Erotische Geschichten

Bitte melden Sie sich an

Die Leiden eines Autors von erotischen Geschichten

4,5 von 5 Sternen
Aus gegebenem Anlass möchte ich hinweisen, dass die Veröffentlichung dieser Geschichte auf anderen Portalen, ohne Angabe der Quelle und der schriftlichen Genehmigung des Autors verboten ist und strafrechtlich verfolgt wird.

Freitagabend zuhause. Meine Frau hat sich die Fernbedienung des Fernsehers geschnappt, liegt auf der Couch und zappt nach der Tagesschau durch die Programme. Spielfilm, Krimiserie, ein Bericht, eine Dokumentation, Zeichentrickfilm, Werbung, Billiard, noch ein Krimi. Endlich hat sie das, was sie will. Eine Serie die in der X-ten Wiederholung läuft. Mindestens schon fünfmal gesehen. Nein – nicht schon wieder.

„Schatz ich geh ins Arbeitszimmer.“

Ein zustimmendes Nicken. Sie denkt vermutlich, dann habe ich meine Ruhe und niemand, redet während dem Film dumm daher von wegen, jetzt wird der erschossen, oder das ist der Mörder.

Ich schalte den Computer ein. Eigentlich könnte ich an meinem kleinen, erotischen Roman weiterschreiben. Schon lange nichts mehr daran gemacht.

Was hast du denn in letzter Zeit alles gesehen und mitbekommen? Ach ja, da war doch neulich beim Einkaufen diese Frau mit den engen, dünnen, grauen Leggins vor uns an der Kasse. Deutlich hat sich der Slip abgezeichnet. Das weite Shirt, war ebenfalls transparent, darunter ein dunkelblauer BH. Sie mochte etwa so groß wie ich sein, hatte braune, kurze Haare, etwas üppigere Brüste, aber einen auffallend breiten Hintern.

Ja – das wäre etwas für meine Fantasie – wo stellt man sie am besten rein? Vielleicht mal wieder eine Analgeschichte, da würde die dazu passen – schon lange nicht mehr darüber nachgedacht.

Also, wie baut man den Akt ein, wo und wie treffen sich die beiden, machen sie es gleich von hinten oder gibt es zuerst noch andere Berührungspunkte? Wer von ihnen ist der Auslöser für dieses Erlebnis? Neue Geschichte oder in die laufende einfügen? Zu meiner Hauptperson passt es nicht. Ich nehme gleich die Frau dazu. Okay, Einleitung geschrieben, sie sind zusammen, haben sich ausgezogen und bereits ausgiebig befingert, der Kern der Geschichte kann losgehen:

´Ich würde zwar gerne mit dir, aber ich glaube ich bekomme meine Tage´.

´Das macht gar nichts, wir können es ja auch in der nächsten Öffnung probieren´.

´Meinst du wirklich? Mich hat noch nie jemand in den Arsch gevögelt´.

´Dann wird es Zeit, dass es dir einer mal macht´.

Er legte seine Hand auf ihre Pobacke und strich vorsichtig durch die Ritze. Langsam drang sein Finger tiefer, suchend und tastend nach der Rosette, bis er sie spürte. Instinktiv zog sie den Muskel zusammen. Damit hatte er gerechnet und übt leichten Druck aus.

Nein, nein. So geht das nicht. Kein guter Text. Absatz markieren und löschen.

Ich hole mir erst mal eine Flasche Wein aus dem Keller. Umweg über das Wohnzimmer.

„Schatz möchtest du auch ein Glas Riesling?“

Kopfschütteln. Also nehme ich Flasche und Glas mit ins Arbeitszimmer.

Nächster Versuch:
Ja, so könnte es gehen, aber dann brauch ich auch eine andere Einleitung. Also wird auch die gelöscht und neu geschrieben.

Beide stehen nackt voreinander und umarmen sich. Seine Hände gleiten ihren Rücken hinab, bis zum Po, greifen nach den festen Kugeln, seine harte Rute drückt gegen ihren Bauch. Er presst sie gegen sich, zieht dabei jedoch die üppigen Arschbacken auseinander und dringt mit dem Finger dazwischen, suchend nach ihrer Öffnung, um damit zu spielen. Er fühlt plötzlich die Vertiefung, ihre feuchte Haut, dann liegt sein Finger genau auf dem Löchlein. Sofort zieht sie die Muskeln zusammen. Forsch stößt er zu, das erste Fingerglied dringt ein.

