Erotische Geschichten

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Sündhaftes Benehmen in einem Cafe

5 von 5 Sternen
Dieses kleine Cafê in der Stadt hatte es mir angetan. Ich mochte einfach das schlichte Ambiente, welches dafür sorgte, dass ich mich einfach wohl fühle. Der Geruch nach frischen Kaffee und Brötchen war nur ein Bonus zu einer faszinierenden Umgebung. Die Wände waren in schlichten Farben gehalten und man konnte sich nicht über zu viel ablenkender Dekoration beklagen. Es war die perfekte Umgebung, um mich mit meiner Freundin Tina zu entspannen und für so manche Überraschung gut, wie sich noch herausstellen sollte.

»Was gefällt dir am Cafê am meisten?«, fragte mich Tina in einem Moment der Nachdenklichkeit. Ich war gedanklich gerade abgelenkt, als mich ihre Frage unerwartet traf. Was sollte ich antworten?

»Wie meinst du das?« Ich versuchte ich mit einer gegenfrage abzulenken, um Tinas Aufmerksamkeit auf mich zu ziehen. Ich wollte nicht, dass sie meinen Blicken folgte und vielleicht sogar einen falschen Eindruck von mir erlangte.

»Ich meine damit«, begann sie zu tuscheln, während sie sich zu mir vorbeugte. »Dass ich dich schon eine Weile beobachte. Du siehst ihr in den Schritt!«

»Was? Also nein, das tue ich gar nicht. Wirklich nicht.«

Ich fühlte mich von Tina ertappt und fühlte, wie mir die Schamesröte ins Gesicht lief. Wie konnte sie das sehen? Was sollte ich ihr antworten?

»Ich habs gesehen«, stellte Tina klar, während sie ihre Ellenbogen auf den Tisch legte, nach der Tasse griff und einen Schluck trank. »Und ich fürchte, sie hat es auch gesehen.«

»Ich finde die Charaktere hier faszinierend.« Es war ein magerer Versuch, vom Ereignis abzulenken. Denn ich hatte der Frau im Minirock, heller Bluse und den dunklen Nylons an den Beinen wirklich in den Schritt gesehen. Oder es zumindest versucht. Es war zwecklos, es abzustreiten. Also berichtete ich Tina von meiner Beobachtung. »Sie hat nichts drunter.«

»Was?«, fragte Tina nach »Wie, jetzt, sie hat nichts drunter? Redest du von ihrer Unterwäsche?«

»Ja«, bestätigte ich Tinas Vermutung umgehend. »Sie trägt kein Höschen. Ich konnte ihre Weiblichkeit sehen. Ich glaube sogar, sie trägt ein Piercing.«

Geschockt saß Tina mit offenem Mund vor mir, wusste nicht, was sie darauf antworten sollte. Langsam bewegte sie ihren Kopf zur Fremden, versuchte, einen Blick auf ihre Schatzkammer zu erlangen. Sie wendete ihren Kopf wieder zu mir.

»Ich kann nichts erkennen«, stellte Tina fest. »Kennst du die Frau?«

»Ich bin mir nicht sicher«, flüsterte ich, während ich mit einem Seitenblick unter den Tisch blickte. Die Hand ihres Begleiters hatte sich zwischenzeitlich auf ihr Bein gelegt und suchte einen Weg unter ihren Rock. Ich wollte den Blick abwenden, konnte es aber nicht. Die Frau spreizte ihre Beine ganz langsam und schien ihm eine Möglichkeit zu eröffnen, sie zu berühren. Neugierig richtete ich meinen Blick auf ihn aus, einem Mann im Anzug. Er wirkte, wie ein anständiger Geschäftsmann, der es eigentlich nicht nötig hatte eine Dame unsittlich in der Öffentlichkeit zu verführen. Oder war das alles nur ein Spiel für das Paar? Wenn es denn ein Pärchen war?

»Hallo? Ich bin auch noch da?« Tina wedelte mit ihrer Hand, um meine Aufmerksamkeit zu erlangen. Ich sah die Bewegung aus dem Augenwinkel, konnte aber die Augen nicht von der Szene am anderen Tisch lassen. Ich bemerkte das leichte Zucken in seiner Hose, was immer er unter dem Rock der Dame tat, es schien ihn zu erregen.

»Tina an Sahra?« Sie begann mit den Fingern zu schnipsen. Ich sah sie an, sagte kein Wort. »Also, was wollen wir heute machen?«

»Ich ... ehm ...«, überlegte ich, als ich plötzlich am Oberarm angerempelt wurde.

»Entschuldigung«, sagte eine freundliche Frauenstimme zu mir. Als ich aufsah, bemerkte ich, dass es sich um die Dame handelte, die sich von dem Herren im Anzug hat befummeln lassen.

