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Das Patrick-Projekt 3/5 – Heiße Küsse

5 von 5 Sternen
Das Patrick-Projekt 3/5 – Heiße Küsse

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Das Patrick-Projekt: Lockerleichte Vanilla mit einem Schuss Coming-of-Age, einer Prise Drama, und viel jugendlichem Leichtsinn auf der Sommeralm. Et voilà! Die feuchten Höschen sind angerichtet.

Was bisher geschah:
Zuerst war Kim unsicher: Hat ihr Chef ihr wirklich unter den Rock gelinst? Will er etwas von ihr? Jetzt gibt es keinen Zweifel mehr: Sie hat sich mit Patrick in einer erotischen Beziehung verwickelt. Oder er sich mit ihr. Sie haben eine Nacht erlebt, die Kim schon am nächsten Morgen so fantastisch und abgefahren vorkommt wie ein Fiebertraum. Doch wie soll das nur weitergehen? Und wie kann es enden?

Dingo666

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3 - FREITAGMORGEN

Die Sonne weckt mich. Ich blinzle in die warmen Strahlen, gähne wie ein Nilpferd und räkle mich wohlig. Genau gegenüber geht sie auf, ist noch gar nicht ganz über dem Bergrücken, und scheint mir durch das Fenster ins Gesicht. Das ist eines der Dinge, die ich auf dem Quellenhof so liebe: diese Aufwach-Momente, ohne Stress, ohne Wecker, ohne drängelnde Mutterstimme von unten.

Die Uhr zeigt 6:20 Uhr. Ich habe ein breites Grinsen auf dem Gesicht. Mir geht es supergut! Ich fühle mich wie eine Katze, die eine Maus verspachtelt hat, und sich nun in der Sonne aalt. Mein ganzer Körper bitzelt innerlich ein wenig.

Hm? Warum spüre ich die Decke auf der nackten Haut? Warum habe ich kein Nachthemd an? Und warum fühlt sich mein Unterleib so an, als ob…

Ich schnappe erschreckt nach Luft, plötzlich habe ich Eiswasser in den Knochen. Mir fällt wieder ein, was gestern war. Die Bilder rattern durch meinen Kopf wie eine Dia-Show auf Schnellvorlauf. Patrick, der mir gleich nach der Ankunft heimlich unter den Rock schaut und meinen Hintern bewundert. Ich, wie ich daraufhin mit aufreizend wenig Kleidern vor ihm herumstolziere, um ihn zu einer offenen Reaktion zu bringen. Oder so. Und wie wir uns in der Nacht erst gegenseitig bei der Selbstbefriedigung zugeschaut haben. Erst versteckt, durch das Schlüsselloch, und dann…

„Scheiße!“, hauche ich, von heiligem Schrecken ergriffen. Habe ich das echt getan? Das heißt: Wir. Mein Chefe auch? Ist er tatsächlich erst vor drei, vier Stunden hier vor mir auf dem Bett gekniet und hat sich einen runtergeholt? Während ich mich mit einer Kerze intim vergnügt habe, direkt vor seinen Augen?!?

Der unschuldige Aufwach-Moment ist vorbei. Die blanke Realität hat mich wieder. Oh Gott – gleich muss ich runter und Patrick unter die Augen treten! Oder besser sofort abhauen? Durch das Fenster? Dann ab nach Südamerika, und ein verborgenes Leben im Dschungel führen, nie wieder jemand begegnen müssen? Klingt gut!

Obwohl – Patrick ist doch mein Projekt! Ich habe ihn erkoren, als zentralen Dreh- und Angelpunkt meiner Gedanken und Gefühle. Weniger als bewusster Entschluss, eher als logische Wahl. Er mag mich. Ich mag ihn. Bei ihm kann nichts passieren. Dachte ich…

Ich springe aus dem Bett wie von der Tarantel gestochen und sehe mich hektisch um. Vor dem Aufbruch nach Südamerika muss ich erst mal schnell duschen – ich rieche deutlich nach den Aktivitäten der Nacht. Das fleckige Nachthemd, das vor dem Bett liegt, noch mehr. In Windeseile schrubbe ich mich ab und putze die Zähne. Dann stürze ich mich – heute mit Unterwäsche! – in meine gröbsten Kleider: eine abgeschnittene Jeans und ein kurzes, kariertes Hemd in Rot und Weiß. Unerotisch genug, hoffentlich.

Auf dem Nachttisch liegt noch die Kerze. Die hätte eine Reinigung auch dringend nötig. Keine Zeit. Rein in die Schublade und zugeknallt, das muss erst mal reichen.

Dann schleiche ich die Treppe runter. Nah am Geländer, mit wenig Knarren. Es riecht gut, nach Kaffee und Essen. Mein Magen knurrt leise.

Es hilft nichts! Ich muss da durch. Ich richte mich auf, pflastere ein Lächeln auf mein Gesicht, und schreite in die Küche wie der Held in den Saloon. Patrick sitzt schon am Tisch, einen Wust von Papieren vor sich. Er steht immer um fünf Uhr auf. Das hat er sich angewöhnt, als er damals den Hof übernahm und nach den Tieren schauen musste. Die Landwirtschaft ist inzwischen aufgegeben, aber seinen Tagesrhythmus hat er beibehalten.

