Zurück
Veröffentlicht von Manuelmagiera am 27.07.2026

Hörig Teil 13

333 mal gelesen 0 Kommentare 10 - 12 Min. Lesezeit
(0)
333 mal gelesen 0 Kommentare 10 - 12 Min. Lesezeit

Trotz einiger privater Festivitäten verlief die Woche recht ruhig, so dass ich immer wieder Muße fand, mir Gedanken über mein Selbstbild und meinen weiteren Lebensweg zu machen. Auf der Arbeit ertappte mich eine Kollegin zweimal beim Träumen. Sie schmunzelte und versuchte herauszufinden, an was ich dachte. Eigentlich erzählten wir uns das Meiste aus unserem Privatleben. Nur in diesem Fall musste ich natürlich die Fahrten und meine Erlebnisse in Hamburg zurückhalten. So erfand ich eine Geschichte über eine transidentische Freundin, die sich im falschen Geschlecht geboren wähnte. Es kam im gesamten Kollegenkreis eine interessante Diskussion zustande, die mir einiges an Einblicken in die Psychen und Denkweisen meiner Mitmenschen erlaubte. Es war gut zu wissen, dass die Kollegen im Ernstfall, zumindest sagten sie das, positiv auf einen Kollegen mit geschlechtsanpassenden Maßnahmen reagieren würden.

Ich überlegte, ob ich nicht ein neues Spiel mit Tom anregen sollte. Im Wald würden wir als zwei Männer aufeinander treffen. Es war im Grunde nicht anders als zwischen Mann und Frau. Auch auf dem Männerstrich drehte sich alles ums Geld und natürlich um Sex. Im Internet fand ich an Kleidung und Spielzeug alles, was ich für mich brauchte. Leider dauerte es eine Woche, bis das Equipment ankommen konnte. Nun gut, dann blieb ich zunächst Isabelle. Tom war jeden Abend ziemlich müde. Er hatte eine anstrengende Arbeitswoche gehabt und unser Sex war auf Sparflamme gestellt. Am Freitagnachmittag fuhren wir wie die Male zuvor nach Hamburg.

Meine Eltern wohnten bei uns im Haus und fragten uns verwundert, was wir plötzlich jedes Wochenende in Hamburg machen würden und ob es uns zu Hause nicht mehr gefiele.
Ich erzählte ihnen, dass wir dort Freunde gefunden hätten, mit denen wir uns nachts herumtrieben. Die kannten sich auf Sankt Pauli aus und eine Freundin besäße dort, wie Toms Freund eine Bar. Wir würden aushelfen und nebenbei ein paar Euro verdienen. Mutter sah mich nach den Erklärungsversuchen von der Seite an.
„St. Pauli? Aha!“ Ich fragte, was aha hieße. Sie lachte und sagte nichts mehr.

Tom brachte mich am Freitag kurz vor vier Uhr zur Therapie. Er fuhr weiter ins Sportstudio. Ich stieg die Treppe zu Frau Dr. Andresen hinauf und klopfte an die Praxistür.

„Hallo, Frau Krüger. Ich freue mich Sie zu sehen. Kommen Sie herein.“
„Moin, ja ich habe auch einiges mit Ihnen zu besprechen und auf dem Herzen. Ich habe mir die ganze Woche Gedanken gemacht.“
„Das ist gut, und wieder nicht. Sie dürfen Ihre Gedanken nicht nur um das eine Thema kreisen lassen. Sonst werden Sie über kurz oder lang verrückt. Versuchen Sie bewusst wieder in Ihre täglichen Aufgaben zurückzukehren um sich abzulenken.“

