Erotische Geschichten

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Gesundheitswoche 10

3,5 von 5 Sternen
Fortsetzung von Teil 9

„Ich hatte dir doch einmal erzählt, daß ich vor etwa zwanzig Jahren zwei Jahre bei einem Arzt lebte. Das war der 'kleine Klaus'. Seine Frau war kurz vorher gestorben und er war allein mit zwei Kindern, die etwa so alt waren wie meine. Er war um die Fünfzig, ich war 15 Jahre jünger. Er brauchte einen Chauffeur, weil er seinen Führerschein wegen Trunkenheit am Steuer verloren hatte, und ein Kindermädchen. Er hatte ein großes Haus mit großem Grundstück am Waldesrand. Unsere beiden Söhne und unsere beiden Töchter hatten eigene Zimmer. Ich hatte auch ein eigenes Zimmer, aber bald schlief ich nachts bei ihm im Schlafzimmer. Offiziell blieb weiterhin die Haushälterin.

Im Bad hatte er eine Whirlwanne und im Garten einen kleinen Pool, der mit einer Hecke abgeschirmt war. Sowohl drinnen als auch draußen, wenn das Wetter es erlaubte und die Kinder in der Schule waren, verlustierten wir uns im Wasser. Daran mußte ich in der Sauna denken.

Vor einiger Zeit hatte ich seine Todesanzeige gelesen.“ - „Er war verwitwet, du geschieden. Warum hast du ihn nicht geheiratet? Dann wärest du jetzt eine Witwe mit Haus und Garten“, wandte Bernhard ein. „Zum einen rauchte er wie ein Schlot und den Führerschein hatte er nicht verloren, weil er zu schnell gefahren war. Noch viel schwerer wog, daß er Geld hatte und nicht nur seine Kinder, sondern auch meine jeden Wunsch erfüllt bekamen. Ihnen wurden keine Grenzen gesetzt. Meine Tochter war in der Pubertät und es gab immer wieder Streit zwischen meinen und seinen Kindern. Außerdem hatte ich mich in eine Abhängigkeit begeben, aus der ich heraus mußte.“

„Das schätze ich an dir, daß dir deine Unabhängigkeit mehr Wert ist als alles Geld der Welt“, kommentierte Bernhard, „aber wer war der 'große Klaus?“

„Der 'große Klaus' war ein Lokführer, den ich aus meiner Lausitzer Zeit kannte. Er war so alt wie ich. Vor etwa zehn meldete er sich bei mir. Irgendwie hatte er meine Telefonnummer herausbekommen. Er war inzwischen in Köln und lud mich zum Karneval ein und war dann doch sehr erstaunt, als ich tatsächlich vor seiner Wohnungstür stand. Mit zwei Kindern. Mit meinem 14jährigen Sohn und meiner fünfjährigen Enkelin. Und er hatte nur zwei Zimmer. Ich schlief im Wohnzimmer auf der Couch, die Kinder auf Luftmatratzen. Am Rosenmontag mußte er arbeiten. Ich sah mir mit den Kindern den Rosenmontagszug an und fuhr am Abend wieder nach Hause.

Ein paar Monate später hatte ich einen vierwöchigen Lehrgang in Köln. Ich rief Klaus an und fragte, ob ich in dieser Zeit bei ihm ohne Begleitung übernachten könnte. Diesmal stand ich sonntags ohne Kinder vor seiner Wohnungstür.

Klaus war zwei Meter groß und sein erigiertes Glied war so lang und so dick wie 'Mr. Bombastic'. Völlig übermüdet ging ich am Montag zum Lehrgang. Ich hatte einen Wohnungsschlüssel und sollte mich wie zu Hause fühlen. Er war noch nicht lange in Köln und etwas spartanisch eingerichtet, hatte aber schon Teile für einen Kleiderschrank gekauft, den wir gemeinsam aufbauten. Und wir 'poppten' vier Wochen lang.“ - „Vier Wochen lang? Das halte ich für übertrieben“, unterbrach mich Bernhard. „Du hast recht. Er mußte arbeiten, ich hatte meinen Lehrgang und an den Wochenenden fuhr ich zu meinen Kindern nach Hause.“

„Wie ging es weiter?“ fragte Bernhard. „Kurze Zeit später rief ich Klaus an und fragte, wann wir uns wiedersehen könnten. Er wich anfangs aus und erzählte etwas von seinen Schichten, aber zum Schluß meinte er doch, daß er noch nicht bereit für eine feste Partnerin sei und seine Unabhängigkeit bräuchte. Als er sich irgendwann danach wieder bei mir meldete, hatte ich keine Zeit mehr für ihn.“

„Und wann kam Benno ins Spiel?“ bohrte Bernhard nach.

