Es war wieder ein Tag, der mich mit Wehmut und Reue erfasste, als ich von meiner geschiedenen Frau kam, weil ich unserer Tochter, die bei ihr lebte, zu ihrem 18ten Geburtstag gratuliert hatte.
Mir wurde bei dem Besuch abermals schmerzlich vor Augen geführt, dass die Scheidung nicht hätte sein müssen und auch nicht meine Ausrutscher, die dazu geführt hatten.
Um unser Sexleben abwechslungsreich zu gestalten, hatten wir zwar mit einem befreundeten Ehepaar regelmäßig Zusammenkünfte mit Partnertausch, doch meine zusätzlichen Fremdgänge brachten dann das Fass zum Überlaufen.
Nun lebte meine Ex mit unserer Tochter in einer schönen Eigentumswohnung, die für sie als Bedarfsabfindung vereinbart wurde.
Ich wollte noch nicht in mein leeres Haus zurückkehren an diesem Samstag und steuerte deshalb meine Stammkneipe an.
Den Wagen würde ich, wie jedes Mal, wenn ich getrunken hatte, stehen lassen und mir später ein Taxi bestellen.
Ich hatte viele Fehler gemacht und machte sie noch, aber alkoholisiert Autofahren war einer der Fehler, die ich generell vermied.
Mein Name ist übrigens Michael, genannt Mike, und ich war der Inhaber von zwei gut gehenden Diskotheken in der Region, die ich aus Gründen, die ich hier nicht näher erörtern möchte, verkauft hatte. Das Ergebnis erlaubte mir fortan ein Leben als wohlhabender Privatier zu führen.
Um meiner dadurch entstandenen Freizeit einen Sinn zu geben und ich keine speziellen Hobbys hatte, fungierte ich noch täglich - außer an den Wochenenden und an Feiertagen - von 09:00 bis 15:00 Uhr als Portier in einem örtlichen 4-Sterne-Hotel. Eine Beschäftigung, bei der ich interessante Menschen kennenlernte, die mir Spaß machte und mich nicht über Gebühr in Anspruch nahm.
Meine Kneipe war trotz des warmen Sommertages gut besucht, und ich setzte mich wieder in meine bevorzugte Ecke, dort, wo die L-förmige Theke an der Wand endete. Von hier aus hatte ich den besten Überblick.
Rosi stellte das frisch gezapfte Bier unter dem Zapfhahn ab und begrüßte mich. Rosi hieß eigentlich Roswitha und war die Wirtin, deshalb sagte ich immer Roswitha, weil mir Rosi als Kurzform ihres Namens zu abgegriffen schien - denn auch einige andere Namen machte man gern zu Rosi.
In einer entgegengesetzten Ecke des Lokals erschallte manchmal lautes Gelächter, dort saß eine Gruppe junger Frauen, die sich angeregt unterhielten und sehr amüsierten.
An der langen Theke saßen auch andere, mir bekannte Stammgäste, mit denen ich die eine oder andere Unterhaltung führte.
Ich saß inzwischen an meinem dritten Bier, als die Frauengruppe sich langsam auflöste und nach und nach das Lokal verließ.
Ich vermutete, dass es eine der jungen Frauen war, die nach einer ganzen Weile wieder hereinkam und zur Theke lief, um mit der Wirtin zu sprechen.
Kurz darauf zeigte Roswitha zu mir, und die junge Frau fragte, ob ich einen Audi fahren würde und nannte mein Kennzeichen.
"Das ist mein Wagen, ja, warum?"
Sie kam näher zu mir und gestand: "Ich habe ihn beim Ausparken ein bisschen touchiert und wollte nicht einfach davonfahren."
"Das ehrt sie schon mal, denn das wäre Fahrerflucht gewesen - ist es denn schlimm?", entgegnete ich.
"Sie haben nur einen langen Kratzer in der Fahrertür, aber bei mir ist das Rücklicht kaputt - können wir das ohne Polizei regeln?", fragte sie sichtlich aufgeregt.
"Schlage ich in ihrem Interesse auch vor, weil sie offensichtlich Alkohol getrunken haben, stimmt's?", gab ich zurück - und ihre Nervosität stieg noch.
"Außerdem sollten wir die Polizei wegen einer Bagatelle ohnehin nicht gleich holen", fügte ich an und sagte, wenn sie noch Zeit habe, solle sie sich erst einmal setzen und beruhigen.
"Möchten sie noch etwas trinken, einen Schnaps vielleicht auf den Schreck?", bot ich an und war erfreut über die unerwartet hübsche Gesellschaft.
