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Reise nach Krakau 2

4,5 von 5 Sternen
Fortsetzung von Teil 1

Als Olga und ich am nächsten Morgen noch etwas verschlafen und ungewaschen in die Küche kamen, saß Joachim dort am Tisch. Er hatte schon gefrühstückt und war etwas mürrisch. Vielleicht dachte er, wir hätten die ganze Nacht durchge****t, während er sich alleine im Bett vergnügen mußte. Wir ließen uns aber von seiner schlechten Laune nicht anstecken.

Joachim war „landfein“ angezogen und nachdem er seinen Kaffee ausgetrunken und uns zum Geschirrspülen „verdonnert“ hatte, verabschiedete er sich für die nächsten zwei Stunden. Wir frühstückten in Ruhe, duschten anschließend und gingen zu dem mit Joachim ausgemachten Treffpunkt in der Altstadt. Es war ein warmer sonniger Tag und seine Laune hatte sich inzwischen gebessert.

Es wurde am Abend wieder spät, bis wir in unserem Quartier eintrafen und wir verabredeten uns gleich etwas später zum Frühstück am nächsten Morgen.

Im Bett begann ich meine Gute-Nacht-Geschichte an der Stelle, an der Olga am Vorabend eingeschlafen war, nämlich bei unserem letzten Prag-Besuch. Joachim und ich stellten fest, daß wir nie wieder ein Hotelzimmer teilen könnten. Jeder warf dem anderen vor, lauter zu schnarchen. Olga sagte mir daraufhin, daß ich überhaupt nicht schnarchen würde. Ich erwiderte, daß sie ja auch einen festen Schlaf hätte.

Ich sagte zu Olga, daß ich nicht gemerkt hatte, wie sie in meinem Arm eingeschlafen war. So wie Joachim meinte sich mit mir zu unterhalten, während mich die „Bordsteinschwalbe“ in den Hausflur zog. Ich konnte mich nicht mehr an das Gesicht erinnern, aber mir fiel während des Erzählens ein, daß sie dick geschminkt war.

Meine zweite Frau trug manchmal auch viel auf, obwohl sie es nicht nötig hatte. Am meisten störte es mich aber, wenn sie sich regelrecht mit schwerem Parfüm „eindieselte“. Sie war starke Raucherin und ihr Geruchs- und Geschmackssinn waren dadurch beeinträchtigt. Anfangs verstand ich es nicht, daß sie im Restaurant das Essen nachsalzte, bevor sie es überhaupt gekostet hatte. Mit der Zeit konnte ich sie im wahrsten Sinne des Wortes nicht mehr riechen.

Ich sagte zu Olga, daß ich bei unserer ersten Begegnung froh war, sie ungeschminkt und ohne Parfüm kennengelernt zu haben und daß ich sie immer noch riechen könne. Olga küßte mich und sagte, daß sie das nur zurückgegeben könnte, pochte aber auf eine weitere Geschichte.

Die fiel mir ein, als ich in der letzten Nacht nicht einschlafen konnte und die an meiner Seite fest schlafende nackte Frau sanft streichelte.

Im Sommer 1976 fuhr ich wieder einmal mit Joachim von Berlin nach Prag. Wir hatten einen Nachtzug genommen, der frühmorgens in Prag sein sollte. Wir hatten aber keinen Schlafwagen genommen, weil die wenigen Plätze ausverkauft waren, sondern reisten in einem Sitzwagen. Unsere Abteilnachbarn waren eine junge Frau und ein junger Mann, die jedoch nicht zusammengehörten. Schnell kamen wir ins Gespräch. Der junge Mann war ein Mitarbeiter der Ständigen Vertretung in Ost-Berlin, der dienstlich zur bundesdeutschen Botschaft in Prag unterwegs war. Die junge Frau kam aus Leipzig, arbeitete aber als Kellnerin im gerade eröffneten Ost-Berliner „Palast der Republik“ und wollte eine Freundin in Prag besuchen. Wir siezten uns und nannte auch keine Namen.