Als wir in ihrem Zimmer saßen, kam, wie immer, ihre Standardfrage.
Diesmal hatte ich darauf gewartet.
„Ja, Frau Andresen, ich mag erzählen. Also, zunächst hatte mich meine Kollegin dabei erwischt, wie meine Gedanken etwas von der Arbeit abgeschweift waren. Ich konnte ihr ja nichts von Hamburg berichten, so habe ich eine Bekannte erfunden, die transidentisch von Frau zu Mann sei und sich mit geschlechtsanpassenden Maßnahmen befasst. Das Thema breitete sich wie ein Lauffeuer in allen Büros aus und die Kollegen diskutierten darüber. Ich fragte in die Runde, wie sie sich verhalten würden, wenn einer von uns plötzlich einen Geschlechtswechsel plante. Die Reaktionen waren unterschiedlich, jedoch im Großen und Ganzen bei allen positiv. Mobbing wird es bei uns im Amt wohl nicht geben. Bei einer Mann zu Frau Transsexuellen wären die Schwierigkeiten der Umstellung wahrscheinlich naturgemäß etwas größer als umgekehrt, meinten alle.“

Sie hatte aufmerksam zugehört und gab mir das Gefühl ganz auf mich konzentriert zu sein.
„Warum? Das täte mich jetzt aber interessieren.“

„Es hängt anscheinend mit alten Rollenbildern und Klischees zusammen. Die Männer konnten sich jedenfalls schwer vorstellen, dass einer von ihnen plötzlich im Rock und geschminkt zum Dienst kommt. Es fielen Worte wie Charlys Tante oder auch Tunte. Männer scheinen ihre Männlichkeit immer noch am Besitz eines Penis festzumachen und gleichzeitig damit einen Herrschafts-und Überlegenheitsanspruch zu erheben. Dass einer von ihnen freiwillig diesen Körperteil hergeben und sich zum Pinkeln auf die Toilette setzen will, anstatt sein Geschäft im Stehen zu verrichten, geht wohl über ihren Horizont.“

„Ja, das kenne ich aus meiner Praxis zur Genüge. Die Frauen haben es nach wie vor sehr schwer. Das lässt sich durch kein Gesetz der Welt ändern. Es braucht viel Aufklärungsarbeit und sicher auch Erziehung der nachfolgenden männlichen Generationen, um diese Denkweise zu vermindern. Haben Sie mit ihrem Mann darüber gesprochen?“

„Nein, dazu war noch keine Zeit. Er hatte eine anstrengende Arbeitswoche und auch unser Sexualleben litt darunter. Andererseits war ich dankbar für die Ruhepause. Ich habe ja derzeit genug Sex. Ich habe einiges an Spielsachen bestellt und werde ihn nächste Woche in männlicher Kleidung überraschen. Es ist lustig, was man alles im Internet kaufen kann. Eine Penisattrappe mit Hoden, in fast normaler Größe und mit Ständerfunktion, dazu Brustgürtel, die den Busen wegdrücken. Ich will mir eine neue Perücke kaufen, die meinem Haar ähnelt, damit niemand merkt, dass ich beim Friseur war und mir einen Männerschnitt habe schneiden lassen. Auch gibt es kleine Bärtchen zum ankleben.“

„Stopp, verstehe ich Sie richtig? Sie wollen doch nicht etwa ihrem Mann als männliche Person gegenübertreten und mit ihm Sex haben?“

„Doch, genau das hatte ich vor. Wir verabreden uns wie immer im Wald und wenn er auftaucht, fällt er aus allen Wolken und dann werde ich sehen, wie tolerant er ist. Wenn sein Körperteil mitspielt, haben wir eine Chance. Dann brauchen wir nur noch den Mut, uns bei meinen Eltern und im Dorf zu outen.“
Sie sah mich mit offenem Mund staunend an.

