Erotische Geschichten

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Benno - Riesenradfahrt

4,5 von 5 Sternen
Am Montag war es etwas ruhiger und er bummelte gemächlich durch die Reihen des Volksfestes, als plötzlich eine helle Kinderstimme neben ihm „Hallo“ sagte. Benno sah den kleinen Paul mit seinem Strohhut neben sich stehen, an der Hand einer hübschen Frau in einem weiten Sommerkleid die ihre dunkelblonden, schulterlangen Haare offen trug. Sie war etwas kleiner als er, hatte ein schmales aber sehr freundliches Gesicht und eine schlanke Figur.

„Ja hallo Paul“, sagte er überrascht, „bist du am Samstag noch mit dem Rennauto gefahren?“

Der schüttelte traurig den Kopf. „Woher kennst du den Herrn?“ fragte ihn seine Mutter.

„Wir haben uns am Samstag beim Kinderkarussell getroffen, kurz bevor der Strom ausfiel. Mensch – du, ich wollte dir und deinen Schwestern doch gerade einen Fahrchip geben“, sagte Benno ganz entsetzt. „Das holen wir jetzt nach. Sind der Papa und die beiden Mädchen nicht dabei?“

Paul schüttelte den Kopf. „Das war Onkel Tobias. Ich habe keinen Papa“.

„Dann kriegst du von mir gleich drei Chips.“ Er kramte in seinen Taschen.

Die Frau sah ihn ganz entsetzt an. „Sie können Paul doch nicht einfach das Karussell bezahlen“, protestierte sie.

„Ich bezahle nichts. Das sind lauter Freifahrten die ich geschenkt bekommen habe, und ich bin dafür schon fast ein bisschen zu alt“, sagte er bedauernd in einem wehmütigen Ton.

Sie musste lachen. Zusammen gingen sie zum Fahrgeschäft. Natürlich lauerten alle auf den Rennwagen. „Dann fährst du halt mit was anderem“, sagte die Mama.

Er nickte traurig. Benno ging zur Kasse und redete mit der Frau. Nach zwei Fahrten hielt das Rennauto genau vor den dreien, das andere Kind stieg aus und schon hatte Benno, den Knirps reingesetzt. Strahlende Kinderaugen waren der Lohn dafür. Nach drei Fahrten stieg Paul aus. Benno wollte den Rennwagen nicht zu lange belagern. Auch die Mama lächelte.

„Dankeschön“, sagte sie, nachdem auch Paul sich bei ihm bedankt hatte. „Wir müssen jetzt nach Hause“.

„Eilt es ihnen, oder müssen sie morgen früh raus?“

„Nein, aber wir wohnen etwas außerhalb und es dauert fast 40 Minuten mit dem Bus, da der zuerst noch in die Innenstadt fährt. Außerdem haben wir beide unser Budget aufgebraucht.“
„Aber ich noch nicht. Was glauben sie, was ich da alles drinnen habe?“ grinste Benno und deutete auf seine Hose in Höhe der Taschen.

Sie warf einen Blick darauf, sah ihn dann an und begann zu lachen. Erst jetzt merkte Benno seinen Fauxpas.

„Äh, ich meine natürlich rechts und links davon“, grinste er und wurde rot.

Sie lachte noch lauter und schüttelte den Kopf. „Ehrlich?“

Doch dann wurde sie schnell wieder ernst. „Sie können doch Paul nicht einfach so viel geben. Wir kennen sie doch gar nicht.“ Er streckte ihr die Hand entgegen: „Gestatten – Benno“ grinste er und verneigte sich.

„Leni“, sagte sie überrascht und schüttelte ihm die Hand.

„Also jetzt kennen wir uns.“ Benno griff in die Tasche. „Paul willst du reiten?“

„Au ja“, freute der sich.

„Na dann kommt mal mit“.

„Wie kommen sie eigentlich an die ganzen Gutscheine?“ fragte sie misstrauisch, während sie Paul zusahen, der stolz auf einem Pony saß.

Benno sah sie verschwörerisch an. „Sagen sie es auch bestimmt nicht weiter, wenn ich es ihnen verrate?“ flüsterte er.