„Guten Morgen“, verkünde ich. Doch meine Stimme klingt eher dünn und fragend. Tja, ist es ein guter Morgen? Er schaut auf, ein wenig grau im Gesicht. Kein Lächeln.

„Guten Morgen“, sagt er und räuspert sich. Unsicher schiebe ich mich auf einen Stuhl und schenke mir einen Kaffee ein. Unbehagliches Schweigen hängt in der Luft. Er schenkt mir keine Beachtung, sondern liest in seinen Unterlagen. Das Gewicht auf meiner Brust wird immer schwerer. Er ist wohl richtig sauer. Oder enttäuscht. Oder…

Dann bemerke ich, dass er dieselbe Tabelle wieder und wieder liest. Er tut nur so! Sofort kann ich freier atmen. Das heißt, er ist genauso unsicher wie ich.

„Patrick“, beginne ich zögernd. „Wegen gestern…“

„Ja?“ Er schaut auf, Panik in den Augen.

„Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was gerade mit mir los ist. Normalerweise bin ich nicht so drauf. Bitte entschuldige, wenn ich dich in, äh, komische Situationen gebracht habe.“ Ich versuche ein kleinlautes Lächeln.

„Ah.“ Erleichterung in seiner Miene. „Das – das ist schon okay. Hrm. Wenn es für dich okay ist.“

„Jaja, alles okay. Alles!“ Also doch nicht Südamerika. Sehr gut!

Er sinnt kurz vor sich hin und nickt dann. „Gut. Ich, äh, bin auch sonst nicht so drauf. Weißt du was? Wir lassen das einfach mal auf sich beruhen, ja? Wir haben einen Berg Arbeit für heute. Ich hatte schon Angst, du willst nach Hause fahren, und ich muss alles alleine machen.“

„Nach Hause? Niemals! Ich freue mich so auf die nächsten Wochen. Da werde ich doch nicht einfach abreisen, nur weil… äh…“

„Gut, gut!“, fällt er mir schnell ins Wort. „Dann komm! Nimm dir ein oder zwei Brote mit, die kannst du im Auto essen. Wir fahren rauf, zu den Hütten.“

„Juhuu!“ Ich strahle und schnappe mir zwei Brotscheiben und die Marmelade. „Endlich auf die Alm!“

Es folgt ein proppenvoller Arbeitstag. Wir nehmen seinen verbeulten Pritschenwagen, hinten drauf liegen Bündel von Baumaterial und Werkzeugen. Dann geht es zur Hochalm, wo weit verteilt einige alte Hütten stehen, die er als stylisch-primitive Ferienwohnungen vermietet. Ohne Mobilnetz, ohne fließend Wasser, ohne Strom.

„Das läuft wie geschnitten Brot“, erklärt er mir im Auto. „Die Leute sind ganz verrückt danach, mal die Zivilisation ein paar Tage hinter sich zu lassen. Je einfacher die Hütten ausgestattet sind, umso mehr Geld kann ich dafür verlangen. Man muss es nur auf der Website richtig beschreiben.“

„Aha“, grinse ich. „Also nicht: Kein vernünftiges Licht, sondern: Romantische Petroleum-Leuchten, wie zu Großvaters Zeiten.“

„So ähnlich.“ Er grinst zurück. „Reines Marketing. Und das mir – ich habe das immer gehasst.“

Wir lachen. Das fühlt sich gut an. Vielleicht können wir den Mantel des Schweigens über die vergangene Nacht breiten. Und das so belassen. Für die nächsten zehntausend Jahre etwa.

Den ganzen Tag fahren wir kreuz und quer über den Berg, bringen Material zur einen Hütte, reparieren etwas an einer anderen, richten hier einen Zaun, sägen da was klein. Es wird wieder warm, die Sonne strahlt von einem wolkenlosen, knallblauen Himmel. Bald fange ich an zu schwitzen. Dunkle Umrisse zieren mein Hemd unter den Armen.

Bei Patrick ebenso. Er hat eine abgewetzte, schwarze Lederhose an. Kein Trachten-Teil, sondern eine richtige Arbeitshose, die aber nur bis zu den Knien geht. Dazu ein grünes Hemd, und eine Art Weste, die praktisch nur aus Täschchen, Laschen und Karabinerhaken besteht, alles mit Werkzeugen bestückt. So was wie ein am Leib tragbarer Werkzeugkasten. Unter den Gurten bilden sich auch bei ihm mit der Zeit feuchte F***** und Streifen.

Doch wir machen keine Pause, auch über Mittag nicht. Die Hauptsaison hat begonnen, und Patrick muss noch drei Hütten fertigbekommen, die für August und September bereits vermietet sind. Das erledigt er alles selbst, aus Kostengründen, und weil ihm das Spaß macht. Mit meiner unersetzlichen Hilfe, natürlich. Zwischendurch fahren wir bei zwei der schon laufenden Ferienhütten vorbei. Eine ist leer, die Gäste sind wohl Wandern. Die anderen begrüßen uns herzlich und beteuern mindestens zehn Mal, wie super ihnen der Aufenthalt gefällt. Patrick nickt und strahlt.

