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Gardenparty - Obstgarten

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Fortsetzung von "Gardenparty - Tetris"

Olga verschwand mit Ben und Mike im "Regieraum". Ich nahm Bea an die Hand und lief mit ihr von der Empore herunter zu dem Stahlrahmen, auf dem die Aufzugattrappe stand. Bea stutzte etwas, denn die Kabine war hell erleuchtet und man konnte durch die venezianischen Spiegel hineinsehen. Ich ging aber mit ihr zum Untergestell, schob den schwarzen Vorhang zur Seite und wir schlüpften hindurch. Ich legte mich auf den Boden, auf dem eine Kamera installiert war. Bea legte sich auch hin, legte ihren Kopf auf meinen Bauch und wir konnten von unten sehen, was über uns in der Fahrstuhlkabine vor sich ging.

"Die können uns nicht sehen?", fragte Bea ungläubig, "und so wurden wir vorhin gefilmt?" - "Nicht nur so, auch von den anderen drei Seiten und von oben", antwortete ich, "auch deine Impulsivität." - "Meinst du etwa, ich konnte einfach nur zusehen, wie deine Olga von zwei Männern ge****t wird. Ich wollte nicht nur deine Finger in mir spüren."

Wir sahen dem Treiben über uns zu. Olga wollte mir ja zuerst zeigen, was sie am Vorabend mit Ben und Mike im Fahrstuhl trieb. Bea und ich konnten sicher sein, daß die drei nicht die Polizei holen würden. Aber nun agierten unsere Helfer und Olgas "Drehbuch" sah vor, daß zuerst alle in Straßenkleidung erscheinen sollten und später wie in einer Kurklinik auf dem Weg zu den Anwendungen auch im Bademantel den Aufzug benutzen sollten. Sie hatte dabei bestimmt an ihre Besuche bei mir in der Reha-Klinik gedacht.

Anfangs ging also alles gesittet zu. Interessant war nur, daß sich offensichtlich am Vorabend bereits Pärchen gefunden hatten. Möglicherweise waren Ben und Mike die einzigen, die alleine die Nacht im Bett verbrachten. Und vielleicht noch Sophie, unsere "Krankenschwester". Sie stieg zusammen mit Thea in die Kabine ein. Die beiden schauten sich lange in die Augen, wechselten ein paar Worte, die wir nicht hören konnten, bevor erst die eine und dann die andere den Lift verließ. Bea kommentierte: "Da haben sich wohl zwei gefunden." - "Mein Freund Didi hatte mir einmal gesagt, daß Schwule sich erkennen. Ich konnte das nicht glauben." - "Thea hat auch solch einen 'siebten Sinn'. Sie hatte meine Sehnsüchte schon erkannt, bevor sie mir überhaupt bewußt waren." - "Jetzt wird mir einiges klar", bestätigte ich Beas Bemerkung.

Über uns lief alles wie in einem Film ab. Aber anders als im Kino unterhielten wir uns weiter. Bea fragte mich, wie wir auf diesen Ort gekommen wären. Wie wir unsere Gäste ausgewählt hätten. Als ich sie fragte, ob sie wüßte, was Olga im einzelnen geplant hatte, schwieg sie, denn Thea kam in den Aufzug. Kurz darauf öffnete sich die Tür und Sophie stieg ein. Die Tür schloß sich und die beiden lagen sich in den Armen. Abrupt lösten sie sich voneinander, als sich die Tür wieder öffnete und ein Pärchen einstieg. Als diese ausstiegen, setzten Thea und Sophie ihre Umarmung fort. Eng umschlungen stiegen sie aus.

Ich wartete zwar immer noch auf eine Antwort, erzählte aber dann doch Bea von Olgas früheren Liebhabern und wie ich sie bei einem Treffen mit allen präsentieren würde. Und ob Thea sie bemalen könnte. Bea fragte: "Wann kommt der Caterer?" - "Um vier." - "Wann kommen die Gäste?" - "Zwischen fünf und sechs." - "Ich hab da 'ne Idee. So wie ich deine Olga kennengelernt habe, wird sie der nicht widerstehen können. Wo ist dein Telefon?"

