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Nachts im Museum..... Teil 1

5 von 5 Sternen
In der Nacht hatte das Museum seine ganz eigene Atmosphäre. Am Tag ein Tempel des kultivierten Gedächtnisses, gefüllt mit dem gedämpften Murmeln der Kunstbewunderung, verwandelte es sich nach dem letzten Glockenschlag in eine Kathedrale der Stille. Die hohen Gewölbe schienen die Geräusche der Stadt zu verschlucken, und das einzige Licht war das eines fokussierten Tageslichtstrahlers, dessen Licht wie ein Auge Gottes auf den kleinen Arbeitsbereich fiel.

Emilia, die Restauratorin, fühlte sich unter diesem Blick wohl. Mit ihren siebenundzwanzig Jahren war sie bereits eine Koriphäe in ihrem Fach, eine Frau, deren Hände eine Gabe besaßen, die über das reine Handwerk hinausging. Sie konnte tote Farben wiederbeleben, den Riss in der Zeit flicken, der eine Leinwand entzweite. Ihr Auftrag hier war ungewöhnlich, fast skandalös: die Restaurierung von „Die Erweckung der Psyche“, einem vergessenen Gemälde von Léonie de Valcourt, einer Künstlerin, deren Werk zu explizit war, um je in die offiziellen Salons ihres Jahrhunderts zu gelangen.

Das Bild war eine Sünde in Öl. Zwei Frauen, in einem Ambiente aus Samt und Schatten, ihre Körper nackt, ineinander verschlungen in einer Pose, die weniger Anmut als pure, ungeschönte Gier verriet. Die eine, eine Rothaarige mit dem Gesicht einer Heiligen, hatte den Kopf zurückgeworfen, ihr Hals eine weiße Säule der Hingabe. Die andere, eine Brünette mit den Augen einer Jägerin, hatte ihre Hand tief zwischen den Schenkeln der Rothaarigen vergraben, ihr Gesicht eine Maske triumphaler Konzentration. Es war nicht die idealisierte Liebe der Antike, sondern das raue, atmende, schweißige Hier und Jetzt der Begierde.

Jeder Pinselstrich, den Emilia setzte, war ein Akt der Intimität. Sie reinigte den Schmutz der Jahrzehnte von der Haut der Rothaarigen, glättete die zarte, bläuliche Ader auf ihrem Schenkel, belebte den feuchten Glanz in den Augen der Brünetten. Sie arbeitete mit Mikropinseln, mit Lösungsmitteln, die nach Terpentin und Zeit rochen, und ihre eigene Atmung wurde zum Rhythmus der Szene. Ein flacher, kontrollierter Zug, um den lastenden Schatten auf einem Schlüsselbein zu lichten; ein feiner, zitternder Punkt, um den perlenden Schweißtropfen auf der Oberlippe der Rothaarigen wiederherzustellen.

Sie spürte die Anwesenheit der Museumsdirektorin, noch bevor sie sie hörte. Es war keine Unterbrechung der Stille, sondern eine Verdichtung derselben. Dr. Helena von Amsberg bewegte sich durch die dunklen Säle wie eine Katze, ihre Schritte auf dem polierten Marmor fast unhörbar. Sie war Mitte vierzig, trug ihre makellos graue Tweed-Jacke wie eine Rüstung und ihr rotblondes, streng zurückgekämmtes Haar ließ keinen Zweifel an ihrer Disziplin aufkommen. Ihr Ruf war legendär: scharfsinnig, unerbittlich, eine Frau, die ihre Emotionen hinter den dicken Mauern ihrer Intellektualität eingekerkert hatte.

„Die Farbgebung ist exquisit“, sagte Helena, ihre Stimme ein leises, rauchiges Sprechen, das die Stille nicht zerbrach, sondern in sie eintauchte. „De Valcourt hat hier eine Mischung aus Lapislazuli und Zinnober verwendet, die für die Schattenzone fast schon... gewagt ist.“ Emilia blickte nicht auf. „De Valcourt war eine Künstlerin, die Grenzen überschritt. Das macht sie so faszinierend.“ Sie tauchte einen winzigen Pinsel in ein frisches Gemisch aus Bindemittel und Pigment, das dem Originalton von de Valcourts Hautfarbe entsprach. Mit einer Konzentration, die fast meditativ war, begann sie, die verblasste Kontur der Brust der Rothaarigen nachzuziehen. Der Pinsel glitt über die Leinwand, eine sanfte, nachgiebige Bewegung, die die Form unter dem Öl neu erschuf.

