Erotische Geschichten

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BE3 Die Lust als Event – ein Zeitdokument

5 von 5 Sternen
Vorbemerkung: Im Folgenden präsentiere ich wieder einmal eine erotische Geschichte der etwas anderen Art. Dabei ist der Titel durchaus Programm. Der einleitende Teil ist ein (völlig unerotisches) Zeitdokument, das „dieser Tage“ wohl schon eher ein lästig gewordenes Thema sein dürfte. Doch trutze ich den geneigten Leserinnen und Lesern auch im anschließenden Hauptteil Geduld ab, denn baut sich die Erotik erst langsam auf und dazu noch in einer nicht sonderlich üblichen Art. Wer also auf eine „konventionell“ geschriebene Erotikgeschichte hofft, tut sicherlich gut daran, gleich zur nächsten Geschichte zu wechseln. Allen anderen wünsche ich viel Spaß beim Lesen. (Zusätzliche Informationen im nachfolgenden Kommentar.)


Gedankenverloren lasse ich meinen Blick schweifen. Er geht über die Straße, auf der bereits seit Tagen eine ungewohnte und schon fast beängstigende Ruhe herrscht. Sie ist im Augenblick ebenso menschenleer wie die Grünanlage auf der gegenüberliegenden Straßenseite, durch welche die emsigen Menschen gewöhnlich ihren Weg nehmen, um zur angrenzenden Straßenbahnhaltestelle zu gelangen. Alles scheint ausgestorben. Selbst die Straßenbahn, die sonst im Zehn-Minuten-Takt verkehrt, fährt nur gelegentlich. Man könnte fast glauben, heute sei ein Sonn- oder Feiertag. Doch wenn ich mich recht entsinne, dann müsste heute Freitag sein – glaube ich jedenfalls.
Ein wenig wundere ich mich schon, da ich hier so nackt am Fenster stehe und aus dem sechsten Stock nach draußen schaue, denn seit sechs Tagen habe ich die Wohnung nicht mehr verlassen. Doch wer jetzt einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen dem sechsten Stock, in dem sich die Wohnung befindet, und den sechs Tagen, in denen ich nicht mehr draußen war, vermutet, ist gehörig auf dem Holzweg. Nein, das alles ist ebenso purer Zufall wie die Tatsache, der schnöden Welt da draußen seit fast einer Woche den Rücken gekehrt zu haben. Zwar gibt es dieser Tage auch für das Land Niedersachsen eine allgemeine Empfehlung, zwischen Mitte März und Ende April möglichst zu Hause zu bleiben, doch hat meine fast schon einwöchige Häuslichkeit nichts mit den derzeitigen Ausgangsbeschränkungen zu tun.
Wenn ich ehrlich bin, tangieren sie mich augenblicklich auch nur peripher. Da nun schon seit dem 16. März bundesweit alle Bildungseinrichtungen die Türen geschlossen haben, um mit dieser Maßnahme möglichst die Ansteckungsgefahr mit dem grassierenden Coronavirus zu reduzieren, bin ich als Honorardozent quasi übers Wochenende arbeitslos geworden. Schlagartig habe ich Zeit ohne Ende. Keine Vorbereitungen mehr von Unterrichtseinheiten und Unterrichtsmaterial, keine Fahrten mehr von hier nach da über volle Straßen, keine Fragen und Antworten mehr. Nein, von eben auf jetzt stand das Hamsterrad still.
Anfangs nutzte ich die viele freie Zeit und schlenderte täglich einmal mit einem Einkaufskorb durch unsere Läden in der Nachbarschaft, um zu sehen, was die in Panik verfallenen Leute bei ihren Hamsterkäufen für die anderen Konsumenten übrig gelassen hatten. Die leeren Regale in dem großen Supermarkt gleich hier um die Ecke zu sehen, war schon der schiere Wahnsinn. Allerdings ist man auch als ein bewusst lebender Mensch nicht gefeit, sich davon in gewisser Weise anstecken zu lassen. Da Butter fehlte, griff ich aus dem Kühlregal gleich drei Stück. Eigentlich kein Problem, denn aufgrund meiner permanenten Zeitknappheit im „normalen Leben“ neige ich zur Rationalität. Lieber ein Stück mehr als zu wenig kaufen, damit man sich die Rennerei spart. Doch beim Anblick des schon stark ausgeräumten Regals beschlich mich für einen Moment ein wenig die Reue. Kurz darauf wies ich sie aber mit Entschlossenheit wieder von mir.
Man kann sich wohl gut vorstellen, dass nach ein paar Tagen alles vorhanden war, was man zum täglichen Leben braucht. Selbst zwei Tüten Nudeln und eine ganze Packung Toilettenpapier hatte ich mit ein wenig Glück kaufen können. Somit musste ich also nicht mehr nach draußen. Keine Arbeit mehr und kein Grund mehr, einkaufen zu gehen. Gut, an den frühlingshaften Tagen bin ich noch zusammen mit dir das eine oder andere Mal zum Spazierengehen hinausgegangen. Frische Luft wird ja nicht nur dieser Tage, sondern ganz allgemein empfohlen. Doch als dann der Winter noch einmal Einzug hielt und du von deinem Arbeitgeber die Anweisung bekamst, nur alle zwei Wochen zum Dienst zu erscheinen, trieb uns schlagartig nichts mehr vor die Tür.
Aber was stellt man zu Hause an, wenn es eigentlich nichts zu tun gibt? Klar – hier und da telefoniert oder mailt man mit Verwandten, Bekannten und Freunden, um zu erfahren, ob sie alle wohlauf sind. Man hört Radio oder schaut fern. Jedoch gewöhnt man sich das aufgrund der eintönigen Berichterstattung ziemlich schnell wieder ab, denn kann man die sich ständig wiederholenden Beiträge, Reportagen und Statistiken irgendwann einfach nicht mehr sehen und hören.

