Erotische Geschichten

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4,3 von 5 Sternen
Kira sah in die stahlblauen Augen des dunkelhaarigen jungen Mannes, der ihr am Schreibtisch gegenüber saß. Sein charmanter Romeo-Blick machte sie etwas unsicher. Das war sie nicht gewohnt, denn eigentlich hatten die meisten Männer bei ihrem Anblick ein Verlegenheitsproblem. Das lag meist an Kiras mädchenhaft schönem Schmollblick. Aber das schien diesen erstaunlich jungen und sehr smarten Juniorchef völlig kalt zu lassen.
"Ihrem Lebenslauf entnehme ich, dass Sie noch nie für eine Wohnungsbaugesellschaft gearbeitet haben. "
"Naja, in der Stellenanzeige hat das so geklungen, als wär das nicht nötig."
"Gut, lesen können Sie ja schon mal."
Dieser gut aussehende Schnösel schien ja unglaublich überheblich zu sein, dachte Kira, aber sie ließ sich nicht anmerken, dass er sie damit verunsicherte.
"Eigentlich sollte ich ja vielleicht erstmal eine Ausbildung machen." Kira dachte, so ein Gedanke würde bei Chefs immer gut ankommen. Er klang nach Motivation, Qualifizierung und Ambitionen.
"Ganz schlechte Idee. Bei uns sollen Sie hauptsächlich Spaß an der Arbeit haben. Und jede Menge Kohle verdienen wollen."
Kira wurde immer unsicherer.
"Naja, ich habe immer gelernt, dass man auch umso besser verdienen kann, je besser man ausgebildet ist. Also in der Schule ...und meine Eltern ..."
"Vergessen Sie das, falls Sie bei MIR was Geiles machen wollen! Hier sind Sie direkt im Zentrum der Macht. Hier mache ich, worauf ich Lust habe."
"Aha ... und wenn jetzt ... also, ich meine, es gibt ja auch Leute, die haben gar keine Lust zu arbeiten. Was machen Sie dann mit so jemand?"
"Meinen Sie damit sich selbst?"
Was für eine gemeine Frage. Natürlich hätte Kira am liebsten auch einfach Geld wie Stroh und wenig Arbeit gehabt. Aber welcher Arbeitgeber würde so etwas hören wollen. Also wich Kira aus: "Nein, natürlich meine ich nicht mich. Ich will gerne ... äh ... gut sein in meinem Job und dann ..."
"...auch gut verdienen" ergänzte der Juniorchef zielsicher.
Kira zuckte nickend mit den Achseln und hoffte, dass sie nichts falsches gesagt hatte.
"Dagegen ist nichts einzuwenden." Zum ersten Mal schmunzelte Kiras Gegenüber, "aber wie Sie unserer Stellenanzeige entnommen haben, brauchen mit hier keine Vorkenntnisse oder gar Ausbildungen. Alles pure Zeitverschwendung! Hat Ihnen schon mal jemand gesagt, dass Sie total gut aussehen?"
Kira wurde rot. Das war ihr noch nie passiert. Natürlich wusste sie, dass sie nun wirklich nicht unattraktiv war. Aber das war doch kein Thema für ein Vorstellungsgespräch! Kira überlegte, ob es sich hier um einen Chef handeln könnte, der Arbeitsplätze nach Aussehen vergab. Das war ihr nicht sonderlich sympathisch.
"Danke für das Kompliment. Aber ich werde nicht so gerne nur nach meinem Äußeren beurteilt." Kira war stolz, dass sie das so klar gesagt hatte.
Der Chef lachte herzhaft auf: "Sie sind ja echt drollig.. Also, ich sage Ihnen jetzt was. Und danach können Sie entweder total frustriert gehen oder Sie werden bei uns total erfolgreich, wohlhabend und haben jede Menge Spaß an den irrsinnigen scharfen Möglichkeiten, die Ihnen der Job bietet, zu dem ich Sie hier einladen möchte."
Kira fand den Mann, der so mit ihr redete, einerseits irgendwie seltsam und arrogant,, andererseits bewunderte sie die entschlossene Art, mit der er um sie warb, während er sie zugleich verwirrte und verstörte. Außerdem machte sie sein dominanter und zugleich fast jugendlicher Charme unsicher. Sie ärgerte sich fast, dass es ihr auch irgendwie schmeichelte, dass sie ihm offensichtlich gefiel - zumindest hatte er das, trotz seiner unterkühlten, überaus selbstsicheren Art ja eben gesagt. Kira ertappte sich dabei, dass sie scheinbar doch auch recht gerne nach ihrem Äußeren beurteilt wurde. Und sie bemerkte, dass sie eine Schwäche für männliche Professionalität und Selbstbewusstsein hatte. Außerdem, dachte sie, war es ja auch kein Verbrechen gut auszusehen und einer Frau zu sagen, dass sie gut aussah - und ER sah ja auch gut aus ...
