Der Seminarraum roch nach altem Teppichboden und überhitzten Neonröhren. Ich saß in der dritten Reihe, nah genug, um die Tafel ohne Brille lesen zu können, aber weit genug entfernt, um nicht aufgerufen zu werden. Mein Kugelschreiber kratzte über den Rand meines Notizblocks – eine nervöse Angewohnheit, die ich nie abgelegt hatte. Die Einführung in die Literaturtheorie war nicht gerade packend, aber sie erfüllte ihren Zweck als Pflichtmodul. Ich hatte mich gerade dabei ertappt, wie ich zum dritten Mal denselben Satz abschrieb, als sich die Tür öffnete.
Sie kam zu spät. Fünfzehn Minuten, um genau zu sein. Während der Rest der Studenten in gebückter Haltung über seine Laptops gebeugt saß, schritt sie durch den Mittelgang, als gehörte ihr der Raum. Schwarzes Haar, über die Schultern geworfen wie Tinte auf Pergament. Heller Teint, der unter den Neonlichtern fast leuchtete. Sie trug einen dunklen Rollkragenpullover und eine schwarze Jeans, nichts Auffälliges, aber die Art, wie sie sich bewegte – als würde jeder Zentimeter Boden ihr gehören –, ließ mich aufhorchen. Sie setzte sich zwei Plätze neben mir, ohne den Dozenten um Erlaubnis zu bitten, zog ein Taschenbuch aus ihrer Tasche und tat so, als würde sie aufpassen.
Ich starrte auf mein Notizblatt. Der Rand war jetzt vollständig zerkratzt.
In der Pause, als die meisten eilig zum Kaffeeautomaten strömten, blieb ich auf meinem Platz. Ich blieb immer auf meinem Platz. Aber sie blieb auch – und das war neu.
„Ist der frei?", fragte sie und deutete auf den Stuhl neben mir. Dabei sah sie mich nicht wirklich an, sondern eher durch mich hindurch, als wäre meine Antwort eine Formalie.
„Ja", sagte ich. Meine Stimme klang kratzig, als hätte ich sie seit Stunden nicht benutzt.
Sie setzte sich, kreuzte die Beine und klappte das Buch auf. Ich erhaschte einen Blick auf den Titel – Bataille, Geschichte der Erotik – und wandte schnell den Blick ab, als würde ich in etwas Privates eingedrungen sein.
„Schwerer Stoff", murmelte ich, bevor ich mich zurückhalten konnte.
Zum ersten Mal sah sie mich direkt an. Ihre Augen waren dunkel, fast schwarz, und es lag etwas in ihrem Blick, das mich an den Rand einer Klippe erinnerte – diese Sekunde, in der man nicht mehr sicher ist, ob man fallen will oder nicht.
„Schwer ist relativ", sagte sie. „Die meisten Menschen scheitern nicht am Inhalt, sondern an sich selbst."
Ich wusste nicht, was ich darauf erwidern sollte, also nickte ich nur und glättete mir mit der Hand die Haare, wie ich es immer tat, wenn mir die Worte fehlten. Sie lächelte nicht, aber ihre Mundwinkel zuckten kurz, als hätte sie etwas gesehen, das sie amüsierte.
„Leonie", sagte sie und streckte mir ihre Hand hin.
Ich nahm sie. Ihr Griff war fest, trocken, kühler als erwartet.
„Lucas", erwiderte ich.
So hatte es begonnen.
Die Freitage entwickelten sich zu einem Rhythmus, den ich nicht geplant hatte. Nach dem Seminar – Literaturtheorie war freitags um elf, eine grausame Zeit für Nachtmenschen wie mich – ging ich normalerweise direkt nach Hause. Aber an jenem ersten Freitag blieb Leonie nach der Sitzung auf ihrem Platz sitzen und sah mich an.
„Hast du Hunger?", fragte sie.
Die Mensa war laut und überfüllt, nach Bratfett und billigem Kaffee. Wir fanden einen Platz am Fenster, ein wackeliges Tischchen mit einem Klecks altem Ketchup auf der Platte. Leonie aß einen Salat, ich ein Käsebrot, und zum ersten Mal seit langem redete ich mehr, als ich zuhörte.
Sie stellte Fragen. Echte Fragen, keine Smalltalk-Floskeln. Sie wollte wissen, was ich las, warum ich Literatur studierte, was mich an Texten faszinierte. Und sie hörte zu – wirklich zu, nicht dieses Nicken, das Leute an den Tag legen, während sie bereits an ihren nächsten Satz denken.
„Du bist einer der wenigen, der nicht versucht, sich in Szene zu setzen", sagte sie an jenem ersten Freitag, während sie eine Tomate auf ihre Gabel spießte. „Das ist erfrischend."
Ich wusste nicht, ob das ein Kompliment war oder eine Diagnose.
In den folgenden Wochen wurde unser freitägliches Mittagessen zu einer festen Einrichtung. Ich erwartete es, sehnte mich danach, obwohl ich mir nicht eingestehen wollte, wie sehr. Leonie war so ganz anders als die Menschen, mit denen ich normalerweise verkehrte – falls man meine wenigen Bekannten aus dem Seminar so nennen konnte. Sie war direkt, ungeschminkt in ihrer Art, und sie hatte eine Art zu sprechen, die jeden Satz wie eine Feststellung klingen ließ, nicht wie eine Meinung.
Sie erzählte von sich, was ungewöhnlich war. Die meisten Menschen hüllten sich in Geschichten, die sie gerne wären, aber Leonie sprach über sich, als würde sie eine Landkarte ausbreiten – hier sind die Grenzen, hier das Gelände, hier die Gefahrenzonen.
Sie war sechs Jahre älter als ich, hatte schon ein Studium abgebrochen – Philosophie, „zu viel Theorie, zu wenig Fleisch", wie sie es nannte – und arbeitete halbtags in einem Buchladen. Sie lebte allein in einer Wohnung im Ostviertel, die sie als „funktionell" beschrieb. Ich stellte sie mir vor: weiß gestrichen, wenige Möbel, viele Bücher.
In der vierten Woche bemerkte ich, dass ich meine Brille putzte, bevor ich in die Mensa ging. In der fünften Woche wählte ich bewusst ein sauberes Hemd statt meines üblichen Hoodies. In der sechsten Woche fing ich an, mir Sorgen zu machen.
Es war nicht nur Anziehung – obwohl es das auch war. Leonie war auf eine unnahbare Art schön, wie ein Gemälde, das man betrachten, aber nicht berühren darf. Es war etwas anderes, etwas, das ich nicht benennen konnte. Wenn sie sprach, lauschte ich nicht nur ihren Worten – ich achtete auf die Art, wie ihre Finger den Rand ihrer Tasse umspielten, wie sie den Kopf leicht zur Seite neigte, wenn sie nachdachte, wie ihre Lippen das Wort „interessant" formten, als würde sie es probieren, bevor sie es verschluckte.
Und dann, an einem verregneten Freitag Ende November, veränderte sich alles.
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Die Mensa war leerer als sonst. Das Semester neigte sich dem Ende zu, viele hatten bereits die Stadt verlassen. Wir saßen an unserem üblichen Platz, Leonie mit einem Becher schwarzen Tee, ich mit meinem Käsebrot, das ich nicht mehr mit Appetit aß. Draußen klatschte der Regen gegen die Fenster, und das Neonlicht flackerte in dem Raum wie in einem Krankenhaus.
Leonie sah mich an. Es war dieser Blick, den ich mittlerweile kannte – direkt, ohne zu blinzeln, als würde sie mich wie ein Insekt unter Glas betrachten.
„Lucas", sagte sie, und die Art, wie sie meinen Namen aussprach, ließ mich aufhorchen. „Ich möchte dir etwas erzählen. Aber ich bin mir nicht sicher, ob du es hören willst."
Ich legte mein Käsebrot hin. Mein Magen zog sich zusammen, obwohl ich nicht wusste warum.
„Ich höre zu", sagte ich, und ich meinte es.
Sie nahm einen Schluck Tee, langsam, bedacht. Dann stellte sie die Tasse ab und sah mir fest in die Augen.
„Ich schlafe mit mehreren Männern", sagte sie. Keine Einleitung, keine Vorwarnung. Nur dieser Satz, ruhig und klar ausgesprochen, als würde sie das Wetter beschreiben.
Ich blinzelte. Dann blinzelte ich noch einmal. Mein Gehirn brauchte einen Moment, um die Worte zu verarbeiten, als wären sie in einer Fremdsprache gewesen.
„Oh", sagte ich. Brillant, Lucas. Wirklich brillant.
„Aber nicht auf die Art, wie du vielleicht denkst", fuhr sie fort. „Ich schlafe nicht mit ihnen, weil sie mich attraktiv finden oder weil sie nett zu mir sind. Ich schlafe mit ihnen, weil sie mir gehorchen."
Stille. Der Regen trommelte gegen das Fenster. Irgendwo in der Mensa klirrte Geschirr.
„Gehorchen?", wiederholte ich. Meine Stimme war leiser als beabsichtigt.
Leonie lehnte sich zurück und verschränkte die Arme vor der Brust. „Ich habe eine dominante Ader, Lucas. Eine sehr ausgeprägte. Und ich habe festgestellt, dass die meisten Männer – zumindest diejenigen, die mich interessieren – genau das brauchen. Jemanden, der ihnen sagt, was sie tun sollen. Jemanden, der die Kontrolle übernimmt."
Ich schluckte. Mein Hals war trocken, obwohl ich vorhin noch Wasser getrunken hatte.
„Du meinst... wie BDSM?", fragte ich. Das Wort kam mir fremd über die Lippen, wie ein Term aus einem Lehrbuch, den ich nie angewendet hatte.