So saßen wir also da auf unserem großen und gemütlichen Sofa. Schmunzelnd schauten wir uns an. Zuerst begannst du, zu grinsen, dann ich. Hernach fingst du an, zu lachen, dann ich. Langsam rutschten wir Stück für Stück aufeinander zu und trafen uns in der Mitte, wo wir uns im selben Moment in die Arme schlossen. Glücklich und zufrieden wiegten wir einander. Nach einer Weile lösten wir uns wieder aus der Umarmung, ohne den anderen aber loszulassen. Liebevoll schauten wir uns an.
„Bist du glücklich?“, fragtest du mich.
„Ja!“, antwortete ich und fragte gleich darauf: „Fehlt es dir an irgendetwas?“
„Nein!“, kam deine Antwort.
Mit verwegenem Blick folgte deine Frage: „Gehst du jetzt mit mir ins Bett?“
Im ersten Augenblick musste ich dich wohl etwas überrascht angesehen haben, denn mit dieser direkten Frage hatte ich nun nicht gerechnet. Aber bei deinem verschmitzten Lächeln kam sofort Stimmung in mir auf. Daher erwiderte ich: „Also, wenn du mich so offen und direkt fragst, dann kann ich dir beim besten Willen nicht widerstehen.“
Schon stand ich auf und zog dich vom Sofa hoch. Keck drängtest du dich an mir vorbei und riefst auf dem Weg zum Schlafzimmer: „Wer zuerst nackt im Bett liegt!“
„… der darf was?“, fragte ich, als ich endlich entkleidet zur dir unter die Bettdecke kroch.
Mit großen sehnsuchtsvollen Augen sahst du mich an und sagtest zaghaft: „… sich was wünschen?“
„Was wünschst du dir denn?“, fragte ich, wobei ich dir eine Haarsträhne aus dem Gesicht strich.
„Dass du mich ganz fest in deine Arme nimmst und nicht mehr loslässt, ja?“
Lächelnd sah ich dich an. Auf dem Weg zu deinem Ohr küsste ich sanft deine Wange und flüsterte dir dann zu: „Den Wunsch erfülle ich dir gerne.“
Ich weiß jetzt nicht mehr, wie lange wir eng umschlungen einfach nur dalagen und uns gegenseitig hielten und fühlten. Mir war sofort klar, dass in dieser Nacht nichts mehr laufen würde. Ich fand das aber überhaupt nicht schlimm. Meine eben noch lüsterne Stimmung legte sich und machte einem sehr glücklichen Gefühl tief in mir Platz. Ganz intensiv genoss ich deine warme, weiche Haut an meinem nackten Körper. Ganz zart umschmeichelte dein schönes, weiches Haar mein Gesicht und mit jedem Atemzug sog ich ganz andächtig deinen angenehmen, dezenten Duft ein. In der Stille, welche den Raum erfüllte, vernahm ich dein sanftes und ruhiges Atmen. Schmunzelnd stellte ich fest, dass du in meinen sicheren Armen eingeschlafen warst. Nur wenig später schlief auch ich ein.
Als ich am nächsten Tag irgendwann die Augen aufschlug, sah ich in deine fröhlich leuchtenden Augen und vernahm dich mit leicht foppender Stimme, wie du sagtest: „Na du Langschläfer, auch schon wach?“
Ein Blick auf die Uhr verriet mir, dass es noch gar nicht so spät war, wie du tatst. Es war noch recht früh am Tag. Unbeeindruckt streckte ich mich. Dann drehte ich mich zu dir und fragte: „Und, was machen wir zwei Hübschen heute so? Schon eine Idee?“
Ganz plötzlich verschwand das fröhliche Leuchten aus deinen Augen. Mit konzentriertem Blick fixiertest du mich und fragtest: „Na mein Lieber, keine Fantasie? Soll ich dir mal auf die Sprünge helfen?“
Bereits bei den letzten Worten stemmtest du dich hoch, setztest dich in das an die Wand gelehnte Kissen und ließest die Bettdecke langsam in deinen Schoß rutschen. Mit einem lasziven Blick präsentiertest du mir fordernd deinen entblößten und anmutigen Oberkörper.
Bei dem Anblick, den du mir so unvermittelt botst, war auch die letzte Schläfrigkeit aus mir gewichen, und zwar aus meinem ganzen Körper. Meine Sinnesorgane fluteten mich in Bruchteilen von Sekunden beständig mit neuen Informationen, die ihre Wirkung nicht verfehlten. In kürzester Zeit standen alle meine Glieder stramm, um dem Einsatzbefehl zum Dienst an der Frau Folge zu leisten. Nicht einen Augenblick dachte ich auch nur an Befehlsverweigerung. Nein, denn das, was jetzt kam, war Ehrensache, welche ich mit Lust und Leidenschaft sowie Einfühlsamkeit und Ausdauer erfüllen wollte.
Die Lust und die Leidenschaft verspürte ich sofort tief in mir. Die Einfühlsamkeit verstand sich ohnehin von selbst, denn dich mit meinen Händen, meinen Lippen und meiner Zunge langsam und behutsam Stück für Stück zu stimulieren, um deine Lust ganz allmählich immer weiter zu puschen, bis sie im Rausch der Sinne in einem Feuerwerk der Gefühle gipfelt, ist nicht nur dir ein unsagbarer Genuss.
Was mich allerdings ein wenig wundert, ist die Ausdauer, die wir zwei beim Kuscheln, Schmusen, Küssen, Streicheln sowie Lieben an den Tag und die Nacht legten. Hatten wir den Zenit unserer Lust überschritten, lagen wir uns glücklich in den Armen, bis wir Seite an Seite einschliefen. Irgendwann erwachten wir wieder und frönten dem Verlangen aufs Neue. So machten wir ganz unversehens die Lust, uns zu lieben, zu einem Event und einer Tugend dieser Tage.