Helena trat näher, ihr Parfüm – eine Mischung aus Sandelholz und etwas Unergründlichem, fast Metallischem – mischte sich mit dem Geruch von Chemikalien und Leinöl. Sie beobachtete Emilias Hand. Die langen, geschickten Finger, der ruhige Puls des Handgelenks. Jeder Strich war eine Verheißung. Als Emilia den Pinsel über die hervortretende Brustwarze der Rothaarigen führte, um ihr die nötige plastische Form zu geben, spürte Helena einen kaum merklichen Schauer, der ihren Rücken hinablief. Es war, als würde die Berührung nicht nur die Leinwand, sondern auch sie selbst durchdringen. Die Hand der jungen Frau auf der Leinwand wurde zur Hand der Restauratorin, und die Frau auf der Leinwand war für einen Augenblick sie selbst.

„Die Komposition ist eine Falle“, flüsterte Helena, mehr zu sich selbst als zu Emilia. „Sie zieht den Betrachter hinein, zwingt ihn, zum Komplizen zu werden.“ „Vielleicht wollte sie einfach nur, dass jemand hineinschaut“, erwiderte Emilia und legte den Pinsel beiseite. Sie drehte sich endlich um, und ihr Blick, direkt im kalten Licht der Lampe, war unerwartet direkt. Ihre Augen waren dunkel, fast schwarz, und hielten eine Intensität, die Helena unvorbereitet traf. „Haben Sie schon einmal so hingeschaut, Frau von Amsberg?“ Die Frage hing in der Luft zwischen ihnen, eine Herausforderung, die scharf wie ein Rasiermesser war. Helena wich dem Blick nicht aus. „Ich bin Kuratorin. Ich schaue immer hin.“

Emilia lächelte leicht, ein Ausdruck, der weder spöttisch noch unterwürfig war. „Dann wissen Sie, dass diese Geste hier…“ Sie deutete auf die Hand der Brünetten auf dem Bild. „…nicht nur Besitzergreifung bedeutet. Es ist auch eine Frage. Eine Bitte um Erlaubnis.“ Stille. Die einzige Bewegung war der feine Staub, der im Lichtstrahl tanzte. Helena fühlte, wie die sorgfältig errichteten Dämme ihrer Kontrolle zu bröckeln begannen. Jahre der Professionalität, der emotionalen Enthaltsamkeit, schmolzen unter dem intensiven Blick dieser jungen Frau und der rohen, unverhüllten Sexualität, die von der Leinwand ausging. Ohne ein weiteres Wort zu sagen, ging Helena zu der schweren Eichentür des Depots und schloss sie von innen ab. Das leise Klicken des Riegels war das lauteste Geräusch, das Emilia je gehört hatte. Es war das Geräusch einer Entscheidung.

Helena kehrte zurück, ihre Bewegungen waren jetzt anders, fließender, befreit von der starren Haltung der Direktorin. Sie blieb direkt hinter Emilia, so nah, dass sie die Wärme ihres Körpers spüren konnte. Emilia zuckte nicht zusammen. Sie lehnte sich kaum merklich zurück, eine unausgesprochene Einladung. Helena hob langsam ihre Hand und legte sie auf Emilias Schulter. Der Stoff des Malerkittels war rau unter ihrer Handfläche, als würde er die Spuren vergangener Arbeit bewahren. Sie spürte das feine Zittern, das durch den Körper der Restauratorin ging. Es war das Zittern einer gespannten Saite. Ihre Hand glitt nach unten, über den Rücken, folgte der Wirbelsäule, bis sie am Bund ihrer Hose anlangte. Dort verweilte sie einen Moment, ein Druck, der sowohl Frage als auch Feststellung war.

