Erotische Geschichten

Bitte melden Sie sich an

Layla (11)

4,7 von 5 Sternen
Aus gegebenem Anlass möchte ich hinweisen, dass die Veröffentlichung dieser Geschichte auf anderen Portalen, ohne Angabe der Quelle und des Autors verboten ist und strafrechtlich verfolgt wird.

Am nächsten Tag blieb Jörg in der Firma bis Layla zurückkam. Sie war mehrere Stunden im Stau gestanden und hatte die Lenkzeit überschritten. Müde wollte sie zeitig ins Bett und da er den Frühstückstisch noch deckte, war sie bereits eingeschlafen als Jörg in das Schlafzimmer kam.
Morgens musste er sie wachküssen. Leon und Lea freuten sich, als Layla sich an den Frühstückstisch setzte und die beiden zuvor noch umarmte.
Arbeit gab es im Büro genügend, Layla und Jörg gingen erst sehr spät nach Hause. Tanja hatte mit ihren Kindern schon gegessen, sie kamen noch herunter um Gute Nacht zu sagen.

Kaum lagen die beiden im Bett fragte Layla traurig: „Hast du mit Tanja gevögelt?“

„Layla - Tanja hatte zu tun um Leon und Leonie zu beruhigen, an die neue Umgebung zu gewöhnen und sicherlich andere Dinge im Kopf, als mit mir zu schlafen“.

„Woher kommt dann der Fleck in deinem Bett?“

„Liebling ich musste mir den Rücken mit Salbe eincremen und habe mich dann ins Bett gelegt. Normal schlafe ich auf der Seite, zumindest bis die Salbe eingezogen hat, aber da habe ich mich mal auf den Rücken gedreht und dabei ist das Zeug ans Betttuch geraten. Riech mal daran, dann merkst du gleich was das für ein Fleck ist. Hoffentlich geht der beim Waschen wieder raus“.

Er rutschte zur Seite und legte den Fleck frei. Natürlich war der von Tanja, aber Jörg hatte vorsichtig Salbe darauf verteilt, wollte das Laken auch nicht austauschen, da es sonst noch auffälliger gewesen wäre. Layla schnupperte leicht daran, verzog das Gesicht und küsste ihn erleichtert.

„Liebst du mich?“

„Das weißt du doch, aber wenn du mir immer solche Fragen stellst, frage ich mich was in deinem schönen Köpfchen alles vorgeht. Was hast du überhaupt in den zwei Nächten alleine gemacht? Vielleicht hast du einen hübschen Kollegen oder einen Fernfahrer getroffen, der dich geliebt hat.“

Zu seiner Überraschung blickte sie starr geradeaus. War doch etwas geschehen?

Dann sah sie ihn ernst an: „Ich habe mich mit meiner Familie getroffen. Am ersten Abend ist Papa mit meinem Bruder und meiner Schwester zu mir an den Lastwagen gekommen. Am zweiten Abend hat er mich abgeholt und wir sind zu Mama in unsere Wohnung gefahren.“

„Und deine Mama?“, fragte er erstaunt.

„Mein Papa hat zu ihr gesagt, er freut sich, dass du mich liebst. Wenn sie dich nicht akzeptiert, wird er sie verlassen, so wie Tanja ihren Horst. Das will Mama nicht und deshalb hat sie mich eingeladen. Aber sie war nicht glücklich, weil sie dich nicht kennt. Bei uns zuhause ist es üblich, dass der Mann zuerst Mama und Papa fragt, ob er das Mädchen küssen darf“.

Jörg lachte. „Layla – wo ist dein zuhause? Da wo du geboren bist, da wo du aufgewachsen bist, oder hier, wo du mit mir lebst? Was wäre passiert, wenn ich deine Mama gefragt hätte, ob ich dich küssen oder lieben darf? Sie hätte niemals ja gesagt. Du wärest vermutlich immer noch die zugenähte Verfluchte, ängstlich, mit Schmerzen und ohne Liebe. Soll ich mit zu deinen Eltern fahren und deine Mama um Genehmigung bitten, dass ich mit dir in einem Bett schlafen darf und dich so lange nicht mehr berühren? Wenn sie nein sagt, was machen wir dann? Wirst du mich verlassen und dir einen anderen Mann suchen, der deiner Mama gefällt?“

Sie dreht sich ihm zu. „Nein, auf keinen Fall, aber meine Mama mag mich nicht und kann uns auch noch verfluchen“.

