Erotische Geschichten

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Claudia - Versuchung aus der Vergangenheit

4 von 5 Sternen
Eines Tages war sie wieder da, ohne dass ich je damit gerechnet hätte, sie wieder zu sehen. Sie hatte sich kaum verändert. Dieselben strahlend blauen Augen, dieselbe blonde Löwenmähne, dieselben Grübchen beim Lachen, die mich– neben manch andere ihrer weiblichen Reize - schon bei unserem ersten Zusammentreffen vor Jahren fasziniert hatten. Derselbe spritzbübisch frech - fröhliche Gesichtsausdruck, der sagte: „Ich lache viel lieber, als dass ich weine.“
Etwas runder und noch etwas weiblicher war sie geworden, als sie es ohnehin vorher schon gewesen war und genau der Typ Frau, der für mich die Inkarnation des Begriffes „Weib“ im positivsten Sinne darstellte. Wieder spürte ich, dass sie mir gefährlich werden könnte. Wie schon damals…

Nun war sie also wieder da…
Sie, die sie für mich schon damals Versuchung genug war. Eine Versuchung, der ich nur unter Aufbietung meiner letzten Willenskräfte und noch dazu mit ihrer Hilfe und der Hilfe „äußerer Umstände“ hatte widerstehen können oder besser gesagt: hatte widerstehen müssen.
Mehr als den einen oder anderen harmlosen Flirt hatte ich mir außerdem auch nicht gestattet. Allerdings wurden die– für mein Empfinden - heftig erwidert. –

Oder war da doch mehr gewesen? Gab es Dinge, die ich vielleicht verdrängt, vergessen hatte? - Sei’s drum: Es ist nicht gut, sich in eine Kollegin zu verlieben. Es schadet der Arbeit und dem Betriebsklima. Wer weiß, was geschehen wäre, hätten wir es auf die Spitze getrieben…
Gelegenheit dazu hatte es genug gegeben.
Gelegenheit macht Liebe… – Oder haben wir vielleicht doch…?
-
Einmal im Jahr wird in der Firma ein Hausfest veranstaltet. Auf zwei Etagen dienen dann die Foyers als Tanzbar mit einer Dekoration, die einem vorher festgelegten Motto folgt und ebensolcher Kostümierung der Belegschaft. Fast so eine Art Fasching außerhalb der Faschingszeit, der mit der ihm eigenen Leichtigkeit gefeiert wird.
Traditionell und wohl in jedem Betrieb geht es dabei regelmäßig recht „locker“ zu. Manchmal so locker, dass die Lockerhit später bereut wird… Ich habe sie. Gott sei Dank - nie bereuen müssen!

