Erotische Geschichten

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Reise nach Krakau 5

2 von 5 Sternen
Fortsetzung von Teil 4


An diesem Tag fuhren wir nach Auschwitz. Krakau hatte seit meinem letzten Besuch einen neuen Hauptbahnhof bekommen. Und ich war erstaunt über die Sicherheitskontrollen am Eingang zum Stammlager Auschwitz, eine Kontrolle wie am Flughafen. Das hatte ich so nicht in Erinnerung.

Bei meinem ersten Besuch haute mich die Dimension des Vernichtungslagers um. Ich hatte viele Bilder und Filme von Auschwitz gesehen, aber das wahre Ausmaß wurde mir erst bei meinem Besuch klar.

Auch bei diesem Aufenthalt in Auschwitz war es warm und sonnig. Passender wäre damals wie heute naßkalter Novembernebel, Regen oder klirrend Frost gewesen. Als ich das erste Mal dort an der „Rampe“ stand, fiel mir eine Szene aus „Sophie's Choice“ ein, als sich Meryl Streep zwischen eines ihrer beiden Kinder entscheiden mußte. Keiner meiner Freunde kannte diesen Film. Ich hatte ihn das erste Mal kurz nach dem Erscheinen im Original in der Amerikanischen Botschaft in Ost-Berlin bei einem der monatlichen Filmabende zusammen mit Elly gesehen.

Beim Abendessen erzählte ich Olga und Joachim von „Sophies Entscheidung“ und wie nahe mir dieser Film ging, weil ich selbst einen älteren Sohn und eine jüngere Tochter habe. Bei unserer Scheidung schlug Elly vor, daß unser Sohn, ein „Vatersohn“, bei mir und unsere Tochter bei ihr leben sollten. Das war aber mehr ein Gedankenspiel, weil damals bei Scheidungen die Kinder eher der Mutter als dem Vater zugesprochen wurden.

Wir redeten auch über die letzte Pragreise, die ich gemeinsam mit Joachim unternahm. Für mich war es eine Nostalgiereise, denn zwanzig Jahre zuvor traf ich mich dort mit meiner Ex und meinen Kindern, um den Geburtstag meines Sohnes zu feiern. Prag war damals ein beliebter Ost-West-Treffpunkt. Ich erzählte den beiden, daß ich Sowjetsoldaten auf dem „Platz der Roten Armee“ fotografierte, der ein Jahr später in „Jan-Palach-Platz“ umbenannt wurde.

Während sich Olga angeregt mit Joachim unterhielt, mußte ich daran denken, daß damals unsere privat vermittelte Quartierswirtin überhaupt nicht erstaunt waren, daß Mutter und Kinder aus Ost-Berlin kamen, der Vater jedoch aus München. Überrascht war sie nur, daß die Mutter mit den Kindern in einem, der Vater in einem anderen Zimmer schliefen. Damit war meine Hoffnung gestorben, daß Elly und ich wieder zusammenkommen würden.

In der Hotel-Gemeinschaftsküche befand sich auch ein Kühlschrank, in dem wir unsere Lebensmittel lagern konnten. Als wir wieder zurück im Hotel waren, nahm ich zwei Flaschen Bier und eine Flasche Prosecco mit auf unser Zimmer. Olgas rotes Seidentuch hing immer noch über der Stehlampe und bei romantischer Beleuchtung saßen wir beide an einem kleinen runden Tisch bei Bier und Prosecco und ich begann meine Gute-Nacht-Geschichte.

Nach der Maueröffnung war ich oft mit dem „Interzonenzug“ zwischen München und Berlin unterwegs, um meine Kinder zu mir nach Oberbayern abzuholen und wieder nach Hause zu bringen. Fahrzeit etwa neun Stunden. Anfangs war es einfach, auch kurzfristig Liegewagenplätze im Nachtzug zu bekommen, aber nach der Währungsunion wurde es schwieriger, denn die Züge waren schnell ausgebucht.

Ich hatte die Kinder in den Sommerferien zum Ende meines Urlaubs zurückgebracht und bestieg gegen zehn am Berliner Ostbahnhof den Zug nach München. Mein Abteil war schon für die Nacht hergerichtet. Ich hatte eine obere Liege gebucht und verstaute dort meine Reisetasche. Weil ich noch nicht schlafen konnte, stand ich wie viele andere Mitreisende im Gang am geöffneten Fenster und ließ mir den Fahrtwind ins Gesicht wehen. Am Nachbarfenster stand eine hübsche blonde Frau um die Dreißig in einem durchscheinenden Sommerkleid, das bis zum Knie reichte und unter dem sich Slip und BH abzeichneten. Neben ihr stand ein Mann und ich dachte anfangs, er würde zu ihr gehören. Als er jedoch in einem Abteil verschwand, nahm ich seinen Platz ein und wir kamen ins Gespräch.