„So in die Richtung", sagte Leonie. „Aber weniger mit Peitschen und Käfigen, mehr mit... Psychologie. Mit Macht." Sie machte eine Pause, und zum ersten Mal sah ich etwas in ihrem Ausdruck, das wie Vorsicht aussah. „Ich erzähle dir das, weil ich das Gefühl habe, dass du zu der Sorte Mensch gehörst, die das versteht. Oder zumindest verstehen könnte."
Ich wusste nicht, was ich sagen sollte. Mein Herz hämmerte so laut, dass ich überrascht war, dass sie es nicht hören konnte. Ich hatte von so etwas gehört – wer hatte das nicht, im Zeitalter des Internets? – aber es war immer etwas gewesen, das weit weg war, etwas, das andere Menschen taten. Nicht ich. Nicht der Junge mit der Brille und dem zerkratzten Notizblock, der sich in der Mensa versteckte.
„Ich bin nicht sicher, ob ich das kann", sagte ich. Es war die ehrlichste Antwort, die mir einfiel.
Leonie lächelte. Es war kein spöttisches Lächeln, sondern eher eines, das sagte: Das dachte ich mir.
„Du musst auch nicht", sagte sie. „Aber ich wollte ehrlich zu dir sein. Weil du mir wichtig geworden bist, Lucas. Und ich hasse es, wenn Dinge unausgesprochen bleiben."
Sie stand auf, nahm ihre Tasche und zog sich den Mantel an. Bevor sie ging, beugte sie sich zu mir hinunter, und für einen Moment roch ich ihren Duft – etwas Herbliches, wie Zeder oder Patchouli.
„Falls du neugierig bist", flüsterte sie, „weißt du, wo du mich findest."
Dann ging sie, und ich saß allein in der Mensa und starrte auf mein kaltes Käsebrot.
Die nächsten Tage waren Qual. Ich konnte nicht schlafen, nicht konzentriert mich auf meine Hausarbeiten, nicht an etwas anderes denken als an Leonies Worte. Sie hallten in meinem Kopf nach wie ein Echo in einer leeren Kirche. Ich schlafe mit ihnen, weil sie mir gehorchen. Ich habe eine dominante Ader. Falls du neugierig bist.
War ich neugierig? Natürlich war ich neugierig. Ich war neunzehn und hatte mehr Zeit mit Büchern als mit Menschen verbracht. Meine sexuellen Erfahrungen beschränkten sich auf das, was ich im Internet gefunden hatte, und eine kurze, peinliche Affäre mit einer Kommilitonin, die mehr aus Mitleid als aus Leidenschaft entstanden war. Die Vorstellung, dass eine Frau wie Leonie – selbstbewusst, erfahren, fesselnd – an mir interessiert sein könnte, war absurd. Aber die Vorstellung, dass sie mich haben wollte, wenn ich mich ihr unterwarf... das war etwas, das ich nicht einordnen konnte.
Ich dachte an die Art, wie sie mich ansah, wenn wir sprachen. An die Momente, in denen ihre Blicke länger auf mir ruhten als nötig. An die Gelegenheiten, in denen sie mich berührte – eine Hand auf meiner Schulter, ein kurzes Streifen über meinen Arm – und wie mein Körper jedes Mal reagierte, bevor mein Verstand es verhindern konnte.
Am Mittwoch schickte ich ihr eine Nachricht. Nur drei Worte: Ich bin neugierig.
Ihre Antwort kam innerhalb von Sekunden. Eine Adresse. Ein Zeitpunkt: Freitag, 20 Uhr.
Freitagabend. Der Regen hatte aufgehört, aber die Straßen waren noch nass, und die Laternen spiegelten sich auf dem Asphalt wie verschwommene Sterne. Ich stand vor Leonies Wohnungstür – eine schwere Holztür in einem Altbau im Ostviertel – und meine Hand zitterte, als ich klingelte.
Sie öffnete sofort, als hätte sie hinter der Tür gewartet. Sie trug ein schwarzes Kleid, schlicht und knielang, und ihre Füße waren barfuß. Der Anblick ihrer nackten Zehen auf dem dunklen Holz des Flurs ließ etwas in meinem Magen zusammenzucken.
„Komm rein", sagte sie. Kein Lächeln, keine Begrüßungsumarmung. Nur diese zwei Worte, und sie trat zur Seite, um mich durchzulassen.
Die Wohnung war genau so, wie ich sie mir vorgestellt hatte – und doch ganz anders. Weiße Wände, wenig Möbel, viele Bücher. Aber da waren auch Dinge, die ich nicht erwartet hatte: Eine schwere Holzkiste unter dem Fenster, ein Vorhang aus dunklem Samt vor einer Nische, der schwache Geruch nach Kerzenrauch und etwas anderem, etwas Erdigem, das ich nicht identifizieren konnte.
Leonie schloss die Tür hinter mir. Ich hörte das Klicken des Schlosses, und es klang endgültig.
„Setz dich nicht", sagte sie. „Stell dich in die Mitte des Raums."
Ich gehorchte, bevor ich darüber nachdenken konnte. Meine Füße trugen mich zum Zentrum des Wohnzimmers, auf einen Teppich, der weicher war als erwartet. Ich stand da, die Hände in den Taschen meines Hoodies, und fühlte mich wie ein Schüler, der vor dem Direktor steht.
Leonie umkreiste mich. Langsam, bedacht, wie eine Bildhauerin, die ihren Stein betrachtet. Ich spürte ihren Blick auf meinem Rücken, meinen Schultern, meinem Nacken.
„Weißt du, warum du hier bist, Lucas?", fragte sie. Sie stand jetzt hinter mir, und ich konnte ihren Atem in meinem Nacken spüren.
„Weil ich neugierig bin", sagte ich. Meine Stimme war nicht mehr als ein Flüstern.
„Neugierig ist gut." Sie trat neben mich, und ihre Hand berührte meine Schulter – leicht, fast beiläufig. „Aber Neugier reicht nicht. Du bist hier, weil du etwas suchst. Etwas, das dir fehlt."
Ich wollte fragen, was das sein sollte, aber die Worte blieben in meinem Hals stecken.
Leonie blieb vor mir stehen. Sie war nur wenige Zentimeter größer als ich, aber in diesem Moment wirkte sie wie ein Riese.
„Zieh dich aus", sagte sie.
Die Worte trafen mich wie ein Schlag. Nicht weil sie unerwartet waren – irgendwo hatte ich gewusst, dass dieser Moment kommen würde –, sondern weil sie so selbstverständlich klangen. Als wäre es das Natürlichste der Welt, dass ich mich vor ihr auszog.
Meine Hände zitterten, als ich den Reißverschluss meines Hoodies hinunterzog. Das Gewebe raschelte laut in der Stille des Raums. Ich zog ihn über den Kopf und hielt ihn einen Moment fest, als wäre er ein Schutzschild. Dann legte ich ihn auf den Sessel neben mir.
Das T-Shirt folgte. Dann die Schuhe, die Socken. Ich spürte den kalten Boden unter meinen Füßen und den Luftzug auf meiner nackten Brust. Meine Haut bildete sich zu Gänsehaut, obwohl der Raum nicht kalt war.
Leonie sah zu. Ihr Gesicht war ausdruckslos, aber ihre Augen verweilten auf meinem Körper – auf meinen schmalen Schultern, meinem weichen Bauch, den kleinen Haaren auf meiner Brust. Ich fühlte mich durchsichtig, als würde sie nicht nur meine Haut sehen, sondern alles darunter.
„Weiter", sagte sie.
Meine Hände gingen zum Hosenknopf. Meine Finger waren klamm und ungeschickt, und es dauerte zwei Versuche, bis der Knopf aufsprang. Ich schob die Jeans über meine Hüften, ließ sie auf den Boden fallen und stieg heraus. Jetzt stand ich nur noch in meiner Unterwäsche vor ihr – einer grauen Boxershorts, die ich heute Morgen ohne viel Nachdenken angezogen hatte. Plötzlich schien das die wichtigste Entscheidung meines Lebens zu sein.
„Auch die", sagte Leonie.
Ich schloss die Augen, atmete ein. Und zog die Boxershorts aus.
Die Kühle der Luft umfing mich. Ich stand nackt vor ihr, die Arme hängend, den Blick gesenkt. Ich konnte mein Herz in meiner Brust pochen fühlen, und ich war mir sicher, dass sie es sehen konnte – dieses Flattern unter meiner Haut, das meine Nervosität verriet.
Leonie machte einen Schritt auf mich zu. Ihre Hand hob sich, und für einen Moment dachte ich, sie würde mich berühren. Stattdessen legte sie ihre Finger unter mein Kinn und hob meinen Kopf, bis ich ihr in die Augen sehen musste.
„Schäm dich nicht", sagte sie. „Scham ist nur eine andere Form von Kontrolle. Und heute Abend bin ich diejenige, die kontrolliert."
Ich nickte, obwohl ich nicht sicher war, ob sie eine Antwort erwartete.
Dann hob sie ihre andere Hand und schlug mir ins Gesicht.
Es war kein harter Schlag – mehr ein Klaps, schnell und präzise, gerade stark genug, um meinen Kopf zur Seite zu reißen. Die Haut meiner Wange brannte, und ich schmeckte das metallische Echo des Aufpralls.
Ich starrte sie an. Mein Verstand suchte nach einer Reaktion – Wut? Überraschung? Flucht? – aber bevor er etwas finden konnte, schlug sie erneut zu. Auf dieselbe Wange, ein wenig härter dieses Mal. Das Geräusch war schärfer, und ich spürte, wie mein Körper sich anspannte.