"Ein Prozent der Menschheit besitzt 99 Prozent aller Vermögenswerte!" Ziemlich unsanft riss dieser Satz Kira aus ihren Gedanken und holte sie zurück, in die Realität. Aber eigentlich bestätigte diese Aussage des von Geldsorgen offensichtlich gänzlich unberührten Machtmenschen nur das, was Kira ohnehin schon verinnerlicht und auch bereits gesagt hatte: Nur durch Bildung, Fleiß und Arbeit könnte man sich in einer solchen ungleichen Chancenwelt einen Platz auf der gutbürgerlichen Sonnenseite erwerben, wenn man nicht schon als Milliardärstochter geboren worden war.
"Ja, ich gehöre wohl eher nicht zu dem einen Prozent" sagte Kira gedankenverloren.
"Darauf habe Ich zwei Antworten. Erstens: "Ich schon! Zweitens: Sollten Sie aber! Wenn Sie für MICH arbeiten, werden Sie im Lauf der Jahre fast zwangsläufig sehr reich. Ihr Einstiegsgehalt liegt bei 10.000 netto im Monat. Hier ist Ihr Arbeitsvertag."
Der junge Mann legte einen mehrseitigen Vertrag auf den Schreibtisch und genoss Kiras ungĺäubig geweitete Pupillen und fügte dann scheinbar ungerührt hinzu: "Aber darauf kommt es gar nicht an. Viel wichtiger ist, dass Sie ein Gefühl dafür entwickeln, dass Geld nichts ist im Vergleich zu Sex."
"Was?" Kira musste fast schon lachen, denn ihr kam alles hier immer unwirklicher vor. Hätte er wirklich von Sex gesprochen? Kira sah ihn kritisch an.
Aber darauf war der smarte Jungmilliardär gefasst. Er dozierte seelenruhig weiter: "Mein Urgroßvater hat das Unternehmen aufgebaut. Meinen Großeltern und auch meinen Eltern ging es immer nur ums Geld. Sie wollten zur Oberschicht gehören. Geld, Schotter, Kies, Stroh, Heu, Türe Empfänge, Staatsbesuch ... Wir haben Immobilien in der ganzen Welt. In alle Lagen, von Premium bis Sozialwohnung. Ich verdiene damit Beträge, die so hoch sind, dass ich die Zahlen auf diesen ganzen komischen Zettel gar nicht mehr lesen kann. Um das große Geld kümmert sich heute mein Bruder. Mich interessiert das nicht die Bohne. Deshalb mache ich etwas anderes. Etwas viel, viel geileres. Und ich finde, Sie sollten unbedingt für mich arbeiten und sich dann ganz nebenbei ständig jeden materiellen Wunsch erfüllen können, den Sie jemals haben. So richtig zufrieden mit Ihnen wäre ich aber hauptsächlich, wenn Sie den Spaß, den ich daran habe, mit mir teilen. Macht und Leidenschaft. Mit sehr viel Lust auf den Umgang mit unbegrenzten Möglichkeiten und auf tierisch gute Orgasmen."
"Orga ....Wie bitte?" Kira traute ihren Ohren nicht. Hatte er das eben wirklich gesagt? Was war das hier für ein Laden? Wenn der Typ nur nicht auch noch so gut aussehen würde!
"Ich hatte die Idee vor drei Jahren. Und mein Bruder hat erst gesagt, dass ich völlig durchgeknallt sei. Aber jetzt nimmt er sich auch gerne zwischendurch ein paar Tage frei und kommt von Vancouver oder Tokio hier rüber, um die Vorteile meines neuen Geschäftsmodells zu genießen. Und inzwischen machen wir das in Japan auch schon in einer unserer Wohnanlage so ... mein Bruder steht auf zierliche Asiatinnen mit überraschend großen Oberweiten. Man denkt das ja manchmal echt nicht, was die zierlichen Mädchen da manchmal so unter der Bluse haben. Aber jetzt komm ich vom Thema ab ..."
Kira war nicht verborgen geblieben, dass der junge, selbstsichere dunkelhaarige Mann bei diesen Worten sehr gezielt auf ihre Bluse sah und ausgesprochen 'dirty' lächelte.
Kira nahm ihren Mut zusammen und konnte sich die Frage nun aber ohnehin nicht mehr verkneifen: "Betreiben Sie Bordelle ... oder so?"
"Sex für Geld? Wie langweilig. Nein. Ich steh nicht auf Frauen, die es so direkt für Geld machen. Reizvoll sind eher solche Madchen, wie DU, die sowas eigentlich nicht tun würden."
"Sie scheinen mich ja gut zu kennen."
"Nein, gar nicht. Aber mir ist der Gedanke sehr sympathisch, dass DU nicht eben für ein Unternehmen arbeiten mochtest, das Bordelle betreibt."
