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Lust auf Sommer - Perspektivwechsel

4,6 von 5 Sternen
Lust auf Sommer – Perspektivwechsel

Als sie den Schlüssel aus der Handtasche kramte, fiel er ihr runter und da sich das Gewitter anscheinend direkt über ihrem Haus zusammenbraute, wurde sie klitschnass. In Sekunden natürlich. Sie fluchte laut, denn dieser beschissene Tag wollte einfach nicht enden. Sie bückte sich, um den Schlüssel aufzuheben. Ein Wunder, dass sie nicht nach vorn fiel und sich den Kopf einschlug, oder sonst was Dämliches. Sie war aber auch geladen. Ihr Chef hatte sie mal wieder mit absoluter Entscheidungsverweigerung auf die Palme gebracht. Sie hasste Vorgesetzte, denen für die einfachsten Entscheidungen der metaphorische Arsch in der Hose fehlte. Schien eine neue Masche zu sein, dass auf diesen völlig überteuerten Managerseminaren das Führen abtrainiert wurde. Anders konnte sie sich die Situation in vielen Firmen nicht mehr erklären. Sie schüttelte sich innerlich. Schnell schloss sie die Tür auf und schlüpfte hinein. Als erstes kickte sie die dunkelroten High Heels von ihren geplagten Füßen. Wütig warf sie ihre Handtasche von Weitem auf das ledernde Sofa.

Treffer. Yes!

Nur in schwarzem Rock, weißer Bluse und Halterlosen schlich sie auf Zehenspitzen zum großen Fenster. Sie wollte Lüften. Bisher hatte sie wenig Licht angeknipst, als sie aus dem großen Terrassenfenster sah, leuchtete ein gewaltiger Blitz am Horizont auf, der die Wolken ganz kurz in schwarz-lila-blaues Licht tauchte. »Wie schön«, hauchte sie leise gegen die Scheibe. Ihr Atmen legte sich auf das Glas und verschwand ganz sanft wieder. Sie liebte Wetterextreme. Sehr sogar. Aber von hier unten würde sie nicht viel sehen, dachte sie und rannte wie ein kleines Mädchen in den ersten Stock, um dort auf den Balkon zu gehen. Sie öffnete die Balkontür nicht einfach, sie riss sie auf und trat in diesen gewitternden Sommerabend. Sie atmete tief ein und schloss die Augen. Der Regen roch nach Erde, nach den blühenden Blumen und dem Feld, welches unweit des Hauses ebenfalls in voller Blüte stand. Sie hörte nur das bebende Grollen des Donners, es grummelte latent bedrohlich, fand sie. Sie liebte es. Der Abend war warm, trotz des Wetterumschwungs. Sie öffnete an beiden Handgelenken die Knöpfe der Bluse und schob die Ärmel etwas nach oben.

»Ach was solls«, flüsterte sie vor sich hin und öffnete die Bluse komplett, zog sie aber nicht aus. Ihr weißer Spitzen BH, klebte leicht auf der Haut, da der Tag nicht nur nervig, sondern auch verdammt warm gewesen war. Beide Hände umfassten die Brüstung, der Stoff der Bluse wehte im Wind leicht nach hinten, ihr Hintern wippte leicht nach vorn und hinten, erwartungsvoll, wann der nächste monströse Blitz sich zeigen würde. Und da war er, kurz zuckte er direkt vor ihr auf und brachte heftigen Regen und einen lauten Donner mit.

Aus dem Augenwinkel nahm sie auf dem Nachbargrundstück etwas wahr. Der nächste Blitz zuckte in dem Moment auf, in welchem ihr Blick sich auf den Mann von nebenan legte. Ihre Neugierde war geweckt, denn anscheinend genoss er das Gewitter genau wie sie. »Moment mal«, hauchte sie leise und versuchte ihn mehr zu fokussieren. Ja, er stand im Regen, kein Thema, mochte sie auch gern. Ja, er stand im Dunkeln, denn aus seinem Haus kam kein Lichtschein hervor. Gut, auch nicht wild, dachte sie.