„Du zuckst nicht zurück", sagte Leonie. Es klang wie eine Feststellung, aber ich hörte die Zustimmung darin.
„Soll ich?", fragte ich. Meine Stimme war rau.
„Nein." Sie lächelte, und es war das erste echte Lächeln, das ich an diesem Abend von ihr sah. „Du sollst nehmen, was ich dir gebe."
Sie schlug mich noch zweimal – einmal auf jede Wange –, und bei jedem Schlag spürte ich, wie etwas in mir nachgab. Nicht meine Haut, nicht mein Körper – etwas Tieferes, etwas, das ich nicht benennen konnte. Es war, als würde eine Wand einstürzen, die ich jahrelang errichtet hatte, und dahinter lag... was? Ich wusste es nicht. Aber ich wollte es herausfinden.
„Gut", sagte Leonie. „Sehr gut." Sie trat einen Schritt zurück und betrachtete mich erneut. „Jetzt zeig mir, was du mit dir machst, wenn du allein bist."
Ich verstand sofort, was sie meinte. Die Wärme, die sich in meinem Gesicht ausgebreitet hatte, wanderte tiefer, in meinen Bauch, zwischen meine Beine. Ich war erregt – nicht voll, nicht offensichtlich, aber da war dieses Ziehen, dieses Erwachen, das ich nicht leugnen konnte.
„Ich...", begann ich, aber sie unterbrach mich.
„Nicht reden. Mach es."
Meine Hand gehorchte, bevor mein Verstand zustimmen konnte. Meine Finger schlossen sich um meinen Schwanz, der trotz – oder wegen? – der Schläge halbsteif war. Die Berührung war vertraut, aber die Situation war es nicht. Ich hatte mich schon oft berührt, in der Dunkelheit meines Zimmers, vor dem Bildschirm meines Laptops, mit geschlossenen Augen und vorgestellten Körpern. Aber hier, vor Leonie, unter ihrem Blick, fühlte sich alles anders an.
Ich begann, mich zu streicheln. Langsam erst, zögerlich, als würde ich eine fremde Sprache sprechen. Meine Haut war heiß unter meinen Fingern, und mit jeder Bewegung wuchs meine Erektion. Ich konnte Leonies Augen auf mir spüren, konnte fühlen, wie sie jeden Muskel, jede Bewegung, jeden Atemzug registrierte.
„Schau mich an", befahl sie.
Ich hob den Blick. Ihr Gesicht war nah, ihre Augen dunkel und unendlich tief. Ich sah keine Verachtung darin, kein Spott – nur diese ruhige, unerschütterliche Aufmerksamkeit. Als wäre ich das Interessanteste, das sie je gesehen hatte.
Ich *****te schneller. Mein Atem wurde flacher, mein Herz schneller. Die vertraute Hitze breitete sich in meinem Unterleib aus, und ich spürte, wie mein Körper sich dem Höhepunkt näherte. Mein Schwanz war jetzt voll hart, pochend in meiner Hand, und ich konnte das feuchte Vorsekret fühlen, das aus der Eichel sickerte.
„Stopp", sagte Leonie.
Ich hielt inne. Meine Hand umschloss meinen Schwanz, aber ich bewegte sie nicht. Mein Körper schrie nach Fortsetzung, nach Abschluss, aber ich gehorchte. Es war keine Wahl – es war ein Instinkt.
„Gut", sagte Leonie. „Noch einmal."
Ich begann von vorn. Langsam, dann schneller, den Rhythmus findend, der mich dem Höhepunkt näher brachte. Ich schloss die Augen, konnte aber Leonies Blick auf meiner Haut spüren, wie eine physische Berührung.
„Augen auf", befahl sie.
Ich öffnete sie wieder. Sie hatte ihre Arme verschränkt und lehnte gegen die Wand, als würde sie einen Film betrachten. Aber ihre Augen verrieten sie – sie waren dunkler als sonst, und ihre Atmung war etwas flacher als vorhin.
Ich *****te weiter. Der Druck in meinem Unterleib wurde stärker, drängender. Ich spürte, wie sich meine Oberschenkel anspannten, wie meine Zehen sich in den weichen Teppich krallten, wie mein ganzer Körper auf diesen einen Moment zusteuerte.
„Stopp."
Wieder hielt ich inne. Diesmal war es schwerer – mein Körper zitterte, und ich musste den Impuls unterdrücken, die Bewegung fortzusetzen. Mein Schwanz pochte, und ich spürte, wie das Vorsekret in einem dünnen Faden auf den Teppich tropfte.
„Du bist nah dran", sagte Leonie. Es war keine Frage.
„Ja", presste ich hervor.
„Aber du darfst nicht kommen. Nicht ohne meine Erlaubnis."
Ich nickte. Mein Verstand war verschwommen, wie durch Nebel, aber ihre Worte schnitten hindurch, klar und scharf.
„Noch einmal", sagte sie. „Und dieses Mal wirst du mich fragen, bevor du kommst."
Ich gehorchte. Meine Hand bewegte sich wieder, und die Hitze kehrte zurück, stärker als zuvor. Ich fühlte jede Berührung verdreifacht, als wäre meine Haut dünner geworden. Mein Atem war jetzt ein Keuchen, und ich konnte mein Herz in meinen Ohren hämmern hören.
Ich näherte mich dem Höhepunkt. Ich spürte, wie sich alles in mir zusammenzog – meine Oberschenkel, mein Bauch, mein Damm – und ich wusste, dass ich nur noch wenige Sekunden entfernt war.
„Darf ich...?", begann ich, aber die Worte blieben in meinem Hals stecken.
„Darfst du was?", fragte Leonie. Ihre Stimme war ruhig, fast gelangweilt, aber ihre Augen verrieten sie.
„Darf ich kommen?", brachte ich hervor.
Sie lächelte. Es war ein Lächeln, das ich nicht einordnen konnte – süß und grausam zugleich, wie die Klinge eines Messers, die im Sonnenlicht glänzt.
„Nein", sagte sie. „Stell dich hin. Hände auf den Rücken."
Ich gehorchte. Es war die schwerste Sache, die ich je getan hatte – meine Hand von meinem Schwanz zu nehmen, als mein Körper nach Erlösung schrie. Aber ich tat es. Ich stand vor ihr, die Hände auf den Rücken gezwungen, mein Schwanz steil aufgerichtet und pochend, mein ganzer Körper zitternd vor Anspannung.
Leonie trat einen Schritt auf mich zu. Dann noch einen. Sie stand so nah, dass ich ihren Atem auf meiner Haut spüren konnte. Ihre Hand hob sich, und ich dachte, sie würde mich berühren – meinen Schwanz, mein Gesicht, irgendetwas.
Stattdessen trat sie mir in die Eier.
Der Schmerz kam verspätet – eine Sekunde der Stille, in der mein Verstand versuchte zu begreifen, was gerade passiert war. Dann explodierte er in meinem Unterleib, heiß und scharf, und ich sackte zusammen. Meine Knie gaben nach, und ich fiel auf den Teppich, die Hände zwischen meine Beine gepresst, den Mund offen in einem stummen Schrei.
Es war, als hätte jemand eine Granate in meinem Bauch gezündet. Der Schmerz pulsierte in Wellen, von meinen Hoden ausstrahlend in meinen Bauch, meinen Rücken, meine Beine. Ich konnte nicht atmen, nicht denken, nicht sehen – nur dieses Brennen, dieses Zerreißen, das meinen ganzen Körper erfasste.
Ich lag auf der Seite, zusammengerollt wie ein Embryo, und wartete darauf, dass der Schmerz nachließ. Er tat es – langsam, in winzigen Schritten, wie das Zurückweichen einer Flut. Und als ich wieder atmen konnte, als ich wieder denken konnte, wurde mir einer Sache bewusst:
Ich war immer noch hart.
Mein Schwanz drückte gegen meinen Unterarm, hart und unübersehbar, trotz – oder wegen? – des Schmerzes. Es war ein Paradox, das ich nicht verstand, aber mein Körper schien es zu akzeptieren, als wäre es das Natürlichste der Welt.
Leonie stand über mir. Sie sah herunter, und ich sah zum ersten Mal etwas in ihrem Gesicht, das wie Überraschung aussah.
„Interessant", sagte sie. Sie klang wie eine Wissenschaftlerin, die ein unerwartetes Ergebnis beobachtet.
Sie kniete sich neben mich. Ihre Hand berührte meine Schulter, und ich zuckte zusammen – nicht vor Schmerz, sondern vor etwas anderem, etwas, das ich nicht benennen konnte.
„Die meisten Männer verlieren es", sagte sie. „Den Schmerz, meine ich. Sie werden weich, sie ziehen sich zurück. Aber du..." Sie ließ den Satz unvollendet, aber ich verstand.
Ich versuchte zu sprechen, aber alles, was herauskam, war ein Krächzen.
Leonie stand auf und ging zum Fenster. Sie stand dort, den Rücken zu mir gewandt, und sah hinaus in die Nacht. Ich konnte ihr Profil im Laternenlicht sehen – die gerade Nase, die vollen Lippen, die schwarzen Haare, die über ihre Schultern fielen.
Dann drehte sie sich um. Und was sie sagte, ließ mich vergessen, dass ich gerade im Schmerz auf dem Boden gelegen hatte.
„Du kannst mit mir schlafen, Lucas."
Ich starrte sie an. Hatte ich das richtig gehört?
„Wenn du willst", fügte sie hinzu. Und zum ersten Mal an diesem Abend klang ihre Stimme nicht wie ein Befehl. Sie klang wie eine Frage.
