Erotische Geschichten

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LL06: Endlich allein und ungestört

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Endlich allein und ungestört

Ein langer als auch anstrengender Arbeitstag ging zu Ende. Nun hieß es, das bereits gebuchte Zimmer im zentral gelegenen Hotel von Liebesleben zu beziehen und den Tag in aller Gemütlichkeit, die ein solcher Raum in der Fremde bieten konnte, ausklingen zu lassen. Aber daran waren sowohl er als auch sie nach mehreren Jahren in diesem Job gewöhnt. Ein Job, der das nun einmal unweigerlich mit sich brachte, aber halt auch recht lukrativ war.
Sie arbeiteten beide für dieselbe Firma. In deren Auftrag waren sie häufig im In- und Ausland unterwegs, um die interessierte Kundschaft regelmäßig in der Anwendung und den Möglichkeiten jener Techniken, die ihr Arbeitgeber nicht nur entwickelte, sondern zudem auch recht erfolgreich vertrieb, zu unterweisen und zu schulen. Je nachdem, wer an den Vorträgen, Seminaren oder Schulungen teilnahm, war das mitunter eine sehr anspruchsvolle Aufgabe. Gar nicht mal selten beging man eine Gratwanderung.
Einerseits galt selbstredend, dass der Kunde König war, weshalb man unbedingt auf einen höflichen und freundlichen Umgang mit diesem zu achten hatte. Andererseits war oftmals eine gewisse lehrmeisterliche Strenge vonnöten, damit einem die an einer derartigen Unterweisung teilnehmende Belegschaft nicht auf der Nase herumtanzte. Zudem bedurfte es auch fast immer einer schlagfertigen Gewitztheit sowie eines meist spontanen Einfallsreichtums, um das Personal zum einen bei Laune zu halten und ihm zum anderen den reichhaltigen und geballten Stoff leichtfüßig und anschaulich in einer Zeit, die in der Regel immer zu knapp kalkuliert war, zu vermitteln.
Für heute war das allerdings kein Thema mehr. Morgen würden sie die Rückreise antreten und diesen Ort einfach hinter sich lassen. Sie machten es beide wie üblich: War ein Auftrag erledigt, wurde der Blick nach vorne gerichtet. Jetzt wollten sie bloß noch schnellstmöglich einchecken, die Klamotten ausziehen und es sich im Bett so richtig gemütlich machen.
Kaum, dass beide auf ihrem Zimmer waren, trat sie vor den Spiegel und betrachtete sich. Es ließ sich nicht leugnen. Das Spiegelbild zeigte die elegant sportliche Erscheinung einer attraktiven brünetten Mittdreißigerin, die im Augenblick müde und abgespannt aussah. Dennoch verrieten ihre heiteren Gesichtszüge zweifelsfrei, dass sie mit sich und der Welt überaus zufrieden war. Irgendwie auch kein Wunder, denn der Grund dafür war nun mal ganz eindeutig er – die Liebe ihres Lebens.
Wohlwollend musterte sie sich, als sie die Jacke ihres Kostüms ein wenig über die Schultern streifte und ihr Blick auf ihrem Dekolleté ruhte. War der recht freizügige Ausschnitt ihrer bis zum Brustansatz geöffneten Bluse zu gewagt? Leicht schürzte sie die Lippen, wiegte dann abschätzend mit dem Kopf, machte aber schlussendlich eine klar verneinende Geste. In selbstbewusster Pose zog sie sich die Jacke ganz aus, hing sie an die Garderobe und wechselte hinüber zum Bett, wo sie sich an den Nachttisch auf der rechten Seite stellte. Gedankenverloren nahm sie ihren Schmuck ab und verstaute ihn in der oberen Schublade des Nachtschranks.
