Erotische Geschichten

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Retro – Giesela

3 von 5 Sternen
Unter der Bluse zeichnete sich deutlich ein Gebirge ab. Die beiden Gipfel, ebenmäßig geformten, zwillingsgleichen Vulkanen ähnelnd, konnten nicht natürlichen Ursprungs sein! – Und dennoch waren sie real… sehr real sogar, wie sie so vor meinen Augen erschienen waren. „Da staunst Du, was?“, fragte Giesela lächelnd. Das Motto der Faschingsveranstaltung lautete „Die 50er Jahre“, und dafür hatte sie sich zur Probe schon mal fertig verkleidet. Schon als Kind hatte sie am liebsten „Verkleiden“ gespielt. Und von der Freude daran war jetzt, mit ihren fünfunddreißig Jahren, immer noch eine Menge nachgeblieben. Immer wieder hatte sie mich während unserer Ehe überrascht. Sie beherrschte sie vollendet, diese Fähigkeit zur Wandlung von Heiliger zur Hure und natürlich umgekehrt und überraschte mich ein ums andere Mal mit immer neuen Ideen. Ihre Phantasie schien unerschöpflich. Und wenn es gar um derartige Veranstaltungen ging, dann lief sie zur Hochform auf. – „Mein lieber Mann!“, konnte ich nur stammeln: „Für die Dinger brauchst Du jetzt aber ´nen Waffenschein!“ – „Nö! – Das ist nur die Form. Das war damals so. Ansonsten sind sie wie immer. Kannst ja mal anfassen!“, forderte sie mich auf, nahm meine Hand und drückte sie auf einen der beiden Vulkankegel: „Siehst Du? – Genauso weich wie immer – oder?“ Ja, sie hatte Recht: genau so weich wie immer. Und trotzdem anders. Spielerisch glitt und streichelte meine Hand die Kegel. Sie schmunzelte immer noch, als sie spürte, dass sie damit bei mir genau den richtigen Nerv getroffen hatte. „Das ist ja… das ist ja…“ – „Sag’s ruhig! – Megageil, ist das – nicht? – Versteh’ gar nicht, wie die Dinger aus der Mode kommen konnten. Machen doch ´ne prima Oberweite..“ Sie entwand sich mir und drehte sich etwas seitlich, drückte die Brüste noch weiter vor und meinte dann: „Aber bilde Dir jetzt nur keine Schwachheiten ein.“ – „Und warum eigentlich nicht?“ – „Wie ich Dich kenne, kann ich mein „Darunter“ hinterher erst wieder mühselig zusammenflicken, denn ich befürchte, Du rastest mir aus, wenn Du es erst auf nackter Haut siehst!“ – „So schlimm?“ – „Nicht schlimm! – Aber suuuuper…“ Die Drehung, die sie dabei vollführte, ließ ihren weiten Rock wirbeln und gab den Blick auf ihre tollen, von glänzend glatten Nylons bedeckten Beine frei. Und: hatte ich da nicht ein Stückchen nacktes Fleisch gesehen? – Blitzte nicht ein Stückchen Oberschenkel hervor? – Doch schon war die Drehung beendet und der Rock bedeckte wieder ihre Beine bis zu den Waden, als sei nichts gewesen. – „Und warum zeigst Du Dich mir so, wenn nicht, um mich anzumachen?“ – „Sollst nur mal einen kleinen Vorgeschmack bekommen, was Du in den 50er Jahren so alles versäumt hast! – War mir selbst gar nicht so richtig klar, als ich mir das Zeug bestellte. Aber ich muss schon sagen…“ Sie ließ offen, was sie sagen musste. Doch die Art, wie sie es sagte, sprach Bände der Verheißung. Sie hatte erreicht, was sie erreichen wollte: meine Phantasie war mal wieder angekurbelt und schlug einen Purzelbaum nach dem anderen. Doch ich wusste, sie würde mich zappeln lassen. Bis zu dem „50er Jahre Ball“ würde sie das Zeug wieder in der Versenkung verschwinden lassen, wohl wissend, dass sie bereits jetzt eine gewisse Sehnsucht, eine gewisse Neugierde in mein Hirn gepflanzt hatte, die nicht nachlassen würde, bis sie befriedigt wäre…
Es kam genau so, wie ich es erwartet hatte. Giesela ging nach der ersten Vorführung ihrer „50er Jahre – Verkleidung“ zur Tagesordnung über, erwähnte nichts mehr davon, geschweige denn, dass sie mir nochmals den Genuss gewährt hätte, sie in dem Outfit bewundern zu können oder gar mehr… So ist sie eben…. Doch mir war ebenso klar, dass es nur ein „Aufgeschoben“ war, kein „Aufgehoben“. – Das ist eben das Schöne an ihr: der Spaß an solchen Spielchen…
Und schließlich kam dann auch irgendwann der Samstag, an dem der Ball stattfinden sollte. Wir machten uns in getrennten Zimmern fertig. Eigentlich schade! Denn manchmal ist es mindestens genauso lustvoll, genauso genussvoll einer Frau beim Anziehen zuzusehen wie bei dessen Gegenteil. Doch diesen Genuss versagte sie mir, indem sie mich schon vorher mitsamt meiner eigenen Klamotten des Zimmers verwies. So wartete ich denn, bereits fertig, auf das Erscheinen von Giesela. Schließlich kam sie herein. Und wie sie erschien! Atemberaubend ist ein zu schwaches Wort für das, was meine Augen erblickten. Wie sollte ich diesen Abend nur überstehen, ohne meine Giesela nicht schon auf der Tanzfläche vor den Augen aller Anwesenden zu vernaschen? Sie war Verlockung und Versprechen pur zugleich und kam mir vor, wie eine völlig andere Frau. Eine, die ich zwar vor einigen Tagen, da aber nur ganz kurz und flüchtig, kennen gelernt hatte.
Den ganzen Abend über sonnte sich meine Giesela in den bewundernden Blicken, die sie immer wieder auf sich gerichtet sah. Vor allem dann, wenn sie beim Tanzen den Kopf in den Nacken warf, wodurch die beiden gleichmäßigen „Vulkankegel“ förmlich die Knopfleiste der Bluse zu sprengen drohten. Gott sei Dank waren diese Knöpfe aber noch von Hand angenäht, denn sie taten nicht das, was andere Männer wohl erhofft haben mögen und hielten dem Druck stand. Giesela konnte sich vor Bitten um einen nächsten Tanz kaum retten. Doch entweder ruhte sie aus oder sie tanzte mit mir. Und das war auch gut so, denn sonst wäre ich wohl auch vor Eifersucht geplatzt! - Dadurch, dass sie sich eine Haarverlängerung in Form eines Pferdeschwanzes eingeflochten hatte, wirkte sie blutjung und verhielt sich auch so. So wie eine junge Frau, die gerade erst entdeckt hatte, dass offensichtlich etwas an ihr sein musste, das die Männer verrückt machte. Ihre Augen glänzten unter den langen, seidigen Wimpern, ihre Wangen glühten, der Mund glänzte rot und verlockend… Es machte ihr sichtlich Spaß, dieses Spiel.
„Komm, lass uns gehen… Ich hab genug davon, von Anderen mit den Augen fast ausgezogen zu werden. Das darf nur einer: Du!“, hörte ich meine Giesela mir irgendwann gegen 2:00 Uhr ins Ohr flüstern. Für mich war das wie ein Trompetensignal, das zum Angriff rief. Wie ein lange herbeigesehntes „Ja, ich will!“