Als sie sich neben mich setzte, bot ich ihr an, sie dann mit dem Taxi mitnehmen zu wollen, da wir unsere Fahrzeuge selbstverständlich stehen lassen würden und winkte Rosi herbei.
Wir bekamen den Schnaps und ich prostete ihr zu. Mein Entgegenkommen ließ sie langsam etwas ruhiger werden.
So jung und so hübsch, 20 Jahre mindestens müsste ich jünger sein, dachte ich und schmunzelte, als ich sie betrachtete.
Sie lächelte etwas verlegen zurück und meinte: "Ich werde es dann meiner Versicherung melden!"
"Darf ich fragen. wie alt sie sind, schöne Frau?"
"23", verriet sie mir.
"Und was machen sie beruflich?"
"Ich bin Jurastudentin, drittes Semester", ließ sie mich wissen.
"Ihre Versicherung wird die Beiträge erhöhen“, stellte ich mit Bedauern fest.
"Es wird sich wohl nicht vermeiden lassen, aber anders kann ich den Schaden ja nicht begleichen“, sagte sie betrübt.
"Ich werde mir meinen Schaden anschauen und dann werden wir weitersehen", versuchte ich sie zu beruhigen ohne konkreter zu werden und hatte dabei noch im Ohr, was sie soeben von sich gegeben hatte:
"Anders kann ich den Schaden ja nicht begleichen!"
Da saß eine schöne junge Frau, die 33 Jahre jünger war als ich und nicht viel älter als meine eigene Tochter, aber mit einer derart verführerischen Ausstrahlung, dass ich alter Wolf, der langsam grau wurde, wieder mal mit Gedanken spielte, die ich auch fälschlicherweise oft als Ehemann realisierte.
Doch nun war ich kein Ehemann mehr und träumte in dem Moment mit meiner Vorliebe für sehr junge Frauen doch tatsächlich davon, von ihr eine andere Art der Entschädigung angeboten zu bekommen.
Es war eine Träumerei, die völlig abwegig war, obwohl sie auf ihrem Barhocker wirklich nicht mit ihren Reizen geizte bei der Wärme an dem Tag, und ihr leichtes Kleid gab wegen des offensichtlich fehlenden BH's mehr von ihrer wohlgeformten Brust preis als es verdeckte, wenn man noch dazu der Fantasie freien Lauf ließ, was mir nicht schwer fiel.
"Ich bin übrigens Michael, Freunde nennen mich nur Mike", bot ich ihr das DU an.
"Ja, ich bin die Lucy", sagte sie mit erkennbarer Freude über den weiteren Schritt auf dem Weg in die Ungezwungenheit, den ich ihr damit bereitete.
"Möchten sie noch einen Kurzen, Lucy, oder wartet ihr Freund auf sie?, dann bestelle ich uns ein Taxi", sagte ich und merkte, dass ihr schon der eine Schnaps in den Kopf gestiegen war - sie bekam eine rote Gesichtsfarbe.
"Wir waren doch gerade erst beim DU", korrigierte sie mich und legte kurz ihre Hand auf die meine.
Ich ärgerte mich und erklärte ihr, dass mir das immer mal passiert bei dem Wechsel zum DU, sie solle sich nichts dabei denken und winkte zu Roswitha, die aber schon mit der Kornflasche kam, um uns einzuschenken.
"Nein, ich habe keinen Freund", war die Antwort, auf die ich gewartet hatte - den Schnaps lehnte sie nicht ab.
Beschwingt durch den Alkohol fragte sie mich aus, und ich erzählte von meinem Familienstatus und meiner Vergangenheit. So erfuhr ich auch Details über ihr Elternhaus, von dem sie nur geringe finanzielle Unterstützung bekam, und dass es sich in 300 km Entfernung befand. Ihr Studentendasein finanzierte sie zusätzlich mit allerlei Nebenjobs und war dankbar für jede kleine Verdienstmöglichkeit.
Wir hatten später unseren dritten Korn und ich war bei meinem fünften Bier - auch Lucy hatte zu ihrem ersten Korn ein Bier bekommen, das sie aber beim dritten Korn noch fast unberührt vor sich stehen hatte.
Die Hochprozentigen machten sich bei ihr immer deutlicher bemerkbar, da sie außerdem schon mit der Frauengruppe ins Fahrwasser geraten war und deshalb schließlich mit eingeschränkter Aufmerksamkeit meinen Wagen touchierte.
