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Junggesellenabschied

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Wir feierten meinen Junggesellenabschied. Und – wie bei derartigen Anlässen üblich – meine Freunde hatten sich dazu einiges einfallen lassen. Zu guter letzt verbanden sie mir die Augen, verfrachteten mich in den Fond des Wagens von Peter, und ab ging die Fahrt ins Unbekannte. Zwar schwante mir schon jetzt, wohin die Fahrt gehen würde, doch sicher war ich mir dessen erst, als sie mich in einen eigentlich zu warmen Raum führten, in dem noch eine Menge anderer Leute sein mussten, wie mir der Geräuschpegel sagte. Peter dirigierte mich offenbar um einige Hindernisse herum, die sich später als Tische und Stühle herausstellen sollten, um mir dann irgendwann einen Sessel in die Kniekehlen zu schieben, so dass ich mich setzen musste, ob ich nun wollte oder nicht. „Errätst Du, wo wir sind?“ – „Nein, aber ich ahne es, Ihr Lumpen.“, antwortete ich. „Für die „Lumpen“ musst Du büßen und die Binde noch eine Weile umbehalten. Wehe, Du versuchst, sie abzunehmen!“, drohte er. Natürlich spielte ich das Spiel mit. Ich hörte, wie die Kumpels Getränke bestellten und bekamen und auch mir ein Glas in die Hand gedrückt wurde. Meine Nase verriet mir, dass es Whisky war. Musik setzte ein und nach kurzer Zeit Gejohle aus männlichen Kehlen. „Also doch!“, dachte ich mir. Man hatte mich also in irgendeinen Stripschuppen verschleppt. Doch was hat ein Mann mit verbundenen Augen von einem Striptease? – Nichts! – „Hört mal, ich denke ich weiß, wo wir hier sind. Und für das, was ich vermute, muss man sehen können. Kann ich das Ding nicht endlich herunter nehmen?“, deutete ich auf die Augenbinde. „“Nein, Du wirst Dich noch eine Weile gedulden müssen!“, hörte ich Sven sagen, als ich auch schon spürte, dass man mir beide Arme am Sessel fixiert hatte. Was mochten die Banausen nur vorhaben? –
Ich sollte es schon bald erfahren. Erst einmal vernahm ich nur leises Kichern ringsum und ein Glucksen, das wohl lautes Lachen unterdrücken sollte. Kurz darauf spürte ich etwas an meiner Nase, das sich wie Haut anfühlte und auch so roch… Weiche, weibliche Haut, die an meiner Nase rieb. „Rate, was es ist!“, wurde ich aufgefordert. „Ein weiblicher Bauch!“, antwortete ich. „Woher weißt Du das?“ – „Der Nabel!“ – Dann änderten sich Gefühl und Geruch, in den sich nun ein leichter Duft nach Gummi gemischt hatte. „Und nun?“ Es war Sven, der mich fragte. „Oberschenkel mit Strapsen.“, war meine Antwort und: „Nun nehmt mir doch endlich die verdammte Binde ab. Das ist so doch nur der halbe Genuss! – Und macht mir die Hände wieder frei!“ – „Gleich… gleich wenn Du die dritte Stelle auch erraten hast.“ Und schon änderte sich das Gefühl wieder. Ich spürte meine Nase zwischen zwei großen, weichen, warmen Hügeln und meine Lippen ertasteten eine aus Spitze bestehende Grenze zwischen Stoff und hervorquellendem Fleisch. „Nun?“ – Ringsum war schon wieder leises Gekicher zu hören. „Möpse im BH.“, gab ich kund. „Gut, …gewonnen!“. Das Gefühl war verschwunden und Peter nahm mir die Binde von den Augen.
