Erotische Geschichten

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Im Strom durch die Geschwindigkeit

3 von 5 Sternen
Midlifecrisis oder Lebenskrise mit Ende zwanzig. Unglaublich aber ich dachte immer, das ist so ein „Altemensch-Ding“, ganz weit weg von meinem Leben entfernt. Denn schließlich fühlte ich mich mit meinen 29 Jahren meistens noch wie ein Jugendlicher so um die siebzehn. Wo die letzten Jahre hin sind? Was weiß ich denn? Wüsste ich es, würde ich die Zeit zurück drehen und genau dort stehen bleiben, wo die Welt noch sorgenfrei und in Ordnung war. Als die Menschen noch wussten was es bedeutet nett zu einander zu sein, höflich und zuvorkommend.
Genau mit dieser brutalen „Ich hasse die ganze Welt“ Stimmung jogge ich heute morgen den Waldweg an meinem Haus vorbei. Um meine Aggressionen in den Griff zu bekommen, habe ich mir den Ausdauersport überlegt, denn wenn ich kaputt und ausgepowert bin, habe ich mich eher unter Kontrolle. Voll geladen, herrscht Weltkrieg, wenn mir irgendwer über den Weg läuft und mir gegen den Strich geht.

Ja, ich muss mal wieder so richtig schön durchgebumst werden. Das denkt ihr doch gerade, richtig? RICHTIG! Denn die Männerbekanntschaften der letzten Monate haben mich durch ihr unkontrolliertes Gehämmer eher an Primaten erinnert, als an liebevolle, leidenschaftliche Liebhaber, die sich in einen anderen Menschen hineinversetzen können. Schade und enttäuschend. Um ehrlich zu sein habe ich keine Lust mehr eine Anleitung an mein Gegenüber zu geben „ein bisschen zärtlicher. Bitte nicht rein picksen. Ey…das tut weh!“ Nein danke!
Naja, zurück zu kommen auf das Laufen. Nun jogge ich den Waldweg schön impulsiv rauf und runter. Völlig in meinen depressiven Gedanken versunken. BAM! Urplötzlich lieg ich auf dem Boden. Unter mir ein blonder Mann, mitte dreißig, hübsche Augen. „Ups.“ Plappere ich drauf los. „Wie bist du denn hier her gekommen?“ „Ja ich bin dann wohl vom Mond gefallen, oder wat? Wieso rennst du denn wie so ne Irre in mich rein, junges Fräulein?“ Schnauzt er frech grinsend zurück.
„Was für Fräulein? Ich bin fast dreißig, junger Padavan!“ Brüll ich etwas zu übertrieben zurück. „Ruhig brauner. Ruhig. Was ist dir denn über die Leber gelaufen? Hat dich wer gekniffen? Zeig ihn mir! Den hau ich sofort weg! So ne´ süße Krawallbiene verärgert man doch nicht!“ Sein Humor gefiel mir und als wir endlich vom Boden aufgestanden waren sah ich seinen völlig durchtrainierten Körper in seiner ganzen Pracht. „Wohooooooow!“ Dachte ich da nur und natürlich „Sex, Sex, Sex.“ Aber naja. Bevor ich die Beherrschung total zu verlieren schien, lenkte ich das Thema schnell um. „Was treibst du denn hier? Ich habe dich hier noch nie gesehen! Und wie heißt du überhaupt?“ „Dan. Mein werter Name ist Dan. Ich wohne seit fast zehn Jahren hier und dich habe ich auch schon ein paar Mal von weitem gesehen. Aber in letzter Zeit schienst du irgendwie sehr aggressiv zu sein. Denn laufen gehst du erst sein rund zwei Monaten. Richtig?“ Olalala. Gut aufgepasst der junge Sex Gott. Na mal sehen was diese Begegnung für uns vorgesehen hat.
„Mein Name ist Dana. Es tut mir leid, dass ich dich noch nie zuvor bemerkt habe. Normalerweise sehe ich solch hübsche Geschöpfe wie dich sofort.“
„Ist das eine Anmache?“ Fragt Dan mit schelmischem Blick.
„Jap.“ Antworte ich selbstbewusst. Innerlich jedoch völlig nervös zitternd.
Körperkontrolle hatte ich drauf. Verkaufstalent für die eigene Person sozusagen. Doch alles andere war leider komplette Überforderung meiner selbst.
Ich lade Dan zum Grillen am Abend ein und mit funkelnden Augen stimmt er zu: „Klar. So ne´ freche Göre wie dich muss ich kennenlernen. Da wäre ich bekloppt, wenn ich die Einladung nicht annehmen würde. Und mal ehrlich, bist du ein Reinfall, hatte ich wenigstens gutes und kostenloses Essen!“
Mannomann. Der Typ war eine Nummer für sich, das stand fest wie das Amen in der Kirche. Dennoch, er hatte genauso eine große Klappe wie ich, also musste ich ihn kennenlernen.
19 Uhr. Er kommt gleich. Man bin ich aufgeregt. Frisch rasiert und eingecremt warte ich sehnsüchtig auf das Erlebnis.
Sollen wir wirklich essen? Oder sparen wir uns diesen Vorwand? Irgendwie war es für ich sonnenklar worauf dieses Treffen hinaus führen würde, aber ich hatte etwas Angst, dass er wirklich „nur grillen“ wollte.
Riiiiing. Es schellt. Ich renne zur Tür, um dann ein paar Meter vorher stehen zu bleiben und zähle bis drei. Dann gehe ich völlig entspannt zur Lautsprecheranlage und frage: „Ja bitte?“
„Der Umgerannte aus dem Wald hier! Essen fertig?“