Nun wurde ihre Zunge immer schwerer, und beim Gang zur Toilette hatte sie ein unverkennbares Gleichgewichtsdefizit. Ich ließ von Rosi ein Taxi bestellen.
Sie kam zurück und musste sich kurz an der Theke festhalten, weil sie ins Schwanken geriet und dabei lallte: "Ich glaube, ich bin ein bisschen betrunken - ich möchte nach Hause!"
Ich hatte zuvor unsere Zeche beglichen, nahm ihre Handtasche und ging auf sie zu.
"Der Wagen kommt gleich, komm, lass uns an die Luft gehen", sagte ich und hakte sie unter.
Ich war schon des Öfteren allein in ein Lokal gegangen und mit weiblicher Begleitung später wieder heraus gekommen. Doch so von der Rolle, wie auf einmal die Lucy, war nie eine gewesen.
Ich verzichtete darauf, noch den Schaden an meinem Wagen zu begutachten, zumal das Taxi bereits wartete und sorgte dafür, dass mein angeschlagener Schützling sicher auf dem Rücksitz Platz fand.
"Wo müssen wir denn hin?", fragte ich sie, als auch ich eingestiegen war, zu ihr nach hinten schaute und sah, wie verdreht sie dasaß.
Ihr dünnes Kleid war so verschoben, dass ihre Schenkel gänzlich frei lagen und ihr Höschen sichtbar war.
Sie hatte den Kopf nach hinten an die Stütze gelegt und die Augen geschlossen.
Kaum hörbar sagte sie: "Wir müssen nach Hause."
"Ja, wo wohnst du denn?", erwiderte ich.
"Zu Hause", gab sie wieder kaum wahrnehmbar zurück und schien fast zu schlafen.
Der Taxifahrer schaute mich schmunzelnd an und wartete.
Ich entschied mich kurzerhand dafür, direkt zu mir zu fahren, nannte ihm meine Adresse und war alles andere als verärgert, ihre Anschrift nicht in Erfahrung gebracht zu haben.
Ich ließ ihn auf meine Garagenauffahrt fahren, um sie evtl. auf dem kürzesten Weg ins Haus tragen zu können, was sich auch als erforderlich erwies.
Der Fahrer war so freundlich, indem er mir half, meine Haustür aufzuschließen, sodass ich sie geradewegs hinein befördern konnte, um sie schnell auf die Couch zu legen - sie schien fest eingeschlafen zu sein.
Ihre Kleidung, die bei der ganzen Aktion verrutscht war, muss sie selbst korrigieren, dachte ich und legte trotz der Wärme eine Wolldecke über ihre freiliegenden Körperteile und hoffte, dass sie nicht denkt, ich hätte mich an ihr vergriffen, wenn sie aufwacht.
Der Fahrer klingelte noch einmal, um Lucys Handtasche, die wir schlicht vergessen hatten, reinzureichen.
Ich setzte mich dann in den Sessel und hätte die Zudecke am liebsten weggelassen, um sie zu betrachten, diese Augenweide. Dass dieses hübsche Mädchen keinen Freund hatte, konnte ich gar nicht glauben.
Welche Persönlichkeit steckte hinter ihrer anfänglichen Zurückhaltung, die im Laufe unserer Unterhaltung an dem Abend immer mehr von einer Aufgeschlossenheit und Geselligkeit verdrängt wurde?
Es kam nicht nur durch den Alkohol, dem sie merklich zugeneigt war und von dem sie nun aus dem Verkehr gezogen worden war. Nein, es ging trotz ihrer Sorge um die Schadensbegleichung eine unbekümmerte und leichtherzige Art von ihr aus, und ich fragte mich, ob sie ihr angebliches Studium mit dem nötigen Ernst versah.
Nach einer halben Stunde schlief sie immer noch fest, und ich musste mich vergewissern, ob sie überhaupt noch atmete - doch ich konnte beruhigt ins Bett gehen.
Am nächsten Morgen stand ich früh auf, um zunächst das Bad aufzusuchen.
Nachdem ich mich frisch gemacht hatte, zog ich mir den Bademantel über und wollte nachsehen, was mein unvorhersehbarer Gast vom Vorabend machte.
Als ich ins Wohnzimmer kam, lag sie noch auf der Couch, hatte sich aber offenbar wegen der Wärme irgendwann von der Wolldecke befreit, die ich ihr übergelegt hatte, trug lediglich ihren Slip und schlummerte noch. Das Kleid lag über der Sessellehne.
Es war ein verführerischer Anblick und zeigte nun noch deutlicher ihre unbekümmerte Art.