Emilia atmete tief aus, ein zitternder Hauch, ein sanftes Beben, das sofort verging. Dann drehte sie sich auf ihrem Hocker, ihr Gesicht nun auf der Höhe von Helenas Hüften. Ihre Augen suchten und fanden die der Direktorin. In ihnen lag kein Bitten, sondern ein klares, unmissverständliches Verlangen. Emilias Hände gingen nach vorn, nicht zögernd, sondern mit der gleichen Präzision, mit der sie ihre Pinsel führte. Ihre Finger fanden den ersten Knopf ihrer Hose aus kühlem, seidigem Twill, nicht als Versuch, sondern als Feststellung. Er gab nach, ein kleines, widerstrebendes Opfer unter der unerbittlichen Präzision ihrer Hand. Der Reißverschluss folgte mit einem langen, zischenden Geräusch, das die Stille des Depots wie Seide durchschnitt. Es war das Geräusch einer Enthüllung. Als Emilia den Stoff nach unten zog, schien er nur zögernd die erwärmten Konturen von Helenas Hüften und Schenkeln freigeben zu wollen, und strich dabei mit einer kaum spürbaren, elektrisierenden Geste über ihre Haut, bis er in weichen, dunklen Falten auf dem polierten Marmorboden zu ihren Füßen zu liegen kam. Sie stand nun da, entblößt unter dem kalten, akademischen Licht der Arbeitslampe, das ihre Haut in die Textur von getauchtem Elfenbein tauchte. Die Kontrolle war nicht einfach gefallen; sie war aufgelöst, in ihre atomaren Bestandteile zerfallen.

Emilias Finger waren warm, als sie über den dünnen Stoff von Helenas Slip strichen, der bereits feucht war. Helena schloss die Augen, ihr Kopf zur Seite gelehnt, während Emilias Hand die Form ihrer Schamlippen nachzeichnete, eine langsame, erforschende Geste, die die Umrisse ihres eigenen Verlangens aufdeckte.

Dann kniete Emilia sich vor ihr nieder, ihre Bewegungen fließend und bewusst, nicht als Akt der Unterwerfung, sondern als der eines Rituals. Sie schob Helenas Slip mit einer langsamen, respektvollen Bestimmtheit über ihre Hüften und ließ ihn zu ihren Knöcheln hinabgleiten. Die kühle Luft des Depots traf Helenas erwärmte Haut, und ein leises Zittern durchlief sie, das nicht von Kälte herrührte. Emilia blickte nicht sofort zu ihr hinauf. Ihr Blick verweilte auf dem, was sie enthüllt hatte: auf dem makellosen, vollständig rasierten Intimbereich ihrer Auftraggeberin, dem hellen Venushügel, dessen glatte Haut an kühlen, polierten Marmor erinnerte. Die Wölbung ging über in die Wülste ihrer deutlich sichtbaren und einladenden Schamlippen, die vor Erwartung pulsierten und in ihrer Mitte nur durch ihre hart geschwollene Glücksperle durchbrochen wurden, der Spitze des unterdrückten Verlangens, die sich in dunkelstem Rosa unerschrocken dem kalten Licht der Arbeitslampe entgegenstreckte. Es war ein Anblick von intimer, fast aseptischer Schönheit, der die kultivierte Fassade der Museumsdirektorin vollständig durchbrach. Er war das ultimative Eingeständnis, dass auch die strengste Selbstkontrolle nur eine dünne, durchsichtige Schicht über dem pulsierenden Chaos der Begierde ist.

Helena lehnte sich gegen den kalten, glatten Arbeitstisch hinter sich, ihre Hände suchten und fanden die Kante, um sich festzuhalten. Sie war kein unbeteiligter Beobachter mehr; sie war Teil des Kunstwerks geworden, das lebendige Modell, das sie immer nur aus der Distanz betrachtet hatte. Ihre Atmung war flach und schnell, ein unregelmäßiger Rhythmus, der die Stille des Raumes durchbrach. Emilia neigte ihren Kopf nach vorn. Ihre Lippen berührten nicht sofort die entblößte Haut. Sie blieben einen Millimeter entfernt, und Helena konnte die Wärme ihres Atems spüren, eine feuchte, verheißungsvolle Geste, die jedes Nervenende in ihrem Unterleib zum Zucken brachte. Dann, mit der ersten, zaghaften Berührung von Emilias Zungenspitze auf der empfindlichen Haut ihres Venushügels, fuhr ein elektrischer Schock durch Helenas Körper. Sie stieß einen erstickten Laut aus, eine Mischung aus Überraschung und reiner, unverfälschter Lust.

