Erotische Geschichten

Bitte melden Sie sich an

Wiederbelebung

3,3 von 5 Sternen
„Mensch, ich bin doch nicht sein Turngerät, an dem er seine Liegestütze veranstaltet!“ Ute, sie hatte sich mal wieder mit ihrer besten Freundin Inge zum „Weiberplausch“ getroffen, hatte sich richtig in Rage geredet, als sie sich über Fred, Ihren Mann, beklagte. – „Weißt Du, da hatte ich mir von „Ehe“ eigentlich ein wenig mehr erhofft. Nicht immer das Gleiche! Einmal die Woche und immer nach dem „Sportspiegel“ und dann auch noch Hoppla - Hopp! Und meinst Du, er gibt sich auch nur ein einziges Mal Mühe und fragt, was mir vielleicht gefällt? - Schmusen? – Ha! – Das ist schon lange vorbei. Mal’n flüchtiger Kuss und das war’s! Und wenn ich was sage, dann heißt es nur: „Schatzi, wir sind doch nun schon fünf Jahre verheiratet. Da ist das eben so!“ – Nee, Du, darauf kann ich verzichten. Da nehm’ ich mir lieber meine Migräne. Aber selbst das gibt ihm nicht zu denken…“
„Eine Andere?“, fragte Inge. – „Hab’ auch schon dran gedacht. Glaub’ ich aber nicht! Gibt keine Anhaltspunkte dafür, dass da eine ist.“ – „Dann ist es wohl wirklich die Ehe – Abschlaffe…“ – „Kann man denn da gar nichts machen?“ – „Hmm… schwer zu sagen. Dazu kenne ich Deinen Fred nicht gut genug. Aber bei Rainer hatte ich das auch schon.“ – „Schwacher Trost! – Oder hast Du da etwas ändern können?“ – „Und ob!“ – „Sag’ nicht, es ist jetzt wieder wie am Anfang!?“ – Inge lachte: “Nee, nicht wie am Anfang! – Viel schöner!“ – „Viel schöner? – Wie das? – Erzähl’ schon!“ – „Also, mein Rainer, der steht total auf Verpackung und… na ja… auf nuttig!“ – „Auf was bitte? – Nuttig?“ Ute war fast so etwas wie empört, zu hören, dass ihre beste Freundin so etwas überhaupt in den Mund nahm. Und was sie sagte, ließ ja darauf schließen, dass sie, ihre beste Freundin, ihrem Rainer den Gefallen tat und seinetwegen auf „nuttig“ zu machen schien. Als sie Inge das sagte, lachte diese nur wieder und meinte: „Ach Ute, Schatz, der Zweck heiligt die Mittel. Und außerdem: ein jeder Mann der hat nun mal den Hang zum Küchenpersonal… Männer sind Augentiere, verstehst Du? Was tust Du denn, um Deinen Fred mal ein bisschen anzuheizen?“ – „Tun? – Was soll ich denn tun? – Ich ziehe mich aus, lege mich zu ihm, und dann wälzt er sich schon auf mich, und nach spätestens fünf Minuten ist alles vorbei. Ich hab’ jedenfalls nichts davon!“ – „Na ja… Ist ja auch nicht gerade so’n umwerfendes Angebot, das Du ihm da im wahrsten Sinn des Wortes unterbreitest.“, meinte Inge ein wenig kopfschüttelnd. „Wie meinst Du das? – Was kann es denn Schöneres geben, als Haut an Haut zu spüren?“ – „Schon… aber doch nicht gleich und sofort!“ – „Hä?“ – „Na Ute! Tu doch nicht so begriffsstutzig! – Aber gut, lass es mich Dir erklären und Du wirst verstehen. – Zeig mir mal Dein Parfüm!“, forderte sie Ute auf. Die war verwundert: „Was hat denn mein Parfüm mit Fred zu tun?