Erotische Geschichten

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Reim: Wege des Schicksals

5 von 5 Sternen
Dann und wann kam es schon mal vor,
dass er sie hier oder dort sah.
Es war wie ein Blick durch ein Tor,
wenn es wieder einmal geschah.

Eines schönen Tages aber
fasste er sich endlich ein Herz.
Da ging er zu ihr hinüber
und richtete den Blick vorwärts.

Er glaubte nicht wirklich daran,
bei ihr eine Chance zu haben.
Doch zog sie ihn in ihren Bann
wie das Funkeln mancher Gaben.

So verschieden sie auch waren,
dem Wunder tat’s keinen Abbruch.
Sie wollte ihn gern erhören,
denn fand er wohl ihren Zuspruch.

Beide hatten ihren Spleen,
doch die Unterschiede schrumpften.
Wie glücklich er war und sie schien.
Es gab nichts, worum sie kämpften.

Für einen ganzen langen Tag
waren sie füreinander da.
Es war halt so, wie man es mag.
Spielt das Leben gern Tombola?

Das kann schon gut und gern so sein,
denn auf den Abschied in der Nacht
folgte kein neues Stelldichein.
Hatte er etwas nicht bedacht?

Sie waren wohl Eintagsfliegen.
Und für diese gilt nun einmal:
Es gibt nur heut und kein Morgen.
Ja, manchmal ist es so banal.


© SILVER RAY 2017
  • Geschrieben von Silberstrahl
  • Veröffentlicht am 24.08.2019
  • Gelesen: 2664 mal

Anmerkungen vom Autor

Dieses Gedicht, das zugegebenermaßen gar nicht so erotisch ist, schrieb ich im Oktober 2017. Dafür ist es aber umso gefühlsbetonter. Und was wäre Erotik schon ohne Gefühle? Der Anlass für diese Verse war ein eigentlich sehr interessanter schriftlicher Austausch mit einer Frau aus meiner Region, welcher irgendwie immer wieder himmelhoch jauchzend begann und dann schlagartig abebbte. … Was für ein Schicksal! ;-)

Hier veröffentlichte ich das Gedicht erstmalig am 06.03.2018 und ließ es am 08.07.2019 im Rahmen einer Neugestaltung meiner erotischen Texte in den Entwurfsspeicher zurücksetzen.

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