Jedoch war das zu diesem Zeitpunkt längst noch nicht abzusehen. Eigentlich fing auch alles wie immer ganz gewohnt an. Ich schlug die Bettdecke beiseite und setzte mich auf meinen Unterschenkeln sitzend vor dich. Ganz still in mir genoss ich, wie dein Blick wollüstig auf meinem Schoß lag. Das längst in Stellung gebrachte Ruder, um in See zu stechen, betrachtetest du eindeutig mit großer Genugtuung. Doch dafür war es jetzt noch viel zu früh. Als erfahrener Steuermann wusste ich natürlich, dass dieser Moment gut vorbereitet sein wollte. Ein Auslaufen kam nur bei auflaufendem Wasser in Betracht. Also entschied ich mich, zuerst einmal den Pegelstand hinter den Schleusentoren zu prüfen.
Langsam zog ich dir das Bettzeug vom Schoß, um dich zu entdecken. Als ich dann eines deiner Beine nahm und über meine Beine hob, um deinen Fuß neben mir abzustellen, ging dein Atem schwer. Nunmehr hatte ich freien Blick auf das angepeilte Ziel. Behutsam ließ ich meine warmen Handflächen über die Innenseiten deiner Oberschenkel streichen. Dabei ließ ich mir alle Zeit der Welt. Wer hetzte mich schließlich?
Ich genoss jeden Quadratmillimeter deiner zarten, weichen Haut. Trotz aller Langsamkeit näherte ich mich unaufhaltsam dem ansonsten so verborgenen Ort meines sehnsüchtigen Verlangens. Mit seiner rosaroten Signalfarbe lotste er mich zielsicher bis an die Tore, hinter denen die Lust und Leidenschaft darauf wartete, dass ich in diese Welt des berauschenden Vergnügens eintauchte.
Gefühlvoll zogen meine Finger die prachtvollen, geschwungenen Flügel leicht auseinander. Dadurch gab ich dem dahinter angestauten Quell der Lüsternheit ein Rinnsal frei. Munter ergoss er sich und benetzte nach und nach meine Finger.
So von Lust getränkt ließ ich sie zwischen den zwei anschmiegsamen Flügeln nach oben gleiten, um durch ein sanftes Hinwegstreichen über das pralle Knöpfchen oberhalb davon ein erstes Signal der Bestätigung zu senden und zu empfangen. Wie auf Knopfdruck schlossest du die Augen, während sich dein Mund verzückt öffnete und ein genüssliches Stöhnen aussandte, dessen Schallwellen ich sehr zufrieden mit meinen Ohren auffing. Tief in mir breiteten sich die hieraus resultierenden Schwingungen bis hinab in meinen Schoß aus, wo daraufhin mein einsatzbereites Ruder anfing, heftig vor- und zurückzuschlagen.
Als ich mich vorbeugte, um von deinen süßen Beeren zu kosten, ließest du mich nur kurz gewähren, dann rutschtest du mit weit geöffneten Schenkeln immer tiefer unter mich, bis dein Schoß direkt unter meinem zu liegen kam. Währenddessen fassten deine Hände in meinen Nacken und dirigierten meinen Kopf direkt vor dein Gesicht. Mit einem verlangenden Blick sahst du mir in die Augen. Ich begann vor Erregung schwer zu atmen und sah, wie deine Lippen bebten. Dann hörte ich dich mit schon fast flehender Stimme sagen: „Lass mich bitte nicht mehr länger warten. Ich habe große Sehnsucht nach dir.“
Als sich unsere Lippen trafen und in einem innigen Kuss verschmolzen, spürte ich, wie sich eine von deinen Händen aus meinem Nacken löste und zwischen unseren Körpern hindurch in meinen Schoß glitt. Gekonnt griffst du damit die Pinne und brachtest mein Ruder zum Wassern. Gleichzeitig war deine andere Hand zu meinem Becken gewandert, wo sie mich nun anwies einen Augenblick innezuhalten. Dann spürte ich, wie du mit deinen Versen gegen meinen blanken Po drücktest und mich auffordertest, tief einzutauchen.
Eng umschlungen ließen wir uns von den Wogen der Wollust treiben. Es war ein rhythmisches Auf und Ab. In regelmäßigen Abständen genossen wir die Scham des anderen, wenn sie bei jedem sanften Stoß auf die eigene Scham traf. So bewegten wir uns in tiefer Verbundenheit im Gleichklang der Gefühle, bis wir dann zunehmend in stürmische See gerieten. Mit jedem Heben und Senken wurden die Wogen nun heftiger und peitschten die innere Gefühlswelt auf wie die Gischt bei einem starken Windstoß.
Langsam aber sicher begann ich, die Kontrolle über meinen Kurs zu verlieren. Als letzte Maßnahme gegen einen frühzeitigen Ausbruch meiner Gefühle, zwang ich mich, einen Moment innezuhalten. Doch das löste deinen sofortigen Protest aus. Verzweifelt entfuhr es deinem Mund: „Nicht aufhören!“
Zerrissen antwortete ich dir: „Ich kann nicht mehr.“
Jauchzend fordertest du mich auf: „Dann lass dich gehen!“
Diese Worte trugen nun endgültig dazu bei, dass ich nicht mehr länger Herr der Lage war. Widerstandslos ließ ich mich von der nächsten Woge erfassen und mitreißen. In dem wilden Hin- und Hertreiben, das jetzt erfolgte, hörte ich, wie das süße aber doch auch quälende Leiden der Lust dich zunehmend unbeherrschter aufstöhnen ließ. Am Ende gipfelte dein beständig anschwellendes Stöhnen in einem schrillen Aufschrei, der Begeisterung und Erleichterung gleichermaßen war.
Genau in diesem Augenblick verlor auch ich mich endlich im Strudel meiner Gefühle. Völlig schwerelos und bar jeden Kummers zog er mich hinab. Dann durchfuhr mich ein elektrisierendes Zucken, bei welchem sich einem Blitzgewitter gleich meine ganze Spannung in fast nicht enden wollenden Schüben entlud. Hiernach versank ich im ausklingenden Sog ebenso entkräftet wie überglücklich in sanfter Zufriedenheit.