“, antwortete sie, kramte aber gehorsam in den ganz normal unergründlichen Tiefen einer weiblichen Handtasche, bis sie den funkelnden, kunstvoll geschliffenen Flakon endlich gefunden, hervorgezogen und demonstrativ auf den Tisch gestellt hatte. Inge nahm ihn hoch und hielt ihn ins Licht: „So, und nun, liebe Ute, sag’ mir, warum hast Du gerade dieses Parfüm gekauft?“ – Ute war verblüfft: „Nun ja… also, um ehrlich zu sein hatte ich drei oder vier, die mir gut gefielen und zu mir passten. Dieses hatte aber den schönsten Flakon, auch wenn es das Teuerste war.“ – „Also hat die Verpackung den Ausschlag dafür gegeben, dass Du’s gekauft hast?“ – „Letztendlich schon!“, meinte Ute nachdenklich und fuhr fort: „Aber so ganz kann ich Dir nicht folgen…“ – „Wart’s ab! – Wie gesagt, Männer sind Augentiere. Noch viel mehr als wir Frauen, fahren die auf Verpackungen ab. Also, warum tust Du Dein „Parfüm mit Namen Ute“ nicht mal in einen „anderen Flakon“ und nennst es dann… sagen wir… Natalie?“ – „Hä? – Bist Du nun völlig meschugge?“ – „Keineswegs! – Mensch Ute, Du hast mich um Rat gefragt, und ich bin gerade dabei, Dir aufs Pferd zu helfen!“ – „Inge, ich bin doch noch immer ich und bleibe ich. Egal wie ich mich auch verpacke!“ – „Richtig! Genau wie Dein Parfüm immer dasselbe bleibt, egal in welchem Flakon es ist. Aber was hast Du nicht selbst gesagt? – Du hast Dich wegen des Flakons dafür mehr interessiert als für die anderen, die genau so gut rochen, obwohl es sogar teurer war! – Bei Männern ist das noch viel extremer! – Hätte Fred Dir das Zeug hier gekauft, dann hätte der nur und ausschließlich auf die glitzernde Verpackung geachtet. Der Inhalt, der wäre ihm – zumindest am Anfang – völlig wurscht gewesen!“ – „Du meinst also…“ – „Ja, ich meine!“ - „Ob ich das kann? – Ich weiß nicht… nuttig…“, schien Ute unsicher. „Du machst es doch nicht für irgend jemanden, geschweige denn für jeden. Für Fred und für Dich machst Du es!“ – „Für mich? – Mir kommt es vor, als täte ich es nur für ihn, und nur, damit er mich geiler findet…“ – „Du kannst das Eine nicht vom Anderen trenne. Und wie viel Du selbst davon hast – nun, das liegt auch an Dir. Sich einfach so hinlegen und der Dinge harren, die da kommen sollen und das Ganze auch noch nach fünf Jahren Ehe? - Nein, das funktioniert so nicht, wenn die erste Verliebtheit erstmal vorbei ist. Man muss schon etwas tun, damit‘s interessant bleibt… oder wieder wird.“ –
Ute seufzte leise bei dem Gedanken, „nuttig“ sein zu sollen, um ihrem Mann zu gefallen. Sie konnte sich so gar nicht vorstellen, sich für die „gewissen“ Stunden zu schminken und sich in irgendeine „reizende Verpackung“ zu schmeißen… Aber vielleicht hatte Inge ja Recht… Wenn es denn bei Rainer geklappt hatte? – Einen Versuch war es allemal Wert, bei allem Risiko, von Fred vielleicht für nun völlig „durchgeknallt“ gehalten zu werden.

