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Die Versuchung (Teil 2)

4,4 von 5 Sternen
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Wortlos begann er mich abzureiben, rubbelte vorsichtig die Haare und meinen Körper, es war keine Sekunde lang unangenehm, er kniete sich sogar auf den Boden und trocknete Fußsohlen und Zehenzwischenräume ab.

„Du taugst ganz gut als Bademeister und Pfleger “, komplimentierte ich.

„Und du provozierst mich ganz schön“.

Mein Blick fiel auf seine Stange, die sich schon wieder aufgestellt hatte. Plötzlich stellte sich bei mir wieder das Kribbeln ein, welches mich schon bei der Berührung meiner Klit durchzogen hatte. Ich wurde erneut feucht.

Wirklich dadurch, dass ein nackter Mann mit einem steifen Penis vor mir stand? Das konnte nicht sein.

War aber trotzdem der Fall.

Sollte ich ihn bitten nachzuprüfen, ob meine Maus auch wirklich trocken ist?

Sollte ich ihn nachschauen lassen ob sich Fussel vom Handtuch abgelöst haben und an der Innenseite meiner Schamlippen klebten?

Nein, ich hatte plötzlich Lust auf etwas anderes, total Neues, war neugierig auf etwas das ich noch nie spürte. Oft schon hatte ich im Internet nackte Männer gesehen, die ihre mehr oder minder großen Riemen zur Schau stellten, oder damit Frauen vögelten. Noch nie hatte mich das angemacht,

Und plötzlich stand so ein Exemplar vor mir, ich wurde spitz, hatte ihn angefasst, ein seltsam geiles Gefühl dabei gespürt, wollte mich von ihm berühren lassen, ja noch mehr. Was war der Unterschied zwischen einem Umschnalldildo und einem lebendigen Männerschwanz?
Katja verzeih mir, aber das muss ich jetzt wissen. Dieser Leander S. Berger hat mich so scharf gemacht, ich kann einfach nicht anders. Die Tatsache, dass ich es war, die ihn so aufgereizt hatte, verdrängte ich.

Küssen würde ich ihn keinesfalls. Ich kann es mir nicht vorstellen, dass eine Männerschnute meine Lippen berührte, kratzend so wie früher mein Opa, der sich einen Spaß daraus machte, mir als kleines Mädchen sein stoppeliges, unrasiertes Gesicht über die Wangen zu reiben, dass diese meist mehrere Minuten brannten wie Feuer.

Er trocknete sich gerade mit dem kleinen Handtuch selber ab. Wie anfangen? Weiterreizen bis er sein Versprechen vergaß und über mich herfiel? Er war ein Mann mit Prinzipien bei der Arbeit und vermutlich auch hier. Jeder andere hätte mich vorhin in der Dusche wahrscheinlich an die Wand gedrückt und penetriert, er hatte sich mit kaltem Wasser abgekühlt und sein Teil klein gemacht. Oder war er am Ende schwul? Nein er hatte mir ja vor Beginn deutlich zu verstehen gegeben, dass er auf Frauen stand und auch sein Teil würde bei meinem Anblick nie so groß werden.

Er ging aus dem Bad und griff nach seiner Hose.

„Halt - zuerst bin ich dran mit ankleiden“.

Erstaunt stoppte er. „Ich will nur die Hose anziehen, damit er dich nicht immer ankucken muss. Am Ende denkt er sich sonst noch was“, grinste er.

Jetzt warf er mir wieder den Ball zu. Sicher hatte er bemerkt wie die Luft zu knistern begann. Ich ging auf ihn zu, bückte mich hinunter, nahm seinen Stab mit Daumen und Zeigefinger, schüttelte ihn hin und her.

„Na du kleiner Schlingel, was hast du denn für schmutzige Gedanken?“

„Miriam!!!!“, die Stimme des großen Schlingels klang vorwurfsvoll und gepresst.

„Was ist?“ Unschuldig sah ich zu ihm auf.

„Lass das bitte, sonst……..“

„Sonst was?“ entgegnete ich herausfordernd.

„Irgendwann kann ich nicht mehr, wenn du mich derart reizt“, sagte er leise.

„Was kannst du nicht mehr? Was passiert dann?“ Ich war die Ahnungslosigkeit in Person, drückte etwas kräftiger zu und umfasste ihn mit der ganzen Hand.

Er stöhnte. „Dann muss ich abspritzen“.