´He was wird das denn? ´ist sie empört.

´Vielleicht probieren wir es heut mal anders´, grinst er sie an.

´Wieso, ist dir meine Muschi nicht mehr eng genug?´

`Doch, doch, aber Abwechslung tut gut.´

Der Finger spielt in ihr, vorsichtig aber beständig. Langsam steigt die Lust dieses Ungewohnte auszuprobieren, sie entspannt sich, wird neugierig. Doch dann kommt Angst in ihr hoch. Der ist so dick, dass er mir schon fast meine Muschel zerreißt, denn kann ich unmöglich hinten rein lassen.

Wie geht es jetzt weiter? Ich überlege und überlege. Das passt doch nicht so gut. Schon wieder löschen? Nein, ich lasse diese Passage mal stehen, vielleicht kann ich sie später noch brauchen.

Was könnte denn so ablaufen und wie bringt man das aufs Papier, dass es reell wirkt und sich lesen lässt? Vielleicht zuerst den Kern schreiben und dann erst die Einleitung?


Ah, ich hab´s. Dritter Versuch:
Er nahm den Flacon, Gleitgel auf Wasserbasis mit Moschusgeruch war darauf zu lesen, kniete sich hinter sie, zog mit zwei Fingern ihre Pobacken auseinander. Der Anblick ihres Löchleins erregte ihn weiter, er sprühte ein paarmal direkt darauf und setzte vorsichtig den Finger an ihre Rosette. Dieser flutschte bereits mit leichtem Druck durch die Pforte.

Sie wehrte sich zwar und zog den Muskel kräftig zusammen, aber vergebens. Er begann mit drehenden Bewegungen zu massieren und den Druck zu verstärken. Nach ein paar weiteren Tropfen war ihr Loch so geweitet, um auch einen zweiten Finger reinzustecken. Sie begann zu stöhnen.

„Gefällt dir das?“ fragte er.

„Es ist zwar komisch aber schön. Komm, ich möchte deinen Schweif spüren.“

Der war mittlerweile bretthart geworden. Er rieb ihn ebenfalls mit dem Gleitgel ein und ging in Stellung.

(Ich überlege - wie könnte es jetzt weitergehen. Noch ein Schluck Wein.)

„Bist du bereit?“, fragte er erregt.

Ihre Antwort war ein erneutes Stöhnen. Ganz langsam bewegte er sich vorwärts. Es war verdammt eng. Sie atmete tief ein und blies die Luft durch den Mund aus.

„Soll ich aufhören?“

„Nein mach weiter“, presste sie hervor.

Als die Eichel verschwunden war ging es etwas leichter. „Komm stoß ihn endlich ganz rein“, forderte sie.

Gerne tat er ihr den Gefallen. Sie stöhnte laut auf, als er komplett in ihr steckte und sie mit gemächlichen Stößen beglückte.

Ja genau das ist es. Plötzlich fallen mir die Ideen in den Schoss. Sofort weiß ich, wo ich es einfügen könnte. Das Schreiben läuft wie geschmiert und schnell ist der Absatz fertig. Ich bin so richtig in Fahrt, schenke ein neues Glas Wein ein, schreibe und schreibe.

Dann ein Blick zur Uhr. Was, schon so spät? Abgespeichert, den Computer heruntergefahren und ins Bett. Wein und Glas trage ich in die Küche, leiser Umweg über das Wohnzimmer. Im Fernsehen läuft Werbung, meine Frau liegt mit geschlossenen Augen da und „schläft fern“. Ich setze mich zu ihr, wecke sie mit einem zarten Kuss, streichle weich ihren Bauch, die Finger wandern sanft über ihr Shirt zu ihren Brüsten.

Die Schreiberei hat mich richtig erregt und Appetit gemacht auf ein eigenes, körperliches, erotisches Erlebnis. Kein BH, doch nur langsam erwachen die Brustwarzen, beginnen unter dem Sleep-Shirt zu wachsen. Sie brummt etwas müde vor sich hin und dreht sich leicht von mir weg. Ein Zeichen, dass sie heute keine Lust mehr hat. Deshalb ziehe ich meine Hand zurück.

„Gehst du mit ins Bett?“ frage ich.

Sie gähnt. „Ein bisschen warte ich vielleicht noch, soll ein toller Krimi kommen…… Was hast du gemacht?“

„Ich habe ein wenig an meiner Geschichte weitergeschrieben.“

„Das werde ich vielleicht noch lesen,“ sagt sie gelangweilt und gähnt.