»Kein Problem«, antwortete ich ihr freundlich, als etwas auf mein Oberarm tropfte. Ich sah zum weißlichen Tropfen, berührte ihn. Fühlte sich zäh und klebrig an? War es etwa ...

Erschrocken sah ich zur Frau, die sich offensichtlich auf den Weg zur Toilette befand. Ihre Hand schien ebenfalls von dem klebrigen Zeug befleckt zu sein? Ich wendete den Blick zum Mann, sah, wie er den Reißverschluss seiner Hose schloss. Er wirkte jetzt ganz entspannt, als wenn nichts geschehen war. Die Indizien sprachen für sich. Er hatte wohl Sex mit der Dame. Vielleicht hatte sie ihm sogar einen ...

»Entschuldige mich bitte«, sagte ich zu Tina. »Ich muss mal wo hin.«

»Klar, mach nur. Ich wollte eh noch was essen.«

Eilig folgte ich der Dame auf die Toilette, erwischte sie am Waschbecken, wie sie sich die Hände wusch. Ich verschränkte meine Arme vor der Brust und sah eindringlich an. Das klebrige Zeug lief ihr zusammen mit dem Wasser über die Hand, bis es im Ausfluss verschwand. Ich wollte sie ansprechen, etwas sagen. Vielleicht wollte ich auch nur wissen, ob sie dem Herren wirklich einen runtergeholt hatte? Ich weiß es nicht.

»Hat es dir gefallen?«, fragte mich die Fremde und brach die Stille.

»Wie bitte?«

»Ich habe dich gesehen«, stellte sie fest. »Du hast uns beobachtet. Es muss ganz schön verwirrend für dich gewesen sein, die Szene zu verfolgen.«

»Ja, schon?«, bestätigte ich ihre Vermutung, als sich mir eine Frage in den Schädel brannte. »Aber ... warum?«

»Ich bin Veronika. Ich schreibe erotische Geschichten, weißt du. Und ich wollte es mal ausprobieren. Schließlich kann ich dich doch nicht mit Worten und Gefühlen einfangen, wenn mir selbst die Erfahrung fehlt, hm?«

»Und das soll die Antwort sein? Sie haben Sex im Cafê, damit sie eine erotische Geschichte schreiben können? Und was kommt dann? Vielleicht veröffentlichen sie die Story dann auf Orion oder was?«

Veronika sah mich am, während sie ihre Hände trocknete.

»Das wäre eine Möglichkeit«, antwortete sie mir. »Eine weitere wäre, wenn wir uns nächste Woche wieder sehen? Denn mir hat es sehr gefallen, bei meinem sündhaften Benehmen beobachtet zu werden. Ob es dir gefällt oder nicht, du bist jetzt ein Teil meiner Geschichte. Und ich denke, sie ist noch lange nicht vorbei.«
  • Geschrieben von Sahra_Poster
  • Veröffentlicht am 24.06.2021
  • Gelesen: 9838 mal
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Kommentare

  • Holger195328.06.2021 23:17

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    Skuril - genauso, wie sich diese Seite inzwischen entwickelt...

  • Holger195328.06.2021 23:19

    Profilbild von Holger1953

    skurril...

  • Mettenstern29.06.2021 19:32

    Gern 5 Sterne . Toll und interessant geschrieben

  • Sahra_Poster30.06.2021 12:27

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    Vielen dank. Ich denke, ich weiß was du meinst Holger. Der Trend immer weniger direkt zu schreiben stellt einen auch als Schreiberling vor einer großen Herausforderung. Aber man versucht es halt dennoch.

  • ChrisHH04.07.2021 11:27

    Diese Geschichte ist klasse und regt das Kopfkino wunderbar an. 5*

  • CS 20.07.2021 20:53

    Mir hat es gefallen! Und welcher Mann kennt nicht das Problem z. B. in der Ubahn mit gegenüberstehenden Sitzen.
    Der freizügige Busen oder die geöffneten Beine gegenüber.
    Man zwingt sich, die Werbung zu lesen oder sonst etwas, und wo erwischt man sich selbst, wo der Blick wieder hingeht.....
    Das haben mir viele andere Männer für sich selber bestätigt.

    Wie könnte diese Story hier weitergehen??

  • Holger195325.07.2021 00:04

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    Ich hatte schon gedacht, diese Geschichte wäre von einem Mann geschrieben, aber als ich das Foto der 47-jährigen Autorin sah, wurde ich eines besseren belehrt...

  • Holger195325.07.2021 00:15

    Profilbild von Holger1953

    Frage: Worin besteht das sündhafte Benehmen?

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