Erotische Geschichten

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Teil 1: Ganz weit oben

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"Tschüs Mutti!"
Meine alt gewordene Mutter sah mich mit freundlichen, aber müden Augen an. ich drückte ihr einen zärtlichen Kuss auf die Wange.
"Mein lieber Junge!" Sie sah mir schmunzelnd in die Augen. Dann drückte meine Hand. Dann wendete sie sich wieder ihrem Lieblingskreuzworträtsel zu. Kurz sah ich mich noch einmal in ihrem kleinen Zimmer um, das 16 Jahre lang auch mein Zuhause gewesen war. Es hatte sich kaum etwas verändert. Noch immer stand auf dem kleinen sideboard ein Bild von mir mit Schultüte - und daneben das Bild des Mannes, der mein Vater war, den ich nie kennengelernt hatte. Auf den Händen, mit denen die alte Dame nun auf der kleinen pastellgrünen Couch ihren Kugelschreiber führte, hatte sie mich getragen. Oft alleine. Sehr alleine. Und ich hatte in all den Jahren lernen müssen, dass das Kind einer alleinerziehenden Bandarbeiterin sich die ganz großen Geschenkwünsche zu Geburtstagen und Weihnachtsfeiern abtrainieren musste. dafür erhielt ich jede Menge Gutmütigkeit und mehr Liebe, als es einer oft von Arbeit gezeichneten Frau vielleicht zuzutrauen gewesen wäre. Meine Mutter war nie verbittert - auch wenn alle Männergeschichten in ihrem Leben eher ein Desaster waren. Alleine sein - mit mir - war ihr in Fleisch und Blut übergegangen. und sie schien nicht wirklich unglücklich dabei zu sein.
Ich sah sie noch einmal an, wie sie bereits wieder vertieft an ihrem Rätsel herumbastelte. Diese wunderbare Frau. Dann wendete ich mich der Türe zu, schloss sie leise hinter mir und benutzte den immer etwas klapprigen Hausaufzug, um aus dem 7. Stock hinunter auf die Straße zu kommen. Ich lief zur Bushaltestelle, wie ich es jahrelang täglich getan hatte, seit ich denken konnte. Nur dass ich nun natürlich nicht mehr zur Schule ging und eine eigene kleine Bude hatte, für deren monatliche Miete ich die Hälfte meines Azubilohns aufwendete. Mit der anderen Hälfte sparte ich auf ein eigenes Auto. Ich wollte Koch werden. Ich arbeitete in einer Großküche im Kantinenbereich einer Kunsthochschule. Als Azubi macht man da natürlich auch allen möglichen Kram, der nichts direkt mit Kochen zu tun hat. Aufräumen, putzen, aber auch Essen ausgeben. Und genau dort lernte ich Kathinka kennen. Ihre ersten Worte waren "Och neee..." Ich hatte ihr nämlich soeben die Hälfte ihres Mittagessens neben ihren Teller zugeschöpft. "Oh Gott. Tut mir leid." Dabei fiel mir dann auch noch der Handzettel, dem ich eben meine Aufmerksamkeit geschenkt hatte, in ihre Soße. Sie fischte ihn selbst heraus und schmunzelte: "Soso, 'Frühlingskracher' im Hobbytheater Weststraße am Freitag, den 24. 6. um 19 Uhr ..." zitierte sie belustigt.
Ich sah in ihre hellgrünen Augen und war total konfus. Ich wollte ihr einen neuen teller geben, aber der fiel auf den Boden und zerschellte in tausend Stücke: "Oh Schrott ... äh .. ich meine .. wie blöd von mir."
Ich weiß nicht, warum, aber Kathinka musste in diesen Sekunden entscheiden haben, am 24.6. um 19 Uhr nichts besseres vorzuhaben, als ins Hobbytheater Weststraße zu gehen.
Ich mach da bei so einer kleinen Laienschauspielschar mit. Irgendwie mag ich es in andere Rollen zu schlüpfen und aus mir herauszugehen - einfach anders zu sein, als in meinem eher langweiligen Alltag. Texte auswendig lernen ist zwar eigentlich nicht so mein Ding, aber ich bekomme immer so nette kleine rollen, in denen ich viel herumspinnen kann.
Am 24.6. um 22 Uhr traf ich Kathinka im Foyer des Theaters. "Du hast ja nicht nur bei der essensausgabe Talent!" War das jetzt ein Kompliment oder Spott?
"War's so schlimm?"
"Nein gar nicht. Seit wann machst Du das hier schon? ..." ...
Wir unterhielten uns blendend und saßen noch in der kleinen Theaterkneipe als der Wirt die "Rauswurfmusik" auf violle Lautstärke drehte ...