Na ja, wird heute wohl nichts mehr damit werden, weder mit dem Lesen, noch mit was anderem, denke ich.

„Ich gehe ins Bett, gute Nacht Liebling.“

Der Wein hat müde gemacht. Schnell schlafe ich ein und träume von Sex. Eine Frau mit einer dünnen, grauen Leggins ist vor mir auf allen vieren. Ich ziehe ihr die Hose herunter. Auf einmal macht sich jemand unter der Decke zu schaffen. Die Frau vom Supermarkt mit dem großen Hintern? Nein, ich liege in meinem eigenen Schlafzimmer.

Mein Paradeteil wird gedrückt, auf und ab gerieben. Was soll das den jetzt mitten in der Nacht? Vorhin wollte sie doch nicht.

„Lass mich schlafen“, murmle ich schläfrig.

„Das könnte dir so passen. Geile Storys schreiben, dass mir schon beim Lesen meine Mumu fast ausläuft und dann ins Bett gehen und pennen. Das geht gar nicht. Los du fauler Knochen! Ich will es jetzt auf der Stelle exakt genauso in den Arsch besorgt bekommen, wie die Frau in deiner Geschichte.“

Sie drückt mir einen Flacon in die Hand. Gleitgel auf Wasserbasis mit Moschusgeruch, ist darauf im Schein der kleinen Lampe an der Bettkonsole zu lesen.

Was hatte ich doch da gleich geschrieben? Hatte er ihn sofort reingerammt, oder sie zuerst noch geweitet? Ein Finger oder zwei? Wie hat er sie angefasst? So was Dummes, ich weiß es nicht mehr. Aber meine Frau ist fast pedantisch, will es genauso haben und merkt sofort, wenn ich abweiche. Falls ich einmal schreiben würde, mit wie vielen Stößen ein Mann die Frau beglückt, könnte ich mir vorstellen, dass sie beim Nachmachen mitzählt und mich daran erinnert – du warst zu schnell, oder -du Angeber schaffst es selber nicht mit so wenig Bewegungen abzuspritzen, wie du schreibst.

Sie ist nackt, geht in Stellung, streckt mir ihren strammen Po entgegen, wackelt damit verführerisch. Nun werde ich vollends wach. Der Anblick der herrlichen Pflaume und die hübsche Rosette lassen meine Lebensgeister erblühen. Den kleinen Rudi hat sie bereits ordentlich aufgepäppelt, er drückt schon in ´habt Acht´ Haltung gegen die Hose.

Wie war das jetzt noch mal in dem Text? Mir fällt es nicht mehr ein. Ich stehe auf und gehe zur Tür. Ein verwunderter Blick folgt mir.

„Wo gehst du denn jetzt hin?“ fragt sie erstaunt.

„Ich muss noch schnell ins Arbeitszimmer an den Computer und die Gebrauchsanleitung ausdrucken. Weiß nicht mehr genau wie ich das beschrieben habe, und möchte nichts falsch machen,“ murmle ich und bin mit ein paar schnellen Schritten draußen, denn schon kommt ein Kopfkissen angeflogen.

Ja, ja – das sind die Leiden eines Autors von erotischen Geschichten.
  • Geschrieben von RudiRabe
  • Veröffentlicht am 14.03.2020
  • Gelesen: 2736 mal

Kommentare

  • Holger195314.03.2020 19:27

    Profilbild von Holger1953

    Kollegiale Grüße. Da habe ich es etwas einfacher. Ich schaue mir alte Fotos und Videos an und versuche es mit einer Bildbeschreibung für Blinde. Die Dialoge muß ich mir manchmal dazudenken, weil die Hintergrundmusik bei den Filmen so laut ist, oder es es sind Gedächtnisprotokolle der Protagonisten von Gesprächen, die sie irgendwann einmal geführt haben.

  • Wischi14.03.2020 22:42

    Wieder eine typische Raben Geschichte. Verdiente 5 Sterne. Interessant, sexy und zum Schmunzeln. Läuft das bei dir wirklich so?

  • Mone20.03.2020 12:56

    Rudi Rabe, du hast es drauf

  • RudiRabe20.03.2020 18:48

    Danke für Eure Kommentare und die Bewertungen. Momentan gibt es Zeit zum Schreiben und lesen. Ausgangssperre.

Schreiben Sie einen Kommentar

0.133