„Nein, sicher nicht“, flüsterte sie zurück.

„Ich kenne ein paar sehr interessante Leute hier am Rummelplatz und die holen für mich die Chips aus den Kassenhäuschen“, grinste er sie verschmitzt an und machte dabei eine Bewegung mit der Hand, als ob er etwas stehlen würde.

Sie lachte und gab ihm einen leichten Rempler mit dem Ellbogen.

Benno gefiel die Frau. Ihr Lachen und die Spontanität. Er hatte plötzlich das Gefühl, sie schon länger zu kennen, bemerkte, dass sie ihn von der Seite betrachtete.

„Was ist?“ fragte er.

„Irgendwie kommen sie mir bekannt vor. Ich habe sie schon einmal gesehen“.

„Kann sein, aber ich habe so ein Allerweltsgesicht und werde ständig mit anderen Leuten verwechselt.“

„Einen habe ich noch“, rief er Paul zu, als er den letzten Reitbahnchip aus seiner Tasche fischte. Dann tippte ihm jemand auf die Schulter. Die Chefin hatte ihr Kassenhäuschen verlassen, stand hinter ihm und drückte ihm schweigend fünf weitere Chips in die Hand, bevor sie wortlos davonging.

„Danke“, sagten Benno und Leni, wie aus einem Mund.

„Paul ich habe doch noch ein paar gefunden“, grinste Benno.

Leni sah ihn erstaunt an. „Allerweltsgesicht“, grinst Benno. „Ich werde schon wieder verwechselt.“ Anschließend klapperten sie weitere Kinderfahrgeschäfte ab, dann ging es zurück zum großen Kinderkarussell, wo Paul noch ein paar Runden Rennwagen fuhr, anschließend zog der zum Riesenrad.

„Da fährt jetzt aber die Mama auch mit“, sagte Benno.

„Nein, lieber fahren sie mit Paul einmal öfters. Ich bin nicht schwindelfrei.“

„Das macht da drinnen überhaupt nichts aus“, meinte Benno, fasste sie einfach an der Hand und zog sie zusammen mit Paul zu einer der Gondeln.

Der Besitzer lachte als er sie sah. „Freut mich, dass sie persönlich mit ihrer Familie kommen“, sagte er und nickte Leni und Paul freundlich zu.

„Schon wieder eine Verwechselung“, grinste Benno als sie in der Gondel saßen. Leni hatte wirklich Höhenangst. Besonders als das Riesenrad stoppte und leicht schaukelte nachdem sie den höchsten Punkt erreicht hatten. Paul sah begeistert hinunter auf den Rummelplatz und freute sich, während Leni panisch auf Benno blickte, der sich neben sie setzte.

„Keine Angst“ beruhigte er sie, „schau mich einfach an. Schau mir ins Gesicht.“

Er nahm ihren Kopf leicht in beide Hände und zog ihn ganz langsam näher an sich heran, bis sie sich fast berührten, sah ihr tief in die Augen und gab ihr dann einen Kuss. Gleich darauf setzte sich das Gefährt wieder in Bewegung. Leni wurde ruhig und sah ihn lange an, bevor sie sich wieder auf ihren Sohn konzentrierte, der die Fahrt in vollen Zügen genoss. Doch auch ihr hatte es gefallen.

„Sie haben doch schon für zweimal die Fahrkarten abgegeben“, wurden sie unten begrüßt, während die Türe wieder verschlossen wurde. Paul jubelte, Benno zuckte mit den Schultern und Leni wusste nicht ob sie weinen oder sich freuen sollte.

„Hast du wieder Angst, wenn wir oben halten?“ grinste Benno.

Sie nickte. Während Paul begeistert die Aussicht genoss, dauerte der Kuss dieses Mal schon etwas länger.

„Noch eine Runde?“ wurden sie unten gefragt. Benno sah zu Leni, die nickte, Paul brauchte man sowieso nicht zu fragen.