Nun hatte ich also die wohnung meiner Mutter verlassen und fuhr bester Laune mit dem Bus in die Innenstadt - allerbester Laune, denn ich hatte mich mit Kathinka zum Pizzaessen verabredet. Auch dieser Abend wurde wunderschön. Wir konnten über alles Mögliche reden. Kathinka mochte ganz ähnliche Filme wie ich und kannte sich mit Musikgruppen aus, bei denen ich sonst erstmal jedem erklären muss, um wen es sich überhaupt handelt. Sie sah sehr hübsch aus. nein, das ist untertrieben. Schon rein äußerlich hätte ich mich umgehend in sie verknallen können. Außerdem mochte ich ihre sehr natürliche und offenherzige Art. Alles an ihr wirkte echt. Und sie sagte vieles geradewegs so direkt heraus, dass ich manchmal schon schlucken musste. Sie studierte im vierten Semester "Dramaturgie und Regie". Und sie fragte mich, ob ich sie nicht mal bei sich zu Hause besuchen wollte. Sie wohnte wohl noch bei ihren Eltern.
"Kann ich da mit öffentlichen verkehrsmitteln hinkommen?"
"Nein. Zu uns kommt man nur mit dem Auto. Oder mit dem Hubschrauber." Sie grinste. Und ich verstand zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass sie dies durchaus Ernst meinte.
"Ich hab weder das Eine noch das Andere."
"Du hast kein Auto? ... Dann fahren wir halt zusammen hin, wenn Du magst. Ich nehm Dich mit."
Eine Stunde später küsten wir uns vor der Pizzeria zum ersten Mal. Es fühlte sich unglaublich schön an.

Das Leben war wunderbar. Essen ausgeben machte in den nächsten Tagen mehr Spaß als sonst - auch wenn Kathinka wohl bei einer Exkursion war und deshalb nicht in die Kantine kam. Der Tag unseres Ausflugs zu ihr Nach Hause rückte näher. Und mit meinem ersparten war ich nur noch einige hundert Euro von einem recht hübschen kleinen Gebrauchtwagen entfernt, den ich bei einem Autohändler gesehen hatte. Meine Laune bekam täglich neue Flügel.