„Na und? Wenn sie es wollte, hätte sie es schon längst getan. Und wenn sie es getan hat – was ist passiert? Gar nichts, denn der Aberglaube zählt vielleicht in deiner Heimat wo du geboren bist, aber nicht hier. Hör bitte endlich auf an Dinge zu denken, die in Somalia passiert sind. Was hat der Fluch der Beschneiderin hier für einen Wert? Gar keinen. Das war einfach ein böses Weib, die wütend auf dich war, weil du sie verletzt hast und sich dann mit allen Möglichkeiten rächen wollte. Wenn deine Mutter genauso ist und ihre eigene Tochter nicht liebt, dann soll sie dich verfluchen. Ich werde dich gegen den Fluch schützen und wir werden genauso weiterleben wie bisher, ob das deiner Mama gefällt oder nicht. Bitte vergesse endlich deine Kindheit und denke an die Gegenwart hier wo du lebst und an die Zukunft, was wir noch alles machen und erleben können.“

Er nahm sie genauso in den Arm und drückte sie gegen sich, wie damals im Werk, als sie von ihrer Mutter beschimpft worden war.

Sie atmete erleichtert auf, kuschelte sich in seinem Arm. Dann bekam er einen Kuss. „Du hast Recht. Ab sofort denke ich nicht mehr an die Beschneiderin, sondern nur noch an dich und das was du mit mir getan hast. Bitte liebe mich jetzt“.

„Layla sehr gerne, aber mir schmerzt immer noch der Rücken. Wir können es zwar machen, aber nicht so wie du es gewohnt bist.“

Sie lachte. „Hat Horst sich gerächt für das was du mit Tanja gemacht hast?“

„Wenn der das wissen würde, hätte er mich wahrscheinlich umgebracht. Komm, wir wollen es vorsichtig probieren“.

Layla zog ihm die Hose aus und begann seinen Mast mit beiden Händen in Form zu bringen. Natürlich kam der Erfolg schnell. Sie beugte sich über ihn und umschloss die Eichel mit dem Mund. Ihre Zunge glitt suchend über die Spitze, drang in die Öffnung ein und streichelte zärtlich. Das gefiel Jörg natürlich gut. Er begann zu stöhnen und Layla machte weiter, schob die Vorhaut zurück und saugte an der Eichel, fuhr mit einer Hand am Schaft immer wieder auf und ab, während sie mit der anderen seine Hoden und die dahinterliegende Stelle zwischen den Beinen streichelte. Sie war in eine gute Schule gegangen und eine gelehrige Schülerin, ging es Jörg durch den Kopf. Er musste sich beherrschen um nicht schnell zum Höhepunkt zu kommen. Deshalb tastete er nach ihr.

Sie verstand sofort, was Jörg wollte und drehte sich ihm so zu, dass er sie anfassen konnte. Zielgerichtet fuhr seine Hand an der Schenkelinnenseite hoch um dann vorsichtig unter den Slip zu dringen. Auch Layla war frisch rasiert. Bei der Berührung ihres Kitzlers zuckte sie sofort zusammen. Der lag einfach zu „frei“ um ihn zu umgehen. Sie drängte sich ihm entgegen, saugte seinen Finger fast ein und bewegte den Unterleib vor und zurück. Dabei wurde ihre Mundarbeit immer stärker. Das konnte er nicht so lassen. Jörg packte ihre Hüften und hob sie einfach über sich, dass ihr Kleinod genau auf seinem Gesicht war, schob den Slip zur Seite und begann den zweiten Teil der Rache auszuüben. Bald zeigten sich Ergebnisse. Sein Mund wurde von ihren Säften fast überflutet und ihr Stöhnen verriet den aufkommenden Höhepunkt. Darum verringerte er Intensität und Geschwindigkeit, aber Layla drückte sich ihm entgegen, verstärkte gleichzeitig ihr Bemühen um seine Genusswurzel. So beschleunigte auch er wieder und hatte schneller Erfolg.

Ihr Unterleib begann kräftig zu zucken, Jörg hob sie mit dem Kopf an, stieß so tief wie möglich vor und empfing eine ganze Dusche mit ihren Liebessäften. Gleichzeitig nahm sie seinen harten Ständer ganz tief in den Mund bis er mit der Spitze wieder ihren Gaumen berührte. Hoffentlich beginnt sie jetzt nicht wieder zu würgen, ging es ihm durch den Kopf, aber es passierte nichts dergleichen. Für ihn war der Reiz mittlerweile ebenfalls zu groß. Lange fuhr sie mit der Hand auf und ab, saugte den letzten Tropfen aus ihm heraus.