„Oh, das kann ich natürlich nicht zulassen, dass du den Teppichboden verkleckerst“, entgegnete ich überrascht und gab meiner Stimme einen leisen, erotischen Klang. Das Anfassen und Spüren der weichen, warmen Haut und der Festigkeit seines Bolzens, erregten mich immer mehr und ich bekam Angst davor, mein Fötzchen würde langsam auslaufen, spürte bereits meinen Saft, der einen Slip schon durchnässt hätte, wollte mir an die Muschi greifen, aber sofort erinnerten mich die Schmerzen in meinem Arm daran, warum ich in dieser Situation war. Dennoch, meine Lust und meine Neugier mussten gestillt werden, bevor mich das schlechte Gewissen erreichte.

Ich zog ihn an seinem Teil Richtung Bett, warf die Decke zur Seite, legte mich mit gespreizten Beinen darauf. Amüsiert sah ich ihn an. Er stand vor mir, mit weit aufgerissenen Augen und einem fassungslosen Gesichtsausdruck. Was ist denn hier los?

„Meinst du das jetzt wirklich im Ernst?“

Ich wurde langsam ungeduldig. „Wenn du noch lange dastehst und wartest, überlege ich es mir vielleicht noch“.

Ein zweifelnder Blick, doch dann begannen seine Augen zu glänzen. Langsam stieg er über mich, kniete sich zwischen die Schenkel und sah auf mich herab, kam immer näher. Ich zitterte vor Erregung, schlimmer als beim ersten Mal, als mich meine damalige Freundin, eine Kommilitonin mit einem Dildo in die körperliche Liebe einführte.

Nie in meinem Leben wollte ich einen Mann über mir haben. Doch nun spürte ich ihn. Sein harter Penis umspielte meine Spalte. Den wippenden Dildo musste ich immer mit der Hand einführen. Ich griff nach seinem Teil, ja das war wirklich wesentlich größer als das was wir uns immer umschnallten. Vorsichtig drang er ein, Zentimeter für Zentimeter schob er sich in meine heiße Pussy die ihn sehnsüchtig erwartete.

Katja rammte mich immer schnell und heftig. Leander S. wurde immer länger. Da wo zuhause bereits Ende war, drang er noch weiter vor, in Gegenden die nie zuvor ein künstliches, und noch weniger ein lebendiges Teil berührt hatten. Und es tat so gut. Ich hielt die Augen geschlossen, wollte das Männergesicht nicht sehen und von Katja träumen. Aber es ging nicht.

So anders waren seine Berührungen, erregend mild, gleichzeitig aber doch stark und mächtig. Er ging tiefer, ich hörte mich stöhnen, Katja verblasste plötzlich über mir und ich sah ihn, der mit leicht geöffnetem Mund die Luft einsaugte. Leander S. hatte sich mit beiden Armen abgestützt, senkte sich aber so weit auf mich herab, dass seine behaarte Brust meine Knospen berührte. Natürlich waren die groß und hart geworden. Durch die Berührung schickten sie Signale in mein Innerstes und zusammen mit den Gefühlen in der Vagina entwickelte sich eine Lust, die mich immer lauter stöhnen ließ.

Für ihn war das sicher ein Zeichen, dass es mir gefiel. Er drückte etwas kräftiger gegen meine Scham, drang noch tiefer ein, ich fühlte eine Berührung meiner Cervix die sofort meine Gefühle verstärkte. Es war ganz anders als sonst. Ich schmolz, oder besser gesagt ich brannte dahin. Seine Kraft, die mich bei den stärker werdenden Stößen in das Bett presste, der direkte Hautkontakt, wo ich sonst die Gummigurte, teilweise auch die Verschlussschnallen spürte, die Berührung meines Kitzlers, das stachelte mich gewaltig an, dazu klatschten noch seine Hoden gegen meinen Damm.

Dies überstieg plötzlich alles was ich jemals an Lust empfunden hatte. Der Begriff Megaorgasmus ging kurz durch meinen Kopf bevor er über mich hereinbrach, ich einfach nur noch das genoss was in meinem Körper ablief. Von den Brüsten bis zu den Oberschenkeln spürte ich nur Geilheit, ausgehend von meinem Becken, verursacht durch ein riesiges Teil, welches in mir steckte und bei jedem Stoß neue Wellen durch mich jagte. Mein Becken krampfte sich zusammen, die Scheidenmuskeln zuckten, der Orgasmus wollte einfach nicht mehr aufhören, sollte er auch nicht, ewig könnte ich so daliegen und diese Bewegungen aufnehmen, immer wieder flammte er erneut auf, schickte mich auf eine Lustreise wie ich sie so noch nie erlebt hatte, bis auch er plötzlich anfing zu beben und ich spürte, dass er sich in kräftigen Schüben ergoss.