Es verging wohl eine kleine Ewigkeit, bis wir aus unserer Trance wieder in die Realität zurückfanden. Immer noch schnaufend sahen wir uns glücklich und sehr vertraut in die Augen. Sehr liebevoll streicheltest du mir mit der Handfläche über die Wange und meintest: „Das war sehr schön … wunderschön.“
Weil mir schlichtweg die Worte fehlten, nickte ich dir lediglich zu. Statt einer Antwort küsste ich dir zärtlich auf den Mund. Sanft und gefühlvoll küsstest du mich zurück. Als wir wieder voneinander abließen, strahlten wir uns glücklich und zufrieden an. Meine Brust war zum Bersten mit Glück erfüllt. Ein Blick in dein Gesicht reichte mir, um zu wissen, dass es dir nicht anders erging.
Schweigend aber lächelnd verkrochen wir uns unter die Bettdecke, schlossen uns gegenseitig in die Arme und streichelten einander zärtlich. Die Welt um uns herum hatten wir längst vergessen. Für den Augenblick genügten wir uns. Da gab es nichts, was wir vermissten, was uns fehlte. Ich hatte dich und du hattest mich. Mehr brauchten wir für den Moment nicht, um glücklich und zufrieden zu sein.
Selig betrachtete ich dich, wie du nur mit einem Bademantel bekleidet barfüßig Stufe für Stufe die dunkle Holztreppe hinuntergingst. Auf halber Höhe bliebst du vor dem großen Fenster stehen. Verträumt ließest du den Bademantel langsam und anmutig über die Schultern rutschen. Nachdem er auf die Stufen gefallen war, setztest du dich vollkommen nackt darauf. Gegen das Geländer gelehnt schautest du völlig entspannt nach draußen. Gedankenverloren wanderten deine zartfühlenden Hände von den Knien ausgehend an den Innenseiten deiner Oberschenkel entlang zielstrebig in deinen Schoß. Entzückt fielen dir die Augenlider zu, während du dich mit Genuss der Fertigkeit deiner Finger hingabst.
Ich hingegen schlug die Augen auf und war für einen Augenblick orientierungslos und ziemlich verwirrt. Es bedurfte einige Zeit, bis ich begriff, dass ich eingeschlafen war und geträumt hatte. Endlich wieder im Hier und Jetzt merkte ich, dass mein Traum eine Schnittmenge mit der Wirklichkeit hatte. Leicht grinsend lagst du neben mir und fröntest tatsächlich sehr genießerisch den sinnlichen Fertigkeiten deiner Finger.
Ich stützte mich auf einen Ellenbogen und beobachtete das agile Treiben deiner Finger zwischen den leicht gespreizten Beinen. Was sollte ich denn nun davon halten? Ein wenig verblüfft sah ich in dein immer noch grinsendes Gesicht und fragte: „Hm, doch nicht so richtig glücklich geworden?“
Mit fröhlichen Augen und lachender Stimme entgegnetest du: „Oh doch, sehr sogar! Aber ich habe schon wieder Lust. Dieses erregende Gefühl ist so herrlich, so wunderbar. Am liebsten möchte ich, dass es nicht mehr aufhört und den ganzen Tag anhält.“
„Dann solltest du mal lieber die Hände aus deinem Schoß nehmen, sonst könnte es sein, dass daraus nichts wird“, konterte ich daraufhin mit einem sehr vergnügten Schmunzeln.
Jedoch schütteltest du nur mit dem Kopf und meintest: „Das geht nicht. Das ist viel zu schön, als dass ich jetzt damit aufhören könnte.“
Da brauchte jemand offensichtlich dringend tatkräftige Unterstützung. Immer noch schmunzelnd setzte ich mich auf und griff nach deinen Händen. Als ich sie dir auf deinen Bauch schob, machtest du einen ziemlich enttäuschten Schmollmund. Dieser wechselte aber gleich wieder über in ein breites Grinsen, da ich deine Hände losließ und du mit ihnen unverzüglich wieder zurück in deinen Schritt fuhrst. Mit einem erstaunten Kopfschütteln wiederholte ich die Aktion gleich noch einmal – jedoch mit demselben Erfolg wie zuvor.

