Erotische Geschichten

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Gesundheitswoche 7

4 von 5 Sternen
Fortsetzung von Teil 6

Ich saß am Kopfende des Bettes mit angezogenen Knien und betrachtete Olga, die schlafend zu meinen Füßen rücklings quer auf dem Bett lag. Licht schien aus der Diele herein, wo unsere Klamotten auf dem Fußboden verstreut lagen. Ihre Haut schimmerte silbern und sie sah in dem schummrigen Schein noch viel schöner aus.

In der Diele hatte sie schnell einen Orgasmus gehabt, hatte sich aufs Bett gelegt und war schnell eingeschlafen. Ich saß wach neben ihr und hatte immer noch eine Erektion. Das erinnerte mich an eine Situation, in der eine schöne Frau ebenfalls nackt quer auf dem Bett lag und ich trotz dieses Anblicks keinen hochbekam.

Bevor meine zweite Frau starb, lebten wir schon eine Weile getrennt, waren aber immer noch verheiratet. Zufällig an ihrem ersten Todestag, einem Freitag, war ich bei Bekannten zu einem Richtfest eingeladen. Ich kam gerade noch rechtzeitig zum Richtspruch und war dann einer der letzten Gäste. In der Zwischenzeit hatte ich eine Frau beobachtet, die so wie ich alleine dort war. Ich suchte ihre Nähe und wir kamen ins Gespräch und redeten über das Haus und übers Wetter. Als sie meinte, es wäre Zeit zum Gehen, wollte die Hausherrin ein Taxi rufen, aber sie wollte lieber mit der S-Bahn nach Hause fahren und ich bot mich sofort an, sie zum Bahnhof zu begleiten.

Wir fuhren drei Stationen und ich sagte, daß ich schon fast zu Hause wäre. Sie meinte, daß es noch viel zu früh wäre, um nach Hause zu gehen, stieg mit mir aus und wir gingen in ein Lokal. Bei einer Flasche Wein setzten wir unser Gespräch fort. Hielten Händchen und redeten über unsere Arbeit. Sie arbeitete in der Werbebranche und ich war über Umwege bei der schwarzen Zunft (Buchdruckerei – Anm. d. Autors) gelandet. Sie war gut 20 Jahre jünger als ich, sah aber noch zehn Jahre jünger aus. Sie meinte, daß ihr jugendliches Aussehen fürs Geschäft nachträglich wäre, weil ihr manche Kunden darum weniger zutrauten. Aber sie wäre Ende Dreißig, verliebt in einen verheirateten Mann, die biologische Uhr würde ticken und sie wünschte sich ein Kind.

Bevor ich sie fragen konnte, ob zu mir oder zu ihr, bat sie den Kellner, ein Taxi zu rufen. Sie ging aufs Klo und ich zahlte die Rechnung. Als das Taxi kam, tranken wir aus und sie nahm mich mit. Im Taxi küßten wir uns leidenschaftlich. Trotzdem brachte uns der Fahrer ohne Unfall zu ihrer Adresse. Sie bezahlte das Taxi und auf dem Weg zu ihrer Wohnung sagte sie mir, daß ich frühmorgens gehen müßte und wir uns nie wiedersehen würden.

Alles kam mir unwirklich vor. Im Gegensatz zu meiner war ihre Wohnung total aufgeräumt. Im Kühlschrank stand eine offene Weißweinflasche und sogar eine Flasche Weißbier, als ob sie mich erwartet hätte, denn sie hatte auch das passende Glas dazu. Sie saß auf dem Küchentisch und unter Küssen zog ich sie aus. Mitten im Schlafzimmer stand ein französisches Bett. Sie legte sich quer übers Bett. Ich zog mich aus, kniete am Bettrand, zog sie zu mir und leckte ihre Muschi. Mehr konnte ich nicht tun, denn ich bekam keinen hoch, aber am Zucken ihres Beckens merkte ich, daß es ihr viel Vergnügen bereitete.