„Das war jetzt richtig schön“, sagte er, als beide kurze Zeit später nebeneinander lagen.

„Hast du mich vermisst“?

„Sehr sogar. Es ist nicht schön für, wenn das Bett neben mir leer ist, es ist niemand da der mich wachküsst oder nach mir tastet.“ Mit einem zufriedenen Lächeln, schloss Layla die Augen und war schnell eingeschlafen.

Morgens wurden sie von Leonie und Leon geweckt, die einfach noch in Schlafanzügen, das Schlafzimmer stürmten. Tanja kam schimpfend hinterher. „Ihr könnt doch nicht einfach bei Layla und Jörg ins Zimmer gehen“. Leonie kniete sich ins Bett und umarmte Layla: „Gehen wir heute wieder in das schöne Bad? Da war es letzte Woche so toll mit dir.“

Die sah etwas hilflos aus: „Da musst du Jörg fragen“.

Leonie kletterte einfach über Layla hinweg und sah ihn bettelnd an: „Bitte, bitte.“

Auch Leon umarmte Jörg und sah ihn bettelnd an.
In Gedanken ging er die Arbeiten durch. Die Putzfrau hatte bereits sauber gemacht, der Wäschekorb mit Schmutzwäsche war fast leer, auch sonst fielen keine dringenden Tätigkeiten auf, im Büro lag ebenfalls kaum Arbeit - warum also nicht?

„Dann mal ganz schnell Frühstück gemacht und die Badesachen zusammengepackt, damit wir zeitig dort sind und Liegen bekommen“. Jubelnd stürmten die beiden in die Küche, auch Layla strahlte.

Tanja stand immer noch verlegen in der Türe. „Entschuldigt bitte, ihr müsst das nicht machen. Die beiden sind einfach losgestürmt ohne mir etwas davon zu sagen. Außerdem geht es gar nicht, dass sie einfach zu euch ins Bett klettern. Da muss ich die beiden noch schimpfen.“

„Nein, auf keinen Fall. Ist doch schön, wenn sie sich hier wohlfühlen. Sei froh, wenn sie selber auf die Idee kommen und Freude daran haben. Mir hat es auch gut gefallen, dazu kann ich meine Prellung im Wasser auskurieren. Wenn ihr nichts dagegen habt – von mir aus gerne“.

Natürlich hatten sie nichts dagegen.

Im Bad waren die beiden Kids wieder in ihrem Element, während Jörg die Massagedüsen, das Heilwasser und den Anblick der beiden Frauen im Bikini genoss. Gefordert war er nur, als alle zusammen in die hohen Wellen wollten. Tanja nahm Leon. Jörg legte sich wie beim letzten Besuch auf den Rücken, ging mit Layla und Leonie ins tiefe Wasser wo das Schaukeln am intensivsten war. Die hatten riesigen Spaß den er ihnen nicht verderben wollte. Im Strömungskanal hing Leonie an ihm, während sein großes Mädchen sich selber durchkämpfte.

Beim Abendessen sagte plötzlich Leonie: „Mama, ich möchte für immer mit dir bei Layla und Jörg bleiben.“

Sofort kam von Leon: „Ich auch“.
Tanja war sprachlos.

„Was macht dann euer Papa? Der ist sicher ganz traurig, wenn ihr weg seid,“ sagte Layla.

Die beiden schüttelten den Kopf. „Der hat Oma“, meinte Leon. „Die schimpft uns immer nur, wenn wir spielen wollen.“

„Wir waren noch nie in so einem tollen Bad wie jetzt mit Mama und dir“, sagte Leonie traurig. „Und im Zoo waren wir auch noch nie mit Papa. Nur mit dem Kindergarten“.

Tanja sah etwas hilflos aus.

„Jetzt wartet doch mal ab, ob der Papa sich meldet und euch alle zurückholt“.

„Aber wenn Mama nicht mitgeht, bleiben wir auch hier.“ Leonies Stimme klang trotzig.