Ich stand an der Couch und schaute sie an.
"Einen wunderschönen Sonntagmorgen, Lucy", sagte ich, als sie sich auf den Rücken drehte und mit den Augen zu blinzeln begann.
"Wir konnten dich leider nicht nach Hause bringen, du hast uns deine Adresse nicht verraten", schob ich sofort nach.
"Wer ist WIR?", sagte sie verschlafen.
"Der Taxifahrer und ich!", klärte ich sie auf.
Sie streckte die Arme aus, um sich ausgiebig zu recken und begab sich dann in die Sitzposition.
"Aua, mein Kopf", kam es leise von ihr, dabei versuchte sie ihre langen dunklen Haare mit den Fingern etwas zu ordnen, nannte mir nun ihre Adresse und beschrieb sie als Zwei-Zimmer-Studentenbutze, bat um Entschuldigung und sagte, dass es ihr leid täte, mir diese Umstände bereitet zu haben.
"Es gibt wirklich Schlimmeres", gab ich zurück.
"War ich sehr betrunken?", fragte sie, und es schien ihr überhaupt nicht peinlich zu sein, sich mir fast nackt zu zeigen, gerade so, als hätten wir schon seit längerem eine intime Partnerschaft.
"Du warst auf einmal total weggetreten und hast mir nicht mehr sagen können, wo du wohnst, sodass ich dich mit zu mir nehmen musste und dich dann ins Haus getragen habe", schilderte ich ihr.
"Du kannst dich in Ruhe duschen, und ich mache uns ein schönes Frühstück - für deine Kopfschmerzen kann ich dir dann auch etwas geben, und später holen wir unsere Autos", fügte ich ganz neutral hinzu und verhielt mich erst einmal so, als würde ich ihre Nacktheit gar nicht sehen.
"Ich muss mal Pipi", sagte sie, erhob sich, präsentierte mir ihre tadellose Figur und ließ ihr Kleid dort liegen, wo es war.
Dieses Mädchen könnte mir gefährlich werden mit ihrer Unbefangenheit, dachte ich, denn ich kann nun mal nicht aus meiner Haut - und ist die Ehe erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert.
Ich ging ihr voraus ins obere Stockwerk, wo sich das Bad mit der zweiten Toilette befand und machte sie auf dem Weg kurz mit den anderen Räumlichkeiten vertraut.
"Seit meine Frau und meine Tochter hier nicht mehr wohnen, ist mir das Haus eigentlich zu groß", sagte ich, als sie sich von der Größe des Hauses beeindruckt zeigte.
"Dann schaffe dir wieder eine Frau an", meinte sie grinsend und schloss die Tür des Badezimmers hinter sich.
"Handtücher findest du im Schränkchen in der Ecke!", rief ich ihr noch durch die Tür zu. "Dankeee!", hörte ich.
Ich ging ins Schlafzimmer gegenüber und legte den Bademantel ab, um mir ein T-Shirt überzuziehen, beließ es aber ansonsten lediglich bei der Unterhose. Ich wollte ihr so freizügig erscheinen wie sie es tat und machte mich in der Küche ans Vorbereiten des Frühstücks.
Die Lockerheit des Mädchens gefiel mir und auch die Tatsache, so unverhofft mit ihr Bekanntschaft gemacht zu haben und sie nun bereits in meinem Haus als Gast zu haben.
Doch was wusste ich schon von ihr? War sie vielleicht drauf aus gewesen, mir näher zu kommen, hatte sie ihre Benommenheit nur vorgetäuscht?
Nicht nur an dem Morgen zeigte sie sich äußerst verführerisch, sondern sparte auch schon auf dem Barhocker nicht mit ihren Reizen. Dieser Gedanke begleitete meine Handgriffe in der Küche.
Doch ich spann mir etwas zusammen, das nicht zutreffen musste, und trotz ihrer verlockenden Freizügigkeit würde ich als Gastgeber keinesfalls Annäherungsversuche unternehmen, darüber war ich mir im Klaren, das wäre mir zu riskant gewesen - ich hoffte aber, dass sie den Versuch machen würde.
Einen Augenblick später während der Zubereitung stand ich nur da und schaute der Kaffeemaschine bei ihrer Arbeit zu. Dabei träumte ich davon, sie als Geliebte zu haben.
"Mike, hast du irgendwo einen Föhn?"
Ich war so in meinen Gedanken versunken, dass ich mich erschrak, als sie plötzlich hinter mir in der Tür stand und sprach.
