Erotische Geschichten

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Krankenhausreif.

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Mir gegenüber sitzt ein kleines Mädchen.
Ihre Nase ist blutverschmiert.
Das Haar lockig.

Ein Junge hingegen hat einen Verband um den Arm.
Ein Röntgenbild wurde bereits angefertigt.
Die Auswertung steht noch bevor.
Er ist tapfer. Leidet still vor sich hin.

Nun kommt ein junger Mann herein.
Tätowiert.
An beiden Armen.
In seiner linken Beuge klemmt eine Braunüle.

Mein Personalausweis hingegen befindet sich oben.
An der Rezeption.
Im Eingangsbereich,
da ich mir einen Rollstuhl geliehen habe.
Nicht für mich.
Für meine Nachbarin.

Für eine ältere Dame.

Es ging nicht mehr.

Gar nichts ging.
Noch nicht einmal laufen.
Auch essen nicht.

Als ich ihr am Vortag etwas brachte und klingelte,
hörte ich sie von oben schreien.
Nicht nach mir.
Nein,
vor Schmerzen.

Nach einer gefühlten Ewigkeit schaffte sie es nach unten,
um mir zu öffnen.
Ich fand sie weinend vor.

Nach 2,5 Stunden wird sie aufgerufen.
Es darf nur einer mit.

"Geh ruhig", sage ich zu ihrer Bekannten.
Die beiden kennen sich gut. Und lange.
Sie nickt.

Ich halte mich im Hintergrund.
Hole mein Buch aus dem Rucksack.
Ziehe mir einen Kaffee am Automaten.

Vernehme ein Räuspern rechts neben mir.

Heiß läuft es mir die Kehle hinunter.
Es tut gut.
Verteilt sich.
Meine Knochen sind steif.
Und müde bin ich auch.
Es ist bereits 22:00 Uhr.

Weitere 30 Minuten später meldet sich die Bekannte.
Berichtet.
Wirkt aufgewühlt.

In ihrer Hand:
Die Tasche der Nachbarin.

Eine braune.

"Jetzt heißt es warten", sagt sie.
"Doch auf die Station darf niemand."

"Dann werde ich jetzt gehen", sage ich.
Verabschiede mich.
Und trete hinaus.

Gerade wird ein weiterer Patient gebracht.
Er liegt noch im Krankenwagen.
Auf dem Bauch.
Wirkt regungslos.
Sediert.

Ich gehe weiter.
Atme.
Ein und aus.

Kurz setze ich mich.
Tippe eine SMS.
Spüre ein weiteres Tippen an meiner rechten Schulter.

Ich schaue auf.
Und sehe Dich.

Ich freue mich,
doch bin ich zu müde,
um es sichtbar zu machen.
Du hingegen lächelst.

Nimmst mich in den Arm.
Fragst, was los sei.

Ich berichte.
Leise.
Hastig.
Voller Adrenalin.

"Komm", sagst Du.
Nimmst mich bei der Hand.
Und gehst mit mir hinein.

Abermals zum Automaten.
Dieses Mal allerdings zu einem anderen.

Du ziehst zwei Kaffee,
suchst uns eine Ecke.
Wir setzen uns.
Und plaudern.

Leise,
damit es niemand hört.

Dann streichelst Du mich.
Küsst mich am Nacken.

Ich trinke schlückchenweise.
Spüre gute Geister,
die meinen Körper zum Leben erwecken.
Auch meine Sinne.

Dann entschuldige ich mich.
Ich muss auf`s Klo.

"Darf ich Dich begleiten?" fragst Du mich.
Ich nicke.
Dann gehen wir.

Betreten das Räumchen.
Schließen ab.

Mit der Hand fährst Du mir durch die Haare,
schaust mich an.
Küsst mich innig.

Deine Zunge wandert in meinen Mund,
forscht, spielt.
Macht mich irre.

Deine Hand hingegen gleitet nach unten.
Streichelt.

Ich stöhne leise.
Öffne Deine Hose.
Und ziehe sie nach unten.

Du hingegen streifst mein Kleid nach oben,
beförderst meinen Slip in Richtung Boden.
Bückst Dich.
Und dringst in mich ein.

Leise juchze ich.
Du auch.

Dann bewegst Du Dich.
Mal nach vorne.
Mal nach hinten.

Lächelst.
Schwitzt.

Ich schließe die Augen,
spüre die Fliesen an meinem Rücken.
Atme schwer.
Spüre Dich in meinem Inneren.

Fühle ein Kribbeln.

Ein Kommen.

Die Ankunft eines Rausches.

Dir scheint es ähnlich zu ergehen.
Denn Du stöhnst.
Langgezogen.

Noch länger.

Hechelnd.

Wie auf Drogen schaust Du mich an.
Ich schaue zurück.
Lächel`sanft.
Und nicke.

Kurz darauf geschieht es.

Ich spüre es vorerst langsam, zaghaft.
Sanft.

Wie ein Rollen,
das größer wird.
Noch größer.

Schwerer.

Es ähnelt einem Schneeball,
den man formt.
Und durch den Schnee treiben lässt.

Jetzt ist der Höhepunkt erreicht.
Ich kriege kaum Luft,
meine Beine zittern.
Ich sacke leicht weg.

Du hälst mich.
Während ich genieße.

Für einen Moment.

Für einen Augenblick.

Für ein paar Sekunden ....


  • Geschrieben von bumble-bee78
  • Veröffentlicht am 17.06.2020
  • Gelesen: 4020 mal
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