Sie hieß Sandra, kam aus Ost-Berlin und wollte sich mit einer Freundin in München treffen, um von dort nach Italien weiterzureisen. Als sie eine Platzkarte für diesen Zug kaufen wollte, war er bereits ausgebucht und die Anfrage beim Schaffner nach einem eventuellen freien Platz hatte keinen Erfolg. Ich sagte, daß ich gerade meine Kinder bei der Mutter abgeliefert hatte und sie erzählte mir, daß sie geschieden wäre, ihre beiden Töchter gerade beim Vater wären und sie deshalb mal ohne Kinder zwei Wochen Urlaub machen könnte.

Der Gang leerte sich immer mehr und nur noch ein paar Raucher standen an den offenen Fenstern. In meinem Abteil war es dunkel und weil ich sowieso nicht schlafen konnte, bot ich Sandra meine Liege an. Leise öffnete ich die Abteiltür. Sie warf ihren Rucksack auf meinen Platz und stieg an der Leiter hinauf. Ich schloß wieder die Tür, stand am offenen Gangfenster und schaute in Gedanken versunken in die dunkle Nacht hinaus.

Während ich so erzählte, zog sich Olga Hose und T-Shirt aus und ihr schwarzes Wollkleid an. Daß sich darunter ein schwarzer Slip und ein schwarzer BH verbargen, hatte ich ja gesehen. Sie nahm noch einen Schluck Prosecco, sagte in Anspielung auf ihr dunkel gefärbtes Haar: „Du weißt ja, daß ich naturblond bin“, und legte sich aufs Bett. Wir verstanden uns auch ohne viele Worte und sie erwartete von mir nicht nur Worte, sondern auch Taten.

Ich nahm noch einen Schluck aus der Bierflasche, sagte zu Olga, daß ich irgendwann doch müde wurde, ins Abteil ging und zu Sandra hinaufstieg. Ich wußte nicht, ob sie mir Platz machen wollte, denn sie lag dicht an der Abteilwand und als ich mich zu ihr legte, wandte sie mir den Rücken zu. Olga drehte sich zur Besucherritze und ich legte mich bekleidet wie damals, mit Hose und T-Shirt, zu ihr ins Bett. Dabei erklärte ich Olga, daß die Liege viel schmaler war, rückte eng an sie heran, und veranschaulichte im Krakauer Hotelbett mündlich und manuell weiter meine Reise mit dem Nachtzug von Berlin nach München.

Ich hatte einen Arm angewinkelt unter meinen Kopf, den anderen um Sandras Bauch gelegt und hielt mich an ihr fest, um nicht von der Liege herunterzufallen. Meine Hand tastete sich zu ihren Brüsten vor und ich merkte, wie sie die Luft anhielt. Als ich wieder über ihren Bauch strich, atmete sie aus und zwischendurch stockte immer wieder ihr Atem, als ich meine Hand an ihr Knie legte und langsam ihr Kleid nach oben streifte.

Da meine Liege ganz oben war und ich mit dem Rücken zum Mittelgang im Abteil lag, konnte auch mein Gegenüber auf der anderen Liege nicht sehen, was sich im Halbdunkel auf der der Wand zugewandten Seite meiner Liege tat. Deshalb wurde ich immer mutiger, zog mein T-Shirt aus und steckte es mir unter den Kopf. Dann umfaßte ich wieder Sandra, streichelte ihren Unterschenkel, ihren Oberschenkel und als ich das Kleid weiter nach oben schieben wollte, hob sie ihr Becken und half mir, das Kleid über ihren Kopf zu ziehen. Anschließend zog ich meine Hose aus und die am Fußende zusammengerollt liegende Schlafdecke über uns.

So lagen wir wie zwei Löffel im Besteckkasten seitlich aneinander und zwischen uns waren nur ein paar dünne Stoff-Fetzen. Ich öffnete ihren BH-Verschluß und sie half mir beim Ausziehen. Ihr heftiges Atmen, als ich ihre nackten Brüste streichelte, gingen unter in den mehr oder weniger lauten Schlafgeräuschen unserer Abteilnachbarn sowie in den Fahrgeräuschen, die durch das einen spaltbreit geöffnete Fenster zu hören waren.

