Erotische Geschichten

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4,3 von 5 Sternen
"Tolle Geschichte. Wo erlebt man denn sowas?! Da wär ich gern dabei gewesen. Donna."
Ich las den Kommentar unter meiner letzten Geschichte und freute mich sehr über dieses Kompliment. dann stellte ich mir kurz vor, wie es wohl wäre, wenn tatsächlich mal eine Leserin meiner Geschichten "echt dabei" wäre. War eine heiße Fantasie - aber natürlich völlig unrealistisch.
Ich blätterte im Profil von Donna und stellte fest, dass sie ebenfalls eigene Geschichten geschrieben hatte. Ich las einige davon. Schöner Schreibstil, dachte ich. Wie es wohl wäre, wenn wir mal eine Geschichte gemeinsam schreiben würden? Zunächst verwarf ich den Gedanken. Aber zwei tage später schrieb ich zum Spaß eine kleine Geschichte und nannte sie "Für Donna". Ich baute die Geschichte so auf wie ein kleines Rätsel. Wenn Donna sie las, konnte sie sich anhand ihrer eigenen Geschichten und der Platzierung bestimmter Wörter in meiner Geschichte meine private e-Mail-Adresse zusammenpuzzeln. Ich war gespannt, ob sie sich bei mir rühren würde.

