aufflackern eines kleinen Gefühls von Enttäuschung nicht verhindern. Es ging also los. Die anderen hatten mich gewarnt. Tom würde meine Veränderung vielleicht doch nicht so leicht hinnehmen, wie ich gehofft hatte.

„Wann sollen wir in der Bar sein?“
„In einer halben Stunde. Uwe will dich auf dem Kiez bekannt machen und dich einigen Barbesitzern vorstellen.“ Ich verdrängte meine Missempfindung.
„Dann mache ich mich schnell fertig.“
Eine Viertelstunde später stand ich wieder im Hotelflur. Nichts erinnerte an eine männliche Person. Ich trug meine blonde Perücke, High Heels und ein kurzes rotes Lackröckchen. Dazu ein passendes Bustier. Mein Outfit ließ keinen Zweifel am Beruf aufkommen. Tom nahm mich zufrieden in den Arm.
Veröffentlicht von Manuelmagiera am 27.07.2026

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