Aber …

War er? Sie zog die Augenbrauen zusammen und biss sich auf die Unterlippe. Konnte das sein? War er wirklich? Ein Blitz flackerte erneut über den Horizont und sie sah mit gekräuselter Stirn nach drüben, um mehr erkennen zu können. »Er ist nackt«, bestätigte sie lediglich für sich selbst und duckte sich etwas ab, da sie nicht wollte, dass er sie sah und sich vielleicht zurückzog. Es regnete heftig und der Abend war da, es war nicht mehr richtig hell, aber auch noch nicht dunkel. Hinter den Wolken ging die Sonne sicher bald unter. Um nicht gesehen zu werden, hockte sie sich hin, was aber aufgrund des engen Rocks unbequem war. Schnell zog sie ihn über ihren Hintern und warf ihn ins Schlafzimmer. Egal, wo er landete, denn ihre Neugierde war auf eine sehr erotische Weise von ihm geweckt worden.

Ja, sie waren sich schon oft begegnet. Schließlich waren sie Nachbarn. Er war vielleicht zehn Jahre älter als sie, sah aber gut aus, da er anscheinend etwas für seine Fitness und für seinen Geist tat. Güte. Wann immer sie auf ihn traf, musste sie an die Eigenschaft Güte denken. Irgendwann hatten sie sich auch mal länger unterhalten, da dachte sie im ersten Augenblick, dass er naiv war, aber sie revidierte sich schnell, denn sie kannte das zu gut. Diese Gesellschaft da draußen verwechselte Freundlichkeit oft mit Naivität, oder schlimmer, mit Dummheit. Sie kam nicht dazu, sich mehr Gedanken über ihn zu machen, denn er …

Legte seinen Kopf in den Nacken und öffnete seinen Mund. Er sah in diesem Moment unglaublich sexy, natürlich und animalisch zugleich aus. Der Regen umgab ihn, prasselte regelrecht auf ihn ein und dann wanderten seine Hände über die regennasse Haut. Ihre Hüften zuckten, Verlangen stieg in ihr auf. Die Szene fesselte sie und ihre Mitte begann sich zu regen. Sekunden später umfasste er seine Männlichkeit. Der Regen prasselte wie verrückt auf ihn ein, sie konnte ihn nicht komplett erkennen, was diese Situation noch viel geiler für sie machte, denn das, was sie sah, reichte ihr völlig, der Rest durfte gern auch Fantasie sein, fand sie.

Während seine Hand an seinem Schaft langsam und genüsslich auf und abstrich, lag ihre Hand auf dem String und schlüpfte darunter. Kurz schloss sie die Augen, denn der Wind drückte gegen ihren Körper und der Regen traf sie ebenso wie ihn. Ihre Bluse war an vielen Stellen bereits nass, ihre Haut von einer Gänsehaut überzogen. Wie gebannt beobachtete sie, wie er seinen Hintern streichelte und sich zeitgleich den Schwanz massierte.

»Mhhhh«, stieß sie schwer atmend aus, weil sich ihre Finger kreisend auf ihrer empfindlichsten Stelle bewegten. Sie zärtlich umspielte und reizte. Im Vergleich zu ihrem Körper, fühlte sich die Hand an der Klit richtig warm an. Kurz schloss sie die Augen, sie wusste, dass es ihm ähnlich, wenn nicht genauso gehen musste. Ob er auch mit geschlossenen Augen dieser wilden Situation trotzte? Ob seine Hände auch so warm auf der regennassen Haut lagen? Am liebsten würde sie zu ihm rübergehen. Sie würde diesen Oberkörper anfassen und liebkosen wollen, sich vor ihn knien, um ihn aufzunehmen. Oh ... Sie musste aufpassen, nicht zu kommen, schließlich wurden ihre Finger flinker. Sie nahm ein wenig Druck raus, verlangsamte die Bewegungen an ihrer Mitte.

Wie gebannt versuchte sie jede noch so kleine Nuance Bewegung an ihm wahrzunehmen, denn er war in dieser Situation Erotik pur. Er ließ von sich ab und sie war drauf und dran laut zu protestieren, aber sie machte es ihm nach und ihre Finger ruhten im String. Der Regen zog weiter, der Himmel brach leicht auf, die restliche Abendsonne kämpfte sich nochmal mühsam durch die Wolken.

