Erotische Geschichten

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Reise nach Krakau 3

2 von 5 Sternen
Fortsetzung von Teil 2

Am nächsten Morgen hatten wir bereits geduscht und waren zum „Landgang“ angezogen, als wir zum Frühstück in die Küche gingen. Zwar war es bewölkt, aber die Sonne schien immer wieder durchs offene Fenster. Joachim saß auch schon an „unserem“ Tisch und wir besprachen, welche Ziele wir an diesem Tag ansteuern könnten.

Olga konnte ihren schönen Mund nicht halten und sagte zu Joachim gewandt, daß ich ihr von unseren Prag-Reisen erzählte. Daraufhin fragte er: „Hat er dir auch von unserer Reise nach Pardubice erzählt und daß er dort ein paar aufs Maul bekam?“ Olga verneinte und er hatte nichts besseres zu tun, als von einer Begebenheit zu berichten, die ich längst vergessen hatte.

„Die Mutter eines gemeinsamen Freundes war Tschechin. Einmal reisten wir zu dritt zu seiner Tante und hatten dadurch ein kostenloses Quartier mit Vollpension nahe Pardubice. An einem Abend waren in der Stadt und kamen zufällig an einem Restaurant vorbei, in dem eine Tanzveranstaltung stattfand. Bernhard tanzte auffällig oft mit einem Mädchen. Als wir gingen, folgten uns ein paar Jungs, umringten Bernhard, der anschließend mit blutiger Nase auf dem Straßenpflaster lag.“ - „Jetzt verstehe ich, warum er nicht tanzen gehen will“, kommentierte Olga.

Wir verlebten einen schönen Tag, obwohl wir anfangs zu dick angezogen waren. Wir schleppten den ganzen Tag unsere überflüssigen Jacken mit, weil wir schon zu weit vom Hotel entfernt waren, als sich auch die restlichen Wolken verzogen hatten.

Am Abend hatte es sich etwas abgekühlt und nun war es gut, daß wir unsere Jacken dabei hatten. Wir fanden sogar einen freien Tisch draußen vor einem Lokal. Olga und Joachim hatten sich anfangs über mich lustig gemacht, weil ich auf den Speisekarten zuerst nach Borschtsch suchte. Inzwischen kannte ich den Unterschied zwischen der polnischen und der ukrainischen Variante.

Zurück im Hotel gingen Olga und ich unter die Dusche. Während ich mich noch einmal kalt abduschte, wickelte sie sich ins Badetuch und ging voraus ins Zimmer. Nachdem ich mich abgetrocknet hatte, folgte ich ihr. Sie saß verhüllt im Sessel. Auf dem Tisch standen die Zahnputzgläser aus dem Bad und eine Flasche Rotwein mit Schraubverschluß. Sie hatte ihr rotes Seidentuch über den Schirm der Stehlampe gehängt und sah in diesem Licht umwerfend aus. Ich holte meine Kamera und machte ein paar Fotos von Olga. Als sich sie bat, mir etwas mehr von sich zu zeigen, meinte sie, daß ich mir das verdienen müßte: „Öffne bitte die Flasche und bei einem Gläschen Wein erzählst du mir die heutige Gute-Nacht-Geschichte. Wenn sie mir gefällt, bekommst du mehr zu sehen als mein Gesicht und meine nackten Füße.“

Ich öffnete die Flasche, schenkte uns ein und überlegte dabei, ob ich ihr eine weitere Zugreise erzählen sollte. Wir stießen an und Olga nahm mir die Entscheidung ab, denn sie fragte mich nach meiner ersten Nacht mit Eveline, meiner ersten Frau.