Ich richtete mich auf. Mein Körper schmerzte – meine Hoden pochten, mein Bauch war angespannt, mein Atem ging noch immer flach. Aber unter dem Schmerz war etwas anderes, etwas, das stärker war als jede Qual.
Verlangen.
Ich stand auf. Meine Beine zitterten, aber ich stand. Ich stand vor Leonie, nackt und geschlagen und erregt, und zum ersten Mal in meinem Leben fühlte ich mich nicht unsicher.
„Ich will", sagte ich.
Leonie lächelte. Und diesmal war es weder süß noch grausam – es war etwas dazwischen, etwas, das ich noch nie bei ihr gesehen hatte. Etwas, das fast wie Zuneigung aussah.
Sie nahm meine Hand und führte mich durch den Raum, an den Büchern und der Holzkiste vorbei, zu einer Tür, die ich vorher nicht bemerkt hatte. Sie öffnete sie, und dahinter lag ein Schlafzimmer, dunkel und warm, mit einem großen Bett und einem Vorhang aus demselben dunklen Samt, den ich im Wohnzimmer gesehen hatte.
Sie zog mich hinein und schloss die Tür hinter uns.
Das Zimmer war spärlich eingerichtet – ein großes Bett mit massiven Holzpfeilern dominierte den Raum, daneben eine Kommode und ein Vorhang, der das Badezimmer verbarg.
„Leg dich hin", befahl sie, während sie zur Nachttischschublade griff.
Ich gehorchte, mein Rücken sank in die weiche Decke. Meine Brille hatte ich irgendwo im Wohnzimmer gelassen, die Welt um mich herum wirkte verschwommen und doch intensiver. Leonie holte zwei Paar Handschellen hervor – keine Spielzeuge, sondern solide Metallringe mit gepolsterten Einsätzen. Sie beugte sich über mich, ihr schwarzes Haar fiel mir fast ins Gesicht.
„Arme hoch", sagte sie.
Ich streckte meine Hände zu den Bettpfeilern. Das kalte Metall schloss sich um meine Handgelenke, ein Klicken, dann noch eines. Sie zog an den Ketten, prüfte den Sitz. Ich konnte meine Arme kaum noch bewegen, war gestreckt wie auf einer Folter, aber die Polsterung verhinderte, dass das Metall in meine Haut schnitt.
„Beine auch", kommandierte sie.
Wieder gehorchte ich. Sie fesselte meine Knöchel an die unteren Pfeiler, spreizte meine Beine leicht. Nun lag ich komplett offen vor ihr, wehrlos, ausgeliefert. Mein Schwanz stand steil nach oben, zuckte im Takt meines Herzschlags.
Leonie musterte mich von oben bis unten. Dann legte sie sich neben mich, ihr Kopf ruhte auf ihrer Hand, die andere Hand fuhr über meine Brust.
„Weißt du, was ich jetzt mit dir mache?" Ihre Stimme war leise, fast vertraulich.
Ich schluckte. „Nein."
„Ich werde mich auf dich setzen. Auf deinen Schwanz. Und ich werde mich ****en, bis ich komme." Sie ließ einen Finger über meine Rippen wandern, hinab zu meinem Bauch. „Aber du – du wirst nicht kommen. Nicht bevor ich es tue."
„Das – das schaffe ich nicht", presste ich hervor.
Sie lächelte. „Doch, das schaffst du. Weil ich es dir befehle. Und weil ich dir etwas verspreche." Ihr Finger berührte die Basis meines Schwanzes, strich einmal langsam nach oben. Ich zuckte zusammen. „Wenn du dich beherrschst, bis ich gekommen bin, gebe ich dir den intensivsten Orgasmus deines Lebens. Einen, an den du dich erinnern wirst, wenn du achtzig bist und im Rollstuhl sitzt."
Ich starrte sie an. Meine Hände verkrampften sich um die Ketten der Handschellen.
„Aber wenn du vor mir kommst –" Sie ließ die Pause wirken. „Dann wirst du bereuen. Verstanden?"
„Ja", flüsterte ich.
„Ja, was?"
„Ja, Leonie."
Sie nickte und richtete sich auf. Langsam zog sie sich aus, erst das Top, dann der Rock, dann der Slip. Ihr Körper war blass und schlank, kleine Brüste mit dunklen Brustwarzen, die bereits hart waren. Sie schwang ein Bein über mich, positionierte sich über meiner Hüfte. Ich spürte ihre Feuchtigkeit, als sie sich auf meinen Schwanz senkte, nur einen Moment lang, ein kurzes Streifen ihrer nassen Schamlippen über meine Eichel.
„Bereit?" fragte sie.
Ich nickte stumm.
Dann senkte sie sich, und ich versank in ihr. Heiß, eng, nass – die Wärme schloss mich ein wie eine Faust. Ich presste die Zähne zusammen, krallte mich in die Handschellen. Jede Faser meines Körpers schrie danach, mich zu bewegen, zu stoßen, sie zu ****en, aber ich lag gefesselt da und konnte nur ertragen.
Leonie begann zu reiten. Langsam zuerst, ihr Becken kreiste über mir, mein Schwanz glitt in ihr auf und ab. Sie stützte sich mit den Händen auf meiner Brust ab, ihre Fingernägel gruben sich leicht in meine Haut. Ihr Atem ging schneller.
„Fühlst du, wie nass ich bin?" keuchte sie. „Das machst du. Dein zitternder, unterwürfiger Schwanz macht mich so verdammt nass."
Ich konnte nicht antworten. Die Willenskraft, die ich aufbrachte, um nicht zu kommen, ließ keine Worte zu. Ich konzentrierte mich auf die Schmerzen in meinen Handgelenken, auf das Metall, das bei jeder meiner Anspannungen klirrte. Ich dachte an meine Seminararbeiten, an statistische Methoden, an alles, was mich ablenken konnte.
Leonie wurde schneller. Sie ritt mich hart, ließ sich mit ganzer Kraft auf meinen Schwanz fallen, ihre Oberschenkel klatschten gegen meine Hüfte. Ihre Brüste wippten, ihre Augen waren geschlossen, der Mund leicht geöffnet. Stöhnen entwich ihren Lippen, lauter jetzt, unkontrollierter.
„Oh ja – genau so –" Sie griff sich an die Brüste, kneifte ihre eigenen Brustwarzen. „Dein Schwanz ist so hart, du hältst dich so gut zurück, du braves Stück –"
Ich zitterte am ganzen Körper. Schweiß lief über meine Stirn, über meine Brust. Mein Schwanz pochte in ihr, jede Bewegung brachte mich näher an den Abgrund. Ich biss mir auf die Unterlippe, bis ich Blut schmeckte.
„Ich komme –" keuchte Leonie. „Ich komme gleich – halt noch durch –"
Sie ritt mich wild, ihr Becken hämmerte auf mich, ihre Muskel verkrampfte sich um meinen Schwanz. Dann warf sie den Kopf zurück, ein lautes, tierisches Stöhnen entwich ihrem Hals, und ich spürte, wie sie kam – ihre Wandungen zogen sich zusammen, pumpten mich, massierten mich, und ich –
Ich hielt es.
Irgendwie, durch irgendeinen Willensakt, der mich fast das Bewusstsein kostete, hielt ich es. Mein Schwanz zuckte in ihr, war nah, so verdammt nah, aber ich kam nicht. Mein ganzer Körper war ein einziges, brennendes Nein.
Leonie sackte auf mir zusammen, sie atmete heftig. Sie lag auf meiner Brust, ihr Herz hämmerte gegen meins. Einen langen Moment blieb sie so liegen, dann hob sie den Kopf und sah mich an.
„Gut gemacht", flüsterte sie. „Sehr gut gemacht."
Sie löste die Handschellen, zuerst meine Handgelenke, dann meine Knöchel. Ich rieb mir die roten Stellen an meinen Gelenken, während sie aufstand und mir die Hand reichte.
„Komm mit", sagte sie. „Dusche."
Ich nahm ihre Hand und ließ mich hochziehen. Meine Beine zitterten, mein Schwanz war immer noch hart, pochte unerträglich. Sie führte mich ins Badezimmer, drehte den Wasserhahn auf. Dampf stieg auf, als wir unter die Dusche traten.
Das heiße Wasser traf auf meine Haut und ich seufzte auf. Leonie stellte sich vor mich, drückte mich sanft gegen die feuchten Kacheln. Dann drehte sie sich um, beugte sich vor, stützte sich mit den Händen an der Wand ab.
„Nimm mich von hinten", sagte sie. „Und komm endlich."
Ich trat an sie heran, führte meinen Schwanz zu ihrer Öffnung, glitt hinein. Nass und heiß und bereit. Ich griff nach ihren Hüften, spürte ihre nasse Haut unter meinen Fingern, und dann – dann hörte ich auf, mich zu beherrschen.
Ich stieß zu, hart, tief, so wie ich es die ganze Zeit über hatte tun wollen. Mein Becken schlug gegen ihr Gesäß, das Klatschen mischte sich mit dem Rauschen des Wassers. Leonie stöhnte, drückte mir entgegen.
„Ja – **** mich – gib mir alles –"
Ich ****te sie, ohne Zurückhaltung, ohne Gedanken. Alles, was sich in mir aufgestaut hatte, entlud sich in jedem Stoß. Meine Hände griffen fester zu, meine Finger hinterließen Abdrücke auf ihrer Haut. Ich spürte, wie der Orgasmus auf mich zukam, unaufhaltsam jetzt, und diesmal wehrte ich mich nicht.
Ich kam mit einem Aufschrei, der von den Kacheln widerhallte. Mein Schwanz pulsierte in ihr, Schub um Schub, und ich hielt mich an ihren Hüften fest, als würde ich sonst fallen. Mein Kopf war leer, voller weißem Rauschen, und mein ganzer Körper zitterte.