In jenem Jahr war das Motto: „Der Weltraum…unendliche Weiten…“ Nicht alle, so aber doch die Meisten, hatten sich kostümiert und das Ganze machte einen recht futuristischen Eindruck.
Als ich das untere Foyer betrat, in dem schon ziemlicher Trubel herrschte, bekam ich so einen auf einen einzigen Punkt gerichteten Tunnelblick. Während alles Andere und alle Anderen ringsum schemenhaft wie hinter einem Weichzeichner verblassten, um schließlich in meiner Wahrnehmung keinerlei Rolle mehr zu spielen, erschien der in meinen Augen noch scharfe Bereich in einer überirdischen Klarheit und einem ebensolchen Leuchten. Da stand sie, Claudia, und blickte zu mir herüber. Täuschte ich mich oder zwinkerte sie mir tatsächlich zu?
Die flackernde Diskothekenbeleuchtung warf wilde Reflexe auf ihren „Raumanzug“ aus silbernem, folienartig erscheinendem Stoff. Alles an ihr außer Kopf und Hände war zwar darunter verborgen, doch der Overall war dermaßen knalleng, dass sich sämtliche Kurven – und Claudia besaß reichlich davon – mehr als reizvoll abzeichneten. Dazu trug sie in der Körpermitte einen breiten, roten Gürtel, der ihren Körper in zwei, mehr als reizende Hälften zu teilen schien. Wäre sie nackt gewesen, sie hätte nicht aufregender, nicht aufreizender sein können. Ihre ebenso silbernen, hochhackigen Stiefeletten zwangen sie, aufrecht und gerade zu stehen und den Oberkörper mit all seinen herrlichen Rundungen nach vorn zu drücken. - Mit den entsprechenden, optischen Folgen! –
Welch ein Weib! Schon ihr Anblick konnte einem Mann wie mir den Atem rauben. Wie Atem beraubender würde es wohl sein, mit ihr zu tanzen? – Sie zu berühren? - Oder gar mehr…? – Würde ich meine guten Vorsätze für diesen Abend dann noch einhalten können oder sie allesamt hemmungslos über Bord werfen? – Ich hätte zu diesem Zeitpunkt die Hand für mich nicht ins Feuer gelegt! Schließlich bin auch ich nur ein Mann!
Bevor ich mich entschließen konnte, sie zum Tanz zu bitten, war mir ein Anderer schon zuvor gekommen und hatte mir – zumindest vorerst - die Entscheidung abgenommen. „Vielleicht ganz gut so…“, dachte ich, besorgte mir an der Bar ein Bier, lehnte mich an eine der mit Alufolie verkleideten Säulen und schaute dem Treiben vorerst nur zu. Immer wieder ertappte ich mich allerdings dabei, wie mein Blick nach ihr suchte, sie fand und – so wie Eisen an einem Magneten - an ihr hängen blieb: leise schwingend bewegte sie ihr Becken, wobei es auf ihren Kurven immer wieder aufblitzte, wie ihre wohl geformten Rundungen immer wieder geheimnisvoll schimmerten , als würde jemand sie von innen her ausleuchten. Über allem dann noch ihre wilde, blonde Löwenmähne…
Und immer wieder ihr Blick in meine Richtung, der zu sagen schien: „Und wann kommst Du endlich und kümmerst Dich um mich?“ –
Sollte ich es wirklich riskieren? Es wagen, mich in dieses Feuer zu begeben, um womöglich darin umzukommen? – Oder um für einen Moment den Himmel zu spüren? - Was war sie? – Was würde sie sein? – Höllenfeuer oder Himmelsseeligkeit? – Das aber würde ich nur herausfinden können, wenn ich es ausprobierte. Doch ich zögerte, ahnte instinktiv die Gefahr, die sie für mich darstellte. Andererseits war sie ja mit Sicherheit nicht nur mir aufgefallen und damit die Konkurrenz groß, wie sich zeigte. Würde ich zulange zögern, dann würde ich die Gelegenheit wohl verpassen, es auszuprobieren…