Nach zwei Tagen hatte ich tatsächlich eine Mail von "Donna" in meiner Mailbox. Tatsächlich hieß sie Karin. Sie schrieb, dass sie diese Art der Kontaktaufnahme ganz originell fand und fragte, was ich enn nun eigentlich wolle. Ich fragte direkt zurück, ob sie nicht Lust hätte, mal eine gemeinsame Geschichte zu schreiben. Sie antwortete, dass man dazu ja so etwas wie eine gemeinsame Idee brauche, was nicht so einfach sei. Meine Fantsaien seien ja schließlich letztlich wohl andere Fantasien als ihre. Ich stimmte ihr zwar zu, merkte aber an, dass sich aus meinen geschichten, die ihr gefielen und ihren Geschichten, die mir gefielen, ja vielleicht etwas Gemeinsames stricken ließe.
Nach einigen hin und Her waren wir uns einig, dass man sich für 'sowas' eigentlich etwas näher kennelernen und zumindest mal treffen sollte, um sich ausführlicher auszutauschen. Wir beschlossen zunächst mal zu telefonieren. Das taten wir dann einige Tage später auch.
"Hast Du eigentlich auch in echt so ne Affäre, wie in Deinen Geschichten oder ist das alles frei erfunden?" fragte ich sie.
"Naja, manches ist erfunden. Anderes ist Wunschdenken. ich finde da einen Freund bei uns im Fitnessclub ziemlich ... naja, Du weißt schon ... aber er hat ne Freundin und traut sich dann nicht mit mir ... weil er wohl Angst hat, dass sie's rauskriegt ... und ich stell mir denn mehr vor und einiges davon steckt in meinen Geschichten. Hast Du ja gelesen ... ich stell mir halt vor, was wäre, wenn er und ich ... und einmal auch noch mit meinem eigenen Freund im Fitnessstudio ..."
"Ja, das fand ich ziemlich cool, wie Du das geschildert hast, dass Dein Freund dann mitmacht und Du dann mit beiden so ..."
"Mmhmm, aber das hat so nicht stattgefunden. Nur in meiner fanstasie. ich glaube, mein freund würde so was echt nicht tuin. Da ist er viel zu ... naja, brav vielleicht nicht, aber halt ... also ... ich denke, er will nichts anbrennen lassen bei mir und so ... verstehst du, was ich meine?"
"Natürlich versteh ich das. Meine Frau wäre zu Tode beleidigt, wenn ich ... also, wenn sie erfahren würde, dass ich .. Ich hab mal irgendwo gelesen, dass in den 50 er und 60 er Jahren des letzten Jahrhundert die Moral völlige Monogamie verordnet hat. Dann in den 70 er Jahren haben die Studenten Kommunen gegründet und im antiautoritären Zeitgeist war plötzlich das Gegenteil angesagt. Wer nicht mindestens eine Zweitfreundin hatte oder wer überhaupt eifersüchtig war, der war rückständig. Aber das hat den Menschen so weh getan, dass dann die heutige Doppelmoral sich durchgesetzt hat: Man ist zu Hause treu und liebevoll und trifft sich heimlich irgendwo im Hotel oder so für seine Abenteuer mit jemand, der eigentlich auch in einer festen Beziehung ist."
"Aber hatten die Menschen nicht immer schon Seitensprünge?"
"Na klar. Und die alten Römer hatten schon Orgien ...nur heute sind wir besser drin, uns zu tarnen und die Gefühle geliebter Menschen zu achten."
"Hmmm, ich fände gut, wenn Tobias die Gefühle seiner Freundin nicht ganz so stark achten würde."
Tobias hieß offensichtlich der Typ aus dem Fitnessclub, von dem "Donna" die Erlebnisse aufgeschrieben hatte, die Karin leider nicht mit ihm erlebt hatte.
Karin machte eine kurze Pause.. Dann fragte sie: "Und für dich trifft das zu?
"Was?"
"Dass du dich heimlich mit einer Frau triffst, die selber verheiratet ist ... oder so"
"Mit insgesamt zwei Frauen. Aber eine lebt in Brandenburg und eine im Breisgau, bei Freiburg."
"Und wo wohnst du?"
"Passau, fast Österreich ..."
"Na super ... das sind ja heftige Entfernungen."
"Ist auch nur jeweils zwei - bis dreimal im Jahr. Aber dann richtig schön ... so mit kleinen Rollenspielchen und lecker Essen gehen ...Kann ich nur weiter empfehlen!" Ich lächelte zufrieden in mich hinein.
"Und deine äh... Freundinnen haben nicht Angst, dass sie ihr eigener Lover in der Zwischenzeit auch ... äh ... hintergeht?"
"Manchmal malen wir uns sowas aus, wenn wir zusammen im Bett liegen. Aber 'Angst' kann man das eigentlich nicht nennen. Man muss sich halt nur klarmachen, dass man seinem Partner die gleichen heimlichen Sachen gönnt, die man sich selbst holt. Und das können meine Freundinnen scheinbar ganz gut."
"So einfach, wie das bei dir alles klingt - da musst du dir ja eigentlich gar keine erotischen Geschichten mehr ausdenken ..." Karins Ton klang fast ein wenig neidisch. Ich dachte nach. Sie schien die Meinung zu vertreten, dass man sich erotische Gschichten ausenkt, um der faden Realität mit der blühenden Fantasie das zu geben, was dem Leben fehlte. Ich war da ja nicht völlig anderer Auffassung, aber ich wollte auch nicht so dastehen, wie jemand, der sich auf der tatsatur holen musste, was das leben nicht bot.
"Hmmm ... ich fantasiere aber einfach gerne einfach dort weiter, wo die Realität aufhört - auch wenn's verrückt oder vieleicht sogar völlig abgefahren wird."
"Ja, das merkt man an einigen deiner Geschichten. "Akademie der erotischen Künste" und Süßstoff im Kaffee, der für wilde Orgien von Messebesuchern sorgt ... und so ... also ganz ehrlich ... so nene Süßstoff hätte ich gerne auch für Tobi. Den würd ich ihm gleich im Fitnessraum verabreichen ..."
Wir plauderten jetzt ein wenig über unsere Geschichten und verstanden uns ausgesprochen gut. Und wir lernten einiges über unser Privatleben kennen. Dann stellte Karin die entscheidende Frage:
"Was für eine Geschichte würdest du denn mit mir gemeinsam schreiben?"
"Naja, so aus dem Bauch raus würde ich eine Story stricken, bei der ich mit einer meiner Freundinnen Tobi in eine Situation bringen, in der er nicht mehr 'Nein' sagen möchte, sich unserer ... sagen wir mal ... gemeinsamen Philosophie anzuschließen ..."
"Ooooch, gar nichts mit Süßstoff? ..." Karin lachte. ich lachte mit. Wir entschlossen, dass es das beste wäre, wenn wir uns zum gem,einsamen schreiben mal persönlich treffen.
"Wo wohnst du eigentlich?"
"Aachen"
"Oh, das ist ja auch fast neben Passau."
Wir lachten erneut und ich schlug vor, meine nächste Geschäftlichenreise so zu planen, dass Aachen halt irgendwie auf dem Weg lag.

