Erotische Geschichten

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Nachtschatten

2,3 von 5 Sternen
Vorsichtig öffneten Lara und Svea die Schublade.
"Mach schon. Wenn jetzt jemand reinkommt....!"
"Wer soll denn jetzt reinkommen?! Chill mal... da ... siehst du... die Schatulle..."
Lara übergab Svea eine kleine silberne Kassette, die mit einem Zahlenschloss versehen war und knabberte nervös an ihren Fingerkuppen.

Svea drehte einige Sekunden an den kleinen Zahlenrädchen. Dann sprang der Deckel auf.

"Und ist er drin?"
"Ja... geil..."
Svea hob einen kleinen bronzefarbenen Schlüssel in die Höhe.
"Wahnsinn...ich glaub ja immer noch nicht, dass wir das gerade tun..."
"Gib mir den Duplikator. Denk nicht so viel nach..."
Aus ihrem kleinen Sportrucksack kruschtelte Lara ein flaches elektronisches Gerät und überreichte es Svea. Die blonde, groß gewachsene Schülerin drückte den Schlüssel in eine Öffnung. Es surrte kurz. Dann schmunzelte Svea.
"Super. Wir haben ihn."
Das eben angefertigte Schlüsselduplikat ähnelte dem Originalschlüssel wie ein Ei dem anderen.

Svea legte das Schlüsseloriginal zurück in die Schatulle und verdrehte nun wieder die Zahlenkombination. Dann stellte sie die Kassette zurück in das Schubfach. Alles sah aus wie zuvor.
Svea und Lara grinsten sich an, packten den Duplikator zurück in den Rucksack und verließen den Raum.

*************

Zwei Wochen später saß Rektorin Anneliese Mittelmeister vor der Korrektur ihrer Physikarbeit. Sie war fast fertig. Nur noch zwei Arbeitshefte lagen vor ihr. Sie gehörten Lara Brinks und Svea Könner - zwei.Mädchen, die eher durch ihre Wirkung auf Jungs auffielen, als durch ihre schulischen Leistungen. Und im Fach Physik versuchten beide Schülerinnen sich irgendwie durchzumogeln. Frau Mittelmeister schnaufte tief durch und musste leicht ironisch grinsen, als sie das Heft Laras öffnete.
Zehn Minuten später hatte Frau Mittelmeister die Note 1 unter Laras Arbeit notiert. Es hatte sich nicht ein einziger Fehler darin befunden.
Weitere zehn Minuten später zierte dieselbe Note auch das Heft Sveas. Sveas physikalische Fackenntnis erwies sich in dieser Arbeit als nachgerade genial.
Frau Mittelmeister kratzte sich hinter dem Ohr und beendete ihre Korrekturarbeiten. Es war bereits spät am Abend.

***************

"Schau dir das an, Tom!"
"Nerv nicht, Mann. Ich schau Tennis."
"Nein, Nein...schau dir das hier an...."
Unwillig erhob Tom seinen Kopf von seinem Tablet-Bildschirm und blickte auf den von Tobias.
"Na und... eine Schultür mit 'ner komischen Pflanze davor. Toll..."
"Warte. Schau mal, wer da gleich rauskommt..."
"Sag mal, hast du nichts besseres zu tun, als mich mit solchem Zeug zu langweilen? Da spielt gerade Onkson gegen Larryking...."
"Hier... kennst du die beiden Schnecken?"
"Nö...Mann...du guckst echt ständig nur auf Röcke, oder? Vergiss es. Solche Schnittchen schauen dich doch nicht mal mit'm Hintern an ... schau lieber Tennis..."
"Die sind doch total schnucklig, oder?"
"Und wenn schon...vergiss die Röcke, Mann!"
"Der einzige, der hier auf die Röcke guckt, bist Du, Tom."
"Ha...ach so...dir gefällt mehr das Obenrum, ja?"
"Depp! Obwohl... ja... genau da oben ...die Zeit läuft mit....23 Uhr 47... was machen bitte zwei Schülerinnen um 23:47 Uhr in der Schule?"
Jetzt stutzte auch Tom kurz, obwohl in das Tennismatch auf seinem Tablet nach wie vor mehr interessierte.
"Echt? Mitterbacht? Quatsch! Dann geht halt die Uhr falsch. Wo hast'n das überhaupt her? Filmst du jetzt nachts in der Schule, oder was?"
"Ach, Du Hirni! Das ist ganz einfach die Kamera von der Botanik AG."
"Hahaha...und da filmt Ihr Schultüren, ja?"
"Nein...das ist ein Nachtschattengewächs, das wir da gepflanzt haben. Und wir dokumentieren das Wachstum. Mann! Du hast echt nur Tennis in der Birne..."
"Und dich interessieren die beiden Schnittchen mehr als irgendwelche Nachtgurken..."
Tom widmete sich wieder dem Tennismatch auf seinem Tablet, denn so spannend fand er zwei Schülerinnen vor einer Schultüre dann doch nicht - auch wenn sie zugegenermaßen ziemlich süß waren. Und sa war es ihm auch egal von welcher Uhrzeit die Aufnahmen stammten.
Aber Tobias runzelte die Stirne. Die Uhrzeit der Botanikkamera war immer sehr zuverlässig. Das war seltsam. Sehr seltsam.