Noch am selben Tag setzte sie sich an den PC und durchsuchte das Internet nach dem, was Inge „nuttig“ genannt hatte. In einen Erotik – Shop zu gehen, nein, das hätte sie sich nicht getraut.
Es dauerte auch nicht lange, bis sie fündig geworden war. Und bei dem Gedanken, dass Fred vielleicht einmal wieder die großen, glänzenden Augen bekommen würde wie damals, bei diesem Gedanken machte es ihr sogar Spaß, von einer Seite zur anderen zu surfen.
Hier das Eine, dort das Andere, hier noch ein Accessoire, dort Lidschatten und Lipgloss, und schon bald runzelte sie ihre Stirn, als sie zusammenaddierte, was sie für den ganzen „Krempel“ ausgegeben hatte. Und das auch noch ohne zu wissen, ob diese „Medizin“ „wirken“ würde.

Im Laufe der nächsten Tage traf dann ein Päckchen nach dem anderen ein, ohne dass Fred etwas davon mitbekommen hätte. So brauchte Ute keine allzu neugierigen Fragen zu beantworten. – Jedes Teil wurde anprobiert und ausprobiert. Ute schwankte immer noch, wenn sei sich im Spiegel betrachtete: Sie war doch kein Vamp! Sie war doch keine… keine… nein, nicht einmal denken konnte sie das, geschweige denn, sich wie eine „Professionelle“ verhalten und bewegen!“ – Dann wieder stellte sie sich das Begehren in Freds Augen vor und wie er sie umarmen, streicheln, küssen würde, wie sie wieder Zärtlichkeit und Leidenschaft bei ihm spürte, und ihre Bedenken lösten sich in Luft auf. Doch es war nach wie vor ein Wechselbad der Gefühle und sie spürte: sie würde trainieren müssen! Sie würde lernen müssen, sich zu präsentieren. Ohne Bedenken, ohne Skrupel . Ohne Zweifel an sich selbst und an ihrem Körper, dem sie, wenn sie ihn sich näher betrachtete, vor allem am Bauch, am Po und auch am Busen äußerst skeptisch gegenüberstand. Und sie würde lernen müssen, auf den 12cm High Heels gehen zu lernen, ohne dass es lächerlich wirkte.
Wieder einmal seufzte sie: „Inge, ich glaub’ ich lern’ das nie! – Wenn mir alles so fremd ist, wie soll ich es denn tragen, als wäre es selbstverständlich? Und ist es nicht auch ein bisschen wie Betrug Fred gegenüber? Spiele ich da nicht etwas, das ich gar nicht bin und niemals sein werde?“ - „Das ganze Leben ist ein Spiel. Die Liebe, Erotik und Sex – das sollte tatsächlich Spiel und Spaß sein, Lust und Freude aneinander und miteinander und nicht bierernstes Fortpflanzungsmanöver. Schau Dir doch mal die Tierwelt an! Was wird da gebalzt und geworben, kokettiert und verführt! – Übung macht den Meister, Ute. Probier’s einfach immer und immer wieder. Erstmal für Dich allein, bevor es zur „Premiere“ geht. Jede Rolle will einstudiert sein. – Und Betrug gegenüber Fred? – Nein! Betrug ist das bestimmt nicht, denn Du bist und bleibst doch Du. Das Parfüm in der Flasche ist dasselbe. Nur der Flakon ist ein anderer! – Wieso sollte das Betrug sein?“ Wie würde Fred wohl reagieren? – Hatte Inge Recht mit dem „ein jeder Mann der hat nun mal den Hang zum Küchenpersonal“? – Oder würde er sie gar zurückweisen? Empört sein? – Wenn sie sich doch bloß sicher sein könnte! – Doch davon war sie weit entfernt, wenngleich sie spürte, dass es begann, ihr sogar Spaß zu machen, wenn sie vor dem Spiegel posierte. Dann endlich glaubte sie soweit zu sein. Nein, noch nicht, um es Fred vor Augen zu führen! Aber Inge gegenüber. Sie packte all das zusammen, was sie sich besorgt hatte und fuhr zu ihrer besten Freundin. „Hi, Inge!“ – „Grüß Dich, Ute! – Na, wie weit bist Du gekommen? – Hast Du’s bei Fred schon ausprobiert?“ – „Nee, das hab ich mich bisher noch nicht getraut. Wollte erstmal sehen, was Du dazu sagst.“ – „Auch gut! – Dann zeig Dich mal. Ich sehe, Du hast da einiges mitgebracht?“ – „Hab ich!“ – „Gut, dann zieh Dich doch im Gästezimmer um, während ich uns einen Wein aufmache.“ – Ute verschwand im Gästezimmer, Inge in der Küche. – Es dauerte eine ganze Weile, bis Ute sich „aufgestylt“ hatte, wenn es auch mittlerweile schon erheblich schneller ging, als noch zu Anfang. Da hatten ihr die Häkchen der Korsage doch noch erhebliche Probleme bereitet, bis sie auf die Idee verfallen war, sie vor dem Körper zu schließen und dann das Ding nach hinten zu drehen. Auch das Befestigen der acht Strapse an den schwarz glänzenden Nahtnylons war reine Übungssache, wobei ihr durch den Kopf ging: „Was ein Aufwand bloß! – Und wer weiß, ob es sich überhaupt lohnt!“ Zuletzt warf sie sich ein durchsichtiges, schwarzes Neglige über, durch das das rote „Darunter“ geheimnisvoll hindurch schimmerte. – „Rattenscharf!“, meinte Inge, als sie sich vor ihr langsam drehte. „Ich sag nur: rattenscharf! – Also wenn Dein Fred da nicht in Wallung kommt… - Geh doch mal ein paar Schritte.“, forderte sie ihre Freundin auf. Ute tat wie ihr geheißen. Die knallroten High Heels bewirkten, dass ihre Waden sich straff in den Nylons abzeichneten und sich ihr runder Hintern leise bei jedem Schritt schwingend von links nach rechts und wieder zurück bewegte. „Mein lieber Mann!“, meinte Inge anerkennend. „Das sieht echt professionell aus. Wenn ich das so sehe… ich könnte glatt lesbisch werden!“ Beide lachten. – „Nein, im Ernst, Ute! Das ist absolut verführerisch. Und wenn Du damit bei deinem Fred einen Striptease hinlegst… Du wirst schon sehen.“, meinte Inge im Brustton der Überzeugung.