Leonie drehte sich um, als ich mich aus ihr zurückzog, und zog mich unter das Wasser. Sie küsste mich – zum ersten Mal –, ihre Lippen weich und fordernd zugleich.
„Du hast es verdient", murmelte sie gegen meinen Mund.
Sie kam zu spät. Fünfzehn Minuten, um genau zu sein. Während der Rest der Studenten in gebückter Haltung über seine Laptops gebeugt saß, schritt sie durch den Mittelgang, als gehörte ihr der Raum. Schwarzes Haar, über die Schultern geworfen wie Tinte auf Pergament. Heller Teint, der unter den Neonlichtern fast leuchtete. Sie trug einen dunklen Rollkragenpullover und eine schwarze Jeans, nichts Auffälliges, aber die Art, wie sie sich bewegte – als würde jeder Zentimeter Boden ihr gehören –, ließ mich aufhorchen. Sie setzte sich zwei Plätze neben mir, ohne den Dozenten um Erlaubnis zu bitten, zog ein Taschenbuch aus ihrer Tasche und tat so, als würde sie aufpassen.
Ich starrte auf mein Notizblatt. Der Rand war jetzt vollständig zerkratzt.
In der Pause, als die meisten eilig zum Kaffeeautomaten strömten, blieb ich auf meinem Platz. Ich blieb immer auf meinem Platz. Aber sie blieb auch – und das war neu.
„Ist der frei?", fragte sie und deutete auf den Stuhl neben mir. Dabei sah sie mich nicht wirklich an, sondern eher durch mich hindurch, als wäre meine Antwort eine Formalie.
„Ja", sagte ich. Meine Stimme klang kratzig, als hätte ich sie seit Stunden nicht benutzt.
Sie setzte sich, kreuzte die Beine und klappte das Buch auf. Ich erhaschte einen Blick auf den Titel – Bataille, Geschichte der Erotik – und wandte schnell den Blick ab, als würde ich in etwas Privates eingedrungen sein.
„Schwerer Stoff", murmelte ich, bevor ich mich zurückhalten konnte.
Zum ersten Mal sah sie mich direkt an. Ihre Augen waren dunkel, fast schwarz, und es lag etwas in ihrem Blick, das mich an den Rand einer Klippe erinnerte – diese Sekunde, in der man nicht mehr sicher ist, ob man fallen will oder nicht.
„Schwer ist relativ", sagte sie. „Die meisten Menschen scheitern nicht am Inhalt, sondern an sich selbst."
Ich wusste nicht, was ich darauf erwidern sollte, also nickte ich nur und glättete mir mit der Hand die Haare, wie ich es immer tat, wenn mir die Worte fehlten. Sie lächelte nicht, aber ihre Mundwinkel zuckten kurz, als hätte sie etwas gesehen, das sie amüsierte.
„Leonie", sagte sie und streckte mir ihre Hand hin.
Ich nahm sie. Ihr Griff war fest, trocken, kühler als erwartet.
„Lucas", erwiderte ich.
So hatte es begonnen.
Die Freitage entwickelten sich zu einem Rhythmus, den ich nicht geplant hatte. Nach dem Seminar – Literaturtheorie war freitags um elf, eine grausame Zeit für Nachtmenschen wie mich – ging ich normalerweise direkt nach Hause. Aber an jenem ersten Freitag blieb Leonie nach der Sitzung auf ihrem Platz sitzen und sah mich an.
„Hast du Hunger?", fragte sie.
Die Mensa war laut und überfüllt, nach Bratfett und billigem Kaffee. Wir fanden einen Platz am Fenster, ein wackeliges Tischchen mit einem Klecks altem Ketchup auf der Platte. Leonie aß einen Salat, ich ein Käsebrot, und zum ersten Mal seit langem redete ich mehr, als ich zuhörte.
Sie stellte Fragen. Echte Fragen, keine Smalltalk-Floskeln. Sie wollte wissen, was ich las, warum ich Literatur studierte, was mich an Texten faszinierte. Und sie hörte zu – wirklich zu, nicht dieses Nicken, das Leute an den Tag legen, während sie bereits an ihren nächsten Satz denken.
„Du bist einer der wenigen, der nicht versucht, sich in Szene zu setzen", sagte sie an jenem ersten Freitag, während sie eine Tomate auf ihre Gabel spießte. „Das ist erfrischend."
Ich wusste nicht, ob das ein Kompliment war oder eine Diagnose.
In den folgenden Wochen wurde unser freitägliches Mittagessen zu einer festen Einrichtung. Ich erwartete es, sehnte mich danach, obwohl ich mir nicht eingestehen wollte, wie sehr. Leonie war so ganz anders als die Menschen, mit denen ich normalerweise verkehrte – falls man meine wenigen Bekannten aus dem Seminar so nennen konnte. Sie war direkt, ungeschminkt in ihrer Art, und sie hatte eine Art zu sprechen, die jeden Satz wie eine Feststellung klingen ließ, nicht wie eine Meinung.
Sie erzählte von sich, was ungewöhnlich war. Die meisten Menschen hüllten sich in Geschichten, die sie gerne wären, aber Leonie sprach über sich, als würde sie eine Landkarte ausbreiten – hier sind die Grenzen, hier das Gelände, hier die Gefahrenzonen.
Sie war sechs Jahre älter als ich, hatte schon ein Studium abgebrochen – Philosophie, „zu viel Theorie, zu wenig Fleisch", wie sie es nannte – und arbeitete halbtags in einem Buchladen. Sie lebte allein in einer Wohnung im Ostviertel, die sie als „funktionell" beschrieb. Ich stellte sie mir vor: weiß gestrichen, wenige Möbel, viele Bücher.
In der vierten Woche bemerkte ich, dass ich meine Brille putzte, bevor ich in die Mensa ging. In der fünften Woche wählte ich bewusst ein sauberes Hemd statt meines üblichen Hoodies. In der sechsten Woche fing ich an, mir Sorgen zu machen.
Es war nicht nur Anziehung – obwohl es das auch war. Leonie war auf eine unnahbare Art schön, wie ein Gemälde, das man betrachten, aber nicht berühren darf. Es war etwas anderes, etwas, das ich nicht benennen konnte. Wenn sie sprach, lauschte ich nicht nur ihren Worten – ich achtete auf die Art, wie ihre Finger den Rand ihrer Tasse umspielten, wie sie den Kopf leicht zur Seite neigte, wenn sie nachdachte, wie ihre Lippen das Wort „interessant" formten, als würde sie es probieren, bevor sie es verschluckte.
Und dann, an einem verregneten Freitag Ende November, veränderte sich alles.
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Die Mensa war leerer als sonst. Das Semester neigte sich dem Ende zu, viele hatten bereits die Stadt verlassen. Wir saßen an unserem üblichen Platz, Leonie mit einem Becher schwarzen Tee, ich mit meinem Käsebrot, das ich nicht mehr mit Appetit aß. Draußen klatschte der Regen gegen die Fenster, und das Neonlicht flackerte in dem Raum wie in einem Krankenhaus.
Leonie sah mich an. Es war dieser Blick, den ich mittlerweile kannte – direkt, ohne zu blinzeln, als würde sie mich wie ein Insekt unter Glas betrachten.
„Lucas", sagte sie, und die Art, wie sie meinen Namen aussprach, ließ mich aufhorchen. „Ich möchte dir etwas erzählen. Aber ich bin mir nicht sicher, ob du es hören willst."
Ich legte mein Käsebrot hin. Mein Magen zog sich zusammen, obwohl ich nicht wusste warum.
„Ich höre zu", sagte ich, und ich meinte es.
Sie nahm einen Schluck Tee, langsam, bedacht. Dann stellte sie die Tasse ab und sah mir fest in die Augen.
„Ich schlafe mit mehreren Männern", sagte sie. Keine Einleitung, keine Vorwarnung. Nur dieser Satz, ruhig und klar ausgesprochen, als würde sie das Wetter beschreiben.
Ich blinzelte. Dann blinzelte ich noch einmal. Mein Gehirn brauchte einen Moment, um die Worte zu verarbeiten, als wären sie in einer Fremdsprache gewesen.
„Oh", sagte ich. Brillant, Lucas. Wirklich brillant.
„Aber nicht auf die Art, wie du vielleicht denkst", fuhr sie fort. „Ich schlafe nicht mit ihnen, weil sie mich attraktiv finden oder weil sie nett zu mir sind. Ich schlafe mit ihnen, weil sie mir gehorchen."
Stille. Der Regen trommelte gegen das Fenster. Irgendwo in der Mensa klirrte Geschirr.
„Gehorchen?", wiederholte ich. Meine Stimme war leiser als beabsichtigt.
Leonie lehnte sich zurück und verschränkte die Arme vor der Brust. „Ich habe eine dominante Ader, Lucas. Eine sehr ausgeprägte. Und ich habe festgestellt, dass die meisten Männer – zumindest diejenigen, die mich interessieren – genau das brauchen. Jemanden, der ihnen sagt, was sie tun sollen. Jemanden, der die Kontrolle übernimmt."
Ich schluckte. Mein Hals war trocken, obwohl ich vorhin noch Wasser getrunken hatte.
„Du meinst... wie BDSM?", fragte ich. Das Wort kam mir fremd über die Lippen, wie ein Term aus einem Lehrbuch, den ich nie angewendet hatte.
„So in die Richtung", sagte Leonie. „Aber weniger mit Peitschen und Käfigen, mehr mit... Psychologie. Mit Macht." Sie machte eine Pause, und zum ersten Mal sah ich etwas in ihrem Ausdruck, das wie Vorsicht aussah. „Ich erzähle dir das, weil ich das Gefühl habe, dass du zu der Sorte Mensch gehörst, die das versteht. Oder zumindest verstehen könnte."