Oben beim Halt gab es wieder dasselbe Procedere, allerdings klopfte Benno mit seiner Zunge fordernd gegen ihre Zähne. Sie öffnete sich und er drang ein, doch dann hörten sie plötzlich Paul. „He was macht ihr denn da?“

„Paul deine Mama hat Angst vor der großen Höhe und kann nicht runterschauen, deshalb habe ich mein Gesicht vor ihre Augen gehalten, damit sie nicht runtersieht“.

„Ach so – das hat ausgesehen als ob ihr euch küssen würdet“, sagte er enttäuscht.

Beide sahen sich an und lachten. „Hättest du etwas dagegen, wenn ich deine Mama küssen würde?“

Er legte den Kopf etwas schief und dachte nach. „Nein – eigentlich nicht.“

Da sie enttarnt waren, stiegen sie unten aus. An einem Schießstand schoss Benno für Paul ein kleines Kuscheltier, erlegte anschließend noch eine rote Plastikrose, die er Leni überreichte. Es wurde mittlerweile dämmerig und Benno lud die beiden zu einer Brotzeit ein. Danach drängte Leni auf die Heimfahrt. Doch beim Verlassen des Zeltes wurden die drei von einem Gewitter empfangen
. „Wir müssen ganz schnell zur Bushaltestelle“, rief Leni, doch bereits nach ein paar Metern kamen die ersten Tropfen. Benno nahm die beiden mit in den Bürocontainer. Gerade noch rechtzeitig, denn nun begann es draußen heftig zu regnen.

Die Frau sah sich um. „Wie kommt man mit einem Allerweltsgesicht zu diesem Container?“ fragte sie Benno mit einem leicht süffisanten Gesichtsausdruck.

Der zuckte mit den Schultern und überlegte eine Ausrede, als plötzlich die Türe aufging und der Bereitschaftsmitarbeiter hereinstürmte. „Oh, verzeihen sie Chef, ich wusste nicht, dass sie hier drinnen sind.“

„Wieso, der ist doch mehr für euch, wie für mich aufgestellt worden“.

Er grüßte Leni und Paul, schimpfte über das Wetter hatte plötzlich ein paar Chips für das Kinderkarussell in der Hand und gab sie Paul. „Meine sind dafür mittlerweile zu alt, die fahren lieber in den verrückten Geschäften, bei denen mir schon vom Zuschauen schlecht wird“, sagte er.

Benno kramte in seinen Taschen und fischte Chips für die „verrückten“ Fahrgeschäfte heraus, die er ihm gab. Dann meldete sich das Telefon. Wassereinbruch im Weinzelt. Der Mann zog eine Regenjacke an und startete los. Benno rief die Feuerwehr an. Doch dort war Notstand. In den südlichen Stadtbereichen war das Gewitter mit Hagel und Starkregen niedergegangen. Alle Mann waren dort unterwegs. Also schlüpfte Benno ebenfalls in eine Regenjacke und Gummistiefel und brach auf um seinem Kollegen zu helfen, bat aber die beiden auf ihn zu warten.

Als er nach einer halben Stunde zurück kam hatte der Regen aufgehört.

„Ich begleite euch zum Bus“.

Leni war erleichtert. Um diese Zeit waren manchmal schon Betrunkene unterwegs. An der Bushaltestelle warteten sie lange auf die Linie. Doch der Bus kam nicht. Benno fragte einen anderen Busfahrer, der ihm die Auskunft gab, dass in dieser Richtung alles überschwemmt sei und der Busverkehr eingestellt worden war. Leni bekam Angst, aber Benno schlug vor, sie mit seinem Auto nach Hause zu fahren.

„Wenn ich euch schon daran gehindert habe früher zu gehen, bin ich dafür verantwortlich, dass ihr gut nach Hause kommt.“

Doch sie kamen nicht weit. Die Feuerwehr hatte abgesperrt. Benno erkundigte sich. Es waren Straßen total überflutet und verschlammt, der Bereich wo Leni wohnte absolut abgeschnitten, die Leute sollten sich in einer Turnhalle melden, wo eine Notunterkunft aufgebaut wurde. Allerdings erfuhren sie, dass die Gebäude in Lenis Straße nicht besonders betroffen waren, noch dazu da sie im siebten Stock wohnte.