Ringsum begann es lauter zu werden und die Zungen lösten sich angesichts von Bier, Wein und Sekt. Ich war inzwischen auf Sekt umgestiegen, denn Bier macht müde. Müde werden wollte ich jedoch auf gar keinen Fall! – Ein Plausch hier, ein Smalltalk dort. Das eine oder andere Pflichttänzchen mit der Frau vom Abteilungsleiter, dem Lehrling und der Frau Direktor. Der eine oder andere Sekt, mehr oder minder hastig getrunken, und immer wieder suchende Blicke. – Ja, sie war noch da. Zu der nach und nach zunehmenden Pärchenbildung hatte sie jedoch noch nicht beigetragen, sondern schien nach wie vor allen Annäherungsversuchen Stand gehalten zu haben. Zwar flirtete sie recht heftig mit allen möglichen Kerlen (für mich waren es jetzt einfach nur noch „Kerle“ und keine Kollegen), ließ jedoch offensichtlich niemanden so richtig an sich heran. Jedenfalls nicht so, wie manch andere es zeigten, indem sie sich in die dunkleren Ecken verkrochen, um dort - vermeintlich geschützt vor den Blicken Neugieriger - ausgiebig miteinander zu knutschen.
Endlich hatte ich mich zu einem Entschluss durchgerungen. Und zwar demjenigen, mich dieser Herausforderung zu stellen. –
War es wirklich ein von meinem freien Willen getragener Entschluss? – Oder war es etwa der Alkohol in mir… die Hormone… der Spaß des Mannes am Risiko? – Lag es am Adrenalin in den Adern? – Oder war es einfach das, was die Menschheit entgegen alle Vernunft immer noch existieren ließ: die Lust? – Doch spielte das überhaupt noch eine Rolle? War es wichtig, den Grund dafür zu erfahren? – Mir war, als ginge in meinem Gehirn ein Lämpchen nach dem anderen aus, das für die „Vernunft“ zuständig war. Wieder und wieder schimmerten verführerisch die Lichtreflexe ihres Overalls auf Busen und Po. Fein hatte Mutter Natur sich das ausgedacht und komponiert, was durch ihr Outfit nur noch unterstrichen und Sinn betäubend hervorgehoben, betont wurde!
Sie stand gerade einmal wieder an der Bar und prostete einem der ganz jungen Kollegen zu. Einem von jenen, die ihr ganz offensichtlich zwar den Hof machten, ihr jedoch nie und nimmer gewachsen war. Sie spielte mehr mit ihm als er mit ihr. Sie drehte mir ihren Kopf zu, als sie mich kommen sah und ein Lächeln glitt über ihr Gesicht. – „Woll’n wir?“, fragte ich sie. „Was denn?“, erwiderte sie provozierend. Wonach mir eigentlich der Sinn stand, konnte ich ihr schlecht sagen. Deshalb antwortete ich – wenn auch augenzwinkernd – „Tanzen natürlich.“ – „Ach so.“ Nun zwinkerte auch sie. Claudia löste sich vom Tresen. Ihre warme Hand schlich sich in meine, um sich mit auf die Tanzfläche ziehen zu lassen, wo sie sich zu „Nights in White Satin“ sofort in meine Arme schmiegte, dass ich fürchtete, mir würde der Atem oder das Herz oder beides stehen bleiben. Sie hob den Kopf, blickte mir ins Gesicht und meinte: „Mein Gott, hast Du eine lange Leitung!“ – „Also: erst einmal: Lars. Lars genügt völlig.“, antwortete ich. Meine Schlagfertigkeit hatte ich also noch nicht eingebüßt und fuhr fort: „Und außerdem: meine Leitung war sogar extrem kurz heute Abend. Ich hatte Dich sofort entdeckt. Aber um ehrlich zu sein: Mir war klar, dass das, …dass Du für mich ein Spiel mit dem Feuer sein würdest. Ob ich das wollte, das war es, worüber ich mir nicht klar war. Und ob es mir nicht zu gefährlich ist.“ – „Und nun bist Du Dir darüber klar?“– „Ja und nein.“ – „Bist Du eigentlich immer so wankelmütig?“ – „Eher selten. Aber wenn ich spüre, es könnte um Kopf und Kragen gehen, nämlich um meinen, dann warte ich lieber ab…“ – „Hm…“ Sie legte ihren Kopf an meine Schulter und umarmte mich, während sie sich weiter im Takt des Blues’ bewegte und ich deutlich ihre Brüste spürte… und mehr…
Meine Nase grub sich in ihre duftende Haarpracht, als sie – ohne den Kopf zu heben – meinte: „Auf meiner Seite fühlt sich’s gut an! – Und wie steht’s mit Dir?“ – „Du bist noch gefährlicher als ich befürchtete!“ – „Sag das nicht immer… gefährlich… Was kann schon passieren? – Nichts! – Dieser Abend, das Heute in dem wir leben, das zählt. Ich will nicht an morgen denken… Und du solltest es auch nicht tun. Genieße doch einfach, wenn Du kannst. Oder ist Deine Angst zu groß, um genießen zu können?“ Ich wusste, dass sie drauf und dran war, mich zu verführen… Und wenn schon… –
In solchen Situationen gibt es keine Angst mehr, selbst wenn sie vorher ganz konkret, heftig und gegenwärtig war. Und es gibt auch keinen Verstand mehr, der Einhalt gebietend ein „Nein“ brüllen würde. Es gibt nur noch die Richtung, der ich einfach folgen muss. Wie sich die Lemminge auf Leben und Tod in den Abgrund stürzen und es ist ihnen egal…

Sanft vergrub ich meine Hand in ihrer Haarpracht, bog ihren Kopf ein wenig nach hinten, so dass sie mich anschauen musste, sah ihre vollen, weichen, roten Lippen, ihren leicht geöffneten Mund, ihre fragenden Augen, beugte mich ein Stück weit hinunter, umfuhr ihre Lippen zart mit meiner Zunge und küsste sie. Dass wir noch auf der Tanzfläche waren im flackernden Licht der Diskobeleuchtung, es störte mich nicht… und sie scheinbar auch nicht. Denn ich hatte das Gefühl, sie verschmolz mit mir so wie ich mit ihr, während wir uns nur noch fester aneinander pressten und die Umwelt versank, verschwand, war nicht mehr existent…
Würden wir jetzt und hier so weitermachen, wir wären morgen nicht mehr in der Firma. Deshalb raunte ich ihr ins Ohr: „Komm, ich weiß, wo wir ungestört sind, unbeobachtet…“ – Wieder schlich sich ihre warme, weiche Hand in meine und ließ sich mitziehen bis hin zum Fitnessraum im Keller. Das wäre zwar keine romantische Situation, aber dennoch die einzige Möglichkeit, ein wenig ungestört zu sein und nicht gar zu unbequem…
Ohne Licht zu machen öffnete ich die Tür, zog Claudia mit mir, riss sie in meine Arme, küsste sie wieder leidenschaftlich, während meine Hand ihre Brüste suchte und fand (was bei der Fülle nicht gar so schwer war) und zog sie auf die Stelle zu, wo ich einen Stapel dicker Matten wusste. Da plötzlich hörte ich eine Stimme: „He, wir waren zuerst da! – Hier ist besetzt!“