„Wenn eure Mama bleibt, dürft ihr selbstverständlich hierbleiben. Aber ihr solltet euren Papa nicht alleine lassen. Der liebt euch auch.“

„Der schon, aber Oma mag uns nicht und schimpft über Mama. Und fort gehen wir mit ihr und Papa auch nicht, so wie mit euch. Das ist jetzt ganz toll“.

Sie stand auf ging zu Layla, sah sie flehentlich an und sagte dann. „Bitte, bitte. Kannst du nicht unsere Oma sein und Jörg unser Papa?“

Trotz der Situation musste Jörg sich stark beherrschen um nicht laut loszulachen. Oma Layla – wie hörte sich das denn an?

Nachdem Tanja und Layla die beiden ins Bett gebracht hatten, kamen sie wieder herunter, Tanja mit Tränen in den Augen. „Die beiden haben nicht Unrecht. Ich glaube es liegt an mir und daran, dass ich zum Arbeiten gehe. Wir brauchen aber das Geld. Mein Mann verdient nicht mehr als ich und wenn Miete, Nebenkosten, Versicherungen und das Auto bezahlt sind, bleibt von einem Monatsgehalt fast nichts mehr übrig. Trennung wäre noch schlimmer, dann brauchen wir zwei Wohnungen.“

„Tanja es geht nur darum, dass du den ganzen Haushalt machst und deine Familie von dir nichts mehr hat. Was glaubst du, wie es bei uns liefe, wenn Layla alles alleine machen müsste, ich würde nur den Pascha spielen und mich bedienen lassen?
Wenn dein Schwiegerdrachen in Rente ist, kann sie doch Wäsche und Haushalt machen, Horst kann sich einbringen, spülen, Schuhe putzen, Staub saugen. Dem ist doch nur langweilig, weil du dich nicht um ihn kümmerst und auch keine Zeit dazu hast. Wann habt ihr das letzte Mal zusammen etwas unternommen?
Da kommt man auf Ideen mit Freundin und so. Mach ihm klar, dass wenn er dir hilft, du mehr für ihn und die Kids da sein kannst. Du siehst bei uns, wie das laufen kann. Wenn man alles gemeinsam macht ist man auch gemeinsam fertig, hat Zeit füreinander.“

Sie tranken zusammen ein Glas Wein und gingen dann ins Bett.

„Wie geht es deinem Rücken nach dem Besuch im Bad?“, wollte Layla wissen.

Er tastete unter der Bettdecke und nach ihr. „Ganz gut, allerdings muss ich mit dir vorsichtiger sein. Eine Oma ist nicht mehr so robust, wie das junge Mädchen, welches ich bis vor kurzem noch im Bett hatte.“

Mit einem Aufschrei warf sie sich auf ihn. Beide balgten im Bett, wälzten sich übereinander, berührten, küssten, bissen und kniffen sich gegenseitig leicht, lachten, jedes wollte den anderen unter sich haben. Layla schien Oberhand zu bekommen, bis Jörg anfing sie zu kitzeln und damit aller Kraft beraubte. Schnell streckte sie die Flügel, legte sich auf den Rücken, spreizte die Beine, sah ihn verführerisch an. Sofort war der kleine Slip abgestreift.

Nach den deftigen Liebesspielen mit Tanja, tat es gut, Layla zu spüren. Langsam drang er ein. Sie schloss die Augen und lag ganz entspannt da. Jörg genoss mit allen Sinnen die Enge der Vagina, die kleinen Brüstchen und den zierlichen Körper. Ihre Zärtlichkeit, die Vorsicht mit der sie ihn behandelte taten gut. Ohne Hektik bewegten sich beide, das Stöhnen war fast nur ein leichtes Schnurren und trotzdem kamen sie fast gleichzeitig zum Höhepunkt. Er spürte, dass er sie mehr liebte, als er nach den letzten beiden Nächten mit Tanja vermutet hatte und das schlechte Gewissen drängte sich erneut auf. Erst recht als Layla sich danach mit dem Rücken gegen ihn drückte, seinen Arm um ihre Brust legte, als ob er sie festhalten solle und mit einem tiefen Seufzer einschlief.

Am nächsten Tag fuhren sie an einen großen See, machten eine Schiffsrundfahrt, hielten sich sehr lange in einem Café mit großem Kinderspielplatz auf und hatten viel Spaß. Nur Tanja war nachdenklich. „Wie soll ich den beiden das wieder abgewöhnen, falls wir zurückgehen“, seufzte sie.
„Dann musst du eben doch bei Oma Layla und Ersatz Papa Jörg bleiben“, flachste Jörg.