Die Zeit bis Dresden, wo bereits die DDR-Grenzer und -Zöllner einstiegen, verging sehr schnell. Bis Bad Schandau hatten wir bereits die ostdeutsche Paßkontrolle hinter uns und dort stiegen die tschechischen Beamten ein. Beim nächsten Halt in Aussig waren sowohl die Einreiseformalitäten als auch die Fahrscheinkontrolle erledigt und wir beschlossen, das Licht im Abteil zu löschen und etwas zu schlafen.

Man konnte die Armlehnen hochklappen und die Sitze so vorziehen, daß nur ein Spalt zwischen den Sitzen übrigblieb. Wir lagen dort wie Würste auf dem Bratrost. Am Fenster lag der junge Mann und die junge Frau lag zwischen Joachim und mir. Unsere Jacken dienten zusammengerollt als Kopfkissen.

Anfangs lag ich auf dem Rücken, drehte mich dann aber zur Abteiltür um und stellte mich schlafend. Nach einer Weile drehte ich mich zur anderen Seite und legte meine Hand auf den Bauch der Frau.

Während ich erzählte, demonstrierte ich Olga, wie ich mich damals im Abteil erst auf die eine und dann auf der anderen Seite drehte und legte meine Hand diesmal auf Olgas nackten Bauch. Ich fragte Olga, ob sie müde wäre. Sie verneinte und ich bat sie, sich Slip, BH und ein T-Shirt anzuziehen. Sie folgte meiner Bitte, legte sich nun leicht bekleidet rücklings neben mich und begann wie immer, wenn wir uns im Bett unterhielten, an meinem Penis zu spielen. „Du darfst ruhig weiterspielen, obwohl die Frau das damals nichts tat. Auch als ich die Hand auf ihren Bauch legte, rührte sich sich nicht und ich dachte, sie schliefe“, sagte ich zu Olga und erzählte weiter mein Zugerlebnis und bewegte mich entsprechend.

Meine Hand schob schob sich unter das T-Shirt und streichelte den Bauch der Frau, wanderte weiter hoch zum BH, strich über die verhüllten Brüste und streichelte den nackten Brustansatz. Als ich die harten Nippel von Olga unter dem Stoff fühlte, hatte ich ein Déjà-vu. Damals war ich jedoch etwas unerfahren, denn sonst hätte ich spätestens zu diesem Zeitpunkt gewußt, daß meine Nachbarin nicht schlief.

Mutig geworden schmiegte ich mich ganz dicht an die Frau, streichelte wieder den Bauch, der unter meiner Berührung leicht zuckte. Mit den Fingerspitzen ertastete ich den Bund ihres leichten Sommerrockes und als ich mit Fingern unter dem Bund des Slips war, drehte die Frau ihren Kopf zu mir und küßte mich.

Olga unterbrach mich mit einem Kuß und ich erklärte ihr, daß ich nicht weitererzählen könnte, wenn wir uns küßten. Später unterbrach sie mich zwar noch paarmal auf dieselbe Art und Weise, aber ich konnte meine Geschichte zu Ende erzählen.

Ich schob einen Arm unter den Nacken der Frau und wir küßten uns weiter, während meine andere Hand weiter auf Entdeckungsreise ging. Ich ertastete ihren Venushügel, kraulte ihre Schambehaarung und streichelte ihre Perle, bevor ich meine Finger in ihre feuchte Muschi tauchte. Dabei wurde ihr Kuß immer intensiver und sie biß mir auf die Zungenspitze, worauf ich meine Finger schnell zurückzog. Ganz leise flüsterte sie mir ins Ohr: „Mach weiter.“ Ich tat wie mir geheißen, jedoch nicht mehr ganz so heftig. Wir küßten uns wieder, aber sie biß mir nicht mehr auf die Zunge. Nach einer Weile schlief meine Begleiterin ein und ich zog langsam meine Hand zurück und legte sie wieder wie zu Beginn aufs T-Shirt auf ihren Bauch und schlief ebenfalls ein.