Ich stand am verabredeten Ort - nicht weit von der Pizzeria entfernt. Mir fiel auf, dass ich Kathinka nicht einmal gefragt hatte, auf was für ein Auto ich denn warten sollte. Also schaute ich bei jedem Kleinwagen, der vorbeifuhr, ob ich hinter der Windschutzscheibe ihr Gesicht erhaschen konnte. ich konnte nicht. Es war schon zehn Minuten über die Zeit als ein ziemlich protziger knallroter Kompressorsportwagen vor mir hielt. Das voll verspiegelte Beifahrerfenster wurde geöffnet. Kathinka grinste mir entgegen:" Komm, steig ein!" Ich war sprachlos. Ich setzte mich.
"Hey, ist das eine Begrüßung?" spotette Kathinka und holte sich ein sehr ausgiebiges, ausgesprochen leckeres Küsschen mit sehr leuchtenden augen bei mir ab. Sie war so erfrischend natürlich wie immer. Aber so ein Auto hätte ich nie mit ihr in verbindung gebracht: "Gehört das deinem Papa?"
"Oh nein, seine Hummers gibt Papi nicht ab. Da ist er echt eigen. Aber ich mag den hier eh mehr."
"Ja, sehr ... äh ... hübsch ..." Ich konnte nicht umhin, mir gedanken darüber zu machen, wie viel Essen ich wohl noch auf Teller schöpfen musste, um mir Autos dieses Kalibers zuzulegen. Aber Kathinkas gute Laune, ihre schönen Augen, ihre hübsche Sommerkleidung, die einiges an Haut zeigte und ihre einfach nur fröhliche, lebenslustige Art, vertrieben diese Gedanken rasch wieder. Sie fuhr genauso erfrischend wie es ihrem Wesen entsprach. Wir plauderten, während wir die Stadt hinter uns ließen. Die Landschaft wurde hügeliger, die Wiesen saftig, die Straßen kleiner.
"Hier wohnt noch jemand?"
"Nein. Hier nicht. Es sind noch ein paar Kilometer. Ist es eigentlich komisch für Dich, vielelicht gleuich auch meinen Eltern über den Weg zu laufen?"
"Naja. Ein bißchen schon. ..."
Nach einer weiteren halben Stunde erreichten wir einen kleinen Wald, der mit einer Schranke abgesperrt war.
"Oh, Du entführst mich in den dunklen Wald!" spottete ich, während sich die Schranke öffnete.
"Ist nur ne Privatstraße" lächelte Kathinka, als sei dies das Selbstverständlichste auf der Welt.
Was hinter dem Wald kam, überstieg meine Vorstellungskraft. Wir fuhren eine Bergstraße hinauf. Ganz weit oben erreichten wir ein parkähnliches Anwesen mit einer fast hollywoodartigen Kulisse. Einige Gärten wurden von Bewässerungsanlagen bespüht. Pavillons und villenartige Gebäude umsäumten eine Art Palast, der mit neckischen Giebeln und Erkern bestückt war.
Kathinka stellte das Auto irgendwohin. Platz war ja genug da.
"Komm, ich zeig Dir mein kleines Häuschen!"
"Aha ... äh ... welches ist es denn ...?"
"Das da drüben! Komm!" Sie zeigte auf ein rot gestrichenes, in deiser Umgebung tatsächlich bescheiden wirkendes Einfamilienhaus mit einem terassenartigen Riesenbalkon, der fast zwei Drittel des ganzen ersten Stocks einnahm. Als wir auf Kathinkas Domizil ansteuerten, bog ein älterer Mann mit lustigem Strohhut, einfachem T-Shirt und knielanger Hose um die Ecke. Er sah aus wie ein Gärtner.
"Hallo Papa!" Gut, es war wohl nicht der Gärtner ...
"Ah, Kathi! Hallo meine Süße!" Er umarmte Kathinka sehr herzlich und behielt sie dann neben sich im Arm, während er mich, wenn auch nur flüchtig, musterte: "Wird das unser Tobias?"
"Vielleicht" zuckte Kathinka in ihrer erfrischend unkomplizierten Art mit den Achseln.
Ich verstand kein Wort. Seit wann hieß ich denn Tobias???
"Also, ich habe gerade überhaupt keine Zeit für Euch. Sorry. Casting. Aber wir sehen uns dann ja spätestens im Studio. Ciao, Ihr Lieben!" Während er sich von Kathinka löste, griff er kurz nach meiner Hand, schüttelte sie zweimal kräftig und ging so schnell von dannen, wie er gekommen war.
Ich sah Kathinka mit ahnungslosen und überrumpelten Augen an: "Äh, Tobias? ..."
"Mein Papa fällt gerne mit der Türe ins Haus. Er hat Dich auch im Theater gesehen und sich in den Kof gesetzt, dass Du eine Rolle in dem Film spielen sollst, den er gerade vorbereitet."
Kathinka führte mich in ihr Haus. Duie Mischung aus schlichter Gemütlichkeit und technischem Komfort war überwältigend. Sie schaltete Musik an, die nun aus allen möglichen Winkeln des Hauses zu hören war.
"Vergiss das mit dem Film, wenn Du nicht magst."
Vergessen? Im Gegenteil. Der Gedanke faszinierte mich. ich schien ein Glückspilz zu sein - quasi vom Essensausteiler zum Schauspieler.
"Oh, nein, ist schon OK. Scheint ja erfolgreich zu sein, Dein Papa."
"Definitiv. ich glaube, er ist der beste. und ich glaube, das dneken auch die meisten seiner Kollegen, auch von der Konkurrenz."
Kathinka drückte einen Knopf, woraufhin sich die Tischplatte an zwei runden Stellen öffnete und zweio Gläser irgendwoher zauberte. "Saft? Wasser? Cola?"
"Äh ... viellicht ne Apfelsaftschorle!?"
"OK!"
Kurz darauf füllte sich das Glas von unten her. ich staunte nicht schlecht: "Läuft das nicht aus, wenn man's hochhebt?"
"Nö, zieh's nach vorne weg." Kathinka zeigte mir, wie man es machen musste und ließ sich in ein sehr nettes Sofa am Tisch fallen.
Mich beschäftigte noch meine zukünftige Filmrolle: "Und was ist das für ein Film?"
Kathinka sah mich verschmitzt an: "Hmmm, also wir machen hier .. ich meine, mein Papa, der mein Papa macht ganz spezielle Filme. Sein neuer heißt DIE SCHULRÄTIN. Da geht es um eine Lehrerin, saskia Hillemeier, die in einer - naja sagen wir mal erotischen Geheimloge ist. Sie gibt hübschen Schülerinnen schlechte Noten und veranstaltet dann recht pikante Notenaufbesserungskurse. Und zwei Jungs kommen ihr auf die Spur -Tom und eben Tobias. Und ihre Tochter Nina will eigentlich schon lange nicht mehr als Kind behandelt werden und möchte bei den aktivitäten ihrer Mama mitmischen. Das schafft sie auch, indem sie ihr hilft. Naja ... ich habe das Drehbuch da, wenn Du's mal lesen magst."
Ich schürzte meine Lippen: "Hmmm, erotische geheimloge und Notenaufbesserungskurse ... das klingt ja ziemlich ..."
"Ich spiele die Nina!" lächelte Kathinka und sah mich sehr einladend an.
"Oh, äh ... ja ... also ..." ich überlegte, was ich sagen wollte, denn ich wollte es mir weder mit Kathinka noch mit der angebotenen Rolle verderben. "Oh, dann spielen wir zusammen?"
"Ja, was würdest Du denn gerne mit der Tochter so einer ziemlich verruchten Schulrätin machen?"
Kathinka spielte scheinbar naiv an ihrem Sommerkleidsaum herum. Ich starrte auf ihre Beine, ließ meinen Blick über ihren Schoß nach oben wandern, über die schönen Kurven ihres Oberkörpers bis zu diesen wundervoll sinnlichen Lippen und den hellgrünen Augen, die einfach verboten schön aussahen.Ich war etwas hilflos. Natürlich war ich scharf auf sie. Aber ich war nicht gerade der typ, der über Mädchen herfällt. Kathinka zog mich zu sich aufs Sofa: "Stört es Dich, wenn wir schon mal ein bißchen üben?"

Fortsetzung folgt.




  • Geschrieben von Echt_nett
  • Veröffentlicht am 17.07.2014
  • Gelesen: 6125 mal

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