Erotische Geschichten

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Reise nach Krakau 1

3,5 von 5 Sternen
Im Oktober vor knapp zehn Jahren war ich mit ein paar Freunden für ein verlängertes Wochenende in Krakau. Zu dieser Zeit gab es den Intercity „Wawel“ zwischen Lüneburg und der früheren polnischen Hauptstadt. Die Fahrzeit zwischen Berlin und Krakau betrug etwa zehn Stunden und meine Freunde waren zunächst nicht begeistert, als ich ihnen vorschlug, mit der Bahn zu fahren, aber der Gruppenfahrpreis war ein überzeugendes Argument.

Wir bestiegen in Hamburg sehr früh einen Eurocity Richtung Berlin, hatten dort eine Stunde Aufenthalt und als der IC „Wawel“ aus Lüneburg einfuhr, traute ich meinen Augen nicht, denn er hatte nur zwei Wagen. Der Wagen, für den wir Platzkarten hatte, war verschlossen. Es stellte sich heraus, daß in diesem Wagen die Heizung ausgefallen war und unsere Reservierung deshalb für den zweiten Wagen galt. Dieser Wagen hatte dann nur noch wenige freie Plätze. Im niederschlesischen Liegnitz, dem ersten Halt in Polen, wurde die Lok gewechselt und es wurde ein Barwagen angekuppelt, in dem es heiße Würstchen, warmen Kaffee und kaltes Bier gab. Ab dort ging es zum Teil mit nur 30 Stundenkilometern weiter. Meine Freunde konnte ich nie wieder zu solch einem Bahnabenteuer überreden.

Nach dieser Stippvisite wollte ich unbedingt noch einmal in die im zweiten Weltkrieg nahezu unzerstörte Stadt zu reisen. Als ich mich ein paar Jahre Jahre später mit einem Münchner Freund darüber unterhielt, war er sofort begeistert und wir machten den Termin für eine gemeinsame Reise fest. Er wollte von München aus fliegen und ich wollte wieder von Hamburg aus mit der Bahn fahren. Inzwischen fuhr aber der „Wawel“ nicht mehr, statt dessen zweimal am Tag ein IC-Bus der Bahn von Berlin nach Krakau, frühmorgens und spätabends, Fahrzeit etwa neun Stunden.

Ich rief Olga an und fragte, ob sie Lust hätte, mit mir eine Woche Urlaub zu machen. Sie war begeistert und nachdem sie geklärt hatte, daß sie frei nehmen könnte, buchte ich Hotelzimmer für uns drei und die Busfahrten Berlin-Krakau hin und zurück für Olga und mich.

An einem Freitag Abend Mitte Mai traf ich mich mit Olga am Berliner Hauptbahnhof. Wir hatten noch Zeit bis zur Abfahrt des Busses und ich lud sie ein, mit mir vorher noch essen zu gehen.

Später am Bussteig standen nur ein paar Leute und nachdem das Gepäck verstaut war, gingen wir gleich ins leere Oberdeck des Busses, setzten uns auf Plätze in der zweiten Reihe und niemand folgte uns. Wir hatten das Oberdeck während der ganzen Fahrt für uns alleine. Wahrscheinlich, weil die Sitze unten bequemer waren und man dort sicher während der Nachtfahrt besser schlafen konnte als oben. Dafür waren wir aber unter uns. Ich überließ Olga den Fensterplatz.

Die Nächte waren um diese Jahreszeit noch etwas kühl und der Bus war entsprechend beheizt. Wir zogen unsere Jacken aus und legten sie auf die Sitze vor uns. Nachdem der Bus losgefahren und die Hauptbeleuchtung ausgeschaltet war, zog Olga ihre Schuhe und ihre Hose aus. Ihre schwarze Bluse aus Wollstoff entpuppte sich als durchgeknöpftes Minikleid mit halblangen Ärmeln, das ihr bis knapp zum Knie reichte. Dieses Kleid kannte ich noch nicht. Unter der Hose trug sie eine schwarze Strumpfhose. Die obersten Knöpfe des Kleides waren geöffnet und ich bewunderte bereits im Restaurant ihr schönes Dekolleté, geziert von einer Perlenkette. Der weiche Stoff schmiegte sich an ihre wohlgeformten Brüste und ich wußte, daß sie keinen BH trug.