„Ich nehme euch einfach mit zu mir nach Hause. Da ist es sicherlich angenehmer als in dieser Turnhalle.“

„Wir können doch nicht einfach bei dir übernachten“, protestierte sie schwach.

„Ohne mich wärt ihr längst daheim und deshalb habe ich die Verantwortung für euch. Keine Wiederrede – wir fahren jetzt zu mir, oder sollen wir nochmal zurück auf das Volksfest und eine Runde Riesenrad fahren?“

Nicht einmal Paul hatte dazu noch Lust. Er war müde.

„Hast du denn überhaupt Platz für uns in deiner Wohnung?“

„Ich denke schon, dass wir da eine Möglichkeit finden“, grinste Benno ganz ernst.

„Und was sagt deine Familie?“

„Ich habe sturmfreie Bude.“

Als sie in die Straße einbogen, riss Leni den Mund auf. „Hier wohnst du?“ fragte sie ungläubig.

„Ja warum?“

„Hier wohnen doch nur Leute die sehr viel Geld haben.“

„Ich bin die Ausnahme“, grinste er.

Hof- und Garagentor öffneten sich wie von Zauberhand und wenig später standen sie in der offenen Wohnung. Küche, Wohn- und Essbereich bildeten einen einzigen großen Raum. Leni kam aus dem Staunen nicht mehr heraus und schüttelte nur den Kopf.

„Das ist ja ein einziger Traum. Gehört das Haus dir?“

Benno erzählte ihr die Geschichte. Paul quengelte langsam. Er hatte kleine Augen, man sah ihm die Müdigkeit an. Benno führte die beiden in sein Zimmer und Leni legte den Kleinen in der Unterwäsche ins Bett. Er merkte schon gar nicht mehr, dass Benno aus einer Schublade ein Nachtlicht herausgekramt hatte und in die Steckdose steckte.

„Und wo kann ich schlafen?“ fragte Leni nachdem sie die Türe angelehnt hatten.

„Schlafzimmer, Gästezimmer oder Couch“

„Und wo schläfst du?“

„Schlafzimmer, Gästezimmer oder Couch.“

Sie grinste ihn tadelnd an. „Du gehst aber ganz schön ran.“

„Wieso? Das Schlafzimmer ist neben dem von Paul. Wenn du da schlafen willst gehe ich in das Fremdenzimmer im Keller. Und wenn du Angst hast, schlafe ich auf der Couch und bewache euch. Wenn du im Fremdenzimmer schläfst, bleibe ich neben Paul, damit er nicht alleine ist, wenn er aufwacht und wenn du auf der Couch schläfst, darfst du dir aussuchen, ob ich im Fremden- oder Schlafzimmer schlafe.“

„Ohh, doch Gentleman“, sagte sie überrascht.

Die beiden gingen wieder in den großen Raum zurück. Leni sah sich um und seufzte. „In so einem Haus möchte ich auch mal wohnen. Hier zu leben muss doch ein wunderbares Gefühl sein.“

„Es ist manchmal sehr einsam hier“, sagte Benno ganz leise und gedankenverloren.

„Was machen wir beide jetzt noch?“ Leni hatte seine Worte anscheinend nicht gehört und sah ihn fast unternehmenslustig an.

Sie standen neben der großen Couch im Wohnbereich.

Benno grinste: „Wir fahren nochmal Riesenrad.“

„Wie das?“ fragte sie verständnislos.

Er drückte sie sanft neben sich auf die Sitzfläche. „Ganz einfach – du schließt jetzt die Augen und stellst dir einfach vor, dass wir oben am höchsten Punkt stehenbleiben.“

Leni lachte. „Und du nutzt dann meine Angst wieder aus, um mich zu küssen.“

„Genau so habe ich es mir vorgestellt.“

Sie schlang die Arme um seinen Nacken. „Das geht auch ohne Riesenrad“, flüsterte sie und gab ihm einen langen Kuss. Zärtlich erwiderte er. Ihre Lippen verschmolzen ineinander, die Zungen berührten sich, begannen miteinander zu spielen. Sie saugten sich immer mehr aneinander fest und beide durchlief ein angenehmes, warmes Gefühl. Minutenlang saßen sie so da, beide spürten, dass sie so etwas schon lange vermisst hatten, etwas für einander empfanden, obwohl sie sich noch keinen halben Tag kannten. Erst als sie keine Luft mehr bekamen und ein leichter Donnerschlag die Ruhe störte, lösten sich beide voneinander.