Der österreichische Pressetag stand am Mittwoch an. Besonders erfreulich war, dass der neue LKW mit Auflieger bereits anfangs der Woche abgeholt werden konnte. Lois und Lars sollten das übernehmen. Natürlich hatte Jörg den Hof mit Maschinen vollstellen lassen. Es traf sich auch noch, dass Nicolas am Donnerstag einen Termin bei der Messeverwaltung wegen der großen Messe im kommenden Frühjahr hatte und bereits am Dienstag anreiste um am Pressetag teilzunehmen. Von Jörg und seinem Team war alles hervorragend organisiert. Sie konnten dem Rummel ruhig ins Auge blicken, noch dazu plante er die Auslieferung von drei Maschinen an Huber und Rückgabe dessen Tiefladezuges für diesen Tag.

Layla holte Nicolas vom Flughafen. Nach einem kurzen Rundgang in Halle und Gelände stellte Jörg ihm Zita vor, die er noch nicht persünlich kannte. Die war richtig nervös und fragte wann er die Zahlen der Buchhaltung kontrollieren wolle. Nicolas war überrascht und merkte, woher ihre Unsicherheit vermutlich kam.

Charmant, und mit einem Lächeln antwortete er: „Madame, mein Bruder und ich können jederzeit nachkontrollieren wie ihr Bankkonto steht. Wir machen das aber sehr selten, weil wir sehen, dass sie alle unsere Rechnungen pünktlicher bezahlen, als andere Händler. Sie leisten hier eine hervorragende und sehr gute Arbeit. Wir sind sehr zufrieden mit dieser Niederlassung und ihren Mitarbeitern.“ Bevor Jörg anfangen konnte zu übersetzen, wandte er sich noch an ihn: „Und das übersetzt du jetzt wörtlich“.

Der tat ihm den Gefallen und Zitas Gesicht hellte sich innerhalb von Sekunden auf. Sie besprachen noch einige Details, und auch über die Werbeanzeigen in den österreichischen Fachzeitschriften. Jörgs Werbebudget war für dieses Jahr bereits fest verplant, lediglich ein bis zwei kleine Anzeigen gab es vermutlich noch her. „Das mache ich morgen mit den Messieurs“, wischte Nicolas diesen Punkt vom Tisch. Er informierte über die geplanten, neuen Modelle und fragte nach Trends und Vorplanung für Deutschland und Österreich. Abends gingen Layla und Jörg mit ihm zusammen Essen und erfuhren dabei, dass Monique in die Buchhaltung versetzt worden war, da sie mehrfach versucht hatte beide in Misskredit zu bringen.

Nicolas betrachtete Layla und lächelte leicht. „Willst du nicht wieder ins Werk kommen und von dort, Deutschland und Österreich betreuen?“

Erbost sah sie ihn an: „Nein auf keinen Fall gehe ich weg von hier.“

Demonstrativ legte sie ihre Hand auf Jörgs Oberarm und den Kopf an seine Schulter. Er lehnte den seinen leicht dagegen und lächelte.

Nicolas schmunzelte: „Wenn das so ist mit euch beiden, gibt es keine weiteren Versuche dich abzuwerben.“

Layla musste für kleine Mädchen, Nicolas blickte ihr hinterher.
„Ich wollte nur sehen, wie sie reagiert. Wir kennen Layla als schüchterne, ängstliche Frau, die außer ihrem Papa und vielleicht noch Jaques, keinen Menschen im Werk hatte, der sie mochte. Jeder hat sie nur beschimpft, beleidigt und schlecht behandelt. Ich dachte, hier in Deutschland hat sie weniger Leute um sich und kann neu beginnen. Wir wussten aber, wie schwer es für sie werden würde, ich hoffte auf deine Unterstützung. Besonders Monique wollte, dass man sie aus der Firma wirft oder nur noch als Putzfrau beschäftigt.

Nie hätten wir ihr zugetraut alleine in München zu überleben. Ihr Vater sagte, wir töten seine Tochter in Deutschland, er wollte sogar von der Firma weggehen und ihr nach Deutschland folgen. Überrascht waren wir, nachdem du ihren ersten Verkauf gemeldet hast. Monique war wütend auf dich, sagte du würdest ihr helfen.