Aber eigentlich stimmt das nicht so ganz, denn war dein anfänglich leichtes Grinsen dabei zu einem recht frechen Grinsen geworden, mit dem du mich ganz unmissverständlich herausfordertest. Jetzt hieß es, sich etwas einfallen zu lassen, um nicht als der Gelackmeierte dazustehen. Einer Eingebung folgend ließ ich den Blick schweifen und fand, wonach ich suchte. Feixend schwang ich im nächsten Moment meine Beine über die Bettkante und ging um das Bett herum.
Deine fragenden Augen folgten mir dabei auf Schritt und Tritt. Sehr aufmerksam beobachtetest du, wie ich bei einem Stuhl in der Zimmerecke stehen blieb. Süffisant lächelnd nahm ich unsere zwei Bademäntel, die über der Stuhllehne lagen, und zog ganz langsam und demonstrativ die beiden Bänder aus den Schlaufen, welche als Gürtel dienten. Mit ihnen in der Hand kam ich zurück zu dir und setzte mich in gewisser Weise durchaus vorwitzig auf die Bettkante.
Eine Weile schaute ich dich wortlos an. Aus deinem Gesicht war das freche Grinsen restlos verschwunden. Nur deine wunderschönen Augen, die jetzt sehr groß schienen, sahen mir etwas unruhig entgegen. Zudem hob und senkte sich dein Brustkorb mitsamt deinen hübschen Brüsten um einiges mehr als zuvor.
„Wer nicht hören will, …“, sagte ich und winkte mit den Bändern in meiner Hand.
Dann fasste ich eine deiner Hände, die inzwischen brav und ruhig auf deiner Scham lagen. Während ich sie mit der einen Hand locker hielt, schlang ich mit der anderen Hand eins der Bänder in mehreren Windungen langsam um dein Handgelenk. Vorsichtig zog ich anschließend an dem Ende, welches ich zwischen meinen Fingern hielt, bis sich das Band wieder von deinem Handgelenk abgewickelt hatte.
Prüfend sah ich dir ins Gesicht. Doch da war weder Furcht noch Entsetzen zu erkennen. Ebenso wenig war dir Verwunderung ins Gesicht geschrieben. Nur deine großen Augen blickten mich erwartungsvoll an. Also legte ich deinen Unterarm auf meinen Oberschenkel und machte in eins der Bänder eine Schlaufe, welche ich dir anschließend um dein Handgelenk legte und ganz langsam immer weiter zuzog, bis sich diese dann eng anliegend darum schloss, was uns beide sichtlich berührte und erregte.
Als ich deinen ausgestreckten Arm zum Kopfende des Betts führte, hörte ich, wie schwer dein Atem in der Zwischenzeit ging. Leicht legtest du den Kopf in den Nacken, um zu verfolgen, wie ich das andere Ende des Bands am Bettgestell befestigte. Von der nun fixierten Hand strich ich mit einem Finger über den Arm bis zu deiner Schulter. Dort angekommen ließ ich ihn weiter über deinen Hals und dein Kinn streichen, um dir letztlich ganz sanft und liebevoll über die Wange zu streicheln.
Während ich meinen Weg um das Bett herum nahm, machte ich auch in das zweite Band eine Schlaufe, die ich dir dann um dein anderes Handgelenk legte. Sehr langsam und genießerisch zog ich die Schlaufe immer weiter zu, bis sie sich ebenfalls eng um dein Handgelenk schloss. Dabei schautest du mir mit großen Augen und schwerem Atem zu. Dann legtest du erneut den Kopf in den Nacken, um mir neugierig zuzusehen, wie ich deinen gestreckten Arm nahm und ihn mit dem freien Ende des Bands ebenso am Kopfende des Betts festmachte wie zuvor schon den ersten Arm.
Auf meinem Rückweg zum Fußende des Betts beobachtete ich genüsslich, wie du in deiner Erregung ganz unweigerlich dein Becken in immer wiederkehrenden rhythmischen Bewegungen kreisen ließest und mich mit einem ziemlich anrührenden Blick verfolgtest. Doch war deine Sorge gänzlich unberechtigt. Nachdem ich das aufreizende Szenario, das du mir derart botst, ein Weilchen genossen hatte, kniete ich mich nur zu gern zwischen deine einladend offenen Beine. Kurz überlegte ich, ob ich auch deine schlanken Fußgelenke ans Bett fesseln sollte, doch fehlte es mir jetzt an Geduld, um noch lange nach etwas Passendem dafür zu suchen. Ich wollte mich stattdessen lieber über dich hermachen.
Schon wanderten meine Hände sacht von deinen Fesseln aufwärts an den Innenseiten deiner verlockenden Beine hinauf. Auf Höhe der Knie drückte ich dir anfangs demonstrativ die Beine weiter auseinander, doch folgtest du meinem Druck nur zu bereitwillig. Dich derart erregt wie auch sehnsuchtsvoll vor mir liegen zu sehen, stimulierte mich auf das Herrlichste, was du mir unweigerlich ansehen konntest. Zudem hatte dies den durchaus angenehmen Nebeneffekt, dass dich mein lüsterner Anblick nur noch umso mehr erregte.
Daher wurden meine Hände kurz vor ihrem Ziel auch immer langsamer. Mit einem freudigen Lächeln sah ich, wie du schon fast vor Verzweiflung die Augen verdrehtest. Hätten deine voll ausgestreckten Arme nur noch ein wenig Spiel zur Verfügung gehabt, wärst du mir gern entgegengerutscht. So jedoch musstest du dich vorerst weiter in Geduld üben. Ein vielleicht etwas fieses Spiel, das ich aber einerseits leidenschaftlich gern genoss und andererseits seine Wirkung selten verfehlte. Denn als meine Finger endlich durch deinen Lustgarten wandelten und dabei letztlich auch gegen den Fluss deiner Begierde stromaufwärts durch den sehr empfangsfreudigen Zugang in dein tiefstes Inneres eintauchten, verlorst du schon fast die Besinnung vor Glück.