Claudia begann zu kichern und meine Erregung, meine Sehnsucht, sie, Claudia, unbedingt und jetzt und gleich besitzen zu wollen, sank auf den 0-Punkt. Urplötzlich war ich wieder total nüchtern, völlig klar im Kopf. Alle die für die Vernunft verantwortlichen Lämpchen in meinen Ganglien waren wieder da und leuchteten in jede Ecke meines Gehirns. – Es war vorbei! –
Claudia hakte sich bei mir unter, ich nahm sie in den Arm und wir gingen wieder nach oben. Sie hauchte mir noch einen Kuss auf die Wange und meinte nur: „Aber einen Versuch war es doch wert! – Oder?“ – Ja, es war den Versuch Wert gewesen, doch ich antwortete nichts, denn meine Hormone spielten noch immer verrückt. Es dauerte auch noch eine ganze Weile, bis sie wieder einigermaßen im Lot waren. Doch da war das Fest auch schon zu Ende.
Irgendwann und irgendwie hatte ich sie aus den Augen verloren.
Und irgendwann war sie einfach nicht mehr da, ohne dass ich bemerkt hätte, wohin sie entschwunden war. Sie war einfach weg und blieb auch weg. Ich wusste nicht, dass sie eine längere Auszeit vom Beruf nehmen wollte…
-
Jetzt aber war sie wiedergekommen,
stand einfach da und lächelte mich an, zwinkerte mir zu, als wäre nichts geschehen. Sie war zwar etwas pummeliger geworden, aber immer noch Versuchung pur und jeden Versuch Wert…
.

  • Geschrieben von Kurt
  • Veröffentlicht am 23.12.2017
  • Gelesen: 6914 mal

Kommentare

  • michael471124.12.2017 01:59

    Da möchte ich aber die Fortsetzung lesen! So ganz kurz davor war es bei mir auch mal. Se machte einen Rückzieher als ich ihr im dunklen Raum den Rock hochschob, obwohl sie mir beim Tanz sagte, dass sie es auch möchte, als mein 3. Bein sich an ihrer Scham rieb! 5*

  • Sonnenblume25.12.2017 22:34

    Profilbild von Sonnenblume

    Hey, was soll das, einfach so abzubrechen?? **grins**
    Bitte mehr!!! Ich musste öfters schmunzeln, z.B. über die "Lämpchen die für den Vernunft zuständig waren..", wirklich gut geschrieben!! Und die Musikauswahl ist auch super, nights in White satin passt da herrlich dazu...

  • Kurt26.12.2017 13:58

    Hey Ihr Beiden - ein wenig Geduld bitte ;-) Ich schreibe gerade an "Claudia 2.0" - Wir noch etwas dauern - kommt aber!

  • CS29.12.2017 23:22

    Herrlich geschrieben!! Glückwunsch! Sternchen zurecht!

    Betriebsfeste gab es im alten Versandhaus bis Anfang der 60er. Dann wurden sie wegen zu vieler „Interaktionen mit Folgen“ von Beate abgeschafft. Da gab es noch den extremen Männermangel durch den Krieg!

    Auf allgemeinen „Mitarbeiterdruck“ gibt es Betriebsfeste bei Orion seit den 90ern wieder .. alle 2 Jahre als „Mottoevent“. Einmal in einem Autohaus als „Ballnacht“.. langer roter Teppich mit Fotografen-Blitzlichtgewitter .. unsere Mitarbeiterinnen „schritten“ wie Moviestars!!!

    Ja, die Pärchenbildung im Betrieb bewegt sich in geregelten Bahnen, außerhalb von Betriebsfesten, zumindest nach außen. Auch prominente Führungskräfte haben sich im „Pool“ gefunden.

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