„Gestern endete deine Geschichte damit, daß du gleich an dem Abend, als du deine erste Frau kennenlerntest, bei ihr schliefst, ohne mit ihr zu schlafen. UNSER erstes Treffen war ja kein Blind Date. Wir hatten uns ja schon Mails und Bilder zugeschickt und miteinander telefoniert, bevor du mich das erste Mal besuchtest. Einerseits hätte ich nichts dagegen gehabt, wenn du zu mir ins Schlafzimmer gekommen wärest. Die Tür stand offen für dich. Andererseits fand ich es süß, daß du mich nicht gleich besprungen hast. Oder wärest du an dem Abend lieber mit meiner Tochter ins Bett gegangen? Mir war nicht entgangen, wie du sie angeschaut hast, als wir dich am Bahnhof abholten.“

Bei Olgas Worten fielen mir sofort Goethe und Joachim ein. Joachim hatte mir immer mal gesagt, daß es ihm fast peinlich wäre, wie ich Frauen mit meinen Blicken auszöge. Es stimmte zwar, aber ich dachte, er sagte das, weil er mich zu gut kannte. Kaum kam eine schöne Frau in mein Blickfeld, war er abgemeldet. Und als mir Olga vor unserem Treffen ein Foto von sich und ihrer Tochter sandte, kam mir das Goethesche Zitat in den Sinn: „Der Mutter schenk' ich, die Tochter denk' ich.“ Dabei sahen die beiden auf dem Foto aus wie Schwestern und deshalb schaute ich zweimal, als sie dann leibhaftig vor mir standen. Zum Glück hatte ich keinen Blumenstrauß dabei. Den hätte ich anders als Johann Wolfgang der Tochter gegeben und dann wäre das Chaos komplett gewesen.

„Auf dem Foto saht ihr aus wie Schwestern. Und in Wirklichkeit auch. Zwei attraktive Frauen. Können wir uns später darüber unterhalten? Ja, ich habe die offene Schlafzimmertür bemerkt und als du mir im Negligé auf der Wohnzimmercouch einen Gute-Nacht-Kuß auf die Wange gabst, hätte ich dich am liebsten sofort umarmt und an mich gezogen, aber ich wollte vor dir nicht als schwanzgesteuerter Mann dastehen bzw. daliegen, denn zugegebenermaßen bin ich schwanzgesteuert.

Bei zwei attraktiven Frauen fällt mir auch ein, wie ich Eveline kennenlernte. Soll ich jetzt davon erzählen?“ Olga bejahte: „Mich hatte es verwundert, daß ich ein Bild von ihr an der Wand in deinem Wohnzimmer fand, jedoch keines von deiner zweiten Frau. Los, erzähl!“

Ich wohnte damals nicht weit vom „Alex“ und hatte dort eine Stammkneipe, in der ich ab und zu essen ging. So auch an diesem warmen Abend Anfang Juni. An einem Tisch saßen zwei attraktive Frauen und ich wählte mir einen Platz, von dem ich die beiden gut beobachten konnte. Die eine schätzte ich auf Anfang Zwanzig, die andere etwa zehn Jahre älter. Die Jüngere war mir sofort aufgefallen. Hübsches Gesicht, rotes Haar, Schüttelfrisur, Minirock, Riemensandaletten an ihren nackten Füßen, die Zehnägel rot lackiert, passend zur Farbe ihrer Haare. Sie nippte an einem kleinen Glas Bier, die ältere hatte wie ich ein großes Glas Bier zu stehen, das halb leer war. Während ich aß, schaute ich immer wieder verstohlen hinüber und auch sie sahen öfter zu mir herüber, steckten die Köpfe zusammen und tuschelten miteinander.

Olga unterbrach mich: „Hast du nicht etwas vergessen?“ Ich zuckte fragend mit den Schultern und sie fuhr fort: „Zwischen Kopf und Rock war doch auch noch was, oder?“ - Vergessen hatte ich es nicht, wie konnte ich auch? „Ja, du hast recht. Da trug sie eine durchgeknöpfte dunkelgrüne Bluse.“ - „Und, was war in der Bluse?“ - „Ein praller Busen. Und weil die obersten Knöpfe offen waren, sah ich auch ein schönes Dekolleté.“ Olga lockerte etwas ihr Badetuch und formte es zu einem Ausschnitt zwischen ihren Brüsten. „Etwa so?“ Ich nickte zustimmend: „Genauso schön.“ - Grinsend sagte sie:„Ich wußte doch, daß ich dir nur deshalb gefalle. Als junge Frau wäre ich dir bestimmt nicht aufgefallen. Da hatte ich einen kleinen Busen. Ich glaube, meine Brüste sind noch mehr gewachsen, seit wir uns kennen.“ Ich dachte bei mir, vielleicht hatte mein Schulfreund damals doch recht mit seinem Spruch: „Männerfinger sind Busendünger“.