Lautes Gelächter schallt bis in meine Dachgeschosswohnung. Was für ein fertiger Witzbold. Aber geil. Beim Hochkommen sehe ich, dass er eine Rose in der Hand hält. Beim Überreichen blinzelt er mir zu. „Hier, nicht das du denkst, dass das ernst gemeint war mit dem Essen und so.“
Er hat Charakter! Jackpott! Wie ich mich über diese Geste freue! Ich könnte hüpfend durch die Wohnung tanzen, beherrsche mich aber und bedanke mich mit einem Küsschen auf die Wange.
Der Abend verlief bisher wunderschön. Wir erzählten uns unser halbes Leben und stellten viele Gemeinsamkeiten und ähnliche Enttäuschungen sowie glückliche Erfahrungen fest. Nachdem wir fast eine ganze Flasche Bacardi geleert hatten, war mein Alkoholpegel doch ziemlich auf „unkontrollierbar!“ und ich verspürte Sehnsucht nach Nähe und Geborgenheit.
Beim Aufstehen zieht mich Dan auf seinen Schoß und küsst mich zum allerersten Mal. Sternchen fliegen durch meinen Kopf und mir wird schwindelig vor Glücksgefühlen. Drei Millionen Schmetterlinge fliegen gleichzeitig kreuz und quer. Diese Leidenschaft hatte ich so dermaßen vermisst. Ich nehme seine Hände und reibe meine Handflächen auf seine. So weich und zärtlich und doch so männlich stark. Es prikelt. Dann drückt er meine Hände ein wenig und schiebt sie zurück, dabei umarmt er mich und drückt mich fest an sich. Seine Küsse überfluten meinen Hals, seine Zunge streichelt meine Haut. Zwischen meinen Beinen spüre ich seinen hart pulsierenden Penis. Auch ich kann meine Erregung nicht mehr länger verbergen. Ich stöhne leise auf und sein Gesichtsausdruck verwandelt sich „Eroberungsangriff aktiviert“! Er steht auf, mich fest umschlungen auf seinen Armen und trägt mich über die Türschwelle des Balkons auf die Couch.
Ich liege unten und er reißt mir die Knöpfe meine Bluse auf. Küsst meine Brüste und hält dabei immer wieder meine Hände fest, abwechselt drückt er mal sanft, mal etwas härter.
Willenlos und völlig im Wahn der Verführung liege ich da. „Vollangriff!“ schießt durch meinen hübschen blonden Kopf. „Ich komme sofort wieder mein Lieber.“ So lasse ich ihn völlig geil zurück auf der Couch und verschwinde im Schlafzimmer. Hinter mir schließe ich die Tür.
Einige Minuten später betrete ich das Wohnzimmer gekleidet in den besten und erotischsten, weißen Dessous mit Strapsen und federbesetzten Engelsflügeln.
„Ich wusste es.“ Höre ich leise aus seinem Mund kommen.
„Was denn? Was wusstest du Baby?“ „Du bist die Frau, die mir den Kopf verdrehen wird! Hammer!“
Ich setze mich auf ihn, ziehe ihm langsam das Shirt aus. Ich streichel ihm durchs Gesicht und küsse ihn sehr sanft. Meine Zuge gleitet von den Lippen an über den Hals bis über seinen durchtrainierten Bauch. Zwischen Bauchnabel und Intimbereich hat Dan einen dünnen, sehr erotischen Streifen. Ich stehe auf solche Kleinigkeiten.
Die Hose hat er sich zwischenzeitlich selbst vom Leib gerissen. Vermutlich in der Hoffnung es würde somit schneller gehen. Doch nein. Wer nicht warten kann, wird mit warten bestraft. Ganz klare Regelung. Anstatt mich weiter nach unten vor zuarbeiten, streichele ich mich wieder hoch zu seinem Mund. Seine Küsse werden aggressiver. Ja, genauso will ich ihn haben. Willenlos, bettelnder Blick.
Doch ich übertreibe es nicht. Ich stelle mich über ihn, drehe mich mit meinem wohlgeformten Po in seine Richtung und entledige mich meines Strings. Er schnappt sich meine Hand und zieht mich auf sich. Wirft mich auf den Rücken und sagt: „So Fräulein. Jetzt biste fällig. Jetzt wird Liebe gemacht!“
Seine Hand streichelt saft meine Muschi. Ich spüre seinen erhöhten Puls und das macht mich so richtig scharf. Doch auch er lässt mich zappeln. Das hab ich nun davon, dachte ich mir. Bis er mit seiner Zunge meine Klitoris liebkost, seine Finger langsam in mich gleiten und sein Penis immer wieder zärtlich gegen meine Muschi peitscht.
Endlich! Er dringt in mich ein! Im Strom durch die Geschwindigkeit durchleben wir beide einen Moment der absoluten Seelenverbindung. Unsere Körper sind frei von allem und wir lieben uns stundenlang bis in die Morgenstunden.
  • Geschrieben von Roseheart620
  • Veröffentlicht am 25.08.2012
  • Gelesen: 4251 mal

Anmerkungen vom Autor

Ich wünsche euch viel erotische Freude :-)

Eure Rose Heart

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Kommentare

  • baerli1a27.08.2012 14:21

    Na ja, etwas wirr in der Ausdrucksweise, aber so ganz nett.
    Gruß Baerli1a

  • Marioot08.10.2012 12:02

    Roseheart620...

    ...nicht wirr sondern wie das Leben so ist!!

    Dein Stil hat schon was;-))

    Mario

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