„Benno aus Bamberg, 'Klein-Venedig' in Oberfranken“, erwiderte ich nachdenklich. „So richtig schlau bin ich nicht aus ihm geworden. Ihn lernte ich kennen, bevor ich einige Zeit später nach Köln zu Klaus fuhr. Benno sprach mich in einem Straßencafé in Würzburg an. Ich war Mitte Vierzig und fühlte mich sehr geschmeichelt, denn er war bestimmt zehn Jahre jünger als ich und sah sehr gut aus. Bereitwillig gab ich ihm meine Mobil-Telefonnummer und er rief tatsächlich ein paar Tage später an. Damit hatte ich auch seine Nummer.

Er gab mir eine Adresse an, wo er mich gerne am Abend treffen würde. Als ich dann vor einem mehrstöckigen Mietshaus stand und nicht wußte, auf welchen Klingelknopf ich drücken sollte, rief ich Benno an. Er sagte mir, ich solle in den dritten Stock fahren und drückte den Türöffnungsknopf.

Als der Lift im dritten Stock ankam, stand er in einer offenen Wohnungstür, nur mit Boxershorts bekleidet. Kaum hatte er die Tür hinter mir geschlossen, zog er mich aus und wies mich an: 'Keine Küsse und du darfst mich nur anfassen, wenn ich es erlaube. Und immer mit Gummi.' Er führte mich ins Schlafzimmer, das von vielen Teelichtern beleuchtet war und ich legte mich rücklings auf das breite Bett. Benno streifte seine Hose herunter und entblößte sein gewaltiges Glied, aber da hatte ich noch nicht das vom 'großen Klaus' gesehen.

Bennos offensichtlich durchtrainierter Körper war nahtlos braun und ohne jedes Haar. Ich tippte auf Muckibude, Sonnen- und Kosmetikstudio. Und dieser schöne Mann wollte mich. Meine Angst vor seinem dicken Penis war unbegründet. Ich war so erregt und offen, daß er einfach in mich hineinglitt.

Er verabschiedete sich nach diesem Treffen an der Haustür und zeigte mir seinen Klingelknopf, an dem kein Name stand.

In der nächsten Zeit starrte ich ständig auf mein Mobiltelefon und wartete auf eine Nachricht von Benno.

Eines Tages lud er mich wieder ein, stand nackt in der Küche und kochte für uns Spaghetti Bolognese. Zum Nachtisch landeten wir im Bett.

An einem anderen Tag, als ich bereits nackt im Schlafzimmer auf dem Bett lag, klingelte die Türglocke. Durch den Schlafzimmertürspalt sah ich zwei Männer an seiner Wohnungstür. Er kam zu mir ins Schlafzimmer, bedeutete mir, mich anzuziehen und zu verschwinden.

An einem Wochenende fuhren wir in seinem Porsche in seine Heimatstadt Bamberg. Nachts auf dem Rückweg nach Würzburg hielten wir auf einem Autobahnparkplatz. Er zog mir meinen Slip aus. Ich sollte mich auf die Haube seines Porsche legen. Während die Autos im Dunkeln an uns vorbeirauschten, ****te er mich.

Danach hörte ich nichts von ihm. Ich rief seine Nummer an, aber niemand meldete sich. Ich stand vor dem Haus und klingelte, aber niemand öffnete.“

„Porsche, Klingel ohne Namensschild, keine Küsse. Sieht mir nach Zuhälter aus, der dich 'einreiten' wollte, sich aber in dich verliebt hatte.“ Vielleicht hatte Bernhard damit recht, denn soweit hatte ich überhaupt nicht gedacht.

Fortsetzung folgt...
  • Geschrieben von Holger1953
  • Veröffentlicht am 12.03.2020
  • Gelesen: 2357 mal

Anmerkungen vom Autor

Die Veröffentlichung dieser Geschichte ohne Angabe der Quelle und ohne meine ausdrückliche Genehmigung ist verboten und kann strafrechtlich verfolgt werden. - Wer Tippfehler findet, darf sie behalten.

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Kommentare

  • Holger195312.03.2020 06:57

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    Hätte ich gewußt, daß es vielleicht doch eine (fast) unendliche Geschichte werden würde, hätte ich mit 001 begonnen...

  • Holger195312.03.2020 07:02

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    Muß heißen: Offiziell blieb ich weiterhin die Haushälterin. Frage an Orion: Wie kann ich als Autor im Nachhinein korrigieren?

  • Holger195312.03.2020 07:06

    Profilbild von Holger1953

    Korrektur: Und der große Klaus meldete sich vor zehn JAHREN. - Leider lese nur ich meine Texte, bevor sie veröffentlicht werden...

  • RudiRabe15.03.2020 12:48

    Du kannst sie per Mail anschreiben und bitten die Geschichte in den Entwurfspeicher zurückzustellen. dort kannst du dann korrigieren und neu einstellen.

  • Holger195315.03.2020 12:51

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    Hallo RudiRabe, danke für den Tip (alte Rechtschreibung). Werde ich gelegentlich machen.

  • Holger195323.03.2020 00:00

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    enthalten in "Gesundheitswoche Teil 2"

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