Ich zog erst meine Unterhose und dann ihren Slip aus und wäre am liebsten von hinten mit meinem Phallus in sie eingedrungen, aber unsere Bewegungsfreiheit war auf dem schmalen Liebeslager einschränkt. Statt dessen drang ich mit den Fingern in ihre feuchte Liebesgrotte ein und ihr Unterleib zitterte und bebte. Nackt und aneinandergekuschelt schliefen wir unter der Decke ein.

In Nürnberg wurde ich das erste Mal wach. Auch aus unserem Abteil stiegen Leute aus. Als der Zug in Donauwörth einfuhr, weckte mich das Kreischen der Bremsen. Draußen dämmerte es bereits. Die Liege gegenüber und auch die darunter waren inzwischen leer. Ich zog mich an und war dabei bedacht, Sandra nicht zu wecken. Anschließend legte ich mich auf Liege gegenüber und nachdem wir in Augsburg abgefahren waren, beugte ich mich zu Sandra hinüber und als ich sie streichelte, drehte sie sich verschlafen zu mir um. Sie öffnete die Augen und ich gab ihr einen Guten-Morgen-Kuß. Mit einem Grinsen lüpfte sie die Decke über ihrer Brust, um darunter zu schauen. Ich flüsterte ihr zu, daß sie sich langsam anziehen müßte. In Pasing war unser Abteil leer. Wir warfen unser Gepäck auf die unteren Liegen, sprangen herunter, umarmten und küßten uns. Ich fragte sie, ob sie noch Zeit für einen Kaffee am Bahnhof hätte. Sie bejahte, denn ihr Anschlußzug nach Bella Italia fuhr erst eine Stunde später und sie hatte sich mit ihrer Freundin erst zu dieser Zeit verabredet.

Beim Kaffee tauschten wir Adressen und Telefonnummern aus. Da ich zum Dienst mußte, konnte ich sie nicht zum Zug begleiten, sondern fuhr mit der S-Bahn in die Arbeit.

In den nächsten Tagen dachte ich sehr oft an Sandra und daß sie sich vielleicht nach ihrem Urlaub melden würde. Ein paar Tage später klingelte bei mir das Telefon und sie meldete sich ganz aufgeregt. Sie hätte nur ein paar Telefonmünzen und könnte nicht lange telefonieren und wollte wissen, ob sie bei mir den Rest des Urlaubs verbringen könnte. Völlig überrascht sagte ich sofort zu. Am nächsten Tag rief sie mich wieder an und teilte mir mit, wann sie in München eintreffen würde.

Ich holte sie vom Zug ab und auf der Bahnfahrt zu mir nach Hause erzählte sie, daß sie sich am Strand bedrängt von jungen Männern fühlte, die nur „das Eine“ wollten. Zwei Frauen alleine, sie auch noch blond. Sie fühlte sich geschmeichelt, wollte aber nur baden. Ihrer Freundin hätte das nichts ausgemacht, aber sie wollte weg. Ich entgegnete: „Und du denkst, ich will nicht nur das Eine?“ - „Ja, aber mit dir kann ich reden. Ich kann überhaupt kein italienisch.“

Ich lebte und arbeitete zu dieser Zeit da, wo andere Urlaub machten. Es beruhigte mich, daß sie nicht auf der Suche nach einem Italian Stallion war. So konnte ich ihr doch einiges bieten: baden im Schliersee statt an der Riviera, Schweinsbraten statt Spaghetti und Weißbier statt Wein. Italienisch kann ich nicht, aber französisch, nur mit der Sprache hapert's...

Beim Stichwort Französisch schnipste Olga mit den Fingern und holte mich wie einen Hypnotisierten in die Gegenwart zurück. Wir lagen nackt auf der einen Seite des Doppelbettes, die Zudecke lag auf der anderen Seite. Ich kroch zum Fußende, kniete mich zwischen ihre Schenkel, legte meinen Kopf in ihren Schoß und saugte den Liebessaft aus ihrer Muschi wie eine Biene den Nektar aus der Blüte.

Ich küßte Olgas Bauch und sie legte ihre Beine über meine Schultern. Als ich mich aufrichtete, hielt ich mich an ihren ausgestreckten Beinen fest, drückte diese an meine Brust, drang in sie ein und vergaß alle Frauen vor ihr.

Als ich wach wurde, dämmerte es draußen. Ich ging ins Bad bieseln und als ich ins Zimmer zurückkam, blickte mich Olga mit verschlafenen Augen an und fragte, wie spät es sei. Es war gerade halb sechs und sie meinte, ich könnte ihr die Geschichte von Sandra zu Ende erzählen, falls das nicht so lange dauern sollte und wir zum Abschluß vor dem Frühstück noch ein Nümmerchen schieben könnten. Naja, ob die das Wort Nümmerchen benutzte, weiß ich nicht mehr, aber ich versprach, daß die Geschichte kurz wäre und erzählte weiter von meiner Begegnung mit Sandra.