Olga entschuldigte sich für die Unterbrechung und bat mich, meine Erzählung fortzusetzen.

Nachdem der Kellner sowohl mir als auch der Älteren ein frisches Bier gebracht hatte, wartete ich ab, bis sie wieder zu mir blickten und prostete ihnen zu. Sie erwiderten meinen Gruß, was mich ermutigte, an ihren Tisch zu gehen und zu fragen, ob ich mich zu ihnen setzen dürfte. Lächelnd bejahten sie und so kamen wir ins Gespräch.

Die beiden erzählten, daß sie Freundinnen wären und im gleichen Betrieb arbeiten würden. Schnell waren wir beim Du. Die Ältere stellte sich als Wally vor. Eigentlich hieß sie Wilhelmine und wurde von ihren Eltern „Minna“ genannt. Beide Namen mochte sie nicht und weil Willy zu Verwechslungen führen könnte, wurde sie von allen „Wally“ genannt. Die Jüngere sagte, daß sie zwar Eveline hieße, aber von Freunden und Verwandten „Elly“ gerufen würde. Ich gab zurück, daß sie jetzt nicht auf den Gedanken kommen sollten, mich "Bernie" zu nennen.

Wally war geschieden und hatte zwei Kinder und an Ellys rechtem Ringfinger funkelte ein Ring. Darauf von mir angesprochen, wiegelte sie ab und versteckte dann die meiste Zeit die Hand mit dem Ring, indem sie den anderen Arm auf dem Tisch darüber legte.

Die Zeit verging rasend schnell und gegen elf winkte Wally den Kellner heran, weil sie bezahlen wollten. Ich fragte, ob ich die Getränke übernehmen dürfte und da sie nichts gegessen hatten, zahlte ich alles. Vor dem Lokal wollten sich die Frauen von mir verabschieden, aber ich fragte, wohin sie müßten. Sie wollten zur U-Bahn gehen und waren damit einverstanden, daß ich sie begleitete. Wie selbstverständlich blieb ich auch in der Bahn wie eine Klette an ihrer Seite, bis sich Wally von Elly und mir verabschiedete und uns einen guten Heimweg wünschte.

Ein paar Stationen später stiegen auch wir aus und auf dem Weg zu ihrem Haus fragte ich sie: „Mein schönes Fräulein, darf ich wagen, meinen Arm und Geleit ihr anzutragen?“ Schlagfertig antwortete sie: „Bin weder Fräulein, weder schön, kann ohngeleit nach Hause gehn“, und hängte sich doch bei mir ein. An ihrem Haus angekommen erwartete ich, daß sie sich von mir verabschieden würde, aber sie ging voraus und als sie ihre Wohnungstür aufgeschlossen hatte und ich unschlüssig dastand, forderte sie mich auf, hineinzukommen.

Sie wohnte im Seitenflügel und man kam vom Hausflur sofort in die Küche, von der das einzige Zimmer abging. Die Toilette war eine halbe Treppe tiefer und ich war froh, daß ich noch einmal in der Kneipe bieseln war. In dem kleinen Zimmer stand eine Couch ähnlich meiner Schlafcouch. Eine Seite war ausgezogen. Wie bei mir, da ich meist alleine und oft nur zum Schlafen zu Hause war. Als ich ihr sagte, daß ich eine ähnliche Couch hätte, gab sie mir Bettzeug und bat mich, die andere Seite auszuziehen und das Bett zu bereiten. Sie würde sich in der Zwischenzeit in der Küche waschen. Sie schloß die Tür zur Küche mit der Aufforderung: „Aber untersteh' dich, zu schmulen!“

Ich bereitete das Nachtlager, zog mich bis auf die Unterhose aus und setze mich auf einen Stuhl. Elly kam mit einem Herrenschlafanzug bekleidet herein. Die Schlafanzugjacke war bis zum Hals zugeknöpft. Sie sagte, daß ich mich jetzt waschen könnte, sie aber keine Gästezahnbürste hätte. Als Kind hatte ich mich bei meiner Oma auf dem Dorfe oft unter der Pumpe auf dem Hof gewaschen, aber das war schon eine Weile her. Und hier gab es wenigstens warmes Wasser aus einem Boiler. Nach einer Katzenwäsche und Zähneputzen unter Zuhilfenahme des Zeigefingers löschte ich das Licht in der Küche.