Währenddessen blieb er vor dem Garderobenspiegel stehen. Kurz warf er einen Blick hinein und betrachtete sich, wie er mit einer Hand durch sein dunkelblondes Haar fuhr. Auch in seinem Fall zeichnete sich im Spiegel das elegant sportliche Bild eines großwüchsigen Mittdreißigers ab, der einen ermatteten Eindruck machte. Jedoch sprach sein verschmitztes Lächeln definitiv dafür, dass er mit sich und der Welt im Einklang war. Irgendwie auch kein Wunder, denn der Grund hierfür war ganz eindeutig sie – die Liebe seines Lebens.
Mit den Knöcheln seiner rechten Hand strich er sich prüfend über das am Morgen frisch rasierte Gesicht. Zufrieden nickte er. Anschließend zog er sich das Jackett aus, hängte es an die Garderobe und ging hinüber zur linken Bettseite. Auf dem Weg dorthin löste er die Krawatte. Nachdem er sie aus dem Hemdkragen gezogen hatte, wickelte er sie auf und legte diese zusammen mit der abgenommenen Armbanduhr auf dem Nachttisch ab.
Mit einem koketten Lächeln auf den Lippen und lasziv gesenktem Blick öffnete sie allmählich Knopf für Knopf ihre Bluse. Anschließend schob sie den Kragen bedächtig über die Schultern, worauf die Bluse schon fast in Zeitlupe auf sinnlich erotische Weise über ihre Arme abwärts glitt. Indem sie den linken Arm etwas von sich streckte, ließ sie ihre Bluse wie beiläufig auf einen direkt neben ihr stehenden Stuhl plumpsen. Auch er knöpfte sein Hemd auf, streifte es sich vom Körper und warf es lässig über die Lehne eines Stuhls.
Während sie weiterhin den Blick auf die Bettdecke gesenkt hielt, öffnete sie mit geübten Fingern den Knopf am Bund ihres Rocks. Dann zog sie den Reißverschluss hinunter und ließ den Rock über ihre Knie zu den Füßen herabrutschen. Mit dem rechten Fuß stieg sie aus dem am Boden liegenden Rock. Dann hob sie ihr linkes Bein an und balancierte einer Ballerina gleich den Rock mit dem Fuß nach oben, um ihn gekonnt auf den Stuhl gleiten zu lassen. Indessen hatte er seine Hose geöffnet. Gewandt stieg er aus dem Beinkleid und warf es ebenso lässig über die Stuhllehne wie schon zuvor das Hemd.
Daraufhin stellte sie sich auf ihre Zehenspitzen und drehte sich in anmutiger Weise um. Dann setzte sie sich auf die Bettkante, löste mit immer noch kokettem Lächeln auf den Lippen die Strapse, um nach einem kurzen, schelmischen Blick über ihre rechte Schulter die seidig glänzenden Strümpfe verführerisch von den gebräunten Beinen zu streifen. Ohne den Blick abzuwenden, entledigte er sich parallel dazu seiner Socken.
Im nächsten Moment trafen sich ihre Hände auch schon im Rücken, um dort mit geschickten Fingern den Verschluss des Büstenhalters zu öffnen. Als sie sich den verspielten BH über die Arme vom Körper streifte, entblößte sie ihre vollen Brüste. Die rosigen Mamillen dankten es ihr und reckten sich keck in die Höhe. Schmunzelnd warf sie den BH hinüber auf den Stuhl zu den anderen Kleidungsstücken. Dann strich sie schon fast ein wenig selbstverliebt gefühlvoll mit den Fingern über die zwei kecken Recken.
Nachdem er sich das Muskelshirt über den Kopf gezogen und zusammengeknäuelt wie einen Ball auf den Stuhl geworfen hatte, streiften beide in auffallend synchroner Weise noch ihren Slip ab. Dann glitten die zwei Verliebten äußerst vergnügt unter die Bettdecke. Sie in ihrem und er in seinem Hotelzimmer.
  • Geschrieben von Silberstrahl
  • Veröffentlicht am 01.09.2021
  • Gelesen: 2590 mal

Anmerkungen vom Autor

Aus: Buntes Erotikon – Intimes aus Liebesleben

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