Ich hätte sie ewig so küssen können. Machte ich auch. Während sie einschlief, wurde ich immer wacher. Ich setzte mich neben sie aufs Bett und betrachtete sie. Zwar hatte ich ein Mobiltelefon dabei, aber mein Ethos verbot es mir, sie zu fotografieren. So habe ich dieses Bild nur in meinem Kopf. Ich zog mich an, deckte sie zu und ging. Draußen dämmerte es schon.

Ein paar Monate später feierte ich mein 40jähriges Dienstjubiläum. Da man mich wegen meines vollen dunklen Haarschopfes auch jünger einschätzte, kokettierte ich mit meiner äußerlichen Erscheinung und erklärte, ich hätte ein Bauchimplantat und würde mir meinen Bart grau färben, um älter und seriöser zu wirken. Ich dachte dabei an die unbekannte Schöne.

Nun saß ich wieder auf einem Bett und betrachtete wieder eine schöne schlafende Frau. Aber mit dieser konnte ich sogar über meine Versagensängste sprechen und ihre Familienplanung war abschlossen. In diesem Moment war ich froh, daß es damals mit meiner möglicherweise sogar arrangierten Begegnung nichts geworden ist.

Auf dem Tisch standen die Dildos, die Olga mitgebracht hatte. Zwei davon hatten wir gemeinsam gekauft. Den einen taufte sie „Naturbursche“, den anderen „Mr. Bombastic“, beide mit angedeutetem Hodensack und Saugfuß.

Ich erinnerte mich daran, daß wir mit dem Nachtbus von Altona nach Bergedorf fuhren, weil ich wieder einmal bis nach Mitternacht im Geschäft war. Sie hatte mich abgeholt und als der Bus an einer Haltestelle auf der Reeperbahn hielt, stieg ich spontan mit ihr aus und wir gingen in einen Sex-Shop, den ich bereits kannte. Für sie war es das erste Mal, aber schnell wich ihre anfängliche Scheu und wir gingen durch den Laden wie durch einen normalen Supermarkt. Den „Naturburschen“ hatte sie ausgewählt, etwas kürzer als mein erigiertes Glied, aber halb so dick. Wahrscheinlich wollte sie mich nicht eifersüchtig machen. „Mr. Bombastic“ hatte ich unauffällig in den Einkaufskorb gelegt. Bei mir zu Hause hatte sie dann doch zuerst „Mr. Bombastic“ ausprobiert. Ich kommentierte das mit den Worten: „Wenn Frauen sagen, die Länge oder Größe ist nicht entscheidend, dann lügen sie.“ Sie quittierte das mit einem Lachen.

Ich stand auf, löschte das Licht in der Diele, deckte Olga zu und kroch zu ihr unter die Bettdecke.

Als der Wecker klingelte, rieb Olgas Hand an meiner Morgenlatte. Sie schlug die Bettdecke zur Seite und ritt auf mir als Fortsetzung des Coitus interruptus in der Diele am Abend zuvor. Sie hatte schnell einen Höhepunkt und ihre sich immer wieder zusammenziehenden Vaginamuskeln brachten mich zum Erguß.

Es rächte sich, daß ich vor dem Zubettgehen nicht auf dem Klo war, denn nun mußte ich bieseln. Kaum hatte sich mein Glied von ihrer Muschi verabschiedet, stand ich auf und ging ins Bad. Kurz darauf folgte mir Olga. Ich schaute ihr zu, wie sie auf dem Klo saß. Als wir uns kennenlernten, war ihr das genant (Anm. d. Autors: peinlich) und sie hätte mich rausgeschickt. Wir duschten, zogen uns an, packten die Sachen zusammen, schauten uns noch einmal um, ob wir tatsächlich nichts vergessen hatten und verließen das Liebesnest.

Ich hatte nur für eine Nacht ein Zimmer für Olga gebucht, weil ich nicht wußte, daß sie bis zum Montag bleiben würde. Ich hätte zwar eine Nacht dazubuchen können, aber wozu? Wir würden sowieso in einem Zimmer schlafen, also warum nicht in meinem? Mittagessen war inklusive und ansonsten lebten wir sowieso von Luft und Liebe. Nachdem wir Olgas Sachen in mein Zimmer gebracht hatten, gingen wir frühstücken. Unser Tisch im Speisesaal war leer. Ich hatte nicht auf den Wecker geschaut und hatte auch keine Uhr dabei.