Was ich sah als ich mich zu ihr umdrehte, ließ meinen Kreislauf in Wallung kommen.
Fortsetzung folgt
Mir wurde bei dem Besuch abermals schmerzlich vor Augen geführt, dass die Scheidung nicht hätte sein müssen und auch nicht meine Ausrutscher, die dazu geführt hatten.
Um unser Sexleben abwechslungsreich zu gestalten, hatten wir zwar mit einem befreundeten Ehepaar regelmäßig Zusammenkünfte mit Partnertausch, doch meine zusätzlichen Fremdgänge brachten dann das Fass zum Überlaufen.
Nun lebte meine Ex mit unserer Tochter in einer schönen Eigentumswohnung, die für sie als Bedarfsabfindung vereinbart wurde.
Ich wollte noch nicht in mein leeres Haus zurückkehren an diesem Samstag und steuerte deshalb meine Stammkneipe an.
Den Wagen würde ich, wie jedes Mal, wenn ich getrunken hatte, stehen lassen und mir später ein Taxi bestellen.
Ich hatte viele Fehler gemacht und machte sie noch, aber alkoholisiert Autofahren war einer der Fehler, die ich generell vermied.
Mein Name ist übrigens Michael, genannt Mike, und ich war der Inhaber von zwei gut gehenden Diskotheken in der Region, die ich aus Gründen, die ich hier nicht näher erörtern möchte, verkauft hatte. Das Ergebnis erlaubte mir fortan ein Leben als wohlhabender Privatier zu führen.
Um meiner dadurch entstandenen Freizeit einen Sinn zu geben und ich keine speziellen Hobbys hatte, fungierte ich noch täglich - außer an den Wochenenden und an Feiertagen - von 09:00 bis 15:00 Uhr als Portier in einem örtlichen 4-Sterne-Hotel. Eine Beschäftigung, bei der ich interessante Menschen kennenlernte, die mir Spaß machte und mich nicht über Gebühr in Anspruch nahm.
Meine Kneipe war trotz des warmen Sommertages gut besucht, und ich setzte mich wieder in meine bevorzugte Ecke, dort, wo die L-förmige Theke an der Wand endete. Von hier aus hatte ich den besten Überblick.
Rosi stellte das frisch gezapfte Bier unter dem Zapfhahn ab und begrüßte mich. Rosi hieß eigentlich Roswitha und war die Wirtin, deshalb sagte ich immer Roswitha, weil mir Rosi als Kurzform ihres Namens zu abgegriffen schien - denn auch einige andere Namen machte man gern zu Rosi.
In einer entgegengesetzten Ecke des Lokals erschallte manchmal lautes Gelächter, dort saß eine Gruppe junger Frauen, die sich angeregt unterhielten und sehr amüsierten.
An der langen Theke saßen auch andere, mir bekannte Stammgäste, mit denen ich die eine oder andere Unterhaltung führte.
Ich saß inzwischen an meinem dritten Bier, als die Frauengruppe sich langsam auflöste und nach und nach das Lokal verließ.
Ich vermutete, dass es eine der jungen Frauen war, die nach einer ganzen Weile wieder hereinkam und zur Theke lief, um mit der Wirtin zu sprechen.
Kurz darauf zeigte Roswitha zu mir, und die junge Frau fragte, ob ich einen Audi fahren würde und nannte mein Kennzeichen.
"Das ist mein Wagen, ja, warum?"
Sie kam näher zu mir und gestand: "Ich habe ihn beim Ausparken ein bisschen touchiert und wollte nicht einfach davonfahren."
"Das ehrt sie schon mal, denn das wäre Fahrerflucht gewesen - ist es denn schlimm?", entgegnete ich.
"Sie haben nur einen langen Kratzer in der Fahrertür, aber bei mir ist das Rücklicht kaputt - können wir das ohne Polizei regeln?", fragte sie sichtlich aufgeregt.
"Schlage ich in ihrem Interesse auch vor, weil sie offensichtlich Alkohol getrunken haben, stimmt's?", gab ich zurück - und ihre Nervosität stieg noch.
"Außerdem sollten wir die Polizei wegen einer Bagatelle ohnehin nicht gleich holen", fügte ich an und sagte, wenn sie noch Zeit habe, solle sie sich erst einmal setzen und beruhigen.
"Möchten sie noch etwas trinken, einen Schnaps vielleicht auf den Schreck?", bot ich an und war erfreut über die unerwartet hübsche Gesellschaft.