Ich wusste nicht, was ich sagen sollte. Mein Herz hämmerte so laut, dass ich überrascht war, dass sie es nicht hören konnte. Ich hatte von so etwas gehört – wer hatte das nicht, im Zeitalter des Internets? – aber es war immer etwas gewesen, das weit weg war, etwas, das andere Menschen taten. Nicht ich. Nicht der Junge mit der Brille und dem zerkratzten Notizblock, der sich in der Mensa versteckte.
„Ich bin nicht sicher, ob ich das kann", sagte ich. Es war die ehrlichste Antwort, die mir einfiel.
Leonie lächelte. Es war kein spöttisches Lächeln, sondern eher eines, das sagte: Das dachte ich mir.
„Du musst auch nicht", sagte sie. „Aber ich wollte ehrlich zu dir sein. Weil du mir wichtig geworden bist, Lucas. Und ich hasse es, wenn Dinge unausgesprochen bleiben."
Sie stand auf, nahm ihre Tasche und zog sich den Mantel an. Bevor sie ging, beugte sie sich zu mir hinunter, und für einen Moment roch ich ihren Duft – etwas Herbliches, wie Zeder oder Patchouli.
„Falls du neugierig bist", flüsterte sie, „weißt du, wo du mich findest."
Dann ging sie, und ich saß allein in der Mensa und starrte auf mein kaltes Käsebrot.
Die nächsten Tage waren Qual. Ich konnte nicht schlafen, nicht konzentriert mich auf meine Hausarbeiten, nicht an etwas anderes denken als an Leonies Worte. Sie hallten in meinem Kopf nach wie ein Echo in einer leeren Kirche. Ich schlafe mit ihnen, weil sie mir gehorchen. Ich habe eine dominante Ader. Falls du neugierig bist.
War ich neugierig? Natürlich war ich neugierig. Ich war neunzehn und hatte mehr Zeit mit Büchern als mit Menschen verbracht. Meine sexuellen Erfahrungen beschränkten sich auf das, was ich im Internet gefunden hatte, und eine kurze, peinliche Affäre mit einer Kommilitonin, die mehr aus Mitleid als aus Leidenschaft entstanden war. Die Vorstellung, dass eine Frau wie Leonie – selbstbewusst, erfahren, fesselnd – an mir interessiert sein könnte, war absurd. Aber die Vorstellung, dass sie mich haben wollte, wenn ich mich ihr unterwarf... das war etwas, das ich nicht einordnen konnte.
Ich dachte an die Art, wie sie mich ansah, wenn wir sprachen. An die Momente, in denen ihre Blicke länger auf mir ruhten als nötig. An die Gelegenheiten, in denen sie mich berührte – eine Hand auf meiner Schulter, ein kurzes Streifen über meinen Arm – und wie mein Körper jedes Mal reagierte, bevor mein Verstand es verhindern konnte.
Am Mittwoch schickte ich ihr eine Nachricht. Nur drei Worte: Ich bin neugierig.
Ihre Antwort kam innerhalb von Sekunden. Eine Adresse. Ein Zeitpunkt: Freitag, 20 Uhr.
Freitagabend. Der Regen hatte aufgehört, aber die Straßen waren noch nass, und die Laternen spiegelten sich auf dem Asphalt wie verschwommene Sterne. Ich stand vor Leonies Wohnungstür – eine schwere Holztür in einem Altbau im Ostviertel – und meine Hand zitterte, als ich klingelte.
Sie öffnete sofort, als hätte sie hinter der Tür gewartet. Sie trug ein schwarzes Kleid, schlicht und knielang, und ihre Füße waren barfuß. Der Anblick ihrer nackten Zehen auf dem dunklen Holz des Flurs ließ etwas in meinem Magen zusammenzucken.
„Komm rein", sagte sie. Kein Lächeln, keine Begrüßungsumarmung. Nur diese zwei Worte, und sie trat zur Seite, um mich durchzulassen.
Die Wohnung war genau so, wie ich sie mir vorgestellt hatte – und doch ganz anders. Weiße Wände, wenig Möbel, viele Bücher. Aber da waren auch Dinge, die ich nicht erwartet hatte: Eine schwere Holzkiste unter dem Fenster, ein Vorhang aus dunklem Samt vor einer Nische, der schwache Geruch nach Kerzenrauch und etwas anderem, etwas Erdigem, das ich nicht identifizieren konnte.
Leonie schloss die Tür hinter mir. Ich hörte das Klicken des Schlosses, und es klang endgültig.
„Setz dich nicht", sagte sie. „Stell dich in die Mitte des Raums."
Ich gehorchte, bevor ich darüber nachdenken konnte. Meine Füße trugen mich zum Zentrum des Wohnzimmers, auf einen Teppich, der weicher war als erwartet. Ich stand da, die Hände in den Taschen meines Hoodies, und fühlte mich wie ein Schüler, der vor dem Direktor steht.
Leonie umkreiste mich. Langsam, bedacht, wie eine Bildhauerin, die ihren Stein betrachtet. Ich spürte ihren Blick auf meinem Rücken, meinen Schultern, meinem Nacken.
„Weißt du, warum du hier bist, Lucas?", fragte sie. Sie stand jetzt hinter mir, und ich konnte ihren Atem in meinem Nacken spüren.
„Weil ich neugierig bin", sagte ich. Meine Stimme war nicht mehr als ein Flüstern.
„Neugierig ist gut." Sie trat neben mich, und ihre Hand berührte meine Schulter – leicht, fast beiläufig. „Aber Neugier reicht nicht. Du bist hier, weil du etwas suchst. Etwas, das dir fehlt."
Ich wollte fragen, was das sein sollte, aber die Worte blieben in meinem Hals stecken.
Leonie blieb vor mir stehen. Sie war nur wenige Zentimeter größer als ich, aber in diesem Moment wirkte sie wie ein Riese.
„Zieh dich aus", sagte sie.
Die Worte trafen mich wie ein Schlag. Nicht weil sie unerwartet waren – irgendwo hatte ich gewusst, dass dieser Moment kommen würde –, sondern weil sie so selbstverständlich klangen. Als wäre es das Natürlichste der Welt, dass ich mich vor ihr auszog.
Meine Hände zitterten, als ich den Reißverschluss meines Hoodies hinunterzog. Das Gewebe raschelte laut in der Stille des Raums. Ich zog ihn über den Kopf und hielt ihn einen Moment fest, als wäre er ein Schutzschild. Dann legte ich ihn auf den Sessel neben mir.
Das T-Shirt folgte. Dann die Schuhe, die Socken. Ich spürte den kalten Boden unter meinen Füßen und den Luftzug auf meiner nackten Brust. Meine Haut bildete sich zu Gänsehaut, obwohl der Raum nicht kalt war.
Leonie sah zu. Ihr Gesicht war ausdruckslos, aber ihre Augen verweilten auf meinem Körper – auf meinen schmalen Schultern, meinem weichen Bauch, den kleinen Haaren auf meiner Brust. Ich fühlte mich durchsichtig, als würde sie nicht nur meine Haut sehen, sondern alles darunter.
„Weiter", sagte sie.
Meine Hände gingen zum Hosenknopf. Meine Finger waren klamm und ungeschickt, und es dauerte zwei Versuche, bis der Knopf aufsprang. Ich schob die Jeans über meine Hüften, ließ sie auf den Boden fallen und stieg heraus. Jetzt stand ich nur noch in meiner Unterwäsche vor ihr – einer grauen Boxershorts, die ich heute Morgen ohne viel Nachdenken angezogen hatte. Plötzlich schien das die wichtigste Entscheidung meines Lebens zu sein.
„Auch die", sagte Leonie.
Ich schloss die Augen, atmete ein. Und zog die Boxershorts aus.
Die Kühle der Luft umfing mich. Ich stand nackt vor ihr, die Arme hängend, den Blick gesenkt. Ich konnte mein Herz in meiner Brust pochen fühlen, und ich war mir sicher, dass sie es sehen konnte – dieses Flattern unter meiner Haut, das meine Nervosität verriet.
Leonie machte einen Schritt auf mich zu. Ihre Hand hob sich, und für einen Moment dachte ich, sie würde mich berühren. Stattdessen legte sie ihre Finger unter mein Kinn und hob meinen Kopf, bis ich ihr in die Augen sehen musste.
„Schäm dich nicht", sagte sie. „Scham ist nur eine andere Form von Kontrolle. Und heute Abend bin ich diejenige, die kontrolliert."
Ich nickte, obwohl ich nicht sicher war, ob sie eine Antwort erwartete.
Dann hob sie ihre andere Hand und schlug mir ins Gesicht.
Es war kein harter Schlag – mehr ein Klaps, schnell und präzise, gerade stark genug, um meinen Kopf zur Seite zu reißen. Die Haut meiner Wange brannte, und ich schmeckte das metallische Echo des Aufpralls.
Ich starrte sie an. Mein Verstand suchte nach einer Reaktion – Wut? Überraschung? Flucht? – aber bevor er etwas finden konnte, schlug sie erneut zu. Auf dieselbe Wange, ein wenig härter dieses Mal. Das Geräusch war schärfer, und ich spürte, wie mein Körper sich anspannte.
„Du zuckst nicht zurück", sagte Leonie. Es klang wie eine Feststellung, aber ich hörte die Zustimmung darin.
„Soll ich?", fragte ich. Meine Stimme war rau.
„Nein." Sie lächelte, und es war das erste echte Lächeln, das ich an diesem Abend von ihr sah. „Du sollst nehmen, was ich dir gebe."