Später kam meine Kollegin, die bereits gefrühstückt hatte und abreisefertig war. Meine Kollegin verabschiedete sich von mir und die beiden Frauen gingen zur Rezeption zum Auschecken. Olga kam zurück und wir aßen in Ruhe zu Ende.

Auf dem Weg zurück zum Zimmer fragte ich Olga, ob ich doch einen Bademantel für sie ausleihen sollte, aber sie wollte nicht.

An diesem Tag war es kühl und regnerisch, deshalb war es nicht verwunderlich, daß von den Kurgästen kaum jemand Lust hatte, etwas draußen zu unternehmen. Im Haus war dementsprechend viel Betrieb. Auf dem Weg zur Sauna nahmen wir nicht den Lift, sondern die Treppe, und ich mußte lächeln bei dem Gedanken, daß sowohl Olga unter ihrem Rock als auch ich unter dem Bademantel nichts trugen.

Im Umkleideraum der Sauna bestätigte sich meine Befürchtung, wir wären nicht so ungestört wie am Wochenende zuvor, denn die meisten Schränke waren belegt. Diesmal brauchten wie einen für Olgas Rock und T-Shirt und fanden auch einen freien. Bevor wir durch die nächste Tür schritten, wollte ich Olga meinen Bademantel um die Schulter legen, aber sie lehnte ab. Irgendwie war ich schizophren, denn am Abend zuvor im Park hatte ich sie sozusagen in aller Öffentlichkeit ausgezogen und nun wollte ich sie verhüllen, obwohl in der Sauna alle nackt umherliefen.

Am Empfangstresen begrüßte uns wieder eine junge Frau, aber leider nicht die Schöne, die dort vor eine Woche arbeitete. Wie ich später feststellte, war Olga an diesem Tag nach der Dame am Tresen die zweitjüngste in der Sauna. Bis auf ein paar ältere Paare waren die Saunagäste ältere Herren. Die junge Frau vom Tresen hatte mich im Laufe des Vormittags doch noch ganz heiß gemacht: Sie machte den Aufguß in eine der Saunen, wirbelte das Handtuch und die Temperatur stieg von 90 Grad Celsius auf gefühlte 110 Grad an. Ich war nackt und mir lief der Schweiß in Strömen und sie war angezogen. Sie erinnerte mich an Queen Elizabeth, bei der selbst in Afrika oder in Australien kein Tropfen Schweiß auf der Stirn zu sehen war. Zugegebenermaßen stellte ich mir aber lieber die Empfangsdame der letzten Woche nackt schwitzend vor...

Fortsetzung folgt.

Anmerkungen des Autors:

Warum werden die meisten Auffahrunfälle von Frauen verursacht? Weil sie sich verschätzen. Ihnen wurde erzählt, daß die Spanne zwischen Daumen und Zeigefinger 25 Zentimeter beträgt. Die Spanne zwischen Daumen und Zeigefinger einer kleinen Frauenhand, wohlgemerkt!

Olga hatte mir erzählt, daß Bernhards "ausgefahrenes" Glied 23 Zentimeter lang sei, er ging von 20 Zentimeter aus. Einen Meßschieber hatten sie nicht. Die Dicke bleibt also ungewiß.
  • Geschrieben von Holger1953
  • Veröffentlicht am 08.03.2020
  • Gelesen: 1987 mal

Anmerkungen vom Autor

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Kommentare

  • RudiRabe15.03.2020 12:41

    Gut geschrieben, aber bei mir wurde in so einer Folge kritisiert - hier fehlt der Sex!!!

  • Holger195315.03.2020 12:48

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    Hallo RudiRabe, war der Kommentator ein früherer amerikanischer Präsident? Danach ist Oralverkehr tatsächlich keine sexuelle, sondern nur eine unangemessene Handlung.

  • Holger195315.03.2020 12:48

    Profilbild von Holger1953

    ... und vielen Dank für die Sternchen...

  • Holger195323.03.2020 00:04

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    enthalten in "Gesundheitswoche Teil 1"

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