»Worauf wartest du«, zischte sie, da sie diese Pause von ihm als sehr quälend empfand. Die Zeit zog sich und sie wurde ungeduldig. Komische Situation, dachte sie, aber so verdammt heiß, dabei sah sie sein Geschlecht nicht mal, denn dazu war er zu weit von ihr entfernt, was aber der Erotik in keinem Fall schadete. Das hier war Voyeurismus pur und sie war die Voyeurin. Dass es so sein würde, hätte sie nicht gedacht. Das hier war eine Premiere für sie. Während sie darüber nachdachte, wie verwerflich ihr Verhalten wohl sein mochte, sah sie, dass er anfing sich am Anus zu stimulieren. Wenig später glaubte sie ein Stöhnen von ihm zu hören und ihre Finger spielten wild an ihrer Mitte, während die freie Hand ihre Brustwarzen zwirbelten. Ihr Atmen wurde schneller, ihr Körper zuckte vor Geilheit und sie bemerkte vor lauter Lust nicht, dass sie ebenfalls laut stöhnte, während das Gewitter sich erneut über ihr und auch sein Haus entlud.

Sie sah, wie er seinen Schwanz umfasste, wie er diese seidige Erektion hart bearbeitete. Und als er sich hinkniete, um seinen Anus zu fingern, und sich zeitgleich einen runter zu holen, ließ sie diese Welt, diese Situation und den Platz auf dem Balkon kurz los, um kommen zu können. Um nicht laut zu schreien, presste sie ihre Kiefer hart aufeinander.

Ihr Körper verkrampfte sich und dann kam sie tief im Gefühl…

Erschöpft, befriedigt und lächelnd sank sie nach hinten. Sie blieb noch eine Weile auf dem Balkon. Wahrscheinlich genau so lange, wie er noch auf seiner Terrasse saß, während der Regen seine Lust davontrug.

Ähnlich wie der Wind ihr unterdrücktes Stöhnen mit sich nahm ...
  • Geschrieben von Blackraven78
  • Veröffentlicht am 15.06.2019
  • Gelesen: 12677 mal
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Kommentare

  • Herjemine16.06.2019 11:26

    Profilbild von Herjemine

    Danke Blackraven78, du hast es geschafft mich zu inspirieren. So viele schöne Details die man ausbauen kann, ein nahes Feld, die Lust sich zu zeigen, Lust auf sehen.
    Mir gefällt es wie du die Dinge siehst, deine Beobachtungen, das , was dann mit der Nachbarin passiert, wie sie sich selbst dem Gefühl hingibt.
    Da könnten wir noch einiges zusammen anstellen, wenn du Lust und Zeit hast ;-)

  • Herjemine16.06.2019 11:29

    Profilbild von Herjemine

    "Heiß"habe ich vergessen "sehr heiß" ;-)

  • Mone16.06.2019 13:37

    So was Schönes , DANKE ?

  • Blackraven7816.06.2019 20:07

    Profilbild von Blackraven78

    Hallo ihr zwei ...

    freut mich sehr, wenn euch meine Gedanken zu Herjemines Geschichte gefallen haben. Es hat danach gerufen, passend zu antworten, weil alles beobachtet wurde.
    Grundlegend waren da viele Ideen. So viele Möglichkeiten.

    Die schüchterne Nachbarin. Der Nachbar. Das Paar.

    Oder eben so, wie es geworden ist.

    :•)

    Ganz liebe Grüße an euch und Danke! Herjemine, für die Offenheit, es schreiben zu dürfen.

    Liebe Grüße

    Blackraven78

  • Herjemine16.06.2019 21:26

    Profilbild von Herjemine

    Ich muss danken, das du dir die Mühe gemacht hast und die Nachbarin mit ins Spiel gebracht hast. Einfach wunderbar dein Teil dieser Geschichte.

  • LuckyBen18.06.2019 09:33

    Profilbild von LuckyBen

    Wundervoll!
    Mehr ist dazu nicht zu sagen. 5*
    LG
    Lucky

  • Blackraven7818.06.2019 16:45

    Profilbild von Blackraven78

    Lieber LuckyBen,

    welche schöne Worte.

    Hab Dank!

    Blackraven78

  • doreen25.06.2019 06:08

    Fantastisch

  • Blackraven7825.06.2019 09:26

    Profilbild von Blackraven78

    :•)

  • Claude31.08.2019 20:43

    Das hast du wundervoll ge- und beschrieben. Beider Lust ist beim Lesen spürbar. 5 Sterne absolut zwingend-

  • Blackraven7831.08.2019 22:42

    Profilbild von Blackraven78

    Liebe Claude,

    vielen Dank für Dein schönes Feedback! Die Ausgangsstory ist von Herjemine: Lust auf Sommer. Daraus entstand diese Geschichte.

    Liebe Grüße

    Blackraven78

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