*****************

Der Mann im dunkelblauen Anzug schritt seelenruhig über den Schulhof. Im Vorübergehen betrachtete er nahezu unmerklich einige der älteren Schülerinnen, die ihm offensichtlich gut gefielen. Dann betrat er das Schulhaus. Im Eingangsportal kamen ihm Lara und Svea kichernd entgegen. Als sie den Mann bemerkten, versuchten sie so ruhig und cool zu wirken, wie sie konnten. Erst als sie das Schulhaus verlassen hatten, hörte der Mann die ausgelassenen Stimmen der beiden Mädchen wieder.
"Ne glatte 1 Ist das geil!""
"Komm, wir geh'n 'n Eis essen. Ich spendier's dir!"
"Also ich find Physik ist ja echt sowas von easy...hihi..."

Die Stimmen entschwanden. Der Mann ging die breite Schultreppe hinauf. Er hörte Schritte. Ein Mädchen, vertieft in ihr iPhone schritt langsam die Treppe hinunter. Der Mann beobachtete ihr Spaghettiträgershirt und ihre engen Jeans. Er mochte ihre langen, auf den Schultern tänzelnden dunkelblonden Haare. Als sie an ihm vorbeigegangen war, blieb er stehen und sah musternd auf die Bewegungen ihres Pos beim Treppenabstieg. Seinem Blick war anzusehen, dass es ihm jetzt sehr viel Spaß gemacht hätte, diese Jeans von den knackigen Oberschenkeln zu schälen. Aber das war natürlich nicht möglich. Er drehte sich wieder um und ging nun weiter die Treppen hinauf bis zum Rektorat. Er klopfte an die Furniertüre.
"Komm rein" ertönte kurz und verbindlich die Stimme von Frau Mittelmeister.
Der dunkelhaarige Mann im gepflegten, schlank geschnittenen Anzug trat ein.

***************

"Voll lecker das Eis hier" Tobias war begeistert.
"...und dann zieht der Onkson den Return da kerzengerade rüber und..." Tom musste unbedingt vom gestrigen Tennismatch berichten, obwohl sich Tobias herzlich wenig dafür interessierte.
"Ey, das Erdbeereis ist der Oberhammer...ou..apropos Hammer ... Hoppla! Kennst du die Beiden...?"
Tobias blickte fast schon hypnotisch zur Eistheke, an der sich eben Lara und Svea eingefunden hatten.
"Onkson und Larryking? Kennt doch jeder..."
"Nein, DIE beiden Honighummeln da..."
"Oh Typ, ey...schon wieder Röcke, Mann?" lästerte Tom, ohne überhaupt hinzuschauen.
"Mann Du Tennisjunkie. Guck halt mal hin! Das sind die beiden Mitternachtsschnitten aus meinem Nachtschattenvideo!"
Widerwillig drehte sich Tom um und erblickte die beiden adrett gekleideten Mädchen mit dem Rücken zu sich an der Eistheke. Der Anblick ließ ihn keineswegs kalt.
"Hey, gar keine ..Röcke, sondern Hosen ... schon ziemlich knackige Ärschchen, was?"
"Mensch Tom, ich red nicht davon, wie die aussehen. Ich red drüber, dass die auf meinem Botanikvideo nachts um 23 Uhr 47 in der Schule auftauchen."
"Hmmm...um Mitternacht könnten die mir auch gerne begegnen...aber nicht unbedingt in der Schule...."
"Oh Typ ... guck weiter Tennis ..."

Tom und Tobias beobachteten, wie Lara und Svea, bestückt mit zwei riesigen, gut gefüllten Eiswaffeln die Eisdiele verließen. Für Sekundenbruchteile trafen sich Tobias' und Sveas Blicke. Er war begeistert von ihren hellgrauen Augen.Sie registrierte ihn kaum und schleckte an ihrem Eis.