Anfangs ist es ein wenig gezwungen zwischen uns. Wir spielen die Unbefangenheit eher. Und als sich an der ersten Baustelle beim Material abladen unsere Hände einmal kurz berühren, da zucken wir beide zusammen und tauschen einen bangen Blick. Der kleine Kontakt verdoppelt meinen Puls für einige Minuten. Nur die Ruhe!, mahne ich mich. Zehntausend Jahre!

Mit der Zeit verliert sich das. Wenn man gemeinsam anpackt, ist ein Körperkontakt dann und wann nicht zu vermeiden. Bald ist es normal, dass wir dicht nebeneinanderstehen, bei der Montage eines schweren Blumenkübels vor einem Fenster, oder dass unsere nackten Arme mal aneinander reiben. Wir reagieren einfach nicht. Machen weiter.

Das heißt aber nicht, dass ich es nicht deutlich wahrnehme. Es ist wie eine verborgene Schicht hinter der Realität, geheim und süß. Ich genieße es, mit Patrick zusammen zu sein. Auch körperlich. Es macht mir zum Beispiel überhaupt nichts aus, dass bei einer Berührung ein wenig von seinem Schweiß an meiner Haut zurückbleibt. Normalerweise mag ich sowas gar nicht.

Ob es ihm genauso geht? Ich hoffe es. Es ist ein schönes Gefühl. Ein kleines Plus, zu einem ohnehin schönen Tag.

Beim letzten Job am Nachmittag, da steige ich sogar auf eine lange Leiter, um eine kleine Luke gleich unter dem Dachfirst einzupassen. Patrick steht unter mir auf der Leiter und hat ein Bein in einem offenen Fenster verhakt, um uns Stabilität zu geben. Er hält mich um die Oberschenkel gepackt, dicht über dem Knie. Ich spüre die Kraft in seinen Fingern, während ich oben die Scharniere vorbereite. Das fühlt sich gut an.

Er guckt jetzt aus etwa einem Meter Entfernung von unten meinen Po an, überlege ich beiläufig. Klar, heute habe ich eine Jeans an, keinen luftigen Mini. Trotzdem muss er dort einen hübschen Blick auf die Konturen meines Unterkörpers haben. Ich habe einen Fuß auf einer höheren Sprosse als den anderen. Er sieht also genau die Form meines Schambereichs.

Ist mir das unangenehm?, frage ich mich, als ich die Luke einsetze und mit dem Hammer nachhelfe. Nein. Eigentlich nicht. Ein bisschen kitzlig. Naja – er hat bereits deutlich mehr von mir gesehen. Bin ich schon so abgebrüht? Doch das ist es nicht, stelle ich fest. Hm – was dann?

„Fertig.“ Ich reiche ihm den Hammer. Er nimmt ihn und nickt. Dabei schaut er überall hin, nur nicht auf meinen Hintern. Ich steige runter.

„Sehr gut. Das war´s.“ blättert er dann am Auto seine Listen durch. „Den Rest können wir morgen machen. Danke, Kim. Mit dir zusammen geht es wirklich schneller. Und es macht mehr Spaß.“ Sein warmes Lächeln sieht echt aus.

„Ja. Mir auch“, lächle ich zurück. „Nach der ganzen Büffelei für das Abi ist es total gut, mal wieder richtig zu arbeiten. Praktisch, meine ich.“

„Sehr gut. Das geht nämlich in den nächsten Tagen genau so weiter. Nur dass du es weißt.“ Er verschränkt die Arme vor der voluminösen Brust und blinzelt. Nanu – meint er damit nur die Baustellen? Oder…

„Perfekt.“ Ich verschränke die Arme genauso wie er und blinzle auch. „Ich möchte es nicht anders haben.“

Sein Blick flackert ein wenig. War seine Bemerkung harmlos gemeint? Und denkt er jetzt, dass ich ihm da etwas signalisieren will?

Will ich das?

Schweigend steigen wir ins Auto. Jetzt geht es wohl runter, zum Hof. Es ist schon kurz nach fünf am Nachmittag, sagt die Uhr am Armaturenbrett des alten VWs. Gut. Dann kann ich noch ein wenig nachdenken. Über…

„Wir fahren noch kurz rüber zur Schluchtenhütte“, sagt Patrick da mit einem Seitenblick zu mir. „Das ist nur ein kleiner Umweg. Ich möchte dir da was zeigen.“

„Okay. Wie weit ist die Hütte denn? Schon wieder aufgebaut?“ Die Schluchtenhütte ist vor zwei Jahren abgebrannt. Ein Tourist hatte mit dem Ofen nicht aufgepasst.