Vier Wochen später klingelte ich an Karins Haustüre. Sie hatte mir vorher noch per SMS und e-Mail einige Male erklärt, dass ich nicht erwarten solle, dass sie wie ein Modell aussah. Und ich hatte ihr geantwortet, dass ich auch weder ein Adonis noch ein Boygroup-Toyboy oder gar ein Superman bin, sondern recht durchschnittlich aussehe. Als jetzt die Türe aufging, fand ich, dass Karin sehr nett aussah und vorher nicht so sehr betonen hätte müssen, wie langweilig sie angeblich aussähe. Das fand ich nämlich gar nicht. Wir begrüßten uns kurz, drückten uns sogar kurz und herzlich und tranken dann einen Kaffee ... mit Süßstoff ... und scherzten darüber, welche Wirkungen so ein Süßstoff jetzt in meinen Geschichten entfalten könnte:
"Oh, ich habe gar nicht geprüft, ob das ein gefährlicher Süßstoff ist" grinste Karin.
"Tja, also, falls Du jetzt hemmungslos scharf werden solltest, werde ich das natürlich völlig schamlos ausnutzen!" erwiderte ich.
"Ach ja? Ich dachte, wir wollten eine Geschichte schreiben und nicht ..."
"Oh, ich würde es natürlich nur für eine hemmungslose Geschichte ausnutzen ... und Dich Tobi anrufen lassen, er soll mal vorbei kommen, zum Kaffee trinken ..."
Wir frotzelten noch eine Weile weiter. Dann beschäftigten wir uns damit, was wir schreiben wollten.

Und jetzt wird's interaktiv, liebe Leserin und Geschichtenerfinderin. Schreib Teil 2 dieser Geschichte, so wie Du sie weiter schreiben würdest, wenn DU Karin (oder viellicht eine andere Person dieser in unseren Köpfen entstehenden Geschichte?) wärst. Ich schreibe dann Teil 3 ... ich freu mich drauf.

UNSERE Fortsetzung folgt.

















  • Geschrieben von Echt_nett
  • Veröffentlicht am 04.03.2015
  • Gelesen: 6964 mal

Kommentare

  • Mone05.03.2015 07:02

    Echt nett-Echt_nett, freue mich auf die Fortsetzung

  • doreen05.03.2015 07:28

    Freu mich auch auf die Fortsetzung

  • Echt_nett05.03.2015 09:44

    Hallo Mone, hallo doreen! Danke für die netten Kommentare. Kann ich euch vielleicht dafür gewinnen, bei meinem interaktiven Schreib-Experiment für diese Geschichte mitzumachen und zu versuchen, so eine Art Fortsetzung zu schreiben? Ihr könntet in Eure (jeweilige) Fortsetzung natürlich hineindichten, was ihr wollt und dabei in die Person eurer Wahl (Karin, eine Freundin von Karin, eine meiner Freundinnen, eine Figur, di9e ihr Euch selber dazu ausdenkt oder jemand ganz anderes ....) schlüpfen und natürlich der EIGENEN Fantasie freien Lauf lassen. Sobald DU (Moa) oder DU (doreen) Teil 2 geschrieben hast, schreibe ich daran weiter (Teil 3) - und natürlich schreibe ich dann gerne mit jeder von Euch an einer jeweils anderen Fortsetzung der Geschichte weiter - ganz egal, wohin DU die Geschichte auch lenkst ... es können also ganz verschiedene Geschichten dabei rauskommen ...und gerne Deinen Fantasien dabei folgen ...
    Und falls Mona und/oder doreen es nicht tun, dann vielleicht eine andere Frau, die hier gerne schreibt, z.B. also DU, DU oder DU? ... :-)
    Ist'n Versuch. Vielleicht kommt ja was nettes dabei raus ... mit DIR!

  • doreen05.03.2015 11:53

    Hallo Echt_nett ,

    das klingt schon interessant und ich hätte auch große Lust dazu , nur fehlt mir im Moment aus beruflichen Gründen die Zeit dazu.
    Vielleicht haben wir mal bei einer späteren Geschichte von das Glück es nach holen zu können.

    LG
    Doreen

  • Echt_nett 05.03.2015 13:39

    Hi Doreen,

    kein Problem. Die Geschichte rennt ja auch gar nicht weg. Ein (neuer) zweiter Teil kann ja auch in einem Jahr entstehen ...
    Beste Wünsche für nachlassenden Berufsstress :-)

    LG
    "Echt_nett"

  • CS26.03.2015 21:55

    Komme hier erst heute vorbei. "Nackt kam die Fremde" muß ich ja nicht mehr erwähnen.

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