Elly lag bereits auf der Couch und hatte die Bettdecke bis über die Brust gezogen. Auf der freien Seite war die zweite Bettdecke aufgeschlagen. Sie fragte mich, wann ich aufstehen müßte, setzte sich auf und stellte einen Wecker, der auf der Ablage am Kopfende stand. Sie bat mich, das Licht auszumachen und als ich mich hingelegt und zugedeckt hatte, zog sie ihre Decke noch mehr zu sich heran, zeigte auf die freie Stell zwischen uns und meinte: „Stell dir vor, hier liegt ein zweischneidiges Schwert!“ Sie beugte sich über die imaginäre Grenze, gab mir einen Kuß auf die Stirn und drehte sich zur anderen Seite um.

Erst konnte ich nicht einschlafen und dann wurde ich früh wach, als es draußen dämmerte. Ich stand auf und zog mich leise an. Ich hatte gesehen, daß auch an ihrer Wohnungstür ein kleiner Notizblock für Nachrichten hing, zusammen mit einem am Bindfaden befestigten Bleistift. Ich schrieb meine private und meine dienstliche Telefonnummer auf und legte den Zettel auf den Küchentisch, bevor ich die Wohnungstür leise hinter mir zuzog.

Ich fuhr nach Hause, um zu duschen, bevor ich zum Dienst ging. Kurz nach meiner Mittagspause rief Elly tatsächlich an und sagte, daß sie mich gerne wiedersehen möchte. Als ich ihr ein Treffen am kommenden Wochenende vorschlug, schwieg sie eine Weile, um mir dann zu sagen, daß sie am Wochenende zu ihren Eltern fahren würde. Aber am darauffolgenden Mittwoch hätte sie Zeit und lud mich zum Essen zu sich ein. Und sie gab mir die Telefonnummer ihrer Arbeitsstelle, wo ich sie nachmittags zwischen eins und halb drei erreichen könnte.

Ich rief sie am Montag an und fragte, ob es bei unserer Verabredung bleiben würde. Sie bejahte und auf meine Nachfrage, ob ich etwas mitbringen sollte, antwortete sie: „Ja, dich?“ - „Vielleicht Wein? Rot oder weiß?“ - „Rotwein wäre passend. Aber nicht vor sieben kommen.“

Pünktlich stand ich am Mittwoch vor ihrer Wohnungstür, hatte Rotwein, einen Blumenstrauß sowie meine Lieblings-LP dabei. In ihrem Zimmer hatte ich einen Plattenspieler gesehen. Ich klingelte und sie empfing mich mit einem Kuß auf die Wange. Der Küchentisch war gedeckt, sie holte eine Vase aus dem Zimmer und stellte meine Blumen dazu. Während sie das Essen auffüllte, goß ich uns Wein in die bereitstehenden Kristallgläser ein. Wir stießen an und ich sagte, daß wir ja noch keine Brüderschaft getrunken hätten und das nachholen müßten. Also hakten wir uns unter und tranken. Sie gab mir danach einen Kuß auf die Wange, aber ich legte meinen freien Arm um ihren Nacken, zog sie an mich heran und küßte ihren Mund. Dann setzten wir uns, wünschten uns gegenseitig einen guten Appetit und sie eröffnete mir, daß sie das erste Mal Boeuf Stroganoff gekocht hätte und gespannt war, ob es mir schmeckt. Das war das erste Mal, daß ich ihre Kochkünste bewunderte.

Beim Essen erzählte sie mir, daß Wally, von der sie mich grüßen sollte, sie sofort am nächsten ausgefragt hätte und nicht verstand, warum wir nicht miteinander geschlafen hatten. Denn die beiden waren an jenem Abend unterwegs, um Männer kennenzulernen. Wally ging dabei leer aus und Elly kniff.