Sie schlug mich noch zweimal – einmal auf jede Wange –, und bei jedem Schlag spürte ich, wie etwas in mir nachgab. Nicht meine Haut, nicht mein Körper – etwas Tieferes, etwas, das ich nicht benennen konnte. Es war, als würde eine Wand einstürzen, die ich jahrelang errichtet hatte, und dahinter lag... was? Ich wusste es nicht. Aber ich wollte es herausfinden.
„Gut", sagte Leonie. „Sehr gut." Sie trat einen Schritt zurück und betrachtete mich erneut. „Jetzt zeig mir, was du mit dir machst, wenn du allein bist."
Ich verstand sofort, was sie meinte. Die Wärme, die sich in meinem Gesicht ausgebreitet hatte, wanderte tiefer, in meinen Bauch, zwischen meine Beine. Ich war erregt – nicht voll, nicht offensichtlich, aber da war dieses Ziehen, dieses Erwachen, das ich nicht leugnen konnte.
„Ich...", begann ich, aber sie unterbrach mich.
„Nicht reden. Mach es."
Meine Hand gehorchte, bevor mein Verstand zustimmen konnte. Meine Finger schlossen sich um meinen Schwanz, der trotz – oder wegen? – der Schläge halbsteif war. Die Berührung war vertraut, aber die Situation war es nicht. Ich hatte mich schon oft berührt, in der Dunkelheit meines Zimmers, vor dem Bildschirm meines Laptops, mit geschlossenen Augen und vorgestellten Körpern. Aber hier, vor Leonie, unter ihrem Blick, fühlte sich alles anders an.
Ich begann, mich zu streicheln. Langsam erst, zögerlich, als würde ich eine fremde Sprache sprechen. Meine Haut war heiß unter meinen Fingern, und mit jeder Bewegung wuchs meine Erektion. Ich konnte Leonies Augen auf mir spüren, konnte fühlen, wie sie jeden Muskel, jede Bewegung, jeden Atemzug registrierte.
„Schau mich an", befahl sie.
Ich hob den Blick. Ihr Gesicht war nah, ihre Augen dunkel und unendlich tief. Ich sah keine Verachtung darin, kein Spott – nur diese ruhige, unerschütterliche Aufmerksamkeit. Als wäre ich das Interessanteste, das sie je gesehen hatte.
Ich *****te schneller. Mein Atem wurde flacher, mein Herz schneller. Die vertraute Hitze breitete sich in meinem Unterleib aus, und ich spürte, wie mein Körper sich dem Höhepunkt näherte. Mein Schwanz war jetzt voll hart, pochend in meiner Hand, und ich konnte das feuchte Vorsekret fühlen, das aus der Eichel sickerte.
„Stopp", sagte Leonie.
Ich hielt inne. Meine Hand umschloss meinen Schwanz, aber ich bewegte sie nicht. Mein Körper schrie nach Fortsetzung, nach Abschluss, aber ich gehorchte. Es war keine Wahl – es war ein Instinkt.
„Gut", sagte Leonie. „Noch einmal."
Ich begann von vorn. Langsam, dann schneller, den Rhythmus findend, der mich dem Höhepunkt näher brachte. Ich schloss die Augen, konnte aber Leonies Blick auf meiner Haut spüren, wie eine physische Berührung.
„Augen auf", befahl sie.
Ich öffnete sie wieder. Sie hatte ihre Arme verschränkt und lehnte gegen die Wand, als würde sie einen Film betrachten. Aber ihre Augen verrieten sie – sie waren dunkler als sonst, und ihre Atmung war etwas flacher als vorhin.
Ich *****te weiter. Der Druck in meinem Unterleib wurde stärker, drängender. Ich spürte, wie sich meine Oberschenkel anspannten, wie meine Zehen sich in den weichen Teppich krallten, wie mein ganzer Körper auf diesen einen Moment zusteuerte.
„Stopp."
Wieder hielt ich inne. Diesmal war es schwerer – mein Körper zitterte, und ich musste den Impuls unterdrücken, die Bewegung fortzusetzen. Mein Schwanz pochte, und ich spürte, wie das Vorsekret in einem dünnen Faden auf den Teppich tropfte.
„Du bist nah dran", sagte Leonie. Es war keine Frage.
„Ja", presste ich hervor.
„Aber du darfst nicht kommen. Nicht ohne meine Erlaubnis."
Ich nickte. Mein Verstand war verschwommen, wie durch Nebel, aber ihre Worte schnitten hindurch, klar und scharf.
„Noch einmal", sagte sie. „Und dieses Mal wirst du mich fragen, bevor du kommst."
Ich gehorchte. Meine Hand bewegte sich wieder, und die Hitze kehrte zurück, stärker als zuvor. Ich fühlte jede Berührung verdreifacht, als wäre meine Haut dünner geworden. Mein Atem war jetzt ein Keuchen, und ich konnte mein Herz in meinen Ohren hämmern hören.
Ich näherte mich dem Höhepunkt. Ich spürte, wie sich alles in mir zusammenzog – meine Oberschenkel, mein Bauch, mein Damm – und ich wusste, dass ich nur noch wenige Sekunden entfernt war.
„Darf ich...?", begann ich, aber die Worte blieben in meinem Hals stecken.
„Darfst du was?", fragte Leonie. Ihre Stimme war ruhig, fast gelangweilt, aber ihre Augen verrieten sie.
„Darf ich kommen?", brachte ich hervor.
Sie lächelte. Es war ein Lächeln, das ich nicht einordnen konnte – süß und grausam zugleich, wie die Klinge eines Messers, die im Sonnenlicht glänzt.
„Nein", sagte sie. „Stell dich hin. Hände auf den Rücken."
Ich gehorchte. Es war die schwerste Sache, die ich je getan hatte – meine Hand von meinem Schwanz zu nehmen, als mein Körper nach Erlösung schrie. Aber ich tat es. Ich stand vor ihr, die Hände auf den Rücken gezwungen, mein Schwanz steil aufgerichtet und pochend, mein ganzer Körper zitternd vor Anspannung.
Leonie trat einen Schritt auf mich zu. Dann noch einen. Sie stand so nah, dass ich ihren Atem auf meiner Haut spüren konnte. Ihre Hand hob sich, und ich dachte, sie würde mich berühren – meinen Schwanz, mein Gesicht, irgendetwas.
Stattdessen trat sie mir in die Eier.
Der Schmerz kam verspätet – eine Sekunde der Stille, in der mein Verstand versuchte zu begreifen, was gerade passiert war. Dann explodierte er in meinem Unterleib, heiß und scharf, und ich sackte zusammen. Meine Knie gaben nach, und ich fiel auf den Teppich, die Hände zwischen meine Beine gepresst, den Mund offen in einem stummen Schrei.
Es war, als hätte jemand eine Granate in meinem Bauch gezündet. Der Schmerz pulsierte in Wellen, von meinen Hoden ausstrahlend in meinen Bauch, meinen Rücken, meine Beine. Ich konnte nicht atmen, nicht denken, nicht sehen – nur dieses Brennen, dieses Zerreißen, das meinen ganzen Körper erfasste.
Ich lag auf der Seite, zusammengerollt wie ein Embryo, und wartete darauf, dass der Schmerz nachließ. Er tat es – langsam, in winzigen Schritten, wie das Zurückweichen einer Flut. Und als ich wieder atmen konnte, als ich wieder denken konnte, wurde mir einer Sache bewusst:
Ich war immer noch hart.
Mein Schwanz drückte gegen meinen Unterarm, hart und unübersehbar, trotz – oder wegen? – des Schmerzes. Es war ein Paradox, das ich nicht verstand, aber mein Körper schien es zu akzeptieren, als wäre es das Natürlichste der Welt.
Leonie stand über mir. Sie sah herunter, und ich sah zum ersten Mal etwas in ihrem Gesicht, das wie Überraschung aussah.
„Interessant", sagte sie. Sie klang wie eine Wissenschaftlerin, die ein unerwartetes Ergebnis beobachtet.
Sie kniete sich neben mich. Ihre Hand berührte meine Schulter, und ich zuckte zusammen – nicht vor Schmerz, sondern vor etwas anderem, etwas, das ich nicht benennen konnte.
„Die meisten Männer verlieren es", sagte sie. „Den Schmerz, meine ich. Sie werden weich, sie ziehen sich zurück. Aber du..." Sie ließ den Satz unvollendet, aber ich verstand.
Ich versuchte zu sprechen, aber alles, was herauskam, war ein Krächzen.
Leonie stand auf und ging zum Fenster. Sie stand dort, den Rücken zu mir gewandt, und sah hinaus in die Nacht. Ich konnte ihr Profil im Laternenlicht sehen – die gerade Nase, die vollen Lippen, die schwarzen Haare, die über ihre Schultern fielen.
Dann drehte sie sich um. Und was sie sagte, ließ mich vergessen, dass ich gerade im Schmerz auf dem Boden gelegen hatte.
„Du kannst mit mir schlafen, Lucas."
Ich starrte sie an. Hatte ich das richtig gehört?
„Wenn du willst", fügte sie hinzu. Und zum ersten Mal an diesem Abend klang ihre Stimme nicht wie ein Befehl. Sie klang wie eine Frage.
Ich richtete mich auf. Mein Körper schmerzte – meine Hoden pochten, mein Bauch war angespannt, mein Atem ging noch immer flach. Aber unter dem Schmerz war etwas anderes, etwas, das stärker war als jede Qual.
Verlangen.
Ich stand auf. Meine Beine zitterten, aber ich stand. Ich stand vor Leonie, nackt und geschlagen und erregt, und zum ersten Mal in meinem Leben fühlte ich mich nicht unsicher.