Doch das war ja nur ein erstes Vortasten. Jetzt wollte ich dich mit meinen gefühlvollen Liebkosungen ganz genüsslich die Qualen der Lust durchleben lassen. Also legte ich mich direkt vor deinen Schoß, welcher mir auf so herrlich anregende Weise ausgeliefert war. Während ich einem Schmetterling gleich meine Zunge in deine rosarote Blüte eintauchte, um von dem süßen Nektar zu kosten, ließ ich meine Hände langsam über deine Hüften und deinen Bauch aufwärts streichen.
Mit ausgestreckten Armen erreichte ich gerade so die sehr empfindsamen Knospen deiner Brüste, die sich in großer Vorfreude meinen Fingern willkommen heißend entgegen reckten. Zart über die zwei erigierten Brustwarzen hinweg zu streichen erregte uns beide gleichermaßen. Mit der Zeit wurde ich jedoch forscher und drückte die vollen Beeren auch immer mal sacht.
Währenddessen liebkoste ich mit meinen Lippen und meiner Zunge deinen verlangenden Schoß weiterhin ohne Unterlass. Damit ich auch jeden Winkel nur gut erreichen konnte, hattest du zwischenzeitlich deine Beine aufgestellt. So war es mir ein Leichtes, deine unbändige Lust immer weiter aufzupeitschen und dem sehnsüchtig herbeigewünschten Ziel näher zu bringen.
Doch als sich der Moment größten Glücks ankündigte und sich seinen Weg bahnen wollte, stoppte ich ganz unvermittelt mit meinen zärtlichen Liebkosungen. Schon fast panisch hobst du den Kopf, rissest die Augen groß auf und schautest mich entsetzt an. Mit einem Blick purer Verzweiflung ließest du den Kopf wieder in die Kissen zurückfallen. Dein Unmut verschaffte sich Luft, indem deiner Kehle ein unbeherrschtes Stöhnen entglitt. Dann hörte ich ein empörtes Schnaufen, gefolgt von einem klagevollen Wimmern.
„Genug gelitten“, dachte ich mir und nahm meine stimulierenden Aktivitäten in gleicher Manier wie zuvor erneut auf. Deine Begeisterung war unübersehbar. Oder sollte ich lieber sagen: „nicht zu überspüren“?
Alles an und in deinem Körper spannte sich schlagartig an. Diese zweite Chance wollte sich dein erregter Körper nicht entgehen lassen. Jetzt forderte er unweigerlich sein Recht ein. Und das wollte ich ihm und dir auch nicht länger verwehren. Tief in mir genoss ich, dass mein kleiner fieser Trick vollen Erfolg zeigte, denn katapultierte dein Verlangen nach Erlösung deine unbändige Lust nun ungleich höher als noch vor wenigen Augenblicken. Endlich fest im Rausch der Sinne wandtest du den Kopf beständig von rechts nach links. Ein Vibrieren, das deinen ganzen Körper erfasste, kündigte an, was nun bevorstand.
Dann passierte es. In einer gigantischen Explosion fandst du in mehreren Wellen Erleichterung. Ich hatte Mühe, deine Füße zu halten. So war es nur gut, dass ich dir die Hände zuvor ans Bett gefesselt hatte. Sonst hätte dich die Wucht der Explosion vermutlich vom Bett gerissen.
Für ein Weilchen bliebst du besinnungslos auf dem Laken ausgestreckt liegen. Diesen Augenblick der Ruhe nutzte ich, um dich aus deiner Zwangslage, die mir nun nicht mehr nötig schien, zu befreien. Danach legte ich mich zu dir. Deinen Körper sanft streichelnd betrachtete ich dich, bis du deine Augen aufschlugst. Sehr glücklich und zufrieden lächeltest du mich an. Dann fasstest du unmissverständlich nach mir, um dich fest in meine Arme schließen zu lassen – was ich nur zu gern tat. Selig schmiegtest du dich an mich. Behutsam küsste ich dir währenddessen immer wieder auf dein Haar, die Stirn oder deine Wange.
Einen Augenblick später hörte ich dich mit fröhlich beschwingter Stimme sagen: „Mmh, ... und jetzt, mein Lieber, bist du dran.“
Erstaunt sah ich dir zu, wie du dich auf deine Unterschenkel setztest, die Kissen am Kopfende unseres Betts aufstelltest, dir mit einem frechen Grinsen die Bänder der Bademäntel schnapptest und mich anschließend anwiest, in die Kissen zurückzulehnen. Ich tat wie geheißen. Dann konnte ich dir nur noch zusehen, wie du nun deinerseits meine Hände mit den Bändern ans Bett fixiertest.
Anfänglich sahst du mir noch frech grinsend in die Augen, doch dann wurde dein Blick zunehmend immer sinnlicher. Zärtlich küsstest du mir auf den Mund und begannst, mich zärtlich zu streicheln. Ganz langsam wanderten deine gefühlvollen Hände über meine Brust und fanden die Stellen, um allmählich die Lust des Verlangens in mir zu wecken.
Stück für Stück kamst du mit deinen küssenden Lippen hinterher. Als du dann endlich meine Brustwarzen erreicht hattest, verwöhntest du sie ausgiebig mit deiner Zunge. Du weißt halt nur zu gut, wie man mich in den Wahnsinn treiben kann. So war es auch kein Wunder, dass mein Zepter längst auf das Höchste erregt hin- und herschwang, als der Weg deiner Küsse in meinem Schoß endete.
Mit erheitertem Blick verfolgtest du die Darbietung meines agilen Bodenturners. Doch nach einigen recht beschwingten Übungen ergriffst du das Zepter und übernahmst die Macht. Behutsam und sehr feinfühlig ließest du mehrmals deine Zungenspitze von der Basis bis zu Spitze und zurück darüber gleiten. Von Zeit zu Zeit blicktest du dabei immer wieder zu mir hinauf. Ich konnte deinen freudig strahlenden Augen ansehen, wie sehr dich mein zur Untätigkeit verdammtes Genießen erregte und aufstachelte.