Elly erzählte weiter, daß sie zwar keine Angst vor mir hatte, aber doch ein wenig befürchtete, ich würde zudringlich werden. Sie wäre tatsächlich verheiratet und wollte deshalb nicht auf der Couch mit einem anderen Mann Liebe machen, zumal sie daran auch keinen Spaß hätte. Ihr Mann leistete gerade seinen Grundwehrdienst ab und sie war am Wochenende tatsächlich bei ihren Eltern, aber zusammen mit ihrem Mann, der Kurzurlaub hatte. Sie hätte ihm vorgegaukelt, sie hätte ihre Regel und bei den Eltern im Wohnzimmer könnte sie sowieso nicht mit ihm schlafen. Er fuhr am Sonntag früher als sonst enttäuscht zurück in die Kaserne.

Auf meine Frage, warum sie überhaupt diesen Mann geheiratet hätte, erklärte sie mir, daß sie da irgendwie hineingeschlittert wäre. Sie hätten gemeinsam die Schulbank geteilt und immer mal etwas gemeinsam unternommen und weil sie sich selbst nicht so schön fand, war sie froh, daß sich ein Junge für sie interessierte. Ihre Eltern und seine Eltern kannten sich und irgendwann kam die Frage auf: „Warum heiratet ihr eigentlich nicht?“ Seine Eltern richteten eine riesige Hochzeit aus. Mit weißem Brautkleid und blumengeschmücktem Mercedes. Ihr fehlte der Mut, NEIN zu sagen, weil alle irgendetwas von ihr erwarteten.

„Sicher hattest du erwartet, daß du mit mir schlafen kannst, oder?“ Erst druckste ich, bis ich kopfnickend bejahte. „Gib mir Zeit. Ich möchte dich erst einmal kennenlernen“, bat Elly.

Nach dem Essen gingen wir ins Zimmer und setzten uns auf die Couch, die diesmal zusammenschoben war. Es dämmerte und Elly zündete eine Kerze an. Während wir Wein tranken und Musik hörten, überlegte ich, ob ich tatsächlich Geduld haben würde. Ich verstand nicht, warum sie sich selbst nicht attraktiv fand. Mir jedenfalls war sie sofort aufgefallen, als ich sie das erste Mal sah.

Sie legte meine mitgebrachte Schallplatte auf, die ich in Budapest gekauft hatte, als ich einmal mit Joachim dorthin reiste: „Glen Campbell's Greatest Hits“. Von ihrer Mutter, meiner Lieblings-Schwiegermutter, hörte ich später das dazu passende Wort: „Muschi-Streichler“. Als ich mich später von Elly verabschiedete, fragte ich sie, ob ich meine LP bei ihr lassen könnte. Ich würde sie mir bei Gelegenheit wieder abholen. Ich sah, wie sie die Schallplatten auflegte. Sie hatte Vertrauen zu mir und ich vertraute ihr und wollte sie unbedingt wiedersehen. Gerne ging sie auf mein Angebot ein.

„Aber geschlafen hast du doch mit ihr irgendwann. Wenigstens zweimal. Schließlich habe ihr zwei Kinder“, unterbrach Olga etwas ungeduldig und riß mich aus meinen Erinnerungen. „Und warum hängt ihr Bild immer noch an der Wand? Sieht aus wie ein Gemälde.“ - „Kein Gemälde. Eine handkolorierte Fotografie. Du wirst vielleicht lachen, aber dieses Bild hing in meinem Spind und half mir, meinen Grundwehrdienst zu überstehen. Elly verließ ihren ersten Mann während seines Wehrdienstes und ließ dann dieses Bild anfertigen, damit ich sie nicht vergäße, als ich eingezogen war.“

„Du liebst sie immer noch, oder?“
„Sie ist die Mutter meiner Kinder.“
„Versteh' mich nicht falsch. Ich bin nicht eifersüchtig, aber die Väter meiner Kinder wandten sich nach unseren Scheidungen von mir ab und wollten mit den Kindern nichts mehr zu tun haben. Los, erzähl von eurem ersten Mal!“
„Aber nur, wenn du mitspielst!“
„Dieses eine Mal ja, aber danach schläfst du wieder mit mir und nicht mit der Elly von damals. Okay!“
„Okay. Wir haben uns ja auch nicht grundlos getrennt. Und einer der Trennungsgründe war unser unterschiedliches sexuelles Verlangen.“

In dem folgenden Rollenspiel erinnerten mich Olgas frauliche Formen tatsächlich an Elly und ich fühlte mich wieder jung und einen halben Zentner leichter.