Nur langsam beruhigte er sich. Ich sah sein Gesicht über mir, lächelnd, aber nicht triumphierend. Leander S. fiel neben mich auf das Bett und sah mich schweigend an. Erst langsam kam ich wieder zu Bewusstsein. Ich hatte mit einem Mann geschlafen und – er hatte seinen Samen in mich ergossen. Ich verhütete ja nicht, wozu auch. Panisch schoss ich hoch.

„Was ist los?“ fragte er erschrocken.

„Ich nehme keine Verhütungsmittel. Was ist, wenn ich schwanger werde?“

Er spitzte die Lippen und zog pfeifend die Luft ein. „Wann bekommst du deine Tage?“

„In den nächsten drei oder vier Tagen müsste es losgehen, warum?“

„Keine Gefahr, dann kannst du nicht schwanger werden“. Seine Stimme klang beruhigend.

Ja tatsächlich, ich hatte das auch schon mal gehört. Erleichtert atmete ich auf.

Er grinste. „Was hättest du getan, wenn nicht?“

Ich zuckte mit den Schultern. Das konnte ich jetzt nicht beantworten. Ich und ein Kind bekommen? Daran hatte ich noch nie gedacht.

Wiederum knurrte mein Magen. Kurz darauf seiner. Wir sahen uns an und lachten.

Er zog mir einen Slip an. „Sonst verkleckerst du noch den Teppichboden“, grinste er.

Eine Viertelstunde später war ich ´ausgehfertig´ angezogen. Er hatte mir sogar noch die Haare schön geföhnt und gekämmt.

Während er in sein Zimmer ging um sich selber anzuziehen, kam ich erst zur Besinnung.
Miriam was hast du gemacht? Du hast mit einem Mann geschlafen und es hat dir gefallen. Was soll das? Du liebst doch Katja und sie dich. Außerdem kannst du mit einem Mann nichts anfangen. Diese ekelhaften Kerle, mit ihren behaarten Körpern, den breiten Schultern und dem harten Gesicht, ihren grässlichen Schwänzen und Händen. Die nie so sanft eine Frau streicheln und liebkosen können wie eine andere das kann. Du liebst doch die Brüste von Katja, magst es, wenn sie dich mit ihrer feinen Zunge leckt, dich dadurch stimuliert und zum Höhepunkt bringt, du liebst sie, ihren Geschmack, wenn du sie mit dem Mund befriedigst.

Niemals konnte ich mir vorstellen, dass ein Mann auf mir liegt und seinen Penis in mich steckt, einmal hatte ich davon geträumt und war schweißgebadet aufgewacht. Und jetzt war es geschehen, hatte mir auch noch unheimlich großen Spaß gemacht. Und ausgerechnet mit Leander S. Berger. Ein einmaliger Ausrutscher. Nie mehr würde das passieren.

Zusammen gingen wir in das Restaurant. Er schlug einen abgelegenen Tisch vor. Warum? Wollte er mit mir knutschen und küssen? Nein – dann würde ich ihm in der Öffentlichkeit eine runterhauen. Beim Studium der Speisekarte bemerkte ich wieder meine Hilflosigkeit. Ich konnte kein Schnitzel schneiden. Lediglich ein Gulasch wäre möglich, aber auch mit Knödel. Den musste man ebenfalls wieder schneiden.

„Darf ich fragen, was du essen möchtest?“ fragte mein Begleiter.

Das geht dich doch nichts an, sagte mein Gehirn. Doch mein Mund meinte, „mir bleibt mit einer Hand nicht viel übrig außer Gulasch oder Suppe“.

„Ich mach dir einen Vorschlag: Wir lassen dein Gericht ein paar Minuten früher kommen und ich schneide es dir dann, dass du mit der Gabel essen kannst“.

Was ging denn hier ab? Vor einer Stunde war er noch ein rotes Tuch, inzwischen hatte er mich aus- und angezogen, geduscht, ich mit ihm geschlafen und nun saßen wir zusammen beim Essen und ich begann plötzlich Sympathie für ihn zu empfinden. Bin ich das wirklich? Ich bin doch lesbisch, liebe Frauen, vor allem Katja und jetzt hat es mir Spaß gemacht, einen Mann in mir zu spüren?