Grinsend schaltetest du nun einen Gang rauf. Sehr genießerisch stülptest du dem prallen, rosigen Köpfchen langsam deine sanften Lippen über, bis es zuerst nur in deinem feuchten und warmen Mund verschwand, dann jedoch immer weiter Richtung Schlund glitt. Ab einem bestimmten Punkt hobst du den Kopf erneut an, um ihn dann aber wieder bedächtig tief sinken zu lassen.
Durch dein unvorhersehbares Wechselspiel zwischen langsamen und schnellen, mal saugenden und dann doch wieder leckenden Stimulierungen sorgtest du bei mir für sehr intensive wie auch erregende Gefühle, welche mich zunehmend immer mehr reizten und mich mit der Zeit alles um mich herum vergessen ließen. Unbeirrt fand deine Zunge immer wieder aufs Neue recht zielstrebig jene Stelle, deren Liebkosung meine Lust und mein Verlangen beständig weiter aufschaukelte. Weil du mir keine Pause gönntest, spannte sich in mir alles mehr und mehr an. Mit einem Male riss ich meine Augen schlagartig auf und stöhnte dir wohl schon mit einem fast verzweifelten Blick entgegen: „Stopp!“
Doch blicktest du nur zu mir auf und machtest mir mit einem eindeutigen Grinsen im Gesicht klar, dass du nicht daran dachtest, auch nur einen Augenblick mit deinen verwöhnenden Liebkosungen aufzuhören. So sah ich dich bloß mit starrem Blick an. Dann schloss ich die Augen und konnte mich nur noch wie in Trance dem nicht mehr beherrschbaren Reiz hingeben. Dieser war derart intensiv und mächtig, dass ich in einem fast nicht enden wollenden Rausch ein ums andere Mal heftig zusammenzuckte. Meine ganze angestaute Spannung entlud sich in mehreren gewaltigen Schüben. Schwall um Schwall ergoss sich meine unbändige Lust zwischen deinen Lippen, die unnachgiebig an ihrem lieb gewonnenen Lutschobjekt festhielten.
Erst als ich völlig entkräftet in mich zusammengesunken war, ließen deine Lippen meinen erschlaffenden Lustspender geschickt entgleiten. Anschließend knietest du dich mit gespreizten Beinen über mich hin und schautest mich mit leicht zusammengepressten Lippen erhaben an. Dabei beobachtete ich erst vergnügt, wie es aus deinem Schritt auf meinen Bauch tropfte, dann etwas überraschten und ehrfürchtigen Blickes, wie sich dein schwach am Hals abzeichnender Kehlkopf einmal auf und ab bewegte.
Ich musste dich in diesem Moment wohl recht ungläubig angesehen haben, denn senktest du deinen Kopf zu mir herab und nähertest dich meinem Gesicht bis auf wenige Zentimeter. Hierbei strahlten mich deine funkelnden Augen verschmitzt an. Dann sagtest du frei heraus: „Danach war mir jetzt einfach!“
Lächelnd lehntest du dich zurück und setztest dich mit deinem Schoß, aus dem es immer noch tropfte, auf meine Beine. Freudestrahlend sahst du mich an und meintest: „Es war mir ein Vergnügen, dich nach Strich und Faden einmal richtig zu verwöhnen. Und wie es scheint, ist mir das wirklich gut gelungen, denn hat es dir ganz offensichtlich die Sprache verschlagen.“
Das hattest du in deiner unnachahmlich treffsicheren Art völlig richtig erkannt. Ich fühlte mich ertappt und rang etwas verlegen nach Worten. Als ich jedoch zum Sprechen ansetzte, legtest du mir wohl wissend, was ich sagen wollte, sofort einen Finger auf die Lippen.
„Nein“, sagtest du, „tu das bitte nicht! Es gibt absolut nichts, wofür du dich bedanken musst. Das hast du dir so und nicht anders redlich verdient. Es war einfach mal an der Zeit, dir ein wenig deiner unendlichen Liebe, die du immer für mich hast, zurückzugeben.“
Dann beugtest du dich wieder zu mir vor und küsstest mich sehr sinnlich auf den Mund. Begierig erwiderte ich deinen Kuss. Es wurde ein sehr inniger und erregender Kuss, der so lange andauerte, bis wir beide um Luft ringend aufhören mussten. Noch etwas japsend deutete ich auf meine ans Bett angebundenen Hände und sagte: „Dann hast du doch ganz sicher ein Herz für jemanden in einer misslichen Lage …“
Mit nachdenklicher Miene lehntest du dich wieder nach hinten. Aber als du dich dabei unbeabsichtigt auf meinen Schoss setztest, verschwand das Schelmische ganz plötzlich aus deinem Gesicht. Um Verständnis heischend meintest du nur: „Ich glaube, das muss noch ein Weilchen warten …“