„Frau Krüger, Herr Krüger, ich weiß gar nicht mehr, wie ich Sie anreden soll. Sie sind eine große Überraschung für mich. Ja, das ist eine super Idee. Anders erfahren Sie nie, wie ihr Mann zu Ihnen steht. Und er erfährt es auch nicht. Nehmen wir mal an, es klappt und er hat eine Erektion. Dann bedeutet das, dass er auf Ihr männliches Erscheinungsbild in homosexueller Weise reagiert. Überstürzen Sie aber bitte nichts. Es hat auch noch eine Woche Zeit. Sie sollten sich auf männlichen Sex sehr gut vorbereiten. Hatten Sie schon einmal Analverkehr?“

Oh, daran hatte ich noch gar nicht gedacht. Wenn mein Tom tatsächlich das Angebot annahm und mich wie einen Stricher bezahlte oder auch nur ein schwules Techtelmechtel abhalten wollte, müsste ich mich auf eine andere Art der Vereinigung einstellen. Gleitcreme gehörte unbedingt dazu und ich hatte von entsprechenden Plugs gelesen um den Po vorher zu dehnen. Andernfalls konnte es zu schweren Verletzungen und Schmerzen kommen und wenn mein Tom in Fahrt war, sah er nichts mehr und versuchte nur seinem Trieb zu folgen und Befriedigung zu finden. Da unterschied er sich nicht von den Freiern, die mir in die Hurenzimmer folgten.

„Whow, Frau Andresen. Gut, dass ich Sie habe! Es ist nicht ungefährlich, auch nicht für eine Frau und ich habe von den Mädchen gehört, dass es immer wieder Freier gibt, die sich diese besondere Art von einer Frau wünschen. Ich muss mich informieren, wie ich mich dehnen kann und es gibt eine andere Gleitcreme dafür. Dann wird es nächste Woche noch nichts. Vielleicht frage ich meine Kolleginnen nachher, ob und welche Erfahrungen sie damit haben.“

„Das sollten Sie auf jeden Fall tun. Ich sehe, unsere Sitzung ist um. Nächste Woche um die gleiche Zeit?“
Ich nahm meinen Kalender und schrieb das Datum ein.
„Ja, kein Problem.“ Als wir an der Tür standen um uns zu verabschieden, sah sie mich schmunzelnd an.

„Sparen Sie sich das Geld für die Perücke. Gehen Sie zum Friseur. Warum sollen die Leute nicht wissen, dass sie einen kurzen Männerhaarschnitt haben? Sie wollen doch ausprobieren, ob Sie als Mann leben können?“
Ich starrte sie an. Am liebsten hätte ich sie in die Arme genommen und gedrückt. Was für ein Glück, diese Frau zur Therapeutin zu haben.
Ich lachte. „Sie haben Recht. Bis nächste Woche.“

Auf der Straße atmete ich durch. Mein Weg führte direkt auf die andere Seite in das kleine Café. Ich bestellte Cappuccino und Erdbeertorte.
Während ich genüsslich trank und aß, dachte ich an die möglichen Gefahren von Analsex. Es gab spezielle Kondome dafür, die musste ich besorgen, auch für Tom. Er sollte sich bei mir natürlich auch keine Darmbakterien holen. Ich sollte Clarissa fragen. Die kannte sich mit ziemlich allen Spielpraktiken bestens aus.
Eine halbe Stunde später stieg ich zu Tom ins Auto.

„Alles ok? Du erzählst mir gar nichts mehr.“
„Doch, es ist nur sehr viel, aber sie ist eine super tolle Therapeutin. Sie will dich irgendwann kennen lernen. Ich habe mir etwas für uns beide ausgedacht. Das wird eine Überraschung für dich. Aber es kann noch eine Woche dauern, weil ich Sachen bestellt habe und erst die Postlieferung abwarten muss.“
„Ich liebe Überraschungen. Und du kannst mir nicht schon ein klitzekleines bisschen erzählen?" Lässig legte er den Arm um mich.
„Nein!“