"Komm, wir schauen mal, wo die hingehen..." Tobias stand schon auf, bevor Tom überhaupt reagieren konnte.
"Hast du sie noch alle? Willste denen jetzt hinterherlaufen oder was?"
Tobias antwortete nicht. Er war schon drei Schritte weit weg von Toms Tisch.
Tom schüttelte den Kopf und schnaufte: "Oh Mann. ..nur wegen so zwei Ärschchen, ey..."

*******************

"Irgendwelche Neuigkeiten, die wichtig für deinen Kollegen vom Oberschulamt wären?"
"Ja, Robert, " lächelte Anneliese Mittelmeister, "meine Oberstufenschülerinnen Lara Brinks und Svea Könner haben sich ganz offensichtlich Zugang zum Tresor mit den Prüfungsunterlagen verschafft."
Robert Opdendonk, der nicht nur in seiner Funktion als Oberschulamtsdirektor ein sehr gutes Verhältnis mit der hübschen, zierlichen Anneliese Mittelmeister unterhielt, zog eine Augenbraue nach oben.
"Hast du dafür Beweise, Anni?"
"Beide haben eine glatte 1 in Physik...statt der üblichen 4 oder 5."
"Ein Beweis ist das noch nicht."
"Und Fingerabdrücke auf der Tresorschlüsselschatulle...wären das Beweise?" lächelte die hübsche Rektorin.
"Mir gefällt, wenn du dieses diebische Schmunzeln aufsetzt. Was hältst du heute Abend von französischer Küche?"
"Mit Dir gehe ich ohnehin überallhin, Robert. Das weißt du..."
"Wie praktisch, dass dein Mann für ein paar Tage beim Seminar ist..." grinste Opdendonk breit.
"...zu dem ihn das Oberschulamt eingeladen hat..." führte Frau Mittelmeister den Satz schlüssig zu Ende und beugte sich weit über ihren Schreibtisch. Dann hauchte sie mit ganz und gar unpädagogischer Stimme: "Und... ist der Oberschulamtsdirektor mit seiner Rektorin zufrieden?"
"Sehr zufrieden, Süße.." Der smarte, schlanke und sehr gut aussehende Mann erwiderte die Bewegung seiner Freundin noch nicht. Stattdessen schmunzelte er und legte seinen Zeigefinger an seine Unterlippe.
"Mir ist da eben im Treppenhaus ein Mädchen entgegengekommen."
"Soso ..." grinste die Rektorin wissend zurück, "ein Mädchen, also? Sehr natürliche Ausstrahlung, zierlich, aber durchaus mit hübsch wippenden Shirt...so eine, die man gerne mal aus der engen Jeans schälen würde...?"
"Kennst du sie?" Die dunkelgrünen Augen des smarten Oberschuldirektors leuchteten.
"Nein, keine Ahnung. Ich kenne nur deinen Geschmack."
"Braves Mädchen. Also, zeig doch mal die Übersicht der Schülerinnen in deinem Computer. Dann finden wir das nette Mädchen doch bestimmt.
Anneliese Mittelmeister tippte auf ihrer Tastatur einige Buchstabenkombinationen.

**************

"Ich bin mir nun sehr sicher, dass an den Biografien des Führungspersonals unserer Schulen Manipulationen vorgenommen wurden. Es ist nicht auszuschließen, dass in großem Stil Personen eingeschleust wurden, die gar nicht die erforderlichen Qualifikationen besitzen, um Schulen zu leiten ...oder überhaupt zu unterrichten."
Ministerialdirigent Doktor Öffelberger berichtete engagiert und stolz über seine Ermittlungsergebnisse.
Der Minister nickte ernst: "Soso....hmmm...und von welchen Dimensionen reden wir hier?"
"Bis zu 200 Personen. Ich gehe davon aus, dass da ein ganzes Netzwerk agiert. Mafiöse Strukturen würde ich sagen. Unsichtar. Eine Art Nachtschattengewächs direkt unter und zwischen uns.Es könnte sein, dass einige ehrenwerte Familien da ihren eigenen Kindern durch williges und höriges Lehrpersonal zu Bestnoten und fantastischen Schulabschlüssen verhelfen. Und damit breitet sich die 'Krake' in immer weiter gestreuten Führungspositionen der gehobenen Gesellschaft aus. Es ist also davon auszugehen, dass da einige 'Paten' ihren hörigen Gehilfen zu einer Schulkarriere verholfen haben ...und ... jetzt werden Noten und Karrieren verschoben...ein Sumpf aus Korruption."