Am kommenden Freitag, nicht am gewohnten Samstag, da sollte es passieren. Da wollte sie ihre Wirkung auf ihren Mann testen und sehen, ob sie gegen „Der Kriminalist“ bestehen würde, ihn gar besiegen konnte. Fred blickte sie zwar fragend an, als sie gleich nach dem Abendessen und noch vor der „Tagesschau“ wortlos das Wohnzimmer verließ, um im Bad zu verschwinden, sagte aber nichts. Richtig aufgeregt war sie und so etwas wie Lampenfieber hatte sich in ihr breit gemacht, als sie begann, sich sorgfältig zu schminken, einzuparfümieren und dann umzuziehen…

Bevor sie das Wohnzimmer wieder betrat, holte sie die schon geöffnete Flasche Wein aus dem Kühlschrank und zwei Gläser. Im Flur warf sie noch einen Blick in den Spiegel und ging hinein zu ihrem Mann. Jetzt galt es! Ute klopfte das Herz bis zum Halse. Entweder… Nein, es gab kein Entweder! So wie es in der letzten Zeit mit ihrem Liebesleben bestellt war, so konnte es nicht weitergehen! Und wenn er nicht die Initiative ergriff, daran etwas zu ändern, dann musste sie es eben tun!

So betrat sie denn das Wohnzimmer. Leise raschelte das Negligee, als es sich am Stoff der Korsage und an Nylons rieb. Sie beugte sich leicht vor, um das Tablett mit dem Wein und den Gläsern abzustellen, wobei Fred einen tiefen Einblick in ihren Ausschnitt bekam, denn dabei hingen ihre unbedeckten, nur von einer roten Satinhebe nach oben gedrückten Brüste unmittelbar vor seinem Gesicht. Sie flüsterte ihm zu: „Liebling, ich will endlich mal wieder einen schönen, erotischen Abend mit Dir verbringen. Hast Du was dagegen?“ – Fred erkannte seine Frau nicht wieder! Was war nur aus seinem biederen Hausmütterchen geworden? War das überhaupt noch seine Frau? – Sofort hatte er das Fernsehen und den „Kriminalisten“ vergessen und protestierte auch nicht, als Ute den Fernseher aus- und den CD-Player anschaltete, nachdem sie die „richtige“ Musik ausgesucht hatte. Schon begann sie sich im Takt der leisen, einschmeichelnden Musik von Moody Blues zu wiegen. Das schummrige Licht der Stehlampe zauberte wilde Reflexe auf das fast durchsichtige schwarze Stück Stoff, das sie hin und wieder langsam öffnete, dann aber wieder schloss und ihrem Mann so immer nur Sekunden den Anblick ihres Körpers gestattete. Fred blickte sie an, als würde er sie das erste Mal sehen. Und irgendwie war es ja auch so! Sie sah und spürte es, dass ihr Auftritt bei ihm nicht ohne Wirkung blieb. Fast atemlos hauchte er mit belegter Stimme: „Ute, was… Du bist… das ist ja…“ – Nun war sie sicher, dass ihm gefiel was er sah… dass ihm das sogar sehr gefiel! Diese Sicherheit spornte sie an, nun noch etwas mehr zu wagen: Langsam streifte sie erst links und dann rechts das Neglige von den Schultern, bis es an den Oberarmen hängen blieb und zog es unter den Brüsten straff zusammen, die dabei leise vibrierten. Ute begann nun, sie zärtlich zu streicheln und zu kneten, wobei sich ihre Brustwarzen verhärteten und sie meinte zu ihm: „Es wäre schön, wenn Du das tätest.“ – Fred erhob sich und trat auf sie zu. Sie aber wich zurück: „Aber noch nicht jetzt!“, meinte sie. „Du hast noch nicht alles gesehen! – Hab noch ein wenig Geduld mit mir… und mit Dir!“ – Sie wusste, sie hatte gewonnen. Sie konnte es seinem Blick ansehen, wie sehr ihr Anblick ihn erregte… Ein jeder Mann der hat nun mal… dessen war sie sich jetzt sicher, als sie das Neglige zu Boden gleiten ließ und nun in voller Pracht vor ihm stand. „Schau einfach noch eine Weile zu, bevor Du Dein Geschenk auspackst!“, meinte sie lächelnd zu ihm, ohne in ihren gleitenden Bewegungen inne zu halten.