„Willst du nach Paul schauen? Der hat sicher Angst vor dem Gewitter“.

Leni schüttelte den Kopf. „So wie der schläft, wacht er vor morgen früh nicht mehr auf. Er ist heute durch den schönen Tag total erschöpft.“

Sie sah ihm in die Augen. „Aber ich habe große Angst vor Gewittern.“

Er nahm sie in den Arm. „Was machen wir denn da?“

„Ich schlafe in deinem Schlafzimmer“.

„Und ich?“

„Du musst aufpassen, dass ich nicht zu große Angst bekomme“, flüsterte sie und kam ganz nahe an sein Gesicht bevor sie leise schmunzelnd fortfuhr: „Du darfst als Bettvorleger auf dem Boden vor dem Bett schlafen.“

Beide lachten und küssten sich erneut. Benno gefiel die Frau immer besser. Schlagfertig, gelassen und zärtlich. Er wollte mehr über sie wissen.

„Wann musst du morgen zuhause sein?“

„Ich arbeite als Kellnerin, habe heute meinen freien Tag und morgen geht es erst ab 17 Uhr los. Paul ist bei meinem Bruder, der wohnt dort in der Nähe und manchmal auch bei Nachbarn. Jetzt sage aber mal, was du beruflich machst. Ich weiß nur, dass du der Chef von diesem Container und dem netten Mitarbeiter dort bist, vermutlich gibt es auch ein Techtelmechtel mit der Reitbahnbesitzerin, alle Schausteller kennen dich und du hast die Hosen voll – zumindest mit Gutscheinen,“ grinste sie.

Benno lachte. Das hatte er nun davon.

„Jetzt sind die Hosen fast leer – zumindest was die Gutscheine anbelangt. Ich bin bei der Stadt angestellt und ein bisschen zuständig für das Volksfest. Deshalb kennen mich dort die Leute. Was die leeren Hosen allerdings anbelangt ….“

Er griff in die Tasche wühlte darin und brachte noch eine ganze Hand voller Chips zum Vorschein.

„Hast du da außer diesen Gutscheinen nichts anderes drinnen?“ Leni legte ihre Hand auf eine Stelle zwischen den Taschen. Dieses Teil beulte sich bald stärker aus als die Hosentaschen am Nachmittag.

Wieder küssten sie sich. Das Grummeln des Gewitters entfernte sich immer weiter.

„Hast du noch Lust dazu?“ flüsterte Benno.

„Zeigst du mir jetzt das Schlafzimmer?“ fragte sie leise.

Erstaunt stand sie in dem großen Raum vor dem Doppelbett. Es wurde seit der Abreise seiner Eltern nicht mehr benutzt, Benno zog die Decke vom Bett, faltete sie zusammen und legte sie auf den Boden.

„Was machst du da?“

Er sah sie mit einem treuen Hundeblick an. „Ich richte mein Lager als Bettvorleger her“.

Sie lachte. „Vergiss es. Ich brauche heute jemanden im Bett der mich wärmt“.

Dann ging sie auf ihn zu und begann seine Hose zu öffnen. „Dann wollen mir mal sehen was da drinnen noch übriggeblieben ist.“

Benno knöpfte ihr Kleid auf und schob es über ihre Schultern. Auf dem BH zeichneten sich ihre Brustwarzen leicht ab. Sie betastete inzwischen durch die Unterhose seinen härter werdenden Pfahl.

„Doch noch was vorhanden“, tat sie überrascht und schmunzelte ihn an. „Bei welchem Fahrgeschäft kann man den einlösen?“

Benno lachte. „Riesenrad“, flüsterte er leise, nahm sie in die Arme, drückte sie gegen sich und gab ihr erneut einen Kuss, während er ihr das Kleid komplett auszog. In Unterwäsche standen sie sich gegenüber. Bennos Slip wölbte sich gewaltig. Fast schmerzhaft drückte sein hartes Glied gegen den Stoff. Lenis Brustwarzen standen ebenfalls groß und hart im BH. Er schob sie sanft auf das Bett und legte sich neben sie. Seine Hand streichelte über ihren Bauch und glitt in den Slip. Leni zerrte seine Unterhose nach unten, befreite ihn davon und half dann auch ihre restlichen Kleidungsstücke auszuziehen.