Der Minister blickte streng und warf seine Stirn in Falten.
"Aber würde man es nicht bemerken, wenn da gewissermaßen ein einfältiger Barmädchen als Rektorin tätig ist? Die hat dann ja von Tüten und Bla... naja, jedenfalls... keine Ahnung."
"So naiv dürfen wir uns das nicht vorstellen. Natürlich sind da intelligente Leute am Werk, die ihre Interessen schlau und mit viel krimineller Energie umsetzen."
"Das ist alarmierend, Herr Doktor Öffelberger."
"Ja, das ist es."

Der Ministerialdirigent war zufrieden, das Gehör des Ministers erhalten zu haben.
Und der Minister ließ keinen Zweifel an seiner Entschlossenheit, zu handeln.
"Legen Sie mir alle Erkenntnisse und Namen vor. Ich werde eine Säuberungskommission einsetzen. Würden Sie diese leiten -zusammen mit meinem Stabschef?"
"Herrn Opdeldonk? Selbstverständlich. Sehr gerne."

***************

"Na toll, wir sitzen im Park hinter einem Strauch und schauen Schulmädchen beim Eisessen zu. Du hast sie dich nicht mehr alle!"
Tom hatte nicht das geringste Verständnis für den Eifer, den Tobias dafür entwickelte, sich selbst sein Nachtschattenvideo zu erklären.
"Wir müssen näher ran. Ich will hören, was die reden!" Tobias wollte mehr.
"Das kannst du alleine machen, Mann." Tom wollte nicht mehr.
Tobias kruschtelte in seiner Schultasche und zauberte ein Frisbee hervor.
"Willste jetzt mit denen Frisbee spielen?"
"Nein. Aber du triffst doch'n Apfel auf 100 Meter, du alte Sportskanone...vielleicht triffst du ja auch eine Eiswaffel..."
Tobias hielt Tom die Frisbeescheibe unter die Nase.
Tom verdrehte die Augen.
"Oh Mann, warum gehst du nicht einfach hin und fragst sie, was sie nachts in der Schule tun. Vielleicht verraten sie dir dann, dass sie Nachtschattengewächse nachts gießen...oder so."
"Eben. Die Wahrheit erfahr ich so bestimmt nicht."
"...toll ... aber mit ner zerschossenen Eiskugel vertrauen sie sich dir natürlich offenherzig an..."
"Lass mich das regeln. Wirf jetzt einfach das Ding. "
"Hmmm...wenn ich etwas tiefer Ziele, dann treff ich auch hübsche Kugeln..."
"Das Eis. Tom. Einfach nur das Eis!"
"Jaja...also Gut. Also, was tut man nicht alles für einen völlig durchgeknallten Kumpel."

**************

"Anne Micker"
"Schwächstes Schulfach?"
"Mathe. Aber nicht grottenschlecht. Unterer Durchschnitt."
Die Rektorin blinzelte auf ihren Monitor und betrachtete dann die leuchtenden Augen ihres Besuchers.
""Die scheint dir ja sehr zu gefallen, die drollige Anne."
"Die wär was für ganz oben... die Ansprüche unserer Führungsetage steigen und steigen."
"Ach ja? Sprichst du Sa aus eigener Erfahrung, Robertchen?"
Die Augen Opdendokns wanderten nun an der Bluse seiner Komplizin nach unten.
"Anni, ich ich würde dich jetzt sehr gerne da drüben auf dem Schreibtisch in unsere neuen Arbeitstechniken einführen"
"Du bist ein kleiner, geiler Nimmersatt.., hast du mich deshalb zur Rektorin gemacht?"
"Ja, Frau Mittelmeister, wenn Sie jetzt bitte ihre Bluse und ihren Rock ablegen würden..."