Fred wusste nicht wie ihm geschah. So etwas hatte er mit ihr noch nicht erlebt. Nicht einmal phantasiert hatte er von so was. Und dass seine Frau, so wie er sie heute Abend sah, ihn wieder dermaßen erregen würde, das hätte er nicht für möglich gehalten. Für ihn war es völlig normal gewesen, dass nach fünf Jahren Ehe das Feuer erloschen war. Doch es war gar nicht aus, wie er nun feststellte. Es hatte nur etwas gefehlt, es wieder auflodern zu lassen. Und genau das war jetzt geschehen. Sein Blick glitt an ihrem so reizvoll verhüllt- unverhüllten Körper auf und ab und konnte sich nicht satt sehen. Obwohl er seine Frau, obwohl er ihren Körper doch ganz genau kannte, so erschien sie ihm doch so ganz anders, so ganz neu und begehrenswerter als je zuvor…
So reizte es ihn nun maßlos, dass sie ihre Hände mit den rot lackierten Nägeln knisternd über die Nylons streifen sah, wie sie sich in den Schoß griff, wie sich die schwarzen Strapse vom hellen Fleisch ihrer Schenkel abhoben, sich ein Stückchen in die Haut eingruben. Ja, er wusste, sie hatte zugenommen in der letzten Zeit. Doch die rot glänzende, seitlich schwarz abgesetzte Korsage kaschierte das geschickt und formte wieder eine herrlich schmale Taille. Er wusste natürlich auch, dass ihre Brüste in der letzen Zeit schwerer geworden waren und ein wenig hingen. Doch was er jetzt und hier sah, widersprach den Gesetzen der Physik. Als würden sie ihm auf einem Tablett gereicht werden, so hob und stützte dieses kleine Etwas aus Satin und Spitze und ließ die Brüste keck nach vorn abstehen, als wollten sie sagen: „Komm, streichle mich, liebkose mich, drück mich und küss mich!“.
Ute wollte gerade ihren begonnenen Striptease fortsetzen, als sie Fred hörte, der mit heiserer, erregter Stimme sagte: „Nein, lass! – Lass das an. Zieh Dich nicht weiter aus!“ – Sie blickte ihn verwundert an: „Nicht? – Warum nicht? – Was willst Du denn?“ „Ich will Dich so. So wie du bist. Wie Du jetzt bist! – Oh Gott, Schatz, das ist nackter als nackt! Es… es.. es macht mich an! Und es macht mich an, mir vorzustellen, es so mit Dir zu tun!“ – Ute schmunzelte im Wissen, nun endgültig gewonnen zu haben. Nur seine Ungeduld, die würde sie ihm noch abgewöhnen müssen, deshalb sagte sie: „Liebster, nicht so hastig! – Ich will ja auch! – Aber noch nicht sofort. Lass uns den Abend doch richtig genießen… schön langsam.“ Dabei setzte sie sich neben ihn, umarmte und küsste ihn leidenschaftlich.
Während auch Fred einen Arm um sie legte und ihren leidenschaftlichen Kuss erwiderte, machte sich seine andere Hand auf Wanderschaft über ihren Körper, da wo er Haut war und dort, wo glatter, kühler Stoff ihn bedeckte, dort wo die Nylons aufhörten und die Strapse begannen und dort, wo ein rotes Satindreieck ihre Scham verhüllte. Und genau das war, was ihn so sehr reizte: seine Hand war es gewohnt, nur Haut zu spüren, wenn sie seine Frau berührte. Jede kleine Wölbung, jeder Zentimeter war ihr bekannt. Doch das, das jetzt