Als sie sich neben mich setzte, bot ich ihr an, sie dann mit dem Taxi mitnehmen zu wollen, da wir unsere Fahrzeuge selbstverständlich stehen lassen würden und winkte Rosi herbei.
Wir bekamen den Schnaps und ich prostete ihr zu. Mein Entgegenkommen ließ sie langsam etwas ruhiger werden.
So jung und so hübsch, 20 Jahre mindestens müsste ich jünger sein, dachte ich und schmunzelte, als ich sie betrachtete.
Sie lächelte etwas verlegen zurück und meinte: "Ich werde es dann meiner Versicherung melden!"
"Darf ich fragen. wie alt sie sind, schöne Frau?"
"23", verriet sie mir.
"Und was machen sie beruflich?"
"Ich bin Jurastudentin, drittes Semester", ließ sie mich wissen.
"Ihre Versicherung wird die Beiträge erhöhen“, stellte ich mit Bedauern fest.
"Es wird sich wohl nicht vermeiden lassen, aber anders kann ich den Schaden ja nicht begleichen“, sagte sie betrübt.
"Ich werde mir meinen Schaden anschauen und dann werden wir weitersehen", versuchte ich sie zu beruhigen ohne konkreter zu werden und hatte dabei noch im Ohr, was sie soeben von sich gegeben hatte:
"Anders kann ich den Schaden ja nicht begleichen!"
Da saß eine schöne junge Frau, die 33 Jahre jünger war als ich und nicht viel älter als meine eigene Tochter, aber mit einer derart verführerischen Ausstrahlung, dass ich alter Wolf, der langsam grau wurde, wieder mal mit Gedanken spielte, die ich auch fälschlicherweise oft als Ehemann realisierte.
Doch nun war ich kein Ehemann mehr und träumte in dem Moment mit meiner Vorliebe für sehr junge Frauen doch tatsächlich davon, von ihr eine andere Art der Entschädigung angeboten zu bekommen.
Es war eine Träumerei, die völlig abwegig war, obwohl sie auf ihrem Barhocker wirklich nicht mit ihren Reizen geizte bei der Wärme an dem Tag, und ihr leichtes Kleid gab wegen des offensichtlich fehlenden BH's mehr von ihrer wohlgeformten Brust preis als es verdeckte, wenn man noch dazu der Fantasie freien Lauf ließ, was mir nicht schwer fiel.
"Ich bin übrigens Michael, Freunde nennen mich nur Mike", bot ich ihr das DU an.
"Ja, ich bin die Lucy", sagte sie mit erkennbarer Freude über den weiteren Schritt auf dem Weg in die Ungezwungenheit, den ich ihr damit bereitete.
"Möchten sie noch einen Kurzen, Lucy, oder wartet ihr Freund auf sie?, dann bestelle ich uns ein Taxi", sagte ich und merkte, dass ihr schon der eine Schnaps in den Kopf gestiegen war - sie bekam eine rote Gesichtsfarbe.
"Wir waren doch gerade erst beim DU", korrigierte sie mich und legte kurz ihre Hand auf die meine.
Ich ärgerte mich und erklärte ihr, dass mir das immer mal passiert bei dem Wechsel zum DU, sie solle sich nichts dabei denken und winkte zu Roswitha, die aber schon mit der Kornflasche kam, um uns einzuschenken.
"Nein, ich habe keinen Freund", war die Antwort, auf die ich gewartet hatte - den Schnaps lehnte sie nicht ab.
Beschwingt durch den Alkohol fragte sie mich aus, und ich erzählte von meinem Familienstatus und meiner Vergangenheit. So erfuhr ich auch Details über ihr Elternhaus, von dem sie nur geringe finanzielle Unterstützung bekam, und dass es sich in 300 km Entfernung befand. Ihr Studentendasein finanzierte sie zusätzlich mit allerlei Nebenjobs und war dankbar für jede kleine Verdienstmöglichkeit.
Wir hatten später unseren dritten Korn und ich war bei meinem fünften Bier - auch Lucy hatte zu ihrem ersten Korn ein Bier bekommen, das sie aber beim dritten Korn noch fast unberührt vor sich stehen hatte.
Die Hochprozentigen machten sich bei ihr immer deutlicher bemerkbar, da sie außerdem schon mit der Frauengruppe ins Fahrwasser geraten war und deshalb schließlich mit eingeschränkter Aufmerksamkeit meinen Wagen touchierte.
Nun wurde ihre Zunge immer schwerer, und beim Gang zur Toilette hatte sie ein unverkennbares Gleichgewichtsdefizit. Ich ließ von Rosi ein Taxi bestellen.