"Naja, keine Ahnung. Vielleicht ..., wenn man es eben einfach als Job sehen würde ... und natürlich nicht selber im Bordell arbeiten müsste ...sondern so Finanzbuchhaltung oder Innenausstattung ... oder so ..." Kira hatte sogar schon gelegentlich fantasiert, wie es wäre als Edel-Eskortmädchen einen reichen Mann auf seinen Reisen zu begleiten. Aber das sagte sie jetzt besser nicht, zumal sie sowas vielleicht denken, aber wohl nicht wirklich machen würde. Die FIFTY SHADES ließen grüßen.
"Ich vermiete Wohnungen und Wohnheime - speziell für Auszubildende, Studenten, Fachhochschüler, Praktikanten und so weiter. Ich erwerbe diese Objekte für'n Apple und 'n Ei von Städten und Gemeinden, die sich darum nicht kümmern möchten und das Geld für die Renovierungen sparen wollen. Naja, die Kommunen haben eh keine Kohle. ... Ich habe dann immer einen Deal mit den Städten. Ich mache Luxuswohnungen draus und die Stadt versucht mit Werbung attraktiv als Ausbildungsstätte für junge Leute zu sein. Und deshalb vermiete ich die Luxuswohnungen völlig kostenfrei, also ganz und gar MIETFREI ausschließlich an Nachwuchskräfte, die es besser haben wollen, als
sonst auf der Welt."
"Mietfrei? Aber daran verdienen Sie ja gar nichts."
"Kein Geld. Nein, aber etwas Besseres. Und ich finde, das ist jetzt der beste Zeitpunkt für DICH den Vertrag zu unterschreiben."
Kira sah den smarten Kerl an, der offenbar wirklich mit seinen Unmengen an Geld einfach tat, was er wollte.
"Sie ... Sie ... vermieten ... und die Miete besteht aus ..."
Der Juniorchef nickte und hielt ihr einen Kugelschreiber entgegen: "Aber keine Panik. Im Arbeitsvertrag steht nicht davon drin, dass DU Sex haben sollst."
Kira grinste jetzt frech, denn nach allem, was sie in den letzten Minuten gehört hatte, waren Anstand und Moral ohnehin recht bedeutungslos: "Hmmm, und könnte ich auch so eine mietfrei Wohnung haben ... ich meine nur ... theoretisch."
"Sicher. Mit dem größten Vergnügen. Ich würde dich von keiner Bettkante der Welt stoßen! "
Kira formte ihren Mund zu einer Schnute. Dieser gut aussehende Typ war wirklich ganz und gar eindeutig in seinen Aussagen. Kurz stellte sich Kira vor, wie es wohl wäre, wenn er an ihre Wohnungstüre käme, um die Miete einzutreiben. Uuuups, der Gedanke erregte sie mehr, als sie gedacht hatte. Kira ging nicht näher darauf ein. Sie griff nach dem Kuli, und kratzte sich damit am Kinn.
"Und woraus besteht mein Job bei Ihnen dann genau?"
"Zunächst mal darfst du dann Eric zu mir sagen. Dann bist du die perfekte Besetzung, um neuen Nachwuchskräften, die in die Stadt kommen, die Scheu davor zu nehmen, eine Luxuswohnung für diese Art der Miete zu bewohnen. Du bist sehr schön, sehr natürlich und attraktiv. Wenn die neu ankommenden Mädchen sehen, dass du das nur empfehlen kannst und völlig cool findest und sie auch ein bißchen heiß auf die Jungs meines Unternehmens machst,, dann gewinne ich noch mehr süße Mieterinnen, mit denen mein Gechäftsmodell mir so richtig Spaß macht. Übrigens darf sich jede neue Mieterin einen männlichen Azubis ihrer Wahl aussuchen. Die Jungs sind für sowas immer leicht zu haben, wenn sie dafür selbst was nettes abbekommen."
"Soso. Ich versorge also ihr bestes Stück, einige Stadträte und die neuen Azubis fortlaufend mit scharfen, süßen Sahnestückchen."
"Wenn du es so ausdrücken willst ... wobei, es funktioniert auch ohne dich. Es ist nur ein Jobangebot. Für einen Job mit ganz viel Macht, Sex und einem Traumgehalt."
Kira grinste Eric an : Na gut, aber wirklich nur unter zwei Bedingungen..."
"Oh, Bedingungen, also ... wow! " grinste der Unternehmer. "Schön, gefällt mir, dass du dich an die Sprache der Macht und der Verführung gewöhnst ... und welche Bedingungen wären das dann so?"
"Erstens: Ich will manchmal dabeii sein, wenn sie die Miete eintreiben. Und zweitens: Ich will auch so eine Wohnung und Sie müssen mir zeigen, wie man die Miete im voraus bezahlt. "
."In Ordnung."
Kira sah Eric herausfordernd an und unterschrieb mit lasziver Handführung.
"Gut, also Bezahlung im voraus, sagst du. Mmmmh, ich würde sagen ..."
Eric erhob sich, stellte sich hinter Kiras Stuhl und begann sanft ihre Schulter zu massieren.
"... ich würde sagen, dann haben wir jetzt Zahltag ...!"