Sandra verbrachte den Rest ihres Urlaubs bei mir. Unter der Woche mußte ich arbeiten und sie war in München und im bayerischen Oberland unterwegs, aber am Wochenende zeigte ich ihr meine Badestelle am Schliersee und kochte für uns. Keinen Schweinsbraten, sondern Chili con carne, typisch bayrisch... Sie hatte den Zweitschlüssel für meine Wohnung und konnte sich frei bewegen. Ich hatte ihr nur verboten, irgendwie bei mir aufzuräumen oder sauberzumachen. Sie hielt sich daran.

Zwei Monate später fuhr ich wieder nach Berlin, um Freunde zu besuchen und hatte mit Sandra ausgemacht, daß ich bei ihr übernachten könnte. Als ich bei ihr eintraf, begrüßten mich ihre beiden Töchter an der Wohnungstür. Eine fragte mich: „Bist du jetzt unser neuer Papa?“ Sandra wiegelte die Bemerkung ab und wir verbrachten eine lustvolle Nacht in ihrem Schlafzimmer, in ihrem Ehebett. Für die nächsten Nacht hatte ich mich abgemeldet, weil ich einen Freund treffen wollte. Es war aber eine Schulfreundin, bei der ich alleine in ihrem Gästebett übernachtete. Ich hätte weiter bei ihr schlafen können, aber meine Sachen waren noch bei Sandra. In den nächsten Nächten schlief ich bei Sandra und mit ihr.

Nach dieser Berlin-Reise schrieben wir uns ein paarmal. Obwohl ich herumdruckste, las Sandra zwischen meinen Zeilen, daß wir uns wohl nicht wiedersehen würden und mein letzter Brief blieb unbeantwortet.

Olga schnipste mit den Fingern und sagte: „Da habe ich wohl Glück gehabt, daß meine Kinder erwachsen sind.“ - „Du wirst es nicht glauben, aber ich trug zu dieser Zeit immer noch meinen Ehering, obwohl ich ja schon lange geschieden war. Sehr schmal und kaum zu sehen. Ich trug ihn seit meiner Hochzeit links, auch weil er mich an der rechten Hand behindert hätte. Sandra hatte ihn wohl nicht bemerkt. Vielleicht hätte sie nachgefragt, wenn ich ihn an der rechten Hand getragen hätte. Eine meiner Kolleginnen in München hatten mich wegen dieses Ringes gefragt, ob ich schwul wäre, weil ich mich offensichtlich nicht für Frauen interessieren würde. Ich konnte sie davon überzeugen, daß nur Kolleginnen tabu wären.“

Olga schnipste noch einmal mit den Fingern und fragte: „Wo bleibt der Abschluß?“ Ich schüttelte fragend den Kopf. „Der Abschluß, das Nümmerchen! Du hast es versprochen!“, forderte sie mich auf. Gern kam ich ihr nach und das gemeinsame Frühstück mit Joachim war mir in diesem Moment egal.


Fortsetzung folgt...
  • Geschrieben von Holger1953
  • Veröffentlicht am 09.05.2020
  • Gelesen: 1761 mal

Anmerkungen vom Autor

Die Veröffentlichung dieser Geschichte ohne Angabe der Quelle und ohne meine ausdrückliche Genehmigung ist verboten und kann strafrechtlich verfolgt werden. - Wer Tippfehler findet, darf sie behalten.

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Kommentare

  • RudiRabe09.05.2020 14:22

    Hallo Holger, meine ehrliche kritische Meinung: Reisebeschreibung mit ein paar frivolen Abschnitten. Bleibt zwar Luft für Fantasie, aber man braucht hierbei sehr viel Fantasie.

  • Holger195309.05.2020 20:13

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    Hi Rudi, vielen Dank für Deine ehrliche Meinung und Bewertung. "Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen." - Matthias Claudius (Bitte keine Telefonnummern veröffentlichen). Die Fortsetzungsgeschichte heißt ja auch "Reise nach Krakau" und nicht "F***** in Krakau. Wie geleckt wird etc. habe ich woanders detailliert beschrieben. Und ein wenig Fantasie traue ich dem geneigten Leser auch zu. Glücklicherweise sind die Geschmäcker ja verschieden. Wäre schlimm, wenn alle Männer nur in eine Frau verliebt wären und umgekehrt alle Frauen in nur ein und denselben Mann...

  • Holger195312.05.2020 15:23

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    Matthias Claudius ist telefonisch nicht erreichbar, denn er hat von 1740 bis 1815 gelebt.

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