Sie stand auf, zog mich an der Hand herauf und wir verließen unseren "Beobachtungspunkt". Nur Olga und ich hatten unsere Mobiltelefone im Umkleideschrank, alle anderen mußten sie im Schließfach hinterlegen, damit nicht irgendwelche Fotos oder Videos hinter unserem Rücken gemacht wurden und vielleicht ins Netz gelangten. Wir gingen zu meinem Schrank. Ich wählte die Nummer des Caterers, meldete mich und gab das Telefon an Bea weiter. Sie fragte nach kandierten Früchten, Honig und einem Backpinsel. Alles war anscheinend verfügbar und sie bestellte.

(Anmerkung des Autors: Was in der Zwischenzeit bis zum Eintreffen des Caterers passierte, erzählt eine andere Episode.)

Der Caterer kam pünktlich und ich nahm gemeinsam mit Olga die Ware in Empfang. Olga merkte zuerst nicht, wie Bea sich ihr von hinten näherte, drehte sich aber um, als sie ihre Schritte hörte.

Bea hatte sich in der Zwischenzeit durch Thea in einen Obst- und Gemüsegarten verwandelt. Ihre Brüste waren Äpfel, ihr Babybauch eine Wassermelone und ihre Vulva eine Papaya.

Bea verband Olgas Augen mit einem Seidentuch und ging mit ihr zu dem Tisch, den wir am Eingang für den Sektempfang aufgestellt hatten. Unsere Barkeeper Laura und Felix folgten mit einem Servierwagen mit Sekt- und O-Saftflaschen, Sektkühlern mit Eis und Gläsern. Die Gläser hatten die Form eines Penis und sie mußten den Inhalt mit einem Trichter einfüllen.

Ich hatte Honig, Backpinsel und kandierte Früchte, wie von Bea bestellt und von Olga gar nicht bemerkt, auf den Servierwagen gestellt. Ich trug einen Garderobenständer mit unzähligen Seidenschals in etlichen Pastelltönen hinterher und stellte ihn neben dem Tisch auf.

Bea zog Olga das Kleid aus und dirigierte sie zum Tisch. Olga setzte sich vorsichtig auf die Tischplatte und unter Beas Führung legte sie sich rücklings hin. Bea ließ sich von mir Seidenschals reichen. Sie knotete je einen Schal um Olgas Handgelenke und band die ausgebreiteten Arme an den Tischbeinen am "Kopfende" fest. Dann drehte sie Olgas Kopf und ihr Becken zur Seite. Olgas nun untenliegende Bein winkelte sie etwas an, bis der Fuß an der Tischeckte zu liegen kam. Den Schal verknotete sie am Fußgelenk und am Tischbein. Das andere Bein streckte sie und der Fuß lag an der vierten Tischecke. Mit einem Schal wurde auch dieses Bein fixiert. Zwischen Olgas Schenkel zog Bea einen weiteren Schal hindurch, so daß die Vulva zum Teil bedeckt wurde.

Während Laura und Felix die Gläser mit Sekt und Saft füllten, half ich Bea dabei, Olga mit dem kandierten Obst zu dekorieren. Als Kleber diente der Honig. Als wir fertig waren, stellten Laura und Felix die vollen Gläser vor Olga und einen Sektkühler mit Flasche hinter sie. Damit jeder erkennen konnte, daß es sich nicht um "Natursekt" in den Gläsern handelte.

Olga sah zum Anbeißen appetitlich aus. Ihre Oberarme, ihre Brüste, die eine Hälfte des Bauches, die Schenkelinnenseiten des untenliegenden, die Schenkelaußenseiten des obenliegendes Beines und ihre Wange waren mit Kirschen, Heidelbeeren, Kiwischeiben, halbierten Erdbeeren, Apfelsinen- und Mandarinensegmenten und Ananasstücken übersät.