Sie stellte ihre Füße auf die kleine Ablagefläche an der Rückenlehne des Vordersitzes und begann, ihr Kleid oben weiter aufzuknöpfen und forderte mich auf, das gleiche unten beginnend zu tun. Bereits bevor wir uns in der Mitte trafen und ich den letzten Knopf öffnete, sah ich, daß sie kein Höschen trug und die Strumpfhose im Schritt offen war. Die vorbeiziehenden Straßenlampen erhellten das Innere des Busses in kurzen Abständen und es schien jedes Mal in ihrem Schoß zu funkeln und zu glitzern.

Mit einem Arm umschlang ich Olgas Nacken, küßte ihr Ohrläppchen mit dem Perlenstecker darin und sie drehte den Kopf zu mir, um mich auf den Mund zu küssen. Während wir so ineinander verschlungen waren, streichelte ich mit der anderen Hand über ihre Brust, ihren Bauch, ihren Venushügel und ihre Muschi. Obwohl ich die Augen geschlossen hatte, weil mich das aufblitzende Licht der Straßenlaternen blendete, konnte ich in meinem Kopfkino sehen, was meine Finger ertasteten. Die offene Strumpfhose war sicher die, die wir auf der Reeperbahn gekauft hatten. Von dort stammte jedenfalls der Schmuckring mit Tröpfchenanhänger, den sie an ihrer Muschi trug.

Das Bändchen in ihrer Muschi kam mir auch bekannt vor. Ich zog daran, bis die erste der daran hängenden Liebeskugeln an der „Pforte“ erschien, drückte sie soweit wie möglich mit den Finger hinein und wiederholte dieses Spiel immer wieder. Hätten wir uns nicht geküßt, wäre vielleicht jemand ins Oberdeck gestürmt, weil er einen Notfall befürchtete. So aber war Olgas Schnaufen doch leiser als das gleichmäßige Motorengeräusch des Busses.

Sie hatte mich nicht eingeweiht, was mich auf dieser Busfahrt erwartete, denn sonst hätte ich meine Unterhose weggelassen. Olga hatte meinen Hosenlatz geöffnet, ließ sich jedoch nicht von den Shorts zurückhalten und wir masturbierten küssend aneinander.

Sie schlief in meinem Arm ein und vorsichtig angelte ich meine Jacke vom Vordersitz, um ihre Blöße zu bedecken. Unter der Jacke streichelte ich sie sanft weiter, bis ich auch wegdöste.

Wir wurden beide unsanft geweckt, als wir die Grenze überfuhren. Nein, keine Paßkontrolle. Es waren die lauten Fahrgeräusche und das rhythmische Ruckeln, das uns wach machte. Wir fuhren auf der Reichsautobahn Berlin-Breslau im Originalzustand aus den Jahren Bitte keine Telefonnummern veröffentlichen . An Schlaf war erst einmal nicht zu denken und wir setzten unser Liebesspiel fort.

Breslau war der erste Halt und es stiegen nur ein paar Fahrgäste aus. Danach schliefen wir ein und ich wurde wach, als der Bus von der Fernstraße herunterfuhr, um zum Kattowitzer Bahnhof zu fahren. Auch dort stiegen nur ein paar Reisende aus und wir blieben im Oberdeck ungestört.

Ich schreckte auf, als wir am Krakauer Hauptbahnhof hielten, und machte Olga wach. Sie knöpfte schnell ihr Kleid zu und ich meine Hose, wir zogen unsere Jacken über, schnappten unsere Taschen und ich rollte Olgas Hose zusammen und klemmte sie mir unter den Arm. So stiegen wir etwas überstürzt die Treppe herunter. Ich ging voraus, ohne mich umzudrehen, obwohl ich gerne Olga unters Kleid geschaut hätte.