***********

"Volltreffer!"
Während Tom noch mit einer Hand begeistert die Flugbahn der Frisbeescheibe direkt in Laras Walnusseiskugel nachzeichnete, rannte Tobias den Mädchen entgegen.
"Oh, Entschuldigung. .. oh nein, voll ins Eis...das tut mir echt Leid...." rief er unentwegt.
Lara stand da wie vom Blitz getroffen. Das Eis hatte sich weitläufig über ihr Shirt verteilt. Es war Svea, die nun in Rage geriet.
"Hey Mann! Könnt ihr nicht woanders spielen? Das ist'n ganz neues Shirt. Und das Eis...ohhh, echt jetzt...."
Das war genau die Reaktion, die sich Tobias gewünscht hatte.
"Tut mir furchtbar Leid! Ich zahl natürlich ein neues Eis... und die Reinigung..."
Lara war immer noch etwas konsterniert.
"Nein...äh...schon gut...äh...ich werd eh zu dick von Eis..."
"Quatsch! Das kann er dir ruhig zahlen" fiel ihr Svea ins Wort.
"Ja natürlich, mach ich gerne. War ja auch meine Schuld..."
"Nein, meine...!: tönte plötzlich Tom von hinten, " war mein Wurf, sorry Ladies...für die ganzen Flecken auf den..äh..."
Tom betrachtete das Eis auf Laras Shirt etwas zu genau. Er bekam rote Ohren von den Wölbungen, die dort auch einem Sehbehinderten aufgefallen wären...holla, die Waldfee...dachte er zwar leise, aber seine Augen sprachen Bände.
"Verguck dich nicht, Kerl!" lästerte Svea. "oder hast du vor, Lara das Eis vom Top zu schlecken?"
Tom antwortete nicht. Aber die Idee fand er ausgezeichnet.

****************

Drei Tage später wühlte sich der Minister durch den Bericht und die Ermittlungsergebnisse seines Ministerialdirigenten. Konzentriert, aber gelassen sorgte er zugleich dafür, dass über seine Freisprechanlage ein Telefonat zu Stande kam.

"Ja, Opdendonk hier,"
"Hallo Robert. Unser Oberdetektiv hat sich ja ziemlich reingehängt.."
"Ah, hallo Fred. Hast du was von ihm bekommen?"
"Ja, ich les grad alles, was er hat. Recht dünn...aber ambitioniert, das muss man ihm lassen. Natürlich zieht er die völlig falschen Schlüsse. Aber wir werden einige Leute aus der Schusslinie nehmen müssen."
"Wen denn?"
"Ich geb dir die Namen später. Er denkt, eine Art Mafia versucht die eigenen Kinder karrieremäßig zu begünstigen und sich überall auszubreiten. Ist eine nette Theorie. Lassen wir ihn in dem Glauben."
"Ja, sehr gut."
"Wie war's mit Anneliese?"
"Oh, du kennst sie. Sie ist der Wahnsinn."
"Gut, hab ihr nämlich noch ne extra Gratifikation und nen neuen Sportwagen zukommen lassen.Darfst sie gerne mal wieder mitbringen...vielleicht wieder mit neuen Talenten im Anhang?!"
"Wie haben dir denn die beiden Süßen bei eurer Führungsorgie gefalken? Noch ganz schön undressiert, was?"
"Super, Robert, super! Wie Ihr das immer macht...!... Bilden wir die dann eigentlich auch zu Rektorinnen aus?"
"Nein, die brauchen wir in der Verwaltung. Unsere Strukturen wachsen sehr rasch..."
"Oho...na, in dieser Verwaltung muss ich mich dann auch mal umsehen. So stell ich mir Umschulung vor...hahaha..."

Es klopfte.
"Moment mal, Robert...ja, herein..."
Die Türe würde geöffnet. Neben einer adrett gekleideten Dame trat eine langhaarige hübsche Mitzwanzigerin ein. Sie trug einen knielangen engen schwarzen Businessrock und eine hellbeige Bluse.
"So, das ist nun Tika. Wir haben ja um 11 Uhr den Termin zur Einweisung in ihre neuen Tätigkeiten." sagte die Dame.
"Guten Tag" grüßte Tika sehr höflich und zurückhaltend.
"Äh, ja... sehr ...lecker ....mhhh... Tika... Frau Schmidt wird dir gleich mal aus diesem Rock helfen... Robert, du hörst, ich bin beschäftigt...die neue Mitarbeiterin hat die Vorausbildung bei unserem Führungsstab durchlitten...äh...durchlaufen... und ich werd sie mit unserer köstlichen Frau Schmidt zusammen intensiv weiter fortbilden..."
"Gut, dann stör ich nicht länger. Du kannst mir die Neue ja bei nächster Gelegenheit auch mal vorstellen..."
"Klar, Robert, mach ich... und wie gesagt...denk an neue Talente..."
"Ja, bis dann..."
"Bis dann, Robert, bis dann..."



Fortsetzung folgt







  • Geschrieben von Echt_nett
  • Veröffentlicht am 04.06.2017
  • Gelesen: 6312 mal

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