Die Wohnungstür war kaum ins Schloss gefallen und das Geräusch davon kaum verhallt, da hatte ich sie schon in meine Arme gerissen und küsste sie leidenschaftlich, presste sie an mich und ließ meine Hände sanft und doch fordernd über ihren Körper wandern. – „Hey, lass mir noch ein bisschen Luft zum Atmen!“, meinte sie lachend, wobei sie sich von mir löste, so dass ich ihre spitzen Brüste nur noch wie streichelnd durch das Oberhemd hindurch spürte, das sie nun begann, aufzuknöpfen, um es mir sogleich abzustreifen. „Jetzt Du!“, raunte sie mir ins Ohr. Das lässt man(n) sich nicht zwei Mal sagen und ich begann mit zitternden Fingern, Knopf für Knopf die Bluse zu öffnen. Wie zufällig glitten meine Handrücken schon mal flüchtig über die so verlockenden Wölbungen, die sich so ganz anders zeigten, als ich sie kannte. Eben wie kleine Vulkane. Doch nicht in ihnen brodelte es, sondern sie verursachten in mir ein Brodeln, gerade so, als wäre es das erste Mal… Ich streifte ihr die Bluse schließlich über die runden, matt schimmernden Schultern, trat einen Schritt zurück und betrachtete das, was so neu an ihr war, so ungewohnt: Auch das „Darunter“ war original aus den 50er Jahren. Sie trug einen silberweiß glänzenden Satin –BH, der mit konzentrischen Kreisen bestickt war, die ihm diese ganz besondere Form verliehen und den ihre Brüste, mühelos und ohne dass auch nur eine Falte zu sehen wäre, ausfüllten. Sanft hob ich die beiden Wölbungen mit meinen Händen etwas an und presste von oben mein Gesicht hinein. Ein angenehmer, kaum beschreibbarer Duft aus Haut, Parfüm, Schweiß und Stoff drang in meine Nase, während meine Hände schon wieder auf der Wanderschaft und Suche nach dem Reißverschluss des Rocks waren, ihn schließlich fanden und nach unten zogen. „Wenn ich den ausziehen soll, dann musst Du mich schon einen Moment loslassen.“, meinte sie lachend. „Ungern, mein Schatz… ungern…“, antwortete ich und drückte noch ein paar sanfte Küsse auf ihren Brustansatz. „Wusste ich doch, wie begeistert Du davon sein würdest.“, meinte Giesela. – „Begeistert? – Begeistert ist gar kein Ausdruck! – Hin und weg bin ich!“ – „Na, dann schau mal, was ich Dir sonst noch mitgebracht habe.“ – Sie hatte den Rock über die Hüften gestreift, ihn zu Boden fall lassen und trat nun heraus: „Was sagst Du dazu?“ – Provozierend langsam drehte sie sich im matten Schein der Stehlampe und bot mir einen atemberaubenden Anblick. Zu dem BH trug sie ein genau dazu passendes Strapsmieder und darunter ein Höschen von gleicher Beschaffenheit.
„Und das ist alles echt aus der Zeit!“, sagte Giesela, die sich weiter langsam um die eigene Achse drehte. An den Strapsen befestigt waren glänzend schwarze Nylons, die in schwarzen, zehn Zentimeter hohen Lackpumps endeten und ihre Waden herrlich betonten und streckten. Giesela machte Anstalten, die Häkchen des BH zu öffnen, um mir einen gekonnten Striptease zu bieten: „Halt, lass… nicht!“, sagte ich heiser. „Nicht? – Du willst mich nicht nackt?“ Wieder lachte sie. – „Nein, heute will ich Dich nicht nackt. Ich habe so lange darauf warten müssen, dass Du mir dieses Outfit vorführst, da will ich mein Weib darin noch eine Weile genießen!“ – „Wie Du meinst, Liebster. Hat schließlich auch ´ne Stange Geld gekostet.“, flüsterte sie.