„Ich will", sagte ich.
Leonie lächelte. Und diesmal war es weder süß noch grausam – es war etwas dazwischen, etwas, das ich noch nie bei ihr gesehen hatte. Etwas, das fast wie Zuneigung aussah.
Sie nahm meine Hand und führte mich durch den Raum, an den Büchern und der Holzkiste vorbei, zu einer Tür, die ich vorher nicht bemerkt hatte. Sie öffnete sie, und dahinter lag ein Schlafzimmer, dunkel und warm, mit einem großen Bett und einem Vorhang aus demselben dunklen Samt, den ich im Wohnzimmer gesehen hatte.
Sie zog mich hinein und schloss die Tür hinter uns.
Das Zimmer war spärlich eingerichtet – ein großes Bett mit massiven Holzpfeilern dominierte den Raum, daneben eine Kommode und ein Vorhang, der das Badezimmer verbarg.
„Leg dich hin", befahl sie, während sie zur Nachttischschublade griff.
Ich gehorchte, mein Rücken sank in die weiche Decke. Meine Brille hatte ich irgendwo im Wohnzimmer gelassen, die Welt um mich herum wirkte verschwommen und doch intensiver. Leonie holte zwei Paar Handschellen hervor – keine Spielzeuge, sondern solide Metallringe mit gepolsterten Einsätzen. Sie beugte sich über mich, ihr schwarzes Haar fiel mir fast ins Gesicht.
„Arme hoch", sagte sie.
Ich streckte meine Hände zu den Bettpfeilern. Das kalte Metall schloss sich um meine Handgelenke, ein Klicken, dann noch eines. Sie zog an den Ketten, prüfte den Sitz. Ich konnte meine Arme kaum noch bewegen, war gestreckt wie auf einer Folter, aber die Polsterung verhinderte, dass das Metall in meine Haut schnitt.
„Beine auch", kommandierte sie.
Wieder gehorchte ich. Sie fesselte meine Knöchel an die unteren Pfeiler, spreizte meine Beine leicht. Nun lag ich komplett offen vor ihr, wehrlos, ausgeliefert. Mein Schwanz stand steil nach oben, zuckte im Takt meines Herzschlags.
Leonie musterte mich von oben bis unten. Dann legte sie sich neben mich, ihr Kopf ruhte auf ihrer Hand, die andere Hand fuhr über meine Brust.
„Weißt du, was ich jetzt mit dir mache?" Ihre Stimme war leise, fast vertraulich.
Ich schluckte. „Nein."
„Ich werde mich auf dich setzen. Auf deinen Schwanz. Und ich werde mich ****en, bis ich komme." Sie ließ einen Finger über meine Rippen wandern, hinab zu meinem Bauch. „Aber du – du wirst nicht kommen. Nicht bevor ich es tue."
„Das – das schaffe ich nicht", presste ich hervor.
Sie lächelte. „Doch, das schaffst du. Weil ich es dir befehle. Und weil ich dir etwas verspreche." Ihr Finger berührte die Basis meines Schwanzes, strich einmal langsam nach oben. Ich zuckte zusammen. „Wenn du dich beherrschst, bis ich gekommen bin, gebe ich dir den intensivsten Orgasmus deines Lebens. Einen, an den du dich erinnern wirst, wenn du achtzig bist und im Rollstuhl sitzt."
Ich starrte sie an. Meine Hände verkrampften sich um die Ketten der Handschellen.
„Aber wenn du vor mir kommst –" Sie ließ die Pause wirken. „Dann wirst du bereuen. Verstanden?"
„Ja", flüsterte ich.
„Ja, was?"
„Ja, Leonie."
Sie nickte und richtete sich auf. Langsam zog sie sich aus, erst das Top, dann der Rock, dann der Slip. Ihr Körper war blass und schlank, kleine Brüste mit dunklen Brustwarzen, die bereits hart waren. Sie schwang ein Bein über mich, positionierte sich über meiner Hüfte. Ich spürte ihre Feuchtigkeit, als sie sich auf meinen Schwanz senkte, nur einen Moment lang, ein kurzes Streifen ihrer nassen Schamlippen über meine Eichel.
„Bereit?" fragte sie.
Ich nickte stumm.
Dann senkte sie sich, und ich versank in ihr. Heiß, eng, nass – die Wärme schloss mich ein wie eine Faust. Ich presste die Zähne zusammen, krallte mich in die Handschellen. Jede Faser meines Körpers schrie danach, mich zu bewegen, zu stoßen, sie zu ****en, aber ich lag gefesselt da und konnte nur ertragen.
Leonie begann zu reiten. Langsam zuerst, ihr Becken kreiste über mir, mein Schwanz glitt in ihr auf und ab. Sie stützte sich mit den Händen auf meiner Brust ab, ihre Fingernägel gruben sich leicht in meine Haut. Ihr Atem ging schneller.
„Fühlst du, wie nass ich bin?" keuchte sie. „Das machst du. Dein zitternder, unterwürfiger Schwanz macht mich so verdammt nass."
Ich konnte nicht antworten. Die Willenskraft, die ich aufbrachte, um nicht zu kommen, ließ keine Worte zu. Ich konzentrierte mich auf die Schmerzen in meinen Handgelenken, auf das Metall, das bei jeder meiner Anspannungen klirrte. Ich dachte an meine Seminararbeiten, an statistische Methoden, an alles, was mich ablenken konnte.
Leonie wurde schneller. Sie ritt mich hart, ließ sich mit ganzer Kraft auf meinen Schwanz fallen, ihre Oberschenkel klatschten gegen meine Hüfte. Ihre Brüste wippten, ihre Augen waren geschlossen, der Mund leicht geöffnet. Stöhnen entwich ihren Lippen, lauter jetzt, unkontrollierter.
„Oh ja – genau so –" Sie griff sich an die Brüste, kneifte ihre eigenen Brustwarzen. „Dein Schwanz ist so hart, du hältst dich so gut zurück, du braves Stück –"
Ich zitterte am ganzen Körper. Schweiß lief über meine Stirn, über meine Brust. Mein Schwanz pochte in ihr, jede Bewegung brachte mich näher an den Abgrund. Ich biss mir auf die Unterlippe, bis ich Blut schmeckte.
„Ich komme –" keuchte Leonie. „Ich komme gleich – halt noch durch –"
Sie ritt mich wild, ihr Becken hämmerte auf mich, ihre Muskel verkrampfte sich um meinen Schwanz. Dann warf sie den Kopf zurück, ein lautes, tierisches Stöhnen entwich ihrem Hals, und ich spürte, wie sie kam – ihre Wandungen zogen sich zusammen, pumpten mich, massierten mich, und ich –
Ich hielt es.
Irgendwie, durch irgendeinen Willensakt, der mich fast das Bewusstsein kostete, hielt ich es. Mein Schwanz zuckte in ihr, war nah, so verdammt nah, aber ich kam nicht. Mein ganzer Körper war ein einziges, brennendes Nein.
Leonie sackte auf mir zusammen, sie atmete heftig. Sie lag auf meiner Brust, ihr Herz hämmerte gegen meins. Einen langen Moment blieb sie so liegen, dann hob sie den Kopf und sah mich an.
„Gut gemacht", flüsterte sie. „Sehr gut gemacht."
Sie löste die Handschellen, zuerst meine Handgelenke, dann meine Knöchel. Ich rieb mir die roten Stellen an meinen Gelenken, während sie aufstand und mir die Hand reichte.
„Komm mit", sagte sie. „Dusche."
Ich nahm ihre Hand und ließ mich hochziehen. Meine Beine zitterten, mein Schwanz war immer noch hart, pochte unerträglich. Sie führte mich ins Badezimmer, drehte den Wasserhahn auf. Dampf stieg auf, als wir unter die Dusche traten.
Das heiße Wasser traf auf meine Haut und ich seufzte auf. Leonie stellte sich vor mich, drückte mich sanft gegen die feuchten Kacheln. Dann drehte sie sich um, beugte sich vor, stützte sich mit den Händen an der Wand ab.
„Nimm mich von hinten", sagte sie. „Und komm endlich."
Ich trat an sie heran, führte meinen Schwanz zu ihrer Öffnung, glitt hinein. Nass und heiß und bereit. Ich griff nach ihren Hüften, spürte ihre nasse Haut unter meinen Fingern, und dann – dann hörte ich auf, mich zu beherrschen.
Ich stieß zu, hart, tief, so wie ich es die ganze Zeit über hatte tun wollen. Mein Becken schlug gegen ihr Gesäß, das Klatschen mischte sich mit dem Rauschen des Wassers. Leonie stöhnte, drückte mir entgegen.
„Ja – **** mich – gib mir alles –"
Ich ****te sie, ohne Zurückhaltung, ohne Gedanken. Alles, was sich in mir aufgestaut hatte, entlud sich in jedem Stoß. Meine Hände griffen fester zu, meine Finger hinterließen Abdrücke auf ihrer Haut. Ich spürte, wie der Orgasmus auf mich zukam, unaufhaltsam jetzt, und diesmal wehrte ich mich nicht.
Ich kam mit einem Aufschrei, der von den Kacheln widerhallte. Mein Schwanz pulsierte in ihr, Schub um Schub, und ich hielt mich an ihren Hüften fest, als würde ich sonst fallen. Mein Kopf war leer, voller weißem Rauschen, und mein ganzer Körper zitterte.
Leonie drehte sich um, als ich mich aus ihr zurückzog, und zog mich unter das Wasser. Sie küsste mich – zum ersten Mal –, ihre Lippen weich und fordernd zugleich.
„Du hast es verdient", murmelte sie gegen meinen Mund.
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