Ich war wütend auf mich selber. Nein, ich hasse Männer und vor allen Dingen Leander S. Berger.

„Hast du ein schlechtes Gewissen?“, riss er mich aus meinen Gedanken.

Was sollte ich antworten. Sprachlos blickte ich ihn an.

Er lächelte. „Miriam ich weiß nicht warum, aber irgendwie scheinst du etwas gegen mich zu haben. Wenn du mich siehst, wenn du mit mir redest, bist du immer in Abwehr- oder Angriffshaltung. Deine Stimme, die Bewegungen, der Umgang – alles ist nicht freundschaftlich und kollegial. Das fällt sogar dem Chef auf. Er hat mich schon angesprochen. Mich hat deshalb gewundert was vorhin in deinem Zimmer passiert ist. Keine Angst, davon wird kein Sterbenswörtchen nach außen dringen. Aber kaum sitzen wir hier miteinander am Tisch kommt wieder die Katze zum Vorschein, die mich am liebsten anfauchen, anspringen, kratzen und beißen möchte.“

Da war sie wieder, seine offene Direktheit. Ich wurde tatsächlich erneut rot im Gesicht. Zum Glück kam die Kellnerin, brachte unsere Getränke und wollte die Bestellung aufnehmen. Ich zögerte zuerst, blickte ihn an und bestellte mir dann ein Steak. Als die Frau wegging sah ich ihr nach. Sie würde mir mit Sicherheit helfen, mich auf dem Zimmer auszuziehen, brauchte ihn nicht mehr. Also konnte ich ihm einmal ungeschminkt die Wahrheit sagen, so wie er auch.

„Kannst du dir das nicht denken? Du bist die Arroganz in Person. Kein anderer Mensch den ich kenne, lässt auf seine Visitenkarte seinen zweiten Namen abgekürzt drucken. Das S Punkt reizt alleine schon. Im Betrieb heißt es, das steht für das was du in deiner Hose hast.
Und dann hast du mich bei der ersten Messe voll blamiert und zum Gespött der Kollegen gemacht. Glaubst du dafür liebe ich dich?“

Ich schleuderte ihm diese Worte ins Gesicht. Ich hatte damals gerade in der Firma angefangen, der Chef mir sofort freie Hand gelassen und so unterbreitete ich, ohne mit ihm darüber zu reden, ein Angebot das, wie sich im Nachhinein herausstellte, vom Umfang her zu den Jahres-Top-Ten gehörte. Erst bei Beginn der Messe hatte ich es Braun gezeigt und gesagt, der Kunde würde kommen und eventuell kaufen. Der war daraufhin kreidebleich geworden, rief nach Berger, er solle die Offerte überprüfen, was der auch tat, den Schriftsatz mit mir durchging und gute Arbeit bescheinigte. Doch dann standen wir zusammen vor unserem Stand und ich sah den Interessenten zusammen mit seiner Frau noch ein Stück weg von uns an einem anderen Stand sehen und machte die beiden darauf aufmerksam.

´Nicht gut, wenn die Frau dabei ist, ´ hatte Berger damals gesagt. ´Der Mann wird auf deinen tiefen Ausschnitt und den kurzen Rock schauen, die Frau ist ähnlich gekleidet wie du und wird versuchen zu verhindern, dass er bei dir kauft, wenn sie etwas zu sagen hat`. Ich hätte ihm damals am liebsten eine gescheuert, sein Glück war, dass jemand kam und ihn etwas fragte. Doch er lag richtig. Der Kunde zog mich mit Blicken fast aus, die Frau wurde ablehnender, aber sie saß auf dem Geld, Braun rutschte immer nervöser auf seinem Stuhl herum, bis es dann eine technische Frage gab, die wir beide nicht beantworten konnten und Braun beinahe erleichtert fragte, ob man nicht Herrn Berger hinzuziehen dürfe. Der setzte sich strahlend zu uns, stellte den Mann einfach in die Ecke, wie er so schön sagte, redete mit der Frau und war innerhalb kürzester Zeit so weit, dass die unterschrieb, nachdem er, zugesichert hatte, das Projekt auf ihren Wunsch hin, persönlich zu betreuen. Allerdings schob er mir den Auftrag zur Unterschrift zu, nachdem sie unterzeichnet hatte. Obwohl wir das Projekt zusammen durchzogen und ich dabei sehr viel von ihm lernte, war ich wütend denn er wurde damals der große Held und ich die dumme Tussi, welche ihre Reize falsch eingesetzt hatte. Ich musste aber zugeben, dass er selber mir das nie spüren ließ. Dennoch war er für mich die Reizfigur Nummer eins innerhalb der Firma.