Ich wurde wach, als sich meine Nachbarin aufrichtete. Draußen dämmerte es bereits und auch die beiden anderen wurden wach. Wir schoben die Sitze wieder zurück und ordneten verschlafen unser Gepäck. Als wir in Prag ankamen, verabschiedeten wir uns mit Handschlag und dem Bemerken, daß wir uns vielleicht einmal wiedersehen würden. Die Frau gab mir einen Kuß auf die Wange und flüsterte mir zu: „Ich arbeite in der Weinstube. In zwei Wochen bin ich wieder zurück. Besuch mich mal.“

Ich frühstückte mit Joachim am Bahnhof, bevor wir zur Zimmervermittlung gingen.

Zwei Wochen später in Berlin ging ich in „Erichs Lampenladen“, um meine Reisebegleiterin wiederzufinden. In der Weinstube kellnerten einige schöne Frauen, aber durch die „Uniform“ sahen sie sich sehr ähnlich und ich habe Schwierigkeiten, mir Gesichter zu merken. Offensichtlich hatte sie keinen Dienst und weil ich ihren Namen nicht wußte, konnte ich nicht einmal nach ihr fragen. Erst bei meinem dritten Anlauf klappte es. Sie kam sofort auf mich zu, sagte mir, wann sie Feierabend hätte und daß ich sie abholen könnte.

Ich war dann etwas früher in der Weinstube. Sie winkte mir zu und bedeutete mir, im Foyer zu warten. Als sie dann umgezogen, quasi in Zivil, vor mir stand, begrüßte sich mich noch einmal mit einem Kuß auf die Wange. Ich fragte, ob sie Lust hätte, mit mir essen zu gehen, antwortete sie: „Aber nicht hier.“

Seit ihrem Abschiedskuß in Prag waren wir ja schon per du. Auf dem Weg sagte sie mir, daß sie Solveig hieße, nur ein paar Monate in der Weinstube arbeiten würde und in einem Wohnheim untergebracht wäre. Zur Eröffnung von „Erichs Lampenladen“ hatte man in der ganzen DDR Personal „rekrutiert“, bevor dann das endgültige Personal ausgewählt wurde.

Bei unserer Unterhaltung wurde mir klar, warum sie etwas reserviert reagierte, als sich unser vierter Abteilnachbar als Mitarbeiter der Ständigen Vertretung vorstellte. Das Personal für den „Palazzo Prozzo“ wurde bei den Bewerbungen auch über eventuelle Westkontakte befragt.

Hier unterbrach mich Olga wieder mit einem Kuß und fragte, ob sie immer noch angezogen sein müßte. Ich verneinte und sie erwiderte: “Angezogen habe ich mich selber, ausziehen mußt du mich.“ Gern kam ich ihrer Bitte nach und als ich sie anschließend mit Küssen bedeckte, erinnerte sie mich daran, daß die Geschichte ja wohl noch nicht zu Ende wäre. Also erzählte ich weiter.

Ich ging mit Solveig essen, wir unterhielten uns und verabredeten uns beim Abschied für den nächsten Tag. Ich holte sie ab und wollte sie wieder zum Essen einladen, aber sie hatte bereits auf Arbeit gegessen und war damit einverstanden, zu mir zu gehen. Zwar wohnte ich noch bei meinen Eltern, hatte aber mein eigenes Zimmer und wir hatten auch ein gesondertes Gästeklo, so daß es kein Problem war, wenn jemand bei mir übernachtete.

Ich hatte mein Zimmer extra sauber gemacht, Wein kühl gestellt und statt Seidenblumen waren echte Blumen in der Vase auf dem Couchtisch. Knutschend saßen wir auf meiner Schlafcouch, quatschten, tranken Wein und Solveig setzte sich auf einen Sessel, als ich die Couch auszog. Danach lagen wir fast so wie damals im Abteil küssend umarmend nebeneinander, nur etwas bequemer und nur mit Slip und BH (ich ohne BH) bekleidet und auch Solveigs Hand war in meinem Slip.