„Ja, der Rohbau steht. Aber das kriege ich in dieser Saison nicht mehr fertig. Darum kümmere ich mich ab Herbst wieder.“

Es geht höher, bis an die Baumgrenze. Die Straße ist hier nur ein schmales Schotterband, der VW rüttelt und ächzt. Wir kommen über einen Grat, und auf der anderen Seite steht die Schluchtenhütte neben ein paar niedrigen Gewächsen, irgendwas zwischen verkrüppelten Bäumen und Gebüsch. Der Ausblick auf das Tal ist atemberaubend.

Wir parken neben der Hütte. Die dicken Bohlenwände und das Dach wirken stabil und für die Ewigkeit gebaut. Doch daneben liegt ein großer Haufen verkohlter Sparren und angekokelter Bretter – so viel zum Thema Ewigkeit.

Türen und Fenster fehlen noch. Trotzdem bin ich beeindruckt: Das alles hat Patrick mit seinen eigenen Händen gebaut? Ohne Kran, ohne Hubschrauber und so? Nur mit seiner Muskelkraft und ein paar Seilwinden – Respekt!

„Komm hier rüber. Aber pass auf, es ist abschüssig.“ Er winkt mich nach rechts, über die struppige Wiese. Vorsichtig nähern wir uns der Kante, nur gesichert von ein paar Pflöcken und einem Strick quer zum Hang. Er steigt darüber, und ich folge, mit leichtem Herzklopfen. Ich bin schwindelfrei, aber direkt vor uns geht es mindestens hundert Meter in die Tiefe. Eine kleine Schlucht, von deren Boden verwitterte Tannen zu uns hochragen.

„Hier drüben.“ Patrick fasst mich am Arm und zeigt nach links unten. Ich folge seinem Blick. Auf dem Wipfel eines abgebrochenen Baumes unter uns ist ein großes Nest gebaut. Ein Raubvogel sitzt auf dem Rand und schaut zu uns hoch. Im Inneren hocken zwei hellgraue Flauschknäuel mit Augen. Auch sie blicken uns an.

„Wow!“, staune ich. „Adler?“

„Ein Steinadler-Paar“, nickt Patrick. „Zwei Junge. Das Nest ist schon älter, aber erst in diesem Jahr ist es wieder belegt. Wir haben nicht oft Adler hier. Auch wenn es inzwischen wieder recht viele gibt, im Alpenraum.“

„Ich habe noch nie welche gesehen. Außer im Zoo, meine ich.“ Ich beuge mich vor und gaffe hinüber. Die Jungen sehen unglaublich hässlich aus. Eher wie zu heiß gewaschene Robben mit kleinen Schnäbeln.

„Komm, hier rüber. Da ist es sicherer.“

Er führt mich zu einem zersplitterten Baumstamm, vor vielen Jahren das Opfer eines Blitzes. Hier können wir uns festhalten und gefahrlos in die Tiefe sehen. Ich schlucke hart, mir wird ein wenig flau im Magen. Das geht richtig weit runter, direkt vor uns.

„Puh.“ Ich kralle meine Hand in die Baumrinde. Sie zerbröselt unter den Fingern. Nicht sehr vertrauenerweckend. „Kannst du mich festhalten, Patrick? Ich trau mich sonst nicht recht.“

„Kein Problem.“

Er legt einen Arm um den Baumstamm, den anderen um mich, und zieht mich schützend an sich. Das fühlt sich bombenfest an. So kann ich mich ein wenig vorbeugen und habe einen wunderbaren Blick ins Adlernest. Der große Vogel hat entschieden, dass wir keine Gefahr darstellen. Er schaut in die andere Richtung und ignoriert uns völlig. Die Kleinen kuscheln sich aneinander.

„Unglaublich, dass aus diesen gerupften Knäueln mal so majestätische Tiere werden“, sage ich. „Sind es immer zwei Küken?“

„Manchmal eins, manchmal zwei. Selten drei.“ Patrick hat den Mund direkt an meinem Ohr. Seine Brust fühlt sich wunderbar verlässlich am Rücken an. Ich lege einen Arm auf seinen, den er um mich geschlungen hat. Seine Hand drückt auf meinen Bauch. Auch das fühlt sich gut an.

Mit Verspätung wird mir bewusst, dass wir seit der spontanen Willkommensumarmung auf dem Bahnhof nie so eng beisammen waren wie jetzt. Sein Geruch ist um mich herum, dieser würzige Duft nach Sommerwald und Kiefern. Und Schweiß. Das passt seltsamerweise perfekt zusammen.

Die Realität läuft wieder auseinander. Auf der Oberfläche spähe ich zu den Adlern und stelle meinem Chef eine neugierige Frage nach der anderen zu den Tieren und ihre Lebensweise. Darunter bin ich einfach entzückt über diese unverhoffte Nähe. Ich genieße diese Quasi-Umarmung richtig, den Geruch, die friedliche Stimmung in der Nachmittagssonne. Von mir aus könnten wir stundenlang so bleiben.

Patrick beantwortet meine Fragen geduldig. Mit Tieren kennt er sich gut aus. Ich spüre, wie er sich entspannt, wie er Gefallen an dieser Situation findet. Doch plötzlich schrickt er zusammen.

„Wir sollten wieder zurück“, meint er, macht jedoch keine Anstalten dazu.