Sein Gesichtsausdruck zeigte zuerst Erstaunen, dann begann er zu lachen.

„Deshalb bin ich für dich der Kotzbrocken?“

Was gab es da zu lachen? Genau das hasste ich an ihm.

„Als ich hier in der Firma angefangen habe, gab es noch einen Mitarbeiter namens Leander Berg. Da wir immer verwechselt wurden, wollte der Chef eine Abgrenzung und hat das „S“ welches übrigens für meinen zweiten Vornamen Siegfried steht, aufdrucken lassen. Mir ist das selber nicht recht und ich habe schon gesagt, beim nächsten Druck sollen die das Streichen.

Was den Auftrag anbelangt, war es so, dass Braun schon hinter deinem Rücken gegen dich die Messer gewetzt hatte, weil du das Angebot ohne Rücksprache gemacht hattest. Das sagte er auch. Du hast nicht seine Blicke bemerkt, als er mich gebeten hat, es zu überprüfen. Mir war klar, dass du die Probezeit nicht überleben würdest, wenn die ohne Unterschrift gegangen wären, deshalb habe ich so deutlich gesagt, was Sache ist und alles getan, damit der Auftrag bei uns bleibt. Wie du weißt, lag ich richtig, habe nichts daran verdient, dir aber gleichzeitig vieles gelernt.“

Seine Stimme war immer ernster, auch etwas vorwurfsvoll geworden. Es war korrekt was er sagte. Nachdem dieses Projekt abgewickelt war, wusste ich sehr viel über die Materie und konnte es sehr gut nutzen. Der Auftrag war sozusagen der Schlüssel für die Akzeptanz meiner Person in der Firma. Das hatte ich die ganze Zeit verdrängt, wie auch die Tatsache, dass die ganzen Lorbeeren über mir ausgeschüttet worden waren. Nach Abschluss der Arbeiten hatte sich der Kunde schriftlich bedankt und Braun mir vor der gesamten Verkäuferschaft gratuliert, kein Wort über Leander S. Berger verloren. Er hatte damals mit den anderen zusammen applaudiert, kein bisschen Neid war in seinem Gesicht zu erkennen gewesen. Ich schwieg, nickte langsam und starrte auf den Tisch.

„Entschuldigung, das tut mir leid“, presste ich hervor und sah ihn an.

Er hob sein Glas und lächelte. „Vergiss es, wir haben darüber gesprochen und nun ist es gut.“

Die Kellnerin brachte den Salat. Die Blätter des Grünen waren sehr groß. Wie soll ich das essen, überlegte ich. Am besten liegen lassen.

„Warte bitte kurz mit dem Essen“, sagte er, zerteilte das grün auf seinem Teller, zog mir dann plötzlich mein Salatteller weg und setzte mir seines vor.

„Geht’s so?“

Ich nickte. Dann kam mein Steak, Leander zerteilte es in mundgroße Stücke, bemutterte mich aufmerksam aber nicht aufdringlich. Nach dem Essen tranken wir noch ein Glas Wein und gingen zusammen hoch. Wieder war ich hin- und hergerissen. Sollte ich, oder sollte ich nicht? Miriam nein – du hast Wein getrunken und weißt genau, dass du überhaupt nichts verträgst.
Er wünschte mir eine Gute Nacht und steckte den Schlüssel in sein Türschloss.

„Moment, du musst mich noch ins Bett bringen. Ausziehen, Nachthemd anziehen und zudecken“. Ich hielt meinen Arm hoch.

Alleine seine Berührungen erregten mich erneut. Verband abnehmen, Bluse aufknöpfen, ausziehen, BH, Rock, Strumpfhose, bei jedem Kontakt durchfuhr mich ein kleiner Stromstoß, obwohl er sachlich mit mir umging. Doch ich merkte, dass er mich mit anderen Augen ansah als beim ersten Mal. Seine Hose zeigte bereits seine Gedanken. Er streifte mir gerade das Nachthemd über, als mein Telefon summte.

Katja! Instinktiv griff ich danach und meldete mich. Sie hatte Sehnsucht nach mir. Leander brachte die Schiene an, wickelte die Binde herum und befestigte sie, während ich schon Katjas Liebeserklärungen hörte.

Schnell drückte dieser Frechdachs mir einen lautlosen Kuss auf die Wange grinste mich an, seine Lippen formten ein `Gute Nacht` und dann schloss er lautlos die Türe.