Ich hatte Recht: es war ganz offensichtlich eine Stripbar, in die man mich entführt hatte. Wir saßen an einem Tisch unmittelbar vor einer Bühne mit der obligatorischen Stange in der Mitte, um die sich lasziv die Tänzerinnen winden, um die Männer im Auditorium anzumachen. Doch die Bühne war leer! - So neugierig, wie ich auf die Besitzerin der Brüste gewesen war, zwischen denen meine Nase noch vor kurzem ein solch wonniges Erlebnis hatte, so sehr wurde diese Neugier enttäuscht. Es war niemand da, außer dem vorwiegend männlichen Publikum, das grinsend zu uns blickte. Sven und Peter knufften mich gleichzeitig, der eine links der andere rechts, in die Seite und grinsten ebenfalls. „Enttäuscht?“ – „Ziemlich!“ – „Jetzt sag nicht, dass Du einen Tag vor Deiner Hochzeit noch mit einer Stripperin anbandeln willst!“ – „Anbandeln! – Quatsch! – Aber ich bin eben ein Augentier. Mit der Nase kann ich schlecht sehen!“ – „Ist doch aber mal was ganz Anderes, oder?“ – „Kann man wohl sagen.“, antwortete ich und entsann mich der leisen Erregung, die sich bei den Begegnungen meiner Nase mit den überaus reizvollen Haut- , Fleisch- und Stoffpartien eingestellt hatte. Suchend blickte ich um mich, konnte aber nichts entdecken. Plötzlich verlosch das ohnehin schon dunkle Licht im Zuschauerraum und die kleine Bühne wurde in mattes, rotes Licht getaucht. Der hintere Vorhang teilte sich geräuschlos und eine Frau betrat, gehüllt in ein halb durchsichtiges, schwarzes Neglige, rückwärts und mit kreisenden Beckenbewegungen die Bühne. Durch den dünnen Stoff hindurch sah ich, dass sie darunter die „Berufskleidung“ der Stripperin trug: BH, Strapse mit daran befestigten Nylons und Höschen. Das Gelächter unterdrückende Glucksen um mich herum nahm zu, löste bei mir allerdings nur Unverständnis aus. Was gab es da zu lachen? – Das machte sie doch gut da oben! Wenn sie sich doch nur mal umdrehen würde, damit ich sie von vorn hätte bewundern können. Aber den Gefallen tat sie mir nicht! Geschickt bewegte sie sich immer so, dass bestenfalls das Profil, jedoch nie die Vorderseite sichtbar war.
Meine Freunde schauten die ganze Zeit schon mehr mich an, als dass sie dem Geschehen auf der Bühne zusahen. – Seltsam… „Wollen wir das Spielchen noch mal machen? – Diesmal sozusagen sehenden Auges?“, fragte mich Peter. „Ja, geht denn das? Wird sie das denn mitmachen?“ – „Klar doch!“ – Er beugte sich über den Rand der Bühne und raunte der Stripperin etwas zu, das ich nicht verstand. Daraufhin bewegte diese sich, mir immer noch den Rücken zuwendend, langsam und immer noch Hüften schwingend auf mich zu. Gerade wollten meine Hände nach dem runden Hintern greifen, da drehte sie sich ruckartig zu mir um. Ich muss so blöde staunend drein gesehen haben, wie noch nie zuvor in meinem Leben, denn die Stripperin war keine Stripperin, sondern mein Freund Gerd. Gerd hatte sich „aus dienstlichen Gründen“ entschuldigt, leider bei meiner Junggesellenparty nicht dabei sein zu können. Und nun hatte er mich im wahrsten Sinn des Wortes dermaßen an der Nase herum geführt, dass alles um uns herum endlich in lautes Gelächter ausbrach. Ich muss wohl eine unendlich blöde Mine gemacht haben…
Gerd nahm sich nun die blonde Perücke vom Kopf und die Wasser gefüllten Luftballons aus dem BH, grinste mich an und meinte: „Und extra deinetwegen hab ich mir Enthaarungscreme für die Beine gekauft! – Aber gemerkt hast Du nichts – oder?“ – Wortlos und immer noch erstaunt schüttelte ich den Kopf. Gerd drehte sich den anderen Gästen zu und verbeugte sich mit ausgebreiteten Armen. Er erhielt einen Riesenbeifall, wie ihn eine „Professionelle“ wohl nie bekommen hätte…
  • Geschrieben von Kurt
  • Veröffentlicht am 30.12.2017
  • Gelesen: 8064 mal

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