Benno fuhr mit den Lippen an ihrem Hals entlang und verursachte bei ihr ein angenehmes Kribbeln. Sein Mund glitt langsam über die Haut bis zu ihren Brüsten. Während er eine davon zärtlich streichelte, umspielte er an der anderen vorsichtig mit dem Mund ihre Warze. Leni stöhnte.

„Soll ich aufhören?“

„Nein, mach weiter. Das ist schön“.

Er presste ihren Nippel leicht mit den Lippen zusammen und klopfte mit der Zunge dagegen, löste seine Hand von der anderen Brust, glitt über ihren Bauch. Sofort spreizte sie die Schenkel und seine Hand legte sich vorsichtig auf den dicht behaarten Hügel, glitt dann weiter zu ihren Schamlippen. Langsam drang ein Finger ein. Als er den Eingang spürte, änderte er das Spiel an ihrem Busen und begann leicht zu saugen. Sie war davon überrascht und begann noch lauter zu stöhnen. Benno stoppte und hob seinen Kopf.

„Geht es dir nicht gut?“

„Wesentlich besser als im Riesenrad, aber wenn du nicht weitermachst beginnt es mir schlecht zu gehen“.

Auch ihm gefiel es. Manchmal zog er leicht die Brustwarze an, saugte daran oder drückte sein Gesicht gegen das Fleisch. Der Finger neckte sie, drang immer tiefer, fuhr vor und zurück. Leni genoss es lange, zog ihn aber plötzlich sanft hoch.

„Hast du für da unten nichts anderes, als deinen Finger?“

Er legte sich über sie. „Ich hätte da noch einen Chip für den Auto Scooter. Wenn man diesen in den Schlitz steckt, kann man eine Runde Boxauto fahren.“

Leni musste laut lachen. „Ich hoffe du rammst mich nicht zu heftig.“

Sie lenkte seinen Prügel an ihre Pforte. Benno drang vorsichtig ein. Langsam, Zentimeter um Zentimeter schob er sich in ihren Körper. Er verharrte ruhig nachdem er komplett in ihrer Grotte war.

„Na worauf wartest du?“ fragte sie ungeduldig.

„Es hat noch nicht geklingelt“, flüsterte Benno und küsste sie, während er langsam begann sich in ihr zu bewegen.


Leni spürte seit längerer Zeit wieder einen Mann in sich. Es tat so unheimlich gut. Sie schloss die Augen und kostete das Gefühl aus. Ihr Unterleib bestand nur noch aus Lust die Benno mit seinem harten Penis erfüllte. Die Frau empfing seine Stöße, stöhnte leise und drängte sich ihm entgegen. Das Boxauto ging sehr zärtlich mit ihr um. So sanft hatte sie die Liebe nicht in Erinnerung. Es war über vier Jahre her, dass sie zum letzten Mal einen Mann in sich gespürt hatte.

Dieses wunderschöne Gefühl war abgeflacht, beinahe schon verdrängt, wenn sie nachts alleine in ihrem Bett lag und mit den Fingern ihren Kitzler bearbeitete, so tief wie möglich in ihre Vagina fuhr und sich dabei zusammenreißen musste um nicht laut zu stöhnen, denn Paul schlief bei ihr im Zimmer in der kleinen Wohnung. Mit allen Sinnen wollte sie das nun aufsaugen um möglichst lange davon zu zehren, denn es würde vermutlich erneut ewig dauern, bis sie erneut mit einem Mann im Bett lag, obwohl sie Benno sehr nett fand. Aber auch er würde keine feste Beziehung eingehen wollen, denn der Hinderungsgrund war ihr Junge, obwohl sie bemerkt hatte, dass die beiden sich mochten und gerade Paul sich begeistert an ihn hängte.
Vermutlich jedoch nur weil er ihm auf dem Rummel mit seinen Freifahrscheinen so imponierte. Dennoch sah sie Paul im Riesenrad vor sich als er auf die Frage Bennos ob er etwas dagegen habe, wenn er seine Mama küsse, den Kopf schüttelte. Auch ihr war der Mann von Anfang an sympathisch. Sein Witz, die Ruhe, das ganze Auftreten gefielen ihr, aber er hatte sie nur notgedrungen mit zu sich genommen, dabei Verantwortung gezeigt, und nun war sie in seinem Haus und noch dazu in seinem Bett.