Katja lag in unserem Bett, nackt mit Vibrator und Dildo, ihren Gegenstücken zu denen die sie mir eingepackt hatte und forderte mich auf, ebenfalls die beiden Teile zu holen. Sie wollte sich zusammen mit mir am Telefon befriedigen, das machten wir oft, wenn ich unterwegs war, wir beschrieben flüsternd was wir gerade taten, unser Stöhnen machte uns gegenseitig an. Mitfühlend bedauerte sie mein Missgeschick mit dem Arm, und hatte Verständnis, dass ich nicht das Telefon halten und gleichzeitig mit dem Vibrator spielen konnte.

„Kannst du dich überhaupt alleine An- und ausziehen?“ war sie besorgt.

„Hier im Hotel gibt es eine sehr freundliche Kellnerin“, antwortete ich, ohne dabei zu lügen.

„Dass du mich aber mit der nicht betrügst“.

„Katja Schatz, die ist sicher hetero.“

„Ach Miri, ich bedauere dich so sehr“, sagte sie unter Stöhnen. Ich wusste, dass gerade der Vibrator im Einsatz war, kannte jeden ihrer Laute. Die Vorstellung machte mich heiß, ich sah sie vor mir liegen, mit offenen Schenkeln, das Teil in ihrer Muschel, stellte mir vor, wie sie es rein und raus bewegte und wurde selber richtig feucht bei dem Gedanken daran. Mühsam versuchte ich mich mit dem geschienten Arm zwischen den Beinen zu streicheln, ich fuhr mit Verband und Schiene über meine nasse Spalte, aber es entwickelten sich keine Gefühle, während ich am Telefon miterleben konnte, wie Katja immer wuschiger wurde, ganz abgehackt zu japsen begann um dann mit einem tiefen, langgezogenen Seufzer ihren Höhepunkt zu erleben, während ich mit gespreizten Schenkeln und dem Telefon am Ohr im Bett lag und sich der Orgasmus nur in meinem Kopfkino abspielte. Danach gaben wir uns noch gegenseitig ein paar Liebesbeteuerungen und beendeten unser Gespräch.

Hätte ich doch die Kellnerin fragen sollen? Das war eine sehr burschikose Person gewesen. Kurze Haare, pralle Brüste und einen knackigen Hintern – der Anblick hatte mich schon erregt. So aber musste ich mich von Leander umkleiden lassen. Meine Überlegung mit ihm war durch Katjas Anruf plötzlich beendet worden. Das Gespräch hatte mich auf den Boden der Tatsachen zurückgebracht – ich liebte Frauen. Aber warum hatte er mir einen Kuss auf gehaucht? Ich war zwar zusammengezuckt, überrascht, aber es hatte sich nicht schlecht angefühlt.


  • Geschrieben von RudiRabe
  • Veröffentlicht am 04.03.2020
  • Gelesen: 5310 mal

Kommentare

  • Mone04.03.2020 15:22

    Könnte ich mehr als 5 Sterne vergeben, wäre es eine glatte 10 . Sehr heiß, toll geschrieben, mehr davon BITTE

  • RudiRabe04.03.2020 18:18

    Danke Mone, aber die bleiben nur eine Nacht im Hotel.

  • Mone05.03.2020 06:28

    Schade

  • MichaL09.03.2020 23:31

    Profilbild von MichaL

    Ganz offensichtlich treibt hier wieder jemand sein unwesen, der ganz gezielt alle sehr gut bewerteten Geschichten mit nur einem Stern abwertet. Wahrscheinlich einer dieser weniger erfolgreichen Autoren, der frustriert ist, dass er es mit seinen eigenen geistigen Ergüssen zu nichts bringt. Schon allein deswegen von mir fünf Sterne für diese ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Geschichte!

  • RudiRabe10.03.2020 09:40

    War jetzt ein paar Tage unterwegs, bin aber jetzt durch Corona ausgebremst worden. Du hast vollkommen recht. Das beobachte ich schon seit längerer Zeit, aber es macht keinen Sinn sich darüber aufzuregen. Macht aber hier langsam keinen Spass mehr. Mir gefällt es mittlerweile besser in dem anderen Forum, wo du auch postest. Das ist vermutlich ehrlicher. Meine Frau hat dort, wie du vielleicht gesehen hast, ein paar GEschichten eingestellt. Bin am überlegen, ob ich mich hier nicht ganz zurückziehe.

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