Ich stehe immer noch am Fenster unseres Schlafzimmers. Doch schaue ich längst nicht mehr hinaus. Nein, stattdessen lasse ich meinen Blick über deinen verführerischen Körper streifen. Das Panorama ist allemal beschaulicher. Eine abwechslungsreiche Landschaft aus sanften Hügeln und lieblichen Tälern, die mir nach tage- und nächtelangen Erkundungen wieder bestens vertraut ist.
Einen Augenblick schaue ich noch ganz genießerisch, dann setze ich mich zu dir auf die Bettkante. Gerade will ich dich ein bisschen beim Schlafen betrachten, als du die Augen aufschlägst. Wie wunderbar du mich anlächelst. Ich kann nicht anders und sage: „Ich liebe dich aus tiefstem Herzen heraus und wünschte mir, du müsstest am Montag nicht wieder für eine lange Woche zur Arbeit gehen.“
Belustigt lachst du auf und schlingst deine Arme um meinen Nacken. Ganz liebevoll schaust du mir in die Augen und meinst: „Du verrückter Kerl. Komm zurück ins Bett und sei lieb zu mir.“


© SILVER RAY 2020
  • Geschrieben von Silberstrahl
  • Veröffentlicht am 08.05.2020
  • Gelesen: 1883 mal

Anmerkungen vom Autor

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  • Silberstrahl08.05.2020 16:00

    Profilbild von Silberstrahl

    Die Idee zu dieser Geschichte entstand durch einen Schreibwettbewerb, an dem ich vor einigen Wochen teilgenommen habe. Doch aufgrund der Zeichenbegrenzung konnte ich mich dort nur mit einer gekürzten Fassung meiner eigentlichen Idee beteiligen. Nun habe ich sie in den letzten Wochen Stück für Stück ausgebaut und so realisiert, wie ich mir das eigentlich vorstellte. Die Art und Weise, wie ich es gemacht habe, ist durchaus experimenteller Natur.

  • CS10.05.2020 23:41

    Tolle Story! Glückwunsch! Von mir 5 Sternchen!

  • Silberstrahl11.05.2020 15:20

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    Danke fürs Kommentieren und Bewerten.

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