„Och, nööö“, meine ich. „Lass uns noch ein wenig zuschauen, ja?“ Ich tätschle seinen Arm. „Alleine würde ich mich nie so weit vorwagen. Danke, dass du mich hältst.“

„Ich denke wirklich…“

„Bitte bitte bitte, Patrick.“ Ich mache auf kleines Mädchen. „Nur noch ein paar Minuten.“

„Hrm! Also gut“, murmelt er. Ich unterdrücke ein Grinsen. Er ist fürchterlich schlecht darin, mir etwas abzuschlagen.

Doch ich merke, dass er sich zunehmend unbehaglich fühlt. Er schluckt und dreht den Kopf. Die Muskeln an seiner Vorderseite spannen sich an und reiben an meinem Rücken. Was hat er denn?

Dann verstehe ich. In seiner Lederhose ist eine harte Beule entstanden, die sich gegen meinen Po drückt. Er hat einen Steifen bekommen. Wegen mir. Weil er mich hält, an sich gedrückt. Ich muss tief Luft holen. Mein Herz rast los wie ein Motorrad, wenn die Ampel auf Grün springt.

„Es – es tut mir leid“, flüstert Patrick betreten. „Das wollte ich verhindern. Wir gehen jetzt besser und…“

„Nein!“, stoße ich hervor, ohne nachzudenken.

„Nein?“ Er hält inne. Überlegt. „Du… dir gefällt das?“

„Mir gefällt es, dass du mich so fest im Arm hast“, antworte ich. „Da fühle ich mich so schön sicher. Und wenn das, äh, Reflexe bei dir auslöst, ist das nicht schlimm.“

„Reflexe.“ Er schnaubt amüsiert. „So kann man es auch nennen.“ Doch er lehnt sich wieder gegen den Stamm. So bleiben wir, schweigend, aber wir beide atmen stärker als sonst. Seine Erektion wird immer härter. Sie liegt genau zwischen meinen Pobacken. Die Jeans ist ein wenig groß, sie hat mal meiner Mutter gehört. Das heißt, der Stoff kann nachgeben.

Mein Hals bleibt staubtrocken an, egal wie oft ich schlucke. Ich fühle mich wie verzaubert. Vor mir der Abgrund. Hinter mir ein Mann, der mich eng an sich drückt. Und er mich begehrt, offenbar. Mein eigener Chef. Den ich total mag, und zu dem ich Vertrauen habe.

Ich streichle ihn sacht über seine Hand. Über den Unterarm. Sofort bildet sich Gänsehaut bei ihm. Er spannt sich unwillkürlich an. Sein Penis presst sich dabei hart an meine Unterseite. Ich weiß noch genau, wie groß der gestern Nacht ausgesehen hat. Das Blut hämmert in meinen Schläfen.

„Du riechst so gut, Kim“, raunt er an meinem Ohr. „Und du fühlst dich so gut an.“

„Du auch.“ Ich reibe meinen Rücken gegen ihn. Die Situation gibt mir Sicherheit, Vertrauen. Seine Nähe, und auch, dass wir uns kaum bewegen können. Zurück zur Hütte, abstürzen, oder so bleiben, mehr Möglichkeiten haben wir nicht. Das vereinfacht alles auf die Frage: Ist es gerade gut, will ich, dass es so bleibt?

Zweimal ein klares Ja! Genau so sollte alles einfrieren. Ein Schnappschuss für die Ewigkeit.

Doch Patrick findet Wege zur Veränderung. Er kippt seine Hüfte und lässt sie kreisen, drängt mir so ein wenig die Schenkel auseinander. Als er mir dann wieder seine Erektion reindrückt, spüre ich den harten Knauf von hinten an meinem Damm.

„Mmhhh!“, muss ich aufseufzen. Ein teuflisches Prickeln flutet durch meinen Unterleib. Ich bin dazu gezwungen, mich an ihm zu reiben.

„Phhh…“ keucht er und erbebt. „Äh, wir sollten zurück. Ich weiß nicht, ob ich uns noch lange halten kann, wenn wir so weitermachen.“

Ich nicke, weil ich kein Wort herausbringe. Vorsichtig zieht er mich hinter den Stamm in Sicherheit und hilft mir nach oben, über das Sicherungsseil. Schweigend gehen wir zum Auto zurück.

Meine Gedanken und Gefühle überschlagen sich. Was jetzt? Einfach runter fahren? Wieder so tun, als sei nichts geschehen? Aber ich will noch nicht weg. Hier oben ist es so friedlich, so ruhig. So weit weg von allem anderen. Wie in einem geheimen Paradies, abgeschieden vom Alltag, vom normalen Leben. Kein Mensch, außer uns beiden. Das ist zu süß. Zu verlockend.

„Zeigst du mir noch die Hütte?“, fragte ich oben. Er zögert und nickt dann. Wir gehen in den Bau. Innen ist es warm, die Hitze des Tages strahlt von den Wänden. Der Boden liegt schon drin, gleichmäßige Planken in einem blassen Rotton. Ansonsten ist der Bau komplett leer, bis auf eine Werkbank und ein paar Werkzeugen in der Ecke. Es riecht nach frisch gesägtem Holz und nach Sommer.