Das hatte sie eigentlich vermeiden wollen, aber er gefiel ihr einfach, Leni fühlte sich zu ihm hingezogen und entwickelte Gefühle die sie schon lange nicht mehr gespürt hatte. Auch mit geschlossenen Augen sah sie sein Gesicht noch vor sich, fühlte ihn tief in ihrem Körper, wo er ein Feuer entfacht hatte, das ihren ganzen Körper ergriff, sie wollte es so lange wie möglich auskosten, am liebsten hätte sie diesen langen Pfahl für immer in ihrem Körper behalten, mit den Bewegungen und der Härte. Sie wollte mehr und als ob er ihre Gedanken lesen konnte, wurde er plötzlich etwas schneller, Leni spürte ihre Lust erneut ansteigen, meinte zu schweben und fühlte plötzlich ihre Vagina zucken und kurz darauf auch das Teil in ihr, welches so viel Vergnügen und Freude in ihren Körper gebracht hatte.

Benno ging gemütlich zu Werke. Die Frau gefiel ihm immer besser. Er merkte, dass er für sie mehr empfand. Mehr als für seine Nachbarin Lisa und auch mehr als für Laura mit ihren Megabrüsten. Leni war eine Partnerin, die witzig und lustig war, zärtlich und sanft. Alleine das Küssen begeisterte ihn und er fühlte sich wohl neben ihr. Gerne würde er sie so lange wie möglich lieben, aber er spürte, dass er sich nicht mehr lange zurückhalten konnte und das Boxauto begann an Intensität zuzulegen. Er sah in ihr verklärtes Gesicht, die geschlossenen Augen, fühlte buchstäblich ihre Lust und als er ihren Höhepunkt spürte, ließ auch er seinen Gefühlen freien Lauf und ergoss sich in seine Partnerin.

„Sollte ich nicht doch woanders schlafen? Was sagt Paul, wenn er uns zusammen nackt im Bett sieht?“ fragte Benno danach.

Leni sah ihn wie abwesend an und zuckte mit den Schultern. „Paul wünscht sich schon lange einen Papa. Mein Mann ist gestorben als Paul knapp ein Jahr alt war. Er hat keine Erinnerungen an ihn. Im Kindergarten wird er immer gehänselt, weil die anderen Jungs mit ihren Vätern spielen, auf den Fußballplatz gehen, dies und jenes unternehmen. Mein Bruder hat mit seiner Familie selber genug zu tun. Und ich kann ihm auch nicht viel bieten. Rente und Verdienst reichen gerade so um über die Runden zu kommen.“

Benno dachte ebenfalls an die Situation im Riesenrad als Paul für ihn überraschend den Kopf geschüttelt hatte als er ihn fragte ob er etwas dagegen habe, wenn er seine Mama küsse. Er mochte alle beide, aber sie kannten sich noch keine zehn Stunden. Auf alle Fälle wollte er sich mit ihnen wieder treffen. Eng zusammengekuschelt schliefen die beiden ein.

Am nächsten Morgen frühstückten sie gemeinsam, dann fuhr Benno die beiden nach Hause. Aus den Augenwinkeln sah er, dass Lisa in der Garageneinfahrt stand und mit einem erstaunten Blick auf sie sah, als er vorbeifuhr.

Das Gewitter hatte schwer getobt. Die Hauptstraßen waren zwar frei, aber die direkte Zufahrt zu dem Wohnblock in dem Leni wohnte war noch gesperrt und so musste sie zu Fuß über einen Radweg die letzten zweihundert Meter zurücklegen. Benno verabschiedete sich. Sie hatten vereinbart sich am nächsten Montag zum Abschluss des Volksfestes am Kinderkarussell zu treffen.