Doch dann hast du uns die Augen über Monique geöffnet, die Umsatzzahlen stiegen mit dem Auftrag aus Österreich rapide und uns war klar, dass wir einen großen Fehler gemacht hatten und Monique glaubten. Der Pförtner berichtete mir ganz entsetzt, dass sie mit eurem großen Truck fährt und als ihr dann zusammen, Hand in Hand die Treppe hochgekommen seid, war uns klar, dass es gut war, Layla zu dir zu schicken. Seit sie letzte Woche alleine mit dem Truck kam und nur Tanja bei ihr war, stieg der Respekt im ganzen Werk immens. Alle sprechen nur noch mit Hochachtung von Layla. Franck Deboire ist sehr stolz auf seine Tochter, seit es sich herumgesprochen hat, wie gut sie verkauft. Was hast du mit ihr gemacht?“

Jörg grinste, erzählte ihm die Ankündigung von Monique, die Vorbereitung, das Missgeschick mit seiner Verwechslung am Flughafen und wie sie ihm leid tat als er sie in der alten Wohnung sah,

Nicolas lachte immer noch als Layla zurückkam. „Wo wohnst du jetzt?“ fragte er.
Sie berichtete mit beleidigtem Gesicht die Geschichte mit den beiden Wohnungen, die erste Nacht, die Begegnung mit Sepp, musste dabei aber selber lachen. „Inzwischen brauche ich keine eigene Wohnung mehr“, strahlte sie ihren Freund an.

Der Pressetag lief hervorragend. Die drei Laster standen beladen nebeneinander aufgereiht, wurden fotografiert, Mechaniker, Servicefahrzeuge und die Werkstatt ebenfalls, Dieter als Ansprechpartner für das Lager und natürlich Layla, Jörg und Zita, die für den Vertrieb in Österreich zuständigen Personen.

Besonders positiv machte sich die Anwesenheit von Nicolas bemerkbar. Wenn zu diesem Tag extra einer der Chefs aus Frankreich anreist, dann musste man Österreich für einen sehr wichtigen Markt halten. Nicolas überraschte, als er den Journalisten Anzeigenaufträge für ein Jahr erteilte. Er verhandelte dafür knallhart, über die Größe des Berichtes, die Anzahl der Fotos und über weitere redaktionelle Beiträge im Vorfeld und Nachhinein der großen Messe. Jörg wich das Blut aus dem Gesicht als er die Kosten hochrechnete. Doch der letzte Satz, sorgte für große Erleichterung.

„Die gesamten Anzeigenrechnungen gehen zu uns nach Frankreich“, übersetzte Layla, den Presseleuten.

Am nächsten Tag fuhren sie zur Messeverwaltung, bekamen die von Nicolas gewünschte, fast doppelt so große Fläche wie bisher, noch dazu in einer sehr guten Lage und der Chef war zufrieden, als er anschließend zurückflog.

In der Zwischenzeit hatte Moritz ein Schreiben bekommen in dem Horst um ein Gespräch mit seiner Frau bat. Da Layla und Jörg immer spät nach Hause kamen, hatte sie mit Moritz und Lilli darüber gesprochen. Die beiden rieten, nicht abzulehnen, jedoch Forderungen über das zukünftige Zusammenleben und die Arbeitsaufteilung aufzustellen und schriftlich zu fixieren. Eigenes Bankkonto, genaue Aufgabenteilung im Haushalt, dadurch mehr Freizeit für sie mit den Kindern. Im Falle einer späteren Trennung, würde das vieles erleichtern und ihren Mann gleichzeitig immer wieder daran erinnern, was er zu tun hatte. Auch Jörg und Layla redeten ihr in diesem Sinne zu.

Sie ging abends zusammen mit Moritz zu diesem Treffen. Die Kinder wurden von Layla ins Bett gebracht.

Tanja kam noch zu den beiden herein. „Mein Mann verweigert eine Entschuldigung gegenüber euch beiden, will auch nicht schriftlich die Arbeiten fixieren. Sein Rechtsanwalt hat ihn voll unterstützt. Erst als Moritz ihm sagte, er wäre nur an der Scheidung interessiert um Geld zu verdienen und nicht daran eine Familie wieder zusammen zu bringen ist Horst etwas hellhörig geworden. Er ist in einem erbärmlichen Zustand. Ungepflegt, unrasiert, seine Kleidung hat stark nach Schweiß gerochen. Meine Schwiegermutter wäscht anscheinend überhaupt nichts. Kein Wunder, dass die Kinder zu mir wollten. Ich glaube sogar, er war leicht betrunken.“

Das hörte sich nicht gut an.