Ich rief Elly gleich am nächsten Tag an und fragte, ob sie gut geschlafen und am Wochenende Zeit für mich hätte. Sie würde gern mit mir am Freitag ins Kino gehen. In der Karl-Marx-Allee spielten sie einen Film mit Robert Redford und ich könnte sie von der Arbeit abholen. Ich bot mich an, schon vorher die Karten zu besorgen, weil ich am Freitag frei hätte.

Ich holte sie ab, wir sahen Barbra Streisand und Robert Redford in „The Way we were“ und sie zog im Kino ihre Hand nicht zurück, als ich sie berührte. Es war ihre rechte Hand und der Ring am Finger fehlte. Arm in Arm gingen wir nach der Vorstellung zu ihr nach Hause und unterhielten uns über den Film. Vor ihrer Haustür sagte sie, daß noch Wein von neulich da wäre und sie ihn nicht alleine trinken wollte. Wir gingen nach oben. Auf dem Küchentisch standen Flasche und Gläser. Ich goß ein, sie zündete eine Kerze an und löschte das Deckenlicht. Ich stand noch neben dem Tisch, reichte ihr ein Glas und sagte, daß wir diesmal richtig Brüderschaft trinken müßten. Diesmal küßten wir uns richtig.

Wir saßen bei Kerzenlicht und Wein am Küchentisch und quatschten über Filme und Literatur und hielten dabei Händchen. Als die Weinflasche leer war und ich mich verabschieden wollte, sagte Elly: „Du kannst bleiben. Ich habe jetzt auch eine Gästezahnbürste.“

Nachdem sie mir die Zahnbürste gezeigt hatte, öffnete sie die Zimmertür und mir wurde klar, warum sie sich nicht mit mir auf die Couch gesetzt hatte, denn das Nachtlager war schon bereitet. Die Bettdecken waren aufgeschlagen und ich sah, daß auch ein Badetuch ausgebreitet war. Während ich mir am Waschtisch die Zähne putzte, zog sie sich im Zimmer um und stand dann in einem durchscheinenden kurzärmeligen Nachthemd, das bis zum Boden reichte, in der Tür. Ihre Brüste zeichneten sich schön unter dem Hemd ab und ich konnte sehen, daß sie ein Höschen trug.

Unsere Weinflasche im Hotelzimme war inzwischen auch alle. Olga schlug die Zudecke auf unserem Bett zur Seite und breitete dort das Badetuch aus, das sie eben noch verhüllte. Sie zog sich einen Slip und ein T-Shirt an. Um das Bild komplett zu machen, zog ich mir auch einen Slip an, bevor ich ins Bad ging, um mir die Zähne zu putzen. Nach mir ging Olga ins Bad und ich legte mich auf die bisher unbenutzte Seite des Ehebettes.

Fortsetzung folgt...
  • Geschrieben von Holger1953
  • Veröffentlicht am 03.05.2020
  • Gelesen: 2026 mal

Anmerkungen vom Autor

Die Veröffentlichung dieser Geschichte ohne Angabe der Quelle und ohne meine ausdrückliche Genehmigung ist verboten und kann strafrechtlich verfolgt werden. - Wer Tippfehler findet, darf sie behalten.

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Kommentare

  • RudiRabe05.05.2020 13:39

    Ganz ehrlich: Ist für mich jetzt ein bisschen langatmig geworden und es fehlt das Wesentliche.

  • Holger195306.05.2020 19:34

    Profilbild von Holger1953

    Hi RudiRabe, vielen Dank für Bewertung und Kommentar. - Ja klar, eine halbe Stunde vorm Loch liegen und mit dem Schwanz wedeln ist kein Vorspiel. - Das "Wesentliche" nach diesem Vorspiel passiert in Teil 4.

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