Wir nahmen unser Gepäck in Empfang und als wir durch den Bahnhof gingen, dachte ich schon, wir wären in der falschen Stadt ausgestiegen. So hatte ich Kraków Główny nicht in Erinnerung hatte. Das Hotel lag nicht weit entfernt, aber dort angekommen, standen wir vor verschlossenen Türen. Es war das erste Mal, daß ich ein Apart-Hotel gebucht hatte. Und ich hatte vergessen, mir die Telefonnummer aufzuschreiben. Am Bahnhof hatte ich den Ableger einer amerikanischen Fast-Food-Kette gesehen und dachte, daß wir dort frühstücken könnten. Also wieder zurück und wir landeten in einer quirligen Gesellschaft junger Leute. Während Olga zulangte, fand ich außer Kawa nichts passendes für mich.

Wir ließen uns beim Frühstück Zeit. Es war ein lauer Frühlingsabend, als wir in Berlin losfuhren, aber hier, wo früher die russische Grenze nicht weit entfernt war, erwartete uns ein kühler Morgen. Die jungen Frauen hatten auch Röcke und Kleider an, die nur bis zum Knie reichten, aber ich befürchtete, Olga könnte sich die Blase verkühlen. Und das nur, weil wir auf der langen Busfahrt keine Langeweile haben wollten.

Die Eingangstür war offen, als wir erneut am Hotel eintrafen. Ein zweistöckiges Wohnhaus mit Schmuckgeschäft im Erdgeschoß. Unser Apartment war im ersten Stock, offensichtlich Zimmer der früheren Wohnung auf dieser Etage. Die geräumige Wohnküche war als Gemeinschaftsküche für beide Etagen eingerichtet. In unserem großes Zimmer standen die passenden Möbel und wir konnten uns vorstellen, wie die Leute vor hundert Jahren dort wohnten. Breite Ehebetten mit Besucherritze.

Die Dusche im Bad war zwar klein, hatte aber statt einer festen Kabinenwand nur einen Vorhang, so daß wir beide den heißen Schauer auf uns niederprasseln lassen konnten. Anschließend stellten wir fest, daß wir nur eins der beiden Betten brauchten. Vorsichtshalber hatte ich den Reisewecker gestellt, bevor wir aneinandergekuschelt unter einem dicken Federbett einschliefen, weil mein Freund Joachim gegen zwei aus München eintreffen würde

Joachim hatte ein Zimmer in der zweiten Etage und nach seinem Eintreffen kauften wir am Nachmittag Lebensmittel fürs Frühstück am Wochenende ein, bevor wir durch die Altstadt gingen. Ich kannte mich ja schon aus und war der Reiseführer.

Todmüde fielen Olga und ich am ersten Abend ins Bett und am nächsten Morgen saß Joachim schon in der Küche am Tisch, als wir schlaftrunkend nach Kaffee lechzend auftauchten. Er und ich hatten schon oft gemeinsam Reisen unternommen und er wußte, daß ich ein Langschläfer bin, aber diesmal hatte ich auch noch eine Begleitung dabei. Ich wollte die beiden, mit denen ich bereits früher als auch jetzt umherreiste, bekanntmachen und war froh, daß sie sich verstanden.

Als Olga und ich am Sonntag fußlahm ins Bett gingen, bat Olga mich, ihr eine Gute-Nacht-Geschichte zu erzählen. Sie brauchte mir nicht zu sagen, daß sie eine erotische Geschichte erwartete. Zwar mußte ich nicht befürchten, wie Scheherazade am dritten Tag getötet zu werden, aber mir gingen Geschichten durch den Kopf, die ich an den nächsten Abenden peu à peu erzählen könnte.

Olga wußte, daß Joachim ein ehemaliger Kollege aus Berlin war und daß wir uns etwa zwanzig Jahre aus den Augen verloren hatten. Eine gemeinsame Freundin brachte uns wieder zusammen und weil wir beide inzwischen wieder solo waren, reisten wir wie in alten Zeiten oft gemeinsam umher. Er besuchte mich in Hamburg, ich ihn in München, wo ich selbst einige lebte.