  • Geschrieben von Echt_nett
  • Veröffentlicht am 23.06.2015
  • Gelesen: 16145 mal

Kommentare

  • cabalino05.06.2015 07:32

    Raffinierte Einleitung, zwar direkter, als das in Wirklichkeit wohl gehen dürfte ohne sich als "Chef" Sanktionen auszusetzen und erpressbar zu machen, aber möglich. Macht Lust zum Weiterlesen ...

  • Feierabend-Verkehr05.06.2015 11:50

    wiedermal ne echt gute geschriebene Geschichte...
    hoffe es geht bald wieder weiter :)
    Kann euch dazu nur ne Seite ans Herz legen, wo ich auch angemeldet bin.
    Auf Feierabend-Verkehr com könnt ihr den passenden Partner für eure sexuellen Phantasien finden.
    Für die Männer, ich heisse dort "Yuna"

    reinschauen kostet nichts :)

    Lg Sarah

  • Echt_nett05.06.2015 14:03

    Aber unterhalten kostet was, Yuna. Flirt-Coins heißt das bei Euch. So dumm ist doch heutzutage kein Mann mehr, oder?

  • Mone06.06.2015 06:44

    Du machst es echt spannend, wie immer.

  • Funyboy0115.06.2015 01:43

    Hallo,

    wiedereinmal super geschrieben, ich bin schon auf die Fortsetzungen gespannt.

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