war neu und aufregend. Immer wieder der Wechsel von Stoff und Spitze zu Haut und warmem, hier und dort aufreizend überbordenden, weichen Fleisch. Ihm war, als hätte er eine völlig andere Frau im Arm und dieses hier, dies wäre das erste Mal… Und wie Ute sich gebärdete: nichts mehr von biederer Hausfrau, die einfach nur ihren „ehelichen Pflichten“ nachkam. So wie er sie wollte, so wollte sie ihn, das spürte er genau! Dieses Gefühl hatte er schon lange nicht mehr gehabt. Es schien plötzlich alles ganz neu und gar nicht mehr Ehe - Alltag…
Zärtlich und doch leidenschaftlich zugleich umfasste er Utes Brüste und presste seinen Kopf dazwischen, was ihr ein: „Wie schön, Dich so zu spüren. Ich hab mich so nach Deinen Zärtlichkeiten gesehnt und danach, von Dir einmal wieder wirklich begehrt und verwöhnt zu werden… Du…“, und ihre Hände fuhren durch sein Haar. Fred erhob sich und zog seine Frau mit: „Ich will Dich spüren… überall… von oben bis unten.“, raunte er ihr ins Ohr, während seine Lippen ihren Hals und die nackten Schultern hinab wanderten und er sie fest an sich gepresst hielt. Selbst diese Umarmung schien ihm neu und fremd. Ute trug eigentlich so gut wie nie hochhackige Pumps. Doch nun war sie ein Stückchen größer als gewöhnlich. Das gab ihm das Gefühl, sie sei plötzlich eine andere und gar nicht mehr seine Frau, mit der er doch schon so lange zusammen war. Und es war atemberaubend! Er erlebte sie ganz neu, spürte ihren Körper ganz neu, wie er sich an ihn drängte, fordernd, leidenschaftlich und doch unendlich zärtlich, verführerisch mit all seinen Rundungen dort, wo sie sein sollten und in dieser ungewohnten Verpackung, die lockte, versprach, verhieß…
Fred wurde plötzlich klar, was er doch eigentlich an ihr hatte, und er schwor sich in diesem Moment, nie wieder so egoistisch und unaufmerksam zu sein, wie er es in der letzten Zeit gewesen war. Er war Ute dankbar, dass sie es war, die ihm deutlich machte, was da gefehlt hatte. Heute, ja heute, an einem Freitag, da wollte er neu mit ihr beginnen, wie sie offenbar auch mit ihm neu beginnen wollte. Und „Der Kriminalist“ war ganz weit weg und völlig unwichtig geworden, als sie schließlich eng umschlungen auf ihrem Bett landeten. Ute wollte gerade beginnen, sich der nicht unbedingt bequemen, wenn auch so ungemein erotischen Sachen zu entledigen, als Fred schon hastig seine Hose auf den Stuhl warf und zu ihr sagte: „Lass… bitte Ute, lass das alles an. Ich will Dich genießen darin. Ganz langsam… Stück für Stück. Ich verspreche Dir, Du wirst es nicht bereuen!“ – Während er das noch sagte, begann er, mit zwei Fingern den Nähten der Nylons zu folgen und zärtlich ihre bestrumpften Waden zu liebkosen… Ute schnurrte genüsslich wie eine Katze und räkelte sich wohlig auf dem Laken: „Endlich habe ich auch mal was davon…“, dachte sie und gab sich nun ganz seinen Zärtlichkeiten hin, die auch bei ihr das Verlangen weckten und Minute um Minute steigerten, bis sie schließlich beide das erste Mal in dieser Nacht im Meer purer Wollust mit einer lang entbehrten Intensität versanken…Es sollte nicht bei dem einen Mal bleiben. Und selbst, als sie sich am Ende völlig nackt liebten, war etwas anders geworden…
  • Geschrieben von Kurt
  • Veröffentlicht am 16.01.2018
  • Gelesen: 10627 mal