Benno war die ganze Woche beflügelt und als er sich beim Rasieren fragte ob er sich in Leni verliebt hatte, beantwortete das Spiegelbild diese Frage mit einem eindeutigen ja und er konnte kaum den Montag erwarten. Lisa kontaktierte ihn kein einziges Mal und er war darüber erleichtert.

Doch der Tag entwickelte sich zu einer großen Enttäuschung. Über eine Stunde wartete er in der Nähe des Karussells aber die beiden tauchten einfach nicht auf. Verdammt – er hatte weder ihren Nachnamen, noch ihre Adresse und auch keine Telefonnummer. War etwas dazwischengekommen? Hatte sie keine Lust auf ihn? Er konnte sich besonders letzteres nicht vorstellen, bat die Frau am Karussell ihn sofort anzurufen, wenn jemand nach ihm fragen sollte. Dann tigerte er los. Suchte den ganzen Rummel ab, kam immer wieder zurück, doch vergeblich.

Plötzlich entdeckte er Paul. Eine ältere Frau hatte ihn an der Hand. Die habe ich doch schon gesehen schoss es ihm durch den Kopf. „Hallo Paul, wo ist denn deine Mama?“, redete er die beiden an.

Bevor Paul etwas sagen konnte funkelte ihn die Frau bereits wütend an. „Ach sie sind das also. Ihr Verhalten ist das allerletzte. Sie lassen wohl nichts aus um Frauen zu veräppeln und zu betrügen. Leni ist schwer enttäuscht von ihnen und will sie nicht mehr sehen. Verschwinden sie sofort aus unseren Augen und lassen sie meine Tochter und meinen Enkel in Frieden, sonst erstatten wir Anzeige bei der Polizei wegen Stalking. Das gilt auch, wenn sie sich den beiden mehr als 5o Meter nähern.“

Sprachs machte auf dem Absatz kehrt und ging davon, zog Paul mit sich. Der sah sich noch um und blickte ihn traurig an.

Benno stand zuerst einfach da und wusste gar nicht wie ihm geschehen war. Was hatte die Frau gemeint? Frauen veräppeln und betrügen? Hatte sie wirklich Frauen gesagt? Was hatte Leni erfahren und von wem? Ihm fiel nur Laura ein. Aber wie waren die beiden zu einander gekommen? Was hatte Laura wem erzählt? Diese machte sich doch keine Hoffnungen auf eine feste Beziehung? Das wollte er sofort klären und ging zu ihr an die Schießhalle. Sie kam zur Seitentüre heraus und war sichtlich überrascht. Sie versicherte ihm mit niemandem über ihren One-Night-Stand gesprochen zu haben und er glaubte ihr. Was konnte passiert sein? Er musste auf alle Fälle mit Leni selber reden, hatte aber keinen Anhaltspunkt, sondern nur die beiden Vornamen.

Niedergeschlagen ging er seiner Arbeit nach. Eine Woche später erinnerte nichts mehr auf dem riesigen Platz an das Volksfest. Benno fuhr am Wochenende zu den Hochhäusern und fragte nach Leni und Paul. Drei Wohnblöcke zu durchforschen, mit jeweils zwölf Stockwerken und vier Wohnungen pro Etage waren ein unmögliches Unterfangen. Er fragte Bewohner nach den beiden, erntete jedoch nur Kopfschütteln und Achselzucken. Benno besuchte am Abend mehrere Gaststätten in der Umgebung der Wohnblocks, entdeckte aber auch dort nirgends Leni.

Im städtischen Kindergarten vor Ort gab es zwei Kinder namens Paul. Die Mütter hießen aber nicht Leni. Auf die Daten der kirchlichen Kita konnte er nicht zugreifen. Nach zwei Wochen gab er schließlich die Suche auf. Es sollte eben nicht sein. Lustlos stürzte er sich in die Arbeit.

  • Geschrieben von RudiRabe
  • Veröffentlicht am 20.03.2020
  • Gelesen: 3655 mal

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