Erotische Geschichten

Bitte melden Sie sich an

Heiße Quellen – Teil 2

5 von 5 Sternen
Anmerkung: Vor der Lektüre der Fortsetzung empfehle ich, den ersten Teil mit gleichnamigem Titel zu lesen.

- - - - - -

Sie steht noch immer am Fenster, nackt im kalten Mondlicht Islands, während draußen der Wind über die Lavafelder streicht. Ihr Körper ist ruhig, fast majestätisch. Ich sehe in ihr keine Unsicherheit. Nur Planung.

„Das Spiel fängt gerade erst an.“

Ich setze mich im Bett auf. „Du weißt, dass das mein Chef ist.“

„Natürlich weiß ich das.“

Sie dreht sich langsam um. „Deshalb ist es doch interessant.“
Sie kommt zurück zum Bett, steigt über mich, setzt sich rittlings auf meine Oberschenkel. Noch nimmt sie mich nicht in sich auf. Ihre Hände liegen auf meiner Brust, ihre Daumen ziehen langsame Linien über meine Haut. Ihr Blick ist klar, prüfend.

„Er hat dich eingeladen, weil er dich schätzt“, sagt sie leise. „Sie hat mich eingeladen, weil sie wissen wollte, ob ich noch dieselbe bin.“

„Und?“

Ein schmales Lächeln. „Ich bin schlimmer.“

Sie beugt sich herunter, küsst mich. Langsam. Intensiv. Kein hastiges Verlangen – sondern kontrollierte Hitze. Ihre Zunge gleitet über meine, sie schmeckt mich bewusst, fast demonstrativ. Dann richtet sie sich auf, hebt sich leicht an und lässt sich wieder auf mich sinken. Langsam.

Zentimeter für Zentimeter nimmt sie mich wieder in sich auf. Ich spüre jede Muskelbewegung in ihr. Jede kleine Kontraktion. Sie hält inne, als sie mich vollständig aufgenommen hat, und schließt kurz die Augen. Dann beginnt sie sich zu bewegen. Nicht schnell. Nicht wild. Ein kreisendes, kontrolliertes Reiben, das mehr Spannung erzeugt als jeder harte Stoß.

Ich greife nach ihren Hüften, doch sie hält meine Hände fest.

„Heute bestimme ich.“

Ihre Stimme ist weich, aber eindeutig.
Sie bewegt sich schneller, ihr Atem wird hörbar tiefer. Ihre Brüste heben und senken sich, die Spitzen hart im kühlen Licht. Ich beuge mich vor, umfasse sie mit dem Mund, ziehe sanft an einer Brustwarze, während sie sich weiter auf mir bewegt. Ihre Hand wandert in mein Haar, zwingt mich näher an sie.

„Sie wollte sehen, ob ich noch mutig bin“, flüstert sie.

„Und jetzt?“

„Jetzt wird sie sehen, wie mutig ich geworden bin.“

Es klopft an der Tür. Ruhig. Bestimmt.
Sie steigt von mir herunter. Langsam. Absichtlich. Als wolle sie mir jede Sekunde bewusst machen, dass sie die Kontrolle hält.

Als sie die Tür öffnet, steht sie dort. Die Frau meines Chefs. Der Mann, der mich morgen früh im Konferenzraum sehen wird. Seine Frau tritt ein.
Ihr Mantel gleitet von ihren Schultern. Darunter nur ein zarter Stoffrest, der mehr andeutet als verdeckt. Ihr Blick ist ruhig, aber ihre Pupillen sind geweitet.

„Du hast dich nicht verändert“, sagt sie zu meiner Partnerin.

„Doch“, antwortet diese. „Ich habe nur aufgehört, mich zu verstecken.“

Die Spannung im Raum ist greifbar. Ich bleibe stehen. Nackt. Hart. Beobachtet.
Die beiden Frauen kommen sich näher. Kein überstürzter Kuss. Erst ein Blick. Dann eine Hand an der Wange. Langsam gleiten ihre Lippen aufeinander. Zögernd. Prüfend. Dann intensiver.
Ihre Körper pressen sich aneinander, ihre Hände finden vertraute Wege. Ich sehe, wie meine Partnerin den Rücken der anderen hinunterfährt, wie ihre Finger unter den Stoff des Slips gleiten. Ein leises, unkontrolliertes Einatmen entweicht der Frau meines Chefs.

Meine Partnerin löst sich von ihr, nimmt ihre Hand – und führt sie zu mir.

„Er gehört heute dazu“, sagt sie ruhig.

Die Frau meines Chefs mustert mich. Tritt näher. Ihre Hand legt sich an meine Brust, gleitet langsam hinunter, prüfend, fast wissenschaftlich. Dann greift sie zu. Fest. Nicht schüchtern. Nicht zurückhaltend.

„Er weiß nicht, wie weit du gehst“, sagt sie leise zu meiner Partnerin.

„Dann zeigen wir es ihm.“

Die nächsten Minuten verschwimmen zu einem Spiel aus Nähe, wechselnden Berührungen und wachsender Intensität. Zwei Körper an meinem, zwei unterschiedliche Energien. Meine Partnerin – kontrolliert, spielerisch dominant. Die Frau meines Chefs – zunächst prüfend, dann zunehmend ungeduldig, fast fordernd.

Sie drücken mich aufs Bett. Meine Partnerin setzt sich auf mich, nimmt mich wieder in sich auf, während die andere sich neben uns legt. Ihre Finger wandern über meine Brust, meinen Bauch, während ihr Blick zwischen uns wechselt.

Meine Partnerin bewegt sich schneller, tiefer, ihre Haare fallen mir ins Gesicht. Die andere beugt sich vor, küsst sie, während sie sich auf mir bewegt. Ich sehe, wie ihre Lippen sich finden, wie sich ihre Hände ineinander verkrallen.

Die Luft im Raum wird dichter. Wärmer.

Ich greife nach beiden, halte sie, ziehe sie enger an mich. Jetzt verschieben sich die Kräfte. Ich drehe meine Partnerin unter mich, halte sie fest, während die andere näher rückt. Ihre Hände gleiten über meinen Rücken, über ihre Freundin, über uns beide.

Kein Chaos. Kein unkontrolliertes Durcheinander. Sondern ein langsames, bewusstes Ausloten von Grenzen.

Die Nacht endet nicht in einem lauten Höhepunkt, sondern in einem gemeinsamen, schweren Atem, drei Körper verschlungen, Haut an Haut.

Und während draußen der Wind stärker wird, weiß ich:
Das hier war keine spontane Eskalation.
Es war eine Einladung.

Und ich bin mitten in etwas geraten, das größer ist als nur Lust.


Fortsetzung folgt...
  • Geschrieben von Davilingus
  • Veröffentlicht am 12.02.2026
  • Gelesen: 5339 mal

Kommentare

Noch keine Kommentare vorhanden

Schreiben Sie einen Kommentar

0.064