Ich mußte an meinen dilettantischen Versuch in der Kurklinik denken, als ich versuchte ihr zu zeigen, wie ich mir das virtuelle Treffen mit ihren früheren Liebhabern vorstellte. Bea hatte mich sofort ohne viele Worte verstanden. Zum Dank gab ich ihr einen Kuß - mit Zunge. Olga hätte ich auch gerne auf ihren Erdbeermund geküßt, aber die sollte sich jetzt nicht mehr bewegen. Selbst die Kirschen auf ihrer Wange ließ ich in Ruhe.

Fortsetzung folgt...
  • Geschrieben von Holger1953
  • Veröffentlicht am 25.11.2020
  • Gelesen: 3225 mal

Anmerkungen vom Autor

Die Veröffentlichung dieser Geschichte ohne Angabe der Quelle und ohne meine ausdrückliche Genehmigung ist verboten und kann strafrechtlich verfolgt werden. - Wer Tippfehler findet, darf sie behalten.

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Kommentare

  • Holger195325.11.2020 23:28

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    Bernhards "dilettantischer Versuch" wird in "Gesundheitswoche Teil 2" erzählt...

  • Holger195326.11.2020 08:07

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    ... absolut vegan!!!

  • Holger195326.11.2020 08:13

    Profilbild von Holger1953

    ... wenn mal von Olgas schönem fleischlichen Körper absieht :-)

  • CS27.11.2020 00:32

    Bei mir kommt Unmut auf, ich habe diese Storyfolge nur immer mal angelesen. Ohne den Zusammenhang verstehe ich die Story nicht und will sie auch nicht vertstehen.

    Aber da gab es den guten Tip eines US-Buches für Kurzstoryschreiber: Überlegen Sie/schreiben Sie die große Rahmenhandlung für sich auf, in der die einzelnen Kurzstories passieren, die in sich schlüssig/verständlich sind.
    Die veröffentlichen/verkaufen sie nonexklusiv.

    Werben Sie dabei schon für sich als Pseudonym-Autor und für den den kommenden Haupttitel (Die Titelwahl: das wichtigste
    und die Titelgestaltung, da engagiere ich mich noch! Extrem
    schwierig und risikoreich für das Buch!

    Zum Schluß schreiben Sie die Rahmenstory, die die einzelnen
    Geschichten verbindet und schon haben Sie einen Roman.

    Wobei reich wird man damit nicht mehr. Verleger braucht man dafür auch nicht. Das geht auch über amazon. Der Stephenson Verlag hat über 300 Titel als ebook, print on demand, 30 auch als Audiobook im Netz im Rennen.
    Umsätze anfangs "Bonanza", heute lächerlich. Ähnliches hören wir aus dem gesamten Markt!

  • Holger195327.11.2020 01:32

    Profilbild von Holger1953

    Hallo CS, vielen Dank für den Kommentar. Irgendwie hatte ich darauf gewartet. Alle Kurzgeschichten, die ich bisher auf diesem Portal veröffentlichte, sind Episoden EINER Story, nämlich der realen Liebesgeschichte von Olga und Bernhard. Beide unterhalten sich über ihre Vorleben und Vorlieben und versuchen gemeinsam, ihre sexuellen Fantasien umzusetzen. Die Gartenparty ist dann der Höhepunkt, denn kurz danach endet die Geschichte sehr traurig. Das hatte ich auch schon mal anklingen lassen. Olga sollte ihre Liebeserlebnisse aufschreiben, aber der Titel "Geschichte der O." war schon vergeben. Deshalb schlug Bernhard den Titel "Olga G. und ihre 27 Liebhaber" vor. "G-Punkt" ist dabei zweideutig, denn der Nachname von Olga beginnt mit dem Buchstaben G. - Bernhard ist nun der Haupterzähler und der Arbeitstitel für seine Erinnerungen lautet "Olga G.s 28. Liebhaber".

  • CS27.11.2020 20:52

    Der richtige Titel mit der Covergestaltung entscheidet über
    Erfolg und Mißerfolg, wenn man keinen "Namen" hat.

    Grundsätzlich sind "Frauen als Erzähler" erfolgreicher!
    Siehe die Bucherfolge der jungen Sexskandalschreiberinnen.