Wir waren angekommen, er ließ mich raus und fuhr zum Hotel. Tom wollte nicht mehr aufs Auto aufpassen müssen und ließ es vor dem nahen Hotel stehen, damit er abends etwas trinken konnte. Das war mir mehr als recht. Wir brauchten beide unseren Führerschein. Ich ging schnurstracks auf den Tresen zu.
„Hallo Clarissa, machst du mir einen Drink?“ Sie nickte. „Klar, mit oder ohne?“
„Etwas Sekt bitte, ich will meine Verkrampfungen lösen und dann muss ich dich etwas fragen.“
„Schieß los!“ Sie mixte das Getränk und stellte mir wenige Augenblicke später ein Glas vor die Nase. Erwartungsvolle neugierige Augen blickten mich an.
„Also, was weißt du von Analsex?“

„Einiges, ich habe das selbst mehrfach praktiziert, als ich noch auf der Straße gearbeitet habe. Es ist wichtig, dass du dir eine spezielle Gleitcreme besorgst, besondere Kondome für den Freier haben wir hier. Es gibt Plugs in allen Größen, mit denen man sich dehnen kann. Wenn du das nicht selbst machen willst, frag die Mädchen unten in der Umkleide. Die kennen das alle. Es lassen nur nicht alle zu. Drüben im Sexshop kriegst du was du brauchst. Die Verkäuferin ist eine ehemalige Prostituierte und hat viel Ahnung. Du kannst sie ungeniert fragen.“

Zufrieden schlürfte ich meinen Obstcocktail. Das lief ja alles hervorragend für mich. Besser konnte es nicht sein.
„Super, danke. Du hast mir sehr geholfen. Dann werde ich mich jetzt mal arbeitsfertig machen. Hat Emilia irgendetwas verlauten lassen? Mir gefällt ihr Dominastudio sehr.“
„Hm, ich glaube, dir gefällt Emilia auch sehr? Oder irre ich mich?“
Ich stellte ihr mein leeres Glas auf den Tisch und verzog die Lippen. Es war nicht zu übersehen, was ich für meine Chefin empfand.
„Ach, Clarissa, du bemerkst aber auch alles. Aber ich fürchte, meine Schwärmerei ist zu offensichtlich. Die Beziehung ist lediglich etwas einseitig. Sie ist die Herrin und obendrein auch noch die Chefin. Das kann nur eine unglückliche Liebe bedeuten.“
„Du Arme, zieh dich um, es kommen gerade Gäste und auf dem Hof soll auch schon einiges los sein. Also ran an die Arbeit. Emilia lässt dich holen, wenn sie Sehnsucht nach dir hat.“

Wir lachten und hatten gar nicht mitbekommen, dass die Person von der wir sprachen durch die Hintertür in den Lokalraum gekommen war. Sie stand plötzlich hinter mir.
„Nach wem habe ich Sehnsucht? Isabella sieh zu, dass du nach unten kommst und ziehe dein Zofenkostüm an. Ich gehe rüber ins Studio. Beeil dich, ein Gast wartet.“
Clarissa und ich warfen uns verblüffte und gleichzeitig belustigte Blicke zu. Fast gleichzeitig antworteten wir.
„Ja, Herrin!“ Und prusteten los. Ich nahm meinen Koffer und machte mich gleich auf den Weg in den Keller. Mein Herz hüpfte vor Freude und mein Lustzentrum meldete meinem Gehirn, dass es Bedarf an Entspannung hatte, die mir nur Emilia geben konnte.
Nach einer guten Viertelstunde sah ich in den Spiegel und war mit mir zufrieden.
Während ich die Straße zum Studio überquerte, wurde ich von vielen Mädchen ganz leger gegrüßt, als wenn ich seit ewigen Zeiten dazugehörte.
Veröffentlicht von Manuelmagiera am 27.07.2026

Kategorien:

Geschichte melden

Kommentare

Noch keine Kommentare vorhanden

Diese Funktion steht derzeit noch nicht zur Verfügung.

Wir arbeiten daran, sie in Zukunft bereitzustellen.
Vielen Dank für dein Verständnis.