Tags darauf besprachen Jörg und Layla sich im Büro. Plötzlich stürmte Tanja ganz aufgeschreckt herein: „Mein Mann ist gerade auf den Hof gefahren. Was soll ich machen. Soll ich Dieter holen?“

„Keine Panik. Du gehst raus zu Dieter, bleibst bei ihm und wir beide werden ihn empfangen. Er hat Hausverbot und darf das Grundstück normalerweise nicht betreten. Falls er handgreiflich oder ausfallend werden sollte – heute bin ich gefasst – dann ist es vielleicht besser, wenn niemand dabei ist“.

Kurz darauf kam Zita. Horst wollte Jörg sprechen. Der bat sie, ihn in sein Büro zu führen, Layla sollte dabei sein.

„Soll ich Dieter holen?“ fragte Zita leise.

„Nein, mit dem werde ich auch alleine fertig“.

Ein anderer Mann als der den er vom letzten Treffen kannte, betrat sein Büro. Horst wirkte müde, fast apathisch, hatte sich frisch rasiert, wusste nicht was er sagen sollte nachdem er sich gesetzt hatte, und rutschte nervös auf seinem Stuhl hin und her.

„Was können wir für sie tun?“ begann Jörg.

„Na ja – ich wollte mich bei ihnen entschuldigen, dass ich sie angegriffen habe…“

Er schwieg.

„Und weiter,“ sagte Jörg und blickte zu Layla.

Horst sah sie ebenfalls an. „Und bei Ihnen möchte ich mich auch entschuldigen. Ich bin momentan einfach nicht mehr ich selber, seit meine Frau weg ist.“

Layla saß dicht neben ihrem Freund. „Wissen sie, Tanja ist nicht ohne Grund von ihnen weggegangen und will auch nicht zurück. Sie arbeitet genauso viel wie sie, hat aber zuhause noch den ganzen Haushalt für sie alle zu machen, bei dem ihr niemand hilft. Trotzdem hat sie sich bisher nie beklagt, obwohl die Kinder ihre Mama nur noch kennen, dass sie wäscht, kocht und putzt. Leon und Leonie möchten mit Mama und Papa zusammen Spaß haben, spielen und was erleben, weggehen, zum Schwimmen oder in den Zoo. Auch ihre Frau will nicht immer in der Wohnung arbeiten. Das geht aber nur, wenn sie entlastet wird. Bei uns beiden funktioniert das auch. Wir haben sehr viel Freizeit, weil Jörg beim Kochen und Spülen hilft, die Wäsche bügelt und auch sauber macht. Wir beide sind dadurch immer zusammen und ich bin sehr glücklich mit ihm“.

Dabei legte sie ihren Kopf gegen Jörgs Oberarm.

Horst sah sie überrascht an. „Sie beide sind zusammen? Dann haben sie nichts mit meiner Frau?“ sagte er zu ihm.

„Wie kommen sie denn auf diese Idee?“

„Tanja hat immer wieder mal Überstunden gemacht und war trotzdem nicht schlecht gelaunt, wenn sie heimkam. Zudem hat sie von ihnen nicht als Vorgesetzten gesprochen, sondern immer von Jörg. Das war mir alles verdächtig.“

„Und deshalb haben sie gedacht ich hätte ein Verhältnis mit ihrer Frau und haben selber eines angefangen?“

„Nein, ich habe nur so getan und wollte sie eifersüchtig machen. Sie hat meine Mutter zur Rede gestellt und die hat Tanja dann so beschimpft, dass sie gegangen ist. Das wollte ich nie. Ich liebe meine Frau. Sie war dann plötzlich spurlos verschwunden und ich hatte Angst, sie hätte sich was angetan.“

Layla und Jörg sahen sich an. Vermutlich dachten beide in diesem Moment das gleiche.