Wir lieben es beide, ein langes Vorspiel. Wir lieben es, gegenseitig die Erregung anzuheizen, um sich kurz davor wieder zurück zu nehmen. Doch nur, um dasselbe Spiel danach zu wiederholen. Diesmal war das jedoch – zumindest vor dem ersten Mal – recht kurz. – Dafür wurde die Nacht danach umso länger. Und Giesela behielt Recht: es war gut gewesen, bis nach dem Ball zu warten, denn das Set war nach dieser Nacht tatsächlich… sagen wir… „reparaturbedürftig“. Sie kriegte es aber wieder hin und es tat noch ein paar Nächte mehr seinen immer wieder erregenden Dienst…
  • Geschrieben von Kurt
  • Veröffentlicht am 03.01.2018
  • Gelesen: 6270 mal

Kommentare

  • Max03.01.2018 10:01

    Das Gleiche ist nicht immer schön,
    man(n) möchte auch mal andres sehn.
    Erotischer als nackte Haut,
    ist’s wenn aus dem Stoff sie schaut.
    3,0

  • Mona03.01.2018 23:39

    Manch Gedicht ist gar zu öde,
    Klingt als wärs von Kinderhand.
    Sowas ist mir echt zu blöde,
    keinen Stern ich hierfür fand!
    0.0

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