Erotische Geschichten

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Privates Paradies I.

4 von 5 Sternen
Ein goldener Glanz liegt auf der nordhessischen Savanne. Die Zeit scheint stillzustehen. Seit T. und M. zum Studieren ausgeflogen sind, haben Madeleine und Roger wieder eine sturmfreie Bude. Sie genießen es, sich in ihrer häuslichen Umgebung ungezwungen begegnen zu können. Zwei gute Einkommen, stabile Gesundheit und immer mal wieder tierische Lust aufeinander: das ist die Basis ihres Eheglücks. Jetzt wollen sie sich in ihrem privaten Paradies unter freiem Himmel lieben. Rehe äsen in Rufweite. Madeleine zieht ihr (von Roger in Ascea, einer Gemeinde an der Westküste des Tyrrhenischen Meers, aus dem Sortiment einer Damenmodenpittoreske gefischtes) Hauskleid über den Kopf, langsam, um das Schauspiel ihres wogenden Busens in die Länge zu ziehen. Ihre Bewegungen sind weich, wie von innen geleitet. Die Liebenden sehen sich in die Augen. Das ist ihr Augenspiel. Sie lieben es, sich anzusehen. Da ist ein elementares Verstehen. Ihre Körper finden sich, vertraut und doch rattenscharf aufeinander – ein perfektes Stecksystem. Madeleine stöhnt Roger ins Ohr. Sie greift zwischen seine Beine und berührt den Hodensack. Sie will, dass er schnell kommt. Dass sie nach fünfundzwanzig Beziehungs- und zwanzig Ehejahren noch so erregend auf ihn wirkt, bedeutet ihr viel. Er knetet ihre Brust mit rolliger Unwillkürlichkeit. Fast alles, was uns ausmacht, entstand in der Ewigkeit vor dem Bewusstsein. Unsere Bewegungsmuster und unsere emotionalen Reaktionen sind Schöpfungen einer Zeit, in der kein Denken existierte. Sie liegen subkortikal gespeichert, in jenen Regionen des Gehirns, die wir mit den frühesten Wirbeltieren teilen. Wer intelligent genug ist, das zu begreifen, nimmt unser Betriebssystem so wie es ist und verausgabt sich nicht als Reformator des Begehrens. Das Bewusstsein ist eine hauchdünne Kruste. Als akademische Sexexpertin weiß das die Kognitionswissenschaftlerin Madeleine ganz genau. Der Vorsprung erlaubt ihr mitunter völlig hemmungslose Stunts. Sie geilt Roger nach Kräften auf. Sie treibt ihn in eine zügige Entladung und begrüßt das Ab***-Oratorium. Danach liegen sie aneinandergeschmiegt da, Haut an Haut, und genießen das Nachglühen, das jederzeit zum Vorglühen werden kann. Erste Sterne zeigen sich. Marienkäfer erklimmen schwankende Halmgipfel, ein Kauz rief.
„Was für ein Tag“, murmelt Roger. Madeleine schließt lächelnd die Augen. Das war lediglich etwas in der Preisklasse eines Moments am Begrüßungsbuffet in der Akklimatisierungsphase. Rogers Hand in ihrem Haar, das Glimmen in seinen Augen … und dann Schritte. Lachen. Stimmen. Madeleine richtet sich auf. Roger folgt ihrem Blick. Sina kreuzt auf, barfuß, mit einem Korb am Arm. Neben ihr Meister Masaru.
„Ach, verzeiht!“ jodelt Sina theatralisch, „wir wollten nicht stören.“
Madeleine und Roger grinsen unverschämt. Madeleine sagt: „Erst ist Roger gekommen und jetzt kommt ihr. Das ist doch fast perfekt. Und der Abend ist schließlich noch jung genug für alles.“
So leger empfangen Madeleine und Roger die Gäste in ihrem Paradies. Es riecht nach Rosmarin, Salbei und Lavendel. Die Luft ist lind, im warmen Wind wiegt sich das Zirpen der Grillen.
Nachdem sich die beiden Paare in einer Erweiterung des ersten Arrangements eingerichtet und mit allem versorgt haben, kehren die Gastgeber vorbildlich zu ihrer Intimität zurück. Madeleine bläst den Sch*anz ihres Göttergatten. Sie überkreuzt ihre Arme, so dass ihre Brüste sexy zusammengepresst werden. Sten animiert seine Frau, dem Publikum ihre barocke Kehrseite mit gespreizten Beinen zu präsentieren.
„Zeig unseren Freunden deinen geilen Arsch, meine süßversaute F***s***“, verlangt er.
Sina sitzt im Schneidersitz auf einer Decke, die Füße im Gras. Neben ihr Masaru - mit der Präsenz eines bekifften Bären.
„Sollen wir nur Mäuschen spielen?“ fragt Sina scheinheilig. Hinter ihrem amüsierten Lächeln flackert ein kaum noch beherrschbares Verlangen. Masaru holt seinen erigierten Riemen raus. Sina übernimmt routiniert und wechselt kniemobil-mühelos in eine taugliche Position. Sie bietet den Männern ihre herausgestreckte Zunge als Zusatzreiz und w*chst zugleich den Sch*anz in ihrer Reichweite. Sina ist auch noch mit zweiundvierzig fitter als die meisten in ihren Zwanzigern. Die Hochform verdankt sich einer professionellen Beschäftigung mit Körperkultivierung. Sina ist Qigong-, Yoga- und Pilatis-Lehrerin, eine Koryphäe und Mittelpunktpersönlichkeit in der Welt spiritueller Bewegungslehren. Mit ihrem Mann führt sie das ‚Dragon Pearl Spa‘, eine Wellnessoase zwischen Eder und Kellerwald freistehend wie ein Aussiedlerhof; postalisch gerade noch zu E. gehörend. Masaru, seines japanischen Namens zum Trotz ein Dschingis-Khan-Typ aus der Ion-Țiriac-Baureihe, bequemt sich hinter Madeleine und beginnt die Hausherrin zu stoßen, während Sina erst einmal neben ihm kniet und seinen Hodensack fürsorglich wiegt, bis sie Madeleines Platz einnimmt und Madeleine ihren Hintern Sten entgegenstreckt. Übrigens kennen sich die Paare schon eine halbe Ewigkeit, ohne dass es bis eben zu solchem Stoßverkehr gekommen wäre. Das Unvermittelte daran entbehrt leider der Plausibilität. Masarus Sch*anz in Madeleines Mund ist für alle ein ungewohnter Anblick. Ich empfehle die Drohnenperspektive auf die f***enden Kleinstadthonoratioren. Vor zwanzig Jahren wären die Vier schon beinah als Seniorenensemble abgestempelt worden, jetzt erscheinen sie so fiktiv wie Unsterbliche in einer menschenfreundlichen Zukunft. Längst ist der Garten ein mitwispernder Raum, der alle Regungen einschließt - das melancholische Begehren der zweiten Lebenshälfte und die Magie aus Wohlstand und Freiheit.
  • Geschrieben von Alison
  • Veröffentlicht am 01.01.2026
  • Gelesen: 6978 mal
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Kommentare

  • CSV07.01.2026 22:40

    War unterhaltsam zu lesen! Aber verstanden habe ich wenig!
    .. Warum nicht!!

  • Alison08.01.2026 10:08

    Profilbild von Alison

    Ja, freut mich, dass Sie die Episode unterhaltsam fanden. Das Setting ist einfach - vier Erwachsene in einem Garten. Sie haben alle Freiheiten im Rahmen der bürgerlichen Gesellschaft. Für mich hat das sogar dann noch etwas Verlockendes, wenn ich es so zusammenfasse.

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