„Ich habe sie suchen lassen, bis sich der Rechtsanwalt gemeldet hat. Da musste ich ebenfalls einen nehmen. Die Kinder erzählten bereits vom Zoo, dass immer eine braune Frau in der Nähe war und im Bad war sie auch wieder da, hat mit Tanja geredet und ist mit ihnen zusammen gerutscht. Ich wusste, es würde sich um ihre Kollegin handeln von der sie immer erzählt. Die beiden waren ganz begeistert von ihr und wollten nicht mehr bei mir bleiben, haben die ganze Zeit geweint, Leonie hat sogar ins Bett gemacht. Deshalb übergab ich sie dem Rechtsanwalt. Ich war total fertig und hilflos“.

„Was hat ihre Mutter getan?“ fragte Layla.

„Die hat gesagt, wir brauchen Tanja nicht mehr und sie übernimmt das. Doch die Kinder mögen sie nicht, weil sie immer über meine Frau geschimpft hat. Sie ist der Meinung, die beiden können bereits selber im Haushalt mit anpacken, spülen, waschen und staubsaugen. Aber dazu sind sie noch zu klein.“
Er sah Jörg flehentlich an und hatte Tränen in den Augen. „Bitte, können sie nicht mit Tanja reden, dass sie zurückkommt?“

Dessen Blick ging zu Layla. „Wissen sie, Layla hat bereits das Verschwinden ihrer Frau aus München verhindert. Die beiden sind sehr gute Freundinnen. Ich bin hier der Chef und daran interessiert, dass die Firma problemlos läuft. Wir sind im Büro vier Mitarbeiter, wenn eine Person fehlt sind das fünfundzwanzig Prozent der Belegschaft. Tanja ist fleißig, arbeitet sehr gerne hier, weil ihr die Arbeit Freude macht. Wir reden uns alle mit dem Vornamen an, auch die Mechaniker sagen Jörg zu mir. Das ist in kleineren Betrieben meist üblich. Wenn jemand Tanja beeinflussen kann, ist es Layla. Sie müssen sich an sie wenden“.

Horst sah Layla eindringlich an. „Bitte,“ sagte er nur.

„Ihre Frau ist verzweifelt, weil sie keinen Ausweg mehr sieht. Tanja hat daheim so viel zu tun, dass sie keine Zeit mehr für sich und auch für sie hat. Ihre Arbeitszeit beträgt genauso acht Stunden und sie arbeitet dann nochmal vier Stunden. Es ist kein Wunder, wenn sie todmüde ins Bett sinkt. Deshalb will sie einen Vertrag und ein eigenes Konto, denn es war sehr böse von Ihnen ihr das Geld wegzunehmen. Wenn sie den Vertrag unterschreiben, wird sie zurückkehren. Wenn nicht – es geht ihr und auch den Kindern momentan sehr gut.“

„Aber mein Rechtsanwalt…“.

Layla fiel ihm sofort scharf ins Wort. „Ihr Rechtsanwalt verdient nur viel Geld, wenn sie sich trennen und sonst nicht. Dem ist es egal, wie sie und ihre Frau sich fühlen und was aus den Kindern wird. Bei ihm ist das nur eine Akte die mit einer Rechnung beendet wird und nach einem Jahr vergessen im Schrank liegt. Meinen sie, er interessiert sich danach noch wie es ihnen, den Kindern oder ihrer Frau geht?“.

Jörg staunte. Seine kleine Layla war richtig wütend. Das hätte er ihr nicht zugetraut.

„Was soll ich denn jetzt machen“? fragte er hilflos.

„Reden sie nochmal mit dem Anwalt ihrer Frau. Dann finden sie einen Weg. Der ist nicht darauf aus, Geld zu scheffeln und wird ihnen Lösungen vorschlagen.“

Der Mann wirkte erleichtert. Als er sich verabschiedete sah er Layla an. „Sie wissen wo meine Frau und die Kinder sind. Sagen sie einen schönen Gruß und ich liebe sie“.

Layla informierte Tanja. Sie war nicht unglücklich über das was ihr erzählt wurde. „Dann habe ich meinen Mann also umsonst betrogen“, meinte sie.

Layla umarmte sie und lachte. „Du hast dafür aber einer guten Freundin geholfen und ihr viel über die Liebe beigebracht. Dein Mann gehört bestraft, wenn er kein Vertrauen in dich hat.“

Fortsetzung folgt
  • Geschrieben von RudiRabe
  • Veröffentlicht am 21.01.2020
  • Gelesen: 3469 mal

Kommentare

  • Hara17.01.2020 12:58

    Profilbild von Hara

    Es lohnt sich Layla zu folgen, top

Schreiben Sie einen Kommentar

0.26