Emilia arbeitete mit einer meisterhaften, fast wissenschaftlichen Präzision. Sie erforschte jede Falte, jede Wölbung dieser malerischen Landschaft mit einer Geduld, die an die Analyse eines alten Gemäldes erinnerte. Ihre Zunge war nicht wild oder gierig; sie war ein Werkzeug der Entdeckung. Sie malte Kreise um die schwellende Knospe, deren Härte unter ihrer Aufmerksamkeit zunahm, dann strich sie langsam und mit festem Druck die Länge ihrer Schamlippen entlang, um den Geschmack ihrer Erregung aufzunehmen – salzig, metallisch, unverkennbar echt. „Sehen Sie“, flüsterte Emilia, ihre Stimme vibrierte gegen Helenas Fleisch und sie unterbrach den Rhythmus ihrer Zunge. „Jeder Zungenschlag, jede Welle der Wärme... das ist die unverfälschte Signatur der Künstlerin. Ein Original, das man nicht fälschen kann.“

Helena konnte nicht mehr antworten. Worte waren ihr fremd geworden, ersetzt durch die neue, ureigene Sprache ihres Körpers. Ihre Hände verkrampften sich um die Tischkante, ihre Knöchel wurden weiß. Sie schloss die Augen und gab sich der Empfindung hin, die von Emilias Lippen und ihrer erforschenden Zunge ausging. Die junge Frau variierte ihren Rhythmus, mal schnell und flatternd wie die Schwingen eines Kolibris, direkt auf der empfindlichsten Stelle, mal langsam und ausgiebig, wobei sie ihre ganze Zunge benutzte, um einen tiefen, wellenförmigen Druck zu erzeugen.

Sie spürte, wie die Spannung in ihr aufstieg, eine heiße, straffe Spirale, die ihren Unterleib umschloss und sich immer enger zog. Es war eine andere Art von Spannung als die intellektuelle, die sie kannte. Diese war roh, körperlich, unaufhaltsam. Als Emilia ihre Lippen um die Klitoris schloss und sanft zu saugen begann, während gleichzeitig ihr Zeige- und Mittelfinger, gleitfeucht von Helenas eigener Flüssigkeit, langsam in sie eindrang, brach die Spirale. Ein Schrei entkam Helenas Kehle, laut und unhörbar in der schallgedämpften Kammer des Museums. Ihr Körper krümmte sich, ein Bogen aus reiner Empfindung, während die Wellen des Orgasmus sie durchfluteten und alles wegrissen – die Kontrolle, die Fassade, die Jahre der Zurückhaltung. Es war eine Befreiung, so gewaltig und erschütternd wie das Aufbrechen eines Dammes. Sie zitterte und rang nach Luft, während Emilia ihre Bewegungen verlangsamte, sie sanft mit leichten Stößen und ihrer verspielten Zunge durch die Nachbeben begleitete, bis der letzte Muskelimpuls verklungen war.

Stille kehrte zurück, aber es war eine andere Stille. Nicht mehr leer, sondern gefüllt mit dem Geruch von Sex und dem leisen, schweren Atmen der beiden Frauen. Emilia lehnte ihre Stirn gegen Helenas Oberschenkel, ihre Augen geschlossen. Helena blieb an den Tisch gelehnt, ihr Körper fühlte sich schwer und gleichzeitig unerhört leicht an, als hätte sie eine schwere Rüstung abgelegt. Nach einer langen Minute streckte Helena eine Hand aus und fuhr Emilia durch das dunkle Haar. Ihre Finger verwickelten sich darin, eine zärtliche, besitzergreifende Geste.

„Ich habe nie...“, begann Helena, ihre Stimme rau und zerbrechlich. „Ich habe nie gewusst, dass es so...“ Sie fand die Worte nicht „...schön sein kann?“, beendete Emilia den Satz leise und blickte zu ihr auf. In ihren Augen lag kein Triumph, sondern ein tiefes, nachvollziehendes Verstehen. „Die Kunst zeigt uns nur, was schon immer da war, Frau von Amsberg. Manchmal braucht es nur die richtige Hand, um es freizulegen.“

Helena zog Emilia sanft zu sich hoch, ihre Lippen fanden die der Restauratorin. Es war ein anderer Kuss als jeder andere, den sie je geküsst hatte. Er war nicht dominant oder fordernd. Er war ein Kuss des Dankes, der Anerkennung und einer beginnenden, furchtlosen Neugier. Sie schmeckte sich selbst auf Emilias Lippen, ein intimer, zirkulärer Akt, der die Grenzen zwischen Betrachterin und Modell, zwischen Kuratorin und Kunstwerk endgültig auflöste. Die Nacht war noch jung, und in der stillen Kathedrale des Museums hatten sie gerade erst damit begonnen, die unendlichen Galerien ihrer eigenen Begierden zu erkunden.
  • Geschrieben von Amethis
  • Veröffentlicht am 03.01.2026
  • Gelesen: 4432 mal

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