Sie kam zurück und musste sich kurz an der Theke festhalten, weil sie ins Schwanken geriet und dabei lallte: "Ich glaube, ich bin ein bisschen betrunken - ich möchte nach Hause!"
Ich hatte zuvor unsere Zeche beglichen, nahm ihre Handtasche und ging auf sie zu.
"Der Wagen kommt gleich, komm, lass uns an die Luft gehen", sagte ich und hakte sie unter.
Ich war schon des Öfteren allein in ein Lokal gegangen und mit weiblicher Begleitung später wieder heraus gekommen. Doch so von der Rolle, wie auf einmal die Lucy, war nie eine gewesen.
Ich verzichtete darauf, noch den Schaden an meinem Wagen zu begutachten, zumal das Taxi bereits wartete und sorgte dafür, dass mein angeschlagener Schützling sicher auf dem Rücksitz Platz fand.
"Wo müssen wir denn hin?", fragte ich sie, als auch ich eingestiegen war, zu ihr nach hinten schaute und sah, wie verdreht sie dasaß.
Ihr dünnes Kleid war so verschoben, dass ihre Schenkel gänzlich frei lagen und ihr Höschen sichtbar war.
Sie hatte den Kopf nach hinten an die Stütze gelegt und die Augen geschlossen.
Kaum hörbar sagte sie: "Wir müssen nach Hause."
"Ja, wo wohnst du denn?", erwiderte ich.
"Zu Hause", gab sie wieder kaum wahrnehmbar zurück und schien fast zu schlafen.
Der Taxifahrer schaute mich schmunzelnd an und wartete.
Ich entschied mich kurzerhand dafür, direkt zu mir zu fahren, nannte ihm meine Adresse und war alles andere als verärgert, ihre Anschrift nicht in Erfahrung gebracht zu haben.
Ich ließ ihn auf meine Garagenauffahrt fahren, um sie evtl. auf dem kürzesten Weg ins Haus tragen zu können, was sich auch als erforderlich erwies.
Der Fahrer war so freundlich, indem er mir half, meine Haustür aufzuschließen, sodass ich sie geradewegs hinein befördern konnte, um sie schnell auf die Couch zu legen - sie schien fest eingeschlafen zu sein.
Ihre Kleidung, die bei der ganzen Aktion verrutscht war, muss sie selbst korrigieren, dachte ich und legte trotz der Wärme eine Wolldecke über ihre freiliegenden Körperteile und hoffte, dass sie nicht denkt, ich hätte mich an ihr vergriffen, wenn sie aufwacht.
Der Fahrer klingelte noch einmal, um Lucys Handtasche, die wir schlicht vergessen hatten, reinzureichen.
Ich setzte mich dann in den Sessel und hätte die Zudecke am liebsten weggelassen, um sie zu betrachten, diese Augenweide. Dass dieses hübsche Mädchen keinen Freund hatte, konnte ich gar nicht glauben.
Welche Persönlichkeit steckte hinter ihrer anfänglichen Zurückhaltung, die im Laufe unserer Unterhaltung an dem Abend immer mehr von einer Aufgeschlossenheit und Geselligkeit verdrängt wurde?
Es kam nicht nur durch den Alkohol, dem sie merklich zugeneigt war und von dem sie nun aus dem Verkehr gezogen worden war. Nein, es ging trotz ihrer Sorge um die Schadensbegleichung eine unbekümmerte und leichtherzige Art von ihr aus, und ich fragte mich, ob sie ihr angebliches Studium mit dem nötigen Ernst versah.
Nach einer halben Stunde schlief sie immer noch fest, und ich musste mich vergewissern, ob sie überhaupt noch atmete - doch ich konnte beruhigt ins Bett gehen.
Am nächsten Morgen stand ich früh auf, um zunächst das Bad aufzusuchen.
Nachdem ich mich frisch gemacht hatte, zog ich mir den Bademantel über und wollte nachsehen, was mein unvorhersehbarer Gast vom Vorabend machte.
Als ich ins Wohnzimmer kam, lag sie noch auf der Couch, hatte sich aber offenbar wegen der Wärme irgendwann von der Wolldecke befreit, die ich ihr übergelegt hatte, trug lediglich ihren Slip und schlummerte noch. Das Kleid lag über der Sessellehne.
Es war ein verführerischer Anblick und zeigte nun noch deutlicher ihre unbekümmerte Art.
Ich stand an der Couch und schaute sie an.