Kommentare

  • CS16.01.2018 22:03

    Vor 9 Tagen habe ich das Buch „Gesundgevögelt in 12 Wochen“ durchgeackert. Sie, sexfreudig, swingercluberprobt .....
    Nach 2 Kindern, das letzte wird noch gestillt.... Der Sex ist .....mausetot!!!
    Sie kämpft .. für ein normales Sexleben... Nicht einfach!
    Sie liest bei Horx, die Sextypen der Zukunft.. die advanterous couples,
    die catwomen, usw...
    Im Bekanntenkreis hört die Autorin die Wahrheit, da läuft nichts mehr....
    ..gar nichts!!!! Beid-?/einseitiger? Frust in höchster Vollendung im besten Alter???? Als ich das in Südafrika vor 7 Tagen erzählte, bekam ich prustendes weibliches Gelächter! .. Ohne Gelächter.. kenne ich das auch aus 1981,.. Damals.. „Geh doch in Dein Büro...!“, Zeit das Köfferchen mit Zahnbürste zu packen..... Das Geld nahm sie gerne und reichlich.

    10 Monate danach ging ich noch zum “Eheberater“, das alles kam mir so exotisch vor. .... Dann schug der Blitz ein...
    Aber am Ende landen wir immer vor ähnlichen Problemen...

    Deshalb freue ich mich über diese Geschichte!!
    Bitte schreibt mehr solche erfolgreichen Geschichten!!!!

  • Max17.01.2018 12:00

    Wer weiß, was so ein Kater liebt
    und ihm das richt‘ge Futter gibt;
    vertreibt im Bett die Langeweil‘
    wobei das Kätzchen wird auch gei.
    4,0

  • Kurt17.01.2018 18:32

    Hallo CS - hallo Max,
    ich danke Euch für die positiven Kommentare. Und ja, CS: das mit der plötzlichen Ablehnung und den daraus entstandenen (finanziellen) Folgen, das kenne ich nur allzu gut...
    Im Übrigen: Ich denke, dass man auf dieser Seite eher die "härteren" Sachen liest. Das wird mich nicht von meinem Stil abhalten. Gerade das etwas "Feinere" macht für mich noch den Reiz aus, erotische Geschichten zu schreiben. Die deutsche Sprache ist da leider wenig ergiebig und geprägt von Jahrhunderten der Prüderie... Dennoch: Ich freue mich, wenn Euch meine Geschichten und meine Art des Schreibens gefällt!
    Kurt

  • doreen19.01.2018 16:30

    Schöne Geschichte , toll geschrieben 5*

  • CS16.10.2018 22:13

    9.603x gelesen seit dem 16.1.18 ist weder gut noch schlecht.
    „Wiederbelebung“ wird offensichtlich nicht von den google-Algorithmen angenommen.....“Sexuelle Wiederbelebung“
    hätte hier mehr bewegt!!!?????? Mal zurückstellen lassen über infoatorionpunktde???

Schreiben Sie einen Kommentar

0.226