Bevor Joachim und ich heirateten, waren wir etliche Male in den 1970ern in Prag. In einer meiner Lieblingsstädte, die ich 1968 das erste Mal während einer Klassenfahrt 1968 im „Prager Frühling“ besuchte.

Ich erzählte Olga von der Zimmervermittlung nahe des Wenzelpatzes, durch die wir einmal in einer Schule am Stadtrand übernachteten, die während der Ferienzeit zu einer Art Jugendherberge eingerichtet wurde.

Ein anderes Mal hatten wir Quartier im Hotel „Europa“ am Wenzelsplatz mit Etagendusche über den Flur bezogen. Ich kann mich noch gut ans Frühstück mit zwei Eiern im Glas,Butter und Salzstange erinnern. Abends aßen wir irgendwo in einem Lokal und tranken tschechisches Bier. So gingen wir an einem Abend plaudernd auf einer Nebenstraße zum Wenzelsplatz, als uns eine schöne junge Frau in Hotpants entgegenkam. Sie nahm meine Hand und zog mich in einen Hausflur, während Joachim weiterging und weiter erzählte. Sie fragte mich auf tschechisch, ob ich Engländer oder Deutscher wäre, öffnete mir dabei meinen Hosenschlitz, umarmte und küßte mich. Als ich antwortete: „German, německy“, erwiderte sie: „Hundert Mark“, und spielte an meinem Penis, der im Nu kerzengerade stand. Ich schwieg und sie sagte: „Fünfzig Mark“, und als ich immer noch nicht reagierte, ging sie auf dreißig Mark herunter. Obwohl ich ein paar Bier getrunken hatte, war ich wieder stocknüchtern und hatte Schiß, in eine Wohnung gezerrt und ausgeraubt zu werden. Ich riß mich los und ging in unser „Hotel Europa“. Joachim war in hellster Aufregung, denn er hatte schon gedacht, ich wäre verlorengegangen und er bliebe auf der Hotelrechnung sitzen und müßte in der Küche abwaschen gehen.

Als ich Olga erzählte, daß wir über 30 Jahre später wieder am Wenzelsplatz waren und entschieden, im Restaurant des Hotels „Europa“ kein Bier zu trinken, weil wir nicht bereit waren, Nepp-Preise zu zahlen, war sie bereits eingeschlafen.

Fortsetzung folgt...
  • Geschrieben von Holger1953
  • Veröffentlicht am 30.04.2020
  • Gelesen: 4415 mal

Anmerkungen vom Autor

Die Veröffentlichung dieser Geschichte ohne Angabe der Quelle und ohne meine ausdrückliche Genehmigung ist verboten und kann strafrechtlich verfolgt werden. - Wer Tippfehler findet, darf sie behalten.

Olga bemerkte zu einer ihrer Geschichten: Vielleicht hat sie sich nicht ganz so zugetragen. Aber es hätte ja so sein können...

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Kommentare

  • Holger195330.04.2020 23:10

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    Da wo automatisch "Bitte keine Telefonnummern veröffentlichen" korrigiert wurde, muß es heißen: Bitte keine Telefonnummern veröffentlichen-

  • Holger195330.04.2020 23:30

    Profilbild von Holger1953

    Neuer Versuch "Da wo automatisch "Bitte keine Telefonnummern veröffentlichen" korrigiert wurde, muß es heißen: 1936 bis 1938". Vielleicht klappt's jetzt...

  • Holger195301.05.2020 16:46

    Profilbild von Holger1953

    Um Mißverständnissen vorzubeugen: Nicht Joachim und ich waren verheiratet, sondern Joachim war verheiratet und ich war verheiratet!

  • RudiRabe01.05.2020 18:00

    Schöne Geschichte und gut nachvollziehbar. Langsam kann man es hier aufgeben, weil man jedes Wort und jede Zahl überlegen muss, die man schreibt.

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