Sie schlief bei mir, aber es blieb beim Küssen, Tasten und Streicheln. Hinterher hatte ich mich oft gefragt, ob sie mehr wollte. Ich hatte Schiß und wollte nicht wie einer meiner Brüder schnell Vater werden. Ich hätte an Kondome denken sollen oder sie fragen, ob sie verhütet. Jedenfalls war sie sehr reserviert, als ich danach wieder in der Weinstube auftauchte und um ein Treffen bat. Sie hatte keine Zeit mehr für mich und ein paar Monate später war ihr Engagement in Berlin zu Ende. Wir sahen uns nie wieder und seitdem bin ich nicht mehr so zurückhaltend beim ersten Mal.

„Hey, hey, das stimmt so nicht, schließlich haben wir nicht miteinander geschlafen, als du das erste Mal bei mir übernachtetest“, meldete sich meine aufmerksame Zuhörerin. „Du hast recht. Ein Jahr später lernte ich meine erste Frau kennen und wir schliefen gleich in derselben Nacht auch auf ihrer Schlafcouch. Ohne miteinander zu schlafen“, fiel mir in diesem Moment ein, „aber das ist eine andere Geschichte.“

Auch wenn wir nicht mehr verhüten mußten, verwöhnten wir uns in dieser Nacht nur oral und Olga und ich schliefen verkehrt herum nebeneinander liegend ein.

Fortsetzung folgt...
  • Geschrieben von Holger1953
  • Veröffentlicht am 01.05.2020
  • Gelesen: 3025 mal

Anmerkungen vom Autor

Die Veröffentlichung dieser Geschichte ohne Angabe der Quelle und ohne meine ausdrückliche Genehmigung ist verboten und kann strafrechtlich verfolgt werden. - Wer Tippfehler findet, darf sie behalten.

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Kommentare

  • Holger195301.05.2020 16:50

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    Um Mißverständnissen vorzubeugen: Nicht Joachim und ich waren verheiratet, sondern Joachim war verheiratet und ich war verheiratet! - Nun habe ich mich verraten. Bernhard ist mein Alter Ego.

  • RudiRabe01.05.2020 18:03

    Schöne fortsetzung, aber manchmal etwas kompliziert mit den Männern.

  • Holger195301.05.2020 18:19

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    Hi RudiRabe, vielen Dank für Kommentar und Sternchen. Kompliziert wie im richtigen Leben. Ich bleibe weiter in der Erzählerrolle und Bernhard bleibt mein Alter Ego.

  • Holger195301.05.2020 18:23

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    Übrigens, die Reise nach Krakau dauerte nicht 1001 Nächte, sondern nur eine Woche. Und Bernhard hatte gefühlt weniger Bettgenossinnen als Olga Liebhaber...

  • CS01.05.2020 18:35

    RudiRabe hat recht, trotzdem eine schöne erotische
    Geschichte, die sehr echt klingt! 5 Sternchen wurden zurecht vergeben. Krakau 1 ist auch gut, aber es fehlt ein erotischer "Höhepunkt"
    Vor langer Zeit las ich mal eine ähnliche "Erzähl-Story".
    Er schildert in allen erotische Einzelheiten den Sex mit einer
    fremden Frau. Es dauert in ihrer Eifersucht lange, bis sie erkennt, daß es ein Sexerlebnis mit ihr ist.

  • Holger195301.05.2020 19:00

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    Hi CS, ich habe immer noch nicht erfahren können, wieviele Zeichen bei den Orion-Geschichten erlaubt sind, denn einige meiner Erzählungen wurden einfach "abgeschnitten". Deshalb schreibe ich Episoden. Sind denn die Liebeskugeln in Krakau 1 kein erotischer Höhepunkt? Klar, es kam nicht zum eigentlichen GV, genausowenig wie in der Zugfahrt mit Solveig im Teil 2. Meine Freundin Olga sagte mir einmal: Vielleicht war es nicht genau so, aber es hätte genauso passieren können. In der Erinnerung verschwimmt sowieso einiges...

  • Holger195301.05.2020 19:12

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    PS. Bisher hatte immer Bernhard Olga nach ihren Liebhabern befragt und sie hatte anfänglich Scheu, weil sie dachte, er wäre eifersüchtig. Bei dieser Reise nach Krakau forderte sie ihn heraus, endlich etwas aus seinem Liebesleben zu erzählen...

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