Erotische Geschichten

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Buntes Erotikon: (19) Tanz in den Mai

4 von 5 Sternen
Zu Walpurgis ging er in den Wald,
denn die Nacht zum ersten Mai kam bald.
Eine Birke würde er fällen
und seiner Liebsten vors Haus stellen.

Nach der Devise „ein Mann ein Wort“,
stand der Baum tags drauf an jenem Ort.
Früh am Morgen sah sie das Symbol
und verstand sein Ansinnen sehr wohl.

Zeichen der Fruchtbarkeit der Natur
erneuerte er so seinen Schwur.
Da war sie bar jeder Eitelkeit
und gern zu einem Treffen bereit.

Bei Sonnenuntergang im Garten
durfte er sie endlich erwarten.
Hier empfing er mit Stolz seinen Schatz
und geleitete ihn zum Festplatz.

Der Maibaum stand nach alter Sitte
wie jedes Jahr in der Dorfmitte.
Freudig umtanzten ihn die Paare
und dabei flatterten die Haare.

Manchem Paar war’s wohl nicht geheuer,
doch sprang man noch übers Maifeuer.
Kurz vor dem Maisprung küsste er sie,
dann war man auch mit von der Partie.

Ein Blick in ihre treuen Augen
steigerte nur noch das Verlangen.
Ihr Herz hatte schon längst entschieden,
daher ließ sie sich gern entkleiden.

Voller Inbrunst liebten sich beide
im Schutze einer alten Weide.
Und so wurde aus der Nacht im Feld
eine Liebe, die bis heute hält.
  • Geschrieben von Silberstrahl
  • Veröffentlicht am 30.04.2019
  • Gelesen: 5566 mal
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Kommentare

  • CS01.05.2019 20:44

    Ein schönes Gedicht passend zur alten Walpurgisnacht mit den tanzenden Hexen und Teufeln ( die werden nicht nur getanzt haben) auf dem Brocken.
    Wikipedia sagt mehr!

  • Silberstrahl01.05.2019 22:22

    Profilbild von Silberstrahl

    Lieben Dank für diese Anmerkung. Ganz recht. Aus diesem Grund entstand das Gedicht auch im letzten Jahr als Nebenprodukt bei einer Recherche zum Thema „Walpurgisnacht“.
    Auch wenn ich es nicht für ganz rund halte, habe ich es hier doch einmal veröffentlicht.

  • Der_Leser04.05.2019 03:23

    Wunderschöner Reim.

  • Silberstrahl04.05.2019 14:00

    Profilbild von Silberstrahl

    Ganz lieben Dank für die lobenden Worte und die Sterne. Vermutlich freue ich mich dieses Jahr umso mehr, da ich aufgrund der Erfahrungen im letzten Jahr etwas selbstkritischer mit meinem kleinen Werk umgehe.

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