    Kein Mann interessiert sich wirklich für "Sir Walter und seine
    1000 eroberten Frauen".... höchstens, wie er es geschafft hat
    und wie die Frauen darauf reagiert haben. Auch Frauen dürften sich für einen "Sir Walter" eher nicht interessieren, außer wie er es anstellt! Vermutlich mit Vortäuschen von ganz viel Geld.

    "Olga G." wird niemand mit G-Punkt in Verbindung bringen.

    Schon bei der ersten US-Versenderreise Ende der 60er lernte Beate die KISS -Regel "keep it simple and stupid". O,5 bis 1,5 Sekunden Aufmerksamkeit gibt der Leser einem Cover oder Schlagzeile. Das Gehirn fragt nur: Wo ist mein Vorteil?

    Die zweite Regel die Beate damals mitbrachte war:
    Don`
    t sell the steak, sell the sizzle( den Geruch vom Steak auf dem heißen Grill)


    Warum die erfolgreichste Story hier "Tante Monika mit dem megagroßen Busen" ist... um 160.000 clicks ( so um Nr.102) Ich weiß es nicht. Ein bißchen "inzestuös" erzielt immer höhere Clickzahlen.
    Guttorale weibliche Vornamen würde ich grundsätzlich für gut halten wie Ulla, Anna, ist "Olga: meine 28 Liebhaber" stark genug? Das würde ich hier testen!!!! Viel Glück an Holger 1953. CS: Wieviele Titel, an die ich geglaubt (= nicht wissen) habe, sind hier "baden" gegangen.

    Und noch ein Tip für die Autoren: Sex & Crime floppt, wenn es
    aus dem Titel erkennbar ist. Im Verlag seit 30 Jahren!

    Und auch Sex & Trauer im Titel sind abtörnend! Nicht umsonst: Und wenn sie nicht gestorben sind, dann lieben sie sich noch heute!

  • Holger195327.11.2020 21:09

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    Moin CS, vielen Dank. Bin ja noch am Üben...

  • Holger195327.11.2020 23:26

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    ... die Geschichte ist ja noch nicht komplett...

  • Holger195301.12.2020 06:47

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    @CS: Es gibt da einen Roman "Lady Chatterley's Lover", der vor über 90 Jahren erschien und von einem Mann geschrieben wurde. Er landete 1999 bei "Le Monde" auf Platz 39 der Liste der "100 Bücher des Jahrhunderts“... Die Rahmenhandlung für die Liebesgeschichte von Olga und Bernhard existiert zwar, aber bei den Gedanken an den Roman von D. H. Lawrence kam mir eine neue Idee. Ich denke immer noch über einen Titel nach. Und mir fiel beim Nachdenken "Fiesta" von einem anderen bekannten Schriftsteller ein. Beide Romane verbindet ein Thema...

  • Holger195302.12.2020 04:45

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    @CS: Beim Lesen einer anderen Geschichte auf diesem Portal fiel mir ein Film ein, an den sich Bernhard erinnerte. Er bestellte die DVD im Internet und sah sich mit Olga "Cousin, Cousine" von Jean-Charles Tacchella an. Dieser Titel ist also auch schon "verbrannt"...

  • Holger195308.12.2020 06:11

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    @CS: Ich hatte bei einer anderen Episode angedeutet, daß Bernhard mein Alter ego ist. - Jedoch sind Bernhard und der Erzähler ein und dieselbe Person. Wenn ich an Olga denke, fällt mir unweigerlich Blake Sheltons "Sangria" ein. Das war "unser Lied". Obwohl ich noch nie Sangria getrunken habe. Vielleicht wäre das der passende Titel: "Ihre Lippen schmeckten wie Sangria"...

  • Holger195326.12.2020 22:44

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    Erst heute fiel mir eine Analogie zum Titel dieser Episode ein: Anton Tschechows "Kirschgarten"...

  • Holger195304.01.2021 00:28

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    @CS: Ich sehe gerade eine Verfilmung von "Lady Chatterly" und denke darüber nach, daß D. H. Lawrence wahrscheinlich auch keinen Pulitzer bekam...

  • Holger195304.01.2021 00:30

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    ... aber die Verfilmung von Pascale Ferran bekam fünf Césars!

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