"Einen wunderschönen Sonntagmorgen, Lucy", sagte ich, als sie sich auf den Rücken drehte und mit den Augen zu blinzeln begann.
"Wir konnten dich leider nicht nach Hause bringen, du hast uns deine Adresse nicht verraten", schob ich sofort nach.
"Wer ist WIR?", sagte sie verschlafen.
"Der Taxifahrer und ich!", klärte ich sie auf.
Sie streckte die Arme aus, um sich ausgiebig zu recken und begab sich dann in die Sitzposition.
"Aua, mein Kopf", kam es leise von ihr, dabei versuchte sie ihre langen dunklen Haare mit den Fingern etwas zu ordnen, nannte mir nun ihre Adresse und beschrieb sie als Zwei-Zimmer-Studentenbutze, bat um Entschuldigung und sagte, dass es ihr leid täte, mir diese Umstände bereitet zu haben.
"Es gibt wirklich Schlimmeres", gab ich zurück.
"War ich sehr betrunken?", fragte sie, und es schien ihr überhaupt nicht peinlich zu sein, sich mir fast nackt zu zeigen, gerade so, als hätten wir schon seit längerem eine intime Partnerschaft.
"Du warst auf einmal total weggetreten und hast mir nicht mehr sagen können, wo du wohnst, sodass ich dich mit zu mir nehmen musste und dich dann ins Haus getragen habe", schilderte ich ihr.
"Du kannst dich in Ruhe duschen, und ich mache uns ein schönes Frühstück - für deine Kopfschmerzen kann ich dir dann auch etwas geben, und später holen wir unsere Autos", fügte ich ganz neutral hinzu und verhielt mich erst einmal so, als würde ich ihre Nacktheit gar nicht sehen.
"Ich muss mal Pipi", sagte sie, erhob sich, präsentierte mir ihre tadellose Figur und ließ ihr Kleid dort liegen, wo es war.
Dieses Mädchen könnte mir gefährlich werden mit ihrer Unbefangenheit, dachte ich, denn ich kann nun mal nicht aus meiner Haut - und ist die Ehe erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert.
Ich ging ihr voraus ins obere Stockwerk, wo sich das Bad mit der zweiten Toilette befand und machte sie auf dem Weg kurz mit den anderen Räumlichkeiten vertraut.
"Seit meine Frau und meine Tochter hier nicht mehr wohnen, ist mir das Haus eigentlich zu groß", sagte ich, als sie sich von der Größe des Hauses beeindruckt zeigte.
"Dann schaffe dir wieder eine Frau an", meinte sie grinsend und schloss die Tür des Badezimmers hinter sich.
"Handtücher findest du im Schränkchen in der Ecke!", rief ich ihr noch durch die Tür zu. "Dankeee!", hörte ich.
Ich ging ins Schlafzimmer gegenüber und legte den Bademantel ab, um mir ein T-Shirt überzuziehen, beließ es aber ansonsten lediglich bei der Unterhose. Ich wollte ihr so freizügig erscheinen wie sie es tat und machte mich in der Küche ans Vorbereiten des Frühstücks.
Die Lockerheit des Mädchens gefiel mir und auch die Tatsache, so unverhofft mit ihr Bekanntschaft gemacht zu haben und sie nun bereits in meinem Haus als Gast zu haben.
Doch was wusste ich schon von ihr? War sie vielleicht drauf aus gewesen, mir näher zu kommen, hatte sie ihre Benommenheit nur vorgetäuscht?
Nicht nur an dem Morgen zeigte sie sich äußerst verführerisch, sondern sparte auch schon auf dem Barhocker nicht mit ihren Reizen. Dieser Gedanke begleitete meine Handgriffe in der Küche.
Doch ich spann mir etwas zusammen, das nicht zutreffen musste, und trotz ihrer verlockenden Freizügigkeit würde ich als Gastgeber keinesfalls Annäherungsversuche unternehmen, darüber war ich mir im Klaren, das wäre mir zu riskant gewesen - ich hoffte aber, dass sie den Versuch machen würde.
Einen Augenblick später während der Zubereitung stand ich nur da und schaute der Kaffeemaschine bei ihrer Arbeit zu. Dabei träumte ich davon, sie als Geliebte zu haben.
"Mike, hast du irgendwo einen Föhn?"
Ich war so in meinen Gedanken versunken, dass ich mich erschrak, als sie plötzlich hinter mir in der Tür stand und sprach.
Was ich sah als ich mich zu ihr umdrehte, ließ meinen Kreislauf in Wallung kommen.
Fortsetzung folgt
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