Ich gehe nach vorne, wo zwei große Fenster den Blick aufs Tal hinaus freigeben. Dort lehne ich mich über den Rahmen und tue so, als genieße ich nur die Aussicht. Patrick kommt näher, unsicher. Er stellt sich neben mich, vermeidet aber Körperkontakt. Ich nicke innerlich. Es ist an mir. Er wartet ab, will sich nicht aufdrängen. Das ist so rücksichtsvoll von ihm! Doch ich weiß nun, was ich suche. Und ich bin mir sicher, dass er das ebenfalls will.

Resolut schiebe ich mich seitlich, zwischen ihn und die Wand. Ich nehme seinen Arm und lege ihn wieder um meine Vorderseite. Wie vorhin, am Baum. Das sollte jetzt deutlich genug sein, oder? Aufregung singt in allen meinen Fasern.

Es ist deutlich genug. Er nimmt mich, drückt sich an mich. Ich gehe auf die Zehenspitzen und nehme die Beine ein wenig auseinander. Mit einem unterdrückten Keuchen presst er seinen Harten dazwischen. Er berührt mich jetzt damit knapp an der Unterseite. Genau am Eingang.

Heiß! Ein oder zwei Minuten stehen wir regungslos so, mahlen nur mit den Hüften gegeneinander, langsam, schwelgerisch. Sein elegantes, großes Organ, das mir noch deutlich vor Augen ist, reibt in ganzer Länge an meiner empfindlichsten Region, drückt mir die Pobacken auseinander, und massiert mit der Spitze meine Scheide. Die zieht sich immer wieder ganz köstlich zusammen und bettelt um mehr.

Sein warmer Atem streicht an meinem Ohr entlang, er hat seine Wange an meine Haare gelegt. Seine Hand liegt mit gespreizten Fingern über meinem Bauch. Die Fingerspitzen drücken immer wieder leicht in mich, befühlen mich. Hmmm, ich vergehe fast, so gut fühlt sich das an.

Mit der anderen Hand streicht er mir über die Haare, die Stirn. An der Wange hinunter. Ich stöhne leise, weil ich schon weiß, wie es weitergeht. Meine Nippel, ohnehin bereits die ganze Zeit dabei, schwellen so hart, dass es fast weh tut. Patrick lässt seine Fingerspitzen jetzt langsam an meinem Hals hinab gleiten. In die kleine Kuhle vorne zwischen den Schlüsselbeinen. Seine Erektion fühlt sich an wie eine warme Eisenstange, auf der ich sitze.

Patrick spielt an meinem Dekolleté herum, am Hemdkragen. Ich spüre das heftige Wummern in seiner Brust am Rücken.

„Willst du das?“, flüstert er und hält inne, knapp über meinem Busen.

„Du spürst doch genau, was ich will, oder?“, hauche ich zurück. Er nickt. Seine Finger gleiten weiter und streifen einen Nippel. Ich stoße eine quietschigen Ton aus. Meine Knie werden zu Gummi, so intensiv ist der Reiz, der mich durchfährt. Patrick umfasst die linke Brust so achtsam, als sei sie ein scheues Tier, und drückt leicht. Mein kleines Hügelchen geht beinahe unter in seiner großen Hand, doch die Berührung lässt mich dahinschmelzen. Dazu presst er mich jetzt unten hart gegen die Wand, mit beiden Knien zwischen meinen Beinen. Sein Ding drängt heftig gegen die Schamlippen. Ohne Kleider wäre er jetzt schon halb in mir drin. Dieses Bild lässt meinen Puls erst recht durch die Decke gehen.

„Du bist so schmal“, keucht er gepresst. „So zart. So jung. Ich habe Angst, dass ich zu grob bin.“

„Du bist nicht zu grob.“ Ich wölbe mich lüstern, presse mich gegen den Ansturm seiner Erektion. „Das kannst du gar nicht. Und vielleicht…“ – damit drehe ich den Kopf und blicke ihn zum ersten Mal direkt in die Augen, über meine Schulter hinweg – „…vielleicht mag ich es ja sogar ein wenig grob…“

Er blinzelt, sucht in meinen Augen. Will sehen, ob ich das ernst meine. Dann nickt er knapp und sieht vorne an mir runter. Ich folge seinem Blick. Er öffnet den obersten Knopf meines Arbeitshemds. Einen zweiten. Und den dritten. Ich kriege kaum noch Luft. In aller Ruhe schlägt er die beiden Seiten auseinander. Wir betrachten meine nackte Haut, die Ansätze meiner Brüste, die beiden Rundungen im weißen BH, die sich hart heben und senken.

Dann schiebt Patrick seine Hand mit einer Bewegung von schräg oben unter den BH und umfasst meine nackte, rechte Brust.

„Ghhh!“ Ich stoße die Luft aus. Mein Fleisch bitzelt und brennt unter seinen Fingern, und als er mit der Handfläche über den hart erigierten Nippel reibt, da hört sich das Stöhnen an, als hätte mein letztes Stündchen geschlagen.

Inzwischen fühle ich mich praktisch eingewickelt in seine Liebkosungen. Seine ganze Front reibt sich an mir, sein Knauf hat sich fest in der Nachbarschaft meines hungrig pochenden Eingangs eingenistet. Die eine Hand hat er immer noch auf den Bauch gepresst und massiert mich mit sehnsüchtigen, drängenden Kreisbewegungen. Die andere erforscht meinen kleinen Busen. Der fühlt sich total geschwollen an und gar nicht mehr so klein.

Wir finden in einen langsamen Takt aus Schub und Druck. Kaum Bewegung, seine Hände bleiben, wo sie sind. Sein Rohr ebenso. Ich schmiege den Kopf an seine harte Brust, schließe die Augen, und gebe mich ganz seinem Spiel hin, koste es voll aus. Ingo, mein Exfreund, hat mich auch gerne gestreichelt, und das war auch schön. Aber das hier mit Patrick, einem vierzigjährigen, starken Mann, das ist etwas völlig anderes.

„Du bist das erstaunlichste Mädchen, das ich kenne“, höre ich ihn raunen, während sich seine Finger in mein Fleisch pressen und neue Brandherde legen. „Und das erotischste.“

„Und du bist der liebste, süßeste Arbeitgeber, den ich mir vorstellen kann“, kichere ich schwer atmend. „Und der mit dem größten Ding.“

„Aha, da stehst du also drauf?“ Er reibt sich extra hart an meiner hitzigen Unterseite.

„Mhm.“ Ich erschaure am ganzen Leib und spüre, wie er meine Schamlippen zur Seite drängt, verformt, massiert.

„Ich dachte, du kriegst vielleicht Angst davor, wenn du ihn siehst.“ Er zieht mir vorne das Hemd hoch und greift mir an den nackten Bauch.

„Nicht, wenn du mich so nett damit streichelst.“ Ich spanne die Bauchmuskeln ein paar Mal an und motiviere ihn, die Finger fest in mich zu drücken. Er stöhnt unterdrückt und tut es – ahhh!

„Ich könnte ja noch was anderes damit tun, als dich nur durch den Stoff zu streicheln“, säuselt er hauchzart an meinem Ohr. Ich keuche, öffne die Augen, und sehe ihn wieder über die Schulter an.

„Du meinst…“ flüstere ich.

„Sag bloß, du hast gestern Nacht nicht daran gedacht.“ Seine Augen sind jetzt hart, ein feiner Schweißfilm glänzt auf seiner Stirn. Ich sehe ihn wieder vor mir, in der Nacht. Er kniet direkt vor mir auf seinem Bett und stößt sich immer wieder langsam seinen zum Bersten prallen Prügel durch die Hand. Ich liege mit obszön weit gespreizten Schenkeln vor ihm, und drücke mir genau im selben Takt die Kerze in die schmatzende Öffnung, bis ich das dickere Ende ganz hinten spüre. Ja, praktisch haben wir schon miteinander geschlafen. Nur eben, ohne uns zu berühren.

„Doch.“ Ich lächle mühsam. „Das – war wunderschön für mich. Es war so… so leicht. So einfach. Ich war total heiß, aber auch ganz entspannt mit dir.“

„Gut.“ Er drückt mir einen Kuss auf die Schläfe. „Ich muss nämlich immer an diese verdammte Kerze denken. Und wie nass du warst.“

Ich sehe ihm in die Augen. „Bin ich jetzt auch“, flüstere ich.

Sein Blick bekommt etwas Wildes. Er nestelt mir mit ein, zwei Handbewegungen die letzten Knöpfe vorne auf und schiebt den BH hoch bis zum Hals. Dann starrt er gierig an meiner Vorderseite herunter. Meine Nippel sind superhart und total lang. Kleine, dunkle Stiftchen. Er nimmt sie auf beiden Seiten zwischen die Kuppen von Daumen und Zeigefinger und presst sacht, rollt sie.

„Mmmmhhhaaaaahhh!“

Ich verliere jeden Halt. Sowohl innerlich – die Erregung kocht hoch wie Milch in einem Topf, der nicht rechtzeitig vom Herd genommen wird. Als auch körperlich. Meine Muskeln spannen sich oder lassen los, wie immer sie wollen. Ich sacke zusammen und dehne mich, zur gleichen Zeit. Nur Patrick eichenfester Griff hält mich aufrecht. Und die Stange, auf der ich sitze. Er stößt sie inzwischen nicht mehr gegen meine Pflaume, sondern rotiert nur. Die Stelle, wo sich unsere Geschlechtsorgane fast berühren, fühlt sich an wie ein gleißender Schweißfunke.

Wir schnaufen und ackern und reiben uns, so hart wie können. Ich schwitze am ganzen Körper, doch das ist mir sowas von egal. Ich will nur mehr spüren von seinen Händen, seinem Leib, seinem Kolben, seiner Gier, seiner Lust.

Mein Chef greift hinab, auf meine Jeans. Er packt mich um den Venushügel, nimmt meine ganze Scham in die Hand.

Er presst zu. Grob.

Ich komme sofort, blitzartig. Mit zusammengebissenen Kiefern und zurückgeworfenen Kopf hänge ich in einem abseitigen Orgasmus, schlotternd am ganzen Körper. Meine Scheidenmuskeln krampfen so hart zusammen, als wollten sie etwas durch die Hose reinziehen, egal was. Jemand stößt einen langgezogenen, dünnen Klagelaut aus. Wahrscheinlich ich.

Patrick presst noch zwei, drei Mal seine Stange an mich, dann explodiert er, mit einem wundervoll brünstigen Röhren. Sein Becken macht sich selbständig und zuckt in abgehackten Stößen. Für einige Sekunden pulsieren unsere lodernden Geschlechtsteile synchron vor sich hin, nur von dünnen Stofflagen getrennt. Eine atemberaubende Erfahrung, beinahe angsteinflößend in ihrer Intensität.

Doch ich habe keine Angst. Keine Sekunde. Ich kann alles genießen, es auskosten bis zur Neige. Patrick hält mich…

Dann hängen wir zu zweit über die Fensterbrüstung, schwer atmend. Die Sonne steht dicht über einem Gipfel im Westen, ein orangener Ball. So ähnlich fühlt sich mein Unterleib an, als glühende Kugel. Patrick Griff wird weicher, er richtet sich auf. Sanft streichelt er meine Brüste, meinen fliegenden Bauch. So bleiben wir eine ganze Weile zusammen. Wortlos, wunschlos, gedankenlos.

Irgendwann seufzt Patrick schwer und löst sich von mir. Ich drehe mich um, mit nackten Brüsten. Wenigstens sind die Nippel wieder auf Normalformat geschrumpft und bilden nur kleine Noppen, anstatt Stifte.

Patrick guckt an sich herunter. In seinem Schritt hat sich ein riesiger, dunkler Fleck ausgebreitet.

„Durch die Lederhose?“ Ich muss kichern.

„Das Ding ist steinalt“, kommentiert er mit einem schrägen Grinsen. „Anscheinend ist das Leder porös geworden. Aufnahmefähig.“

„Aufnahmefähig, aha.“ Wir lachen gemeinsam. Das fühlt sich gut an. Besser als das verlegene Auseinandergehen letzte Nacht.

„Bei mir auch?“, frage ich und kippe das Becken vor. Ja, da hat sich der Jeansstoff dunkel verfärbt. Allerdings nur auf einer münzgroßen Stelle.

„Niedlich“, kommentiert Patrick. „So niedlich wie du, mein Libellchen.“

„Dann passt es ja.“ Ich strahle ihn an, und bevor er reagieren kann, habe ich ihm einen Kuss auf den Mund gedrückt. Sein Bart kitzelt dabei ein wenig. Er blinzelt überrascht. Dann lächelt er und leckt sich betont die Lippen.

„Lass uns runterfahren“, schlägt er vor. „Die Sonne ist bald weg, dann wird es kühl.“

„Ja, gerne.“ Ich arrangiere den BH wieder ordentlich und knöpfe das Hemd zu. „Ich habe schon einen Riesenhunger, fällt mir gerade auf.“

„Wohl viel gearbeitet, die Dame.“

„So könnte man es nennen.“

„Na dann – nach Ihnen, Verehrteste.“

Eine galante Geste von ihm. Ich schwebe aus der Hütte wie eine spanische Hofdame. Nun ja, meine zerzausten Haare und die schmutzigen, verschwitzten Klamotten ruinieren das Bild ein wenig.

„Kim. Eines noch.“ Er hält mich am Handgelenk fest und sieht mir entschlossen in die Augen. „Lass uns heute Abend mal in Ruhe reden, ja? Über alles.“

„O – kay“, nicke ich langsam. Ja, das ist wohl dringend notwendig. Auch für mich.

Wir poltern den Feldweg zurück. Jeder Stoß der altersschwachen Federung fährt mir von unten durch den Leib und facht das Glimmen darin kurz neu an. Ich halte mich am Fensterrahmen fest, mache die Augen zu, und lächle vor mich hin.

Habe ich Angst vor dem Gespräch am Abend? Nein, stelle ich fest. Die Erfahrung soeben hat mich auf eine ungreifbare Weise bestätigt. Mir Sicherheit gegeben. Ich weiß immer noch nicht genau, warum ich das alles mache. Aber es fühlt sich stimmig an, wie es ist. Hier. Mit Patrick.

Ich bin auf dem richtigen Pfad, mit meinem Patrick-Projekt. Das muss für den Moment reichen.

***

ENDE VON TEIL 3

(c) 2021 Dingo666
  • Geschrieben von Dingo
  • Veröffentlicht am 15.09.2021
  • Gelesen: 3348 mal
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Kommentare

  • Wuzzy16.09.2021 00:05

    Diese Serie ist einfach klasse!

  • Mone16.09.2021 12:42

    Mhm wundervoll, herrlich, super geschrieben.
    Ich möchte gerne noch mehr Davon !!!

  • BF Eagel